Susanne Haun -> Drawing -> Zeichnung -> Dibujo -> 水彩画

me Kuriositäten in Berlin – bearbeitetes Foto von Susanne Haun

Posted in Engel, Foto, Projekt “douple bind”, Zeichnung by Susanne Haun on 2. Februar 2013

Mit großem Staunen beobachtet Jürgen seit einigen Jahren die Engeltätigkeit auf meinen Blog.

Oft habe ich Fragen von ihm zum Engelthema in meinen Kommentaren gefunden, Fragen, die ich mir vorher nicht stellte. Jürgen ist jemand, der alles hinterfragt.

Engel aufnehmend das rot der Wand (c) Zeichnung von Susanne Haun

Engel aufnehmend das rot der Wand (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Dezember mailte Jürgen mir das Foto eines wunderschönen Engels, dessen einer Flügel, mit guten Augen sichtbar, gebrochen ist, das Foto bearbeitete ich und zeigte es euch hier.

double bind soll es heißen, unser Projekt.
Was heißt double bind und welche Bedeutung hat es für uns? Jürgen berichtete hier von unserem Projektstart.

“Beim Double Bind handelt es sich um ein Kommunikationsmuster, bei dem widersprüchliche Nachrichten gleichzeitig übermittelt werden. Man könnte auch sagen: mit einem Lächeln etwas Böses mitteilen.”² heißt es auf einer Internetseite für Familientherapie und -aufstellung.

Wenn ich ein Engelbild zeichne, dann wünschte ich mir oft, es gäbe diese Wesen und möchte stark daran glauben, ich weiss aber aufgrund der Ausbildung, die ich erhielt, Engel können mit logischem Menschenverstand nicht exitieren.

Im Rahmen seines Berlinbesuchs habe ich mich mit Jürgen getroffen und wir besuchten den me collectors room, der Stiftung Olbricht. Olbricht hat Kuriositäten zusammen getragen. Früher gehörten zu den großen Sammlungen nicht nur Bilder sondern auch Objekte aus anderen Ländern. Ohlbricht hat diese Idee der Wunderkammer aufgegeriffen und zeigt in der Ausstellung “Wunderful Humboldt, Krokodil & Polke” seine Schätze.

Der me collectors room liegt in der Auguststraße (c) Foto von Susanne Haun

Der me collectors room liegt in der Auguststraße (c) Foto von Susanne Haun

Jürgen und ich waren sehr angetan von der Ausstellung – mich hat sie auch sehr inspiriert.

Auf meinem Schreibtisch stehen die himmlischen Botschaften von arsEdition, heute habe ich John Milton aufgeschlagen:
“Millionen von geistigen Wesen gehen unerkannt durch unsere Welt, egal, ob wir wachen oder schlafen.”

Ich weiss noch nicht, wie ich das Thema angehe. Ich sammel Bilder, Fotos, Inspirationen und Informationen.
Im Sammeltopf sind digital übermalte Fotos, Zeichnungen aber in meinem Kopf ist ein Objekt, das ich auf jeden Fall realisieren möchte.

Jürgen observed with great astonishment the angels work on my blog for some years.

Jürgen bestaunt die Dinge der Wunderkammer (c) Foto von Susanne Haun

Jürgen bestaunt die Dinge der Wunderkammer (c) Foto von Susanne Haun

Often I have found asking him about the angel in my comments, questions I asked myself not before. Jürgen is someone who questions everything.

In December Jürgen emailed me a photo of a beautiful angel whose second wing is broken. I’m drawing over this photo. We begun with a new project named double bind
What does double bind and what meaning it has for us? I don’t know that in this early time of our work.
I do not know yet how I approach the topic. I collect images, photos, inspiration and information.
The drip pot in my brain has digitally painted photographs, drawings but in my mind is an object that I want to achieve in any case.

______________________________
²Familientherapie und Familienaufstellung: http://www.conflict-prevention.org/familientherapie/double-bind/
arsEdition GmbH München, Himmlische Botschaften

7 Antworten

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  1. juergenkuester said, on 2. Februar 2013 at 18:47

    Hallo Susanne!
    Danke für Deinen einfühlsamen Bericht über unser Staunen, die Fragen, die Inspirationen und das vorhandene Gemeinsame und das sich entwickelnde. Ich freue mich auf unser Projekt.
    LG Juergen

    • Susanne Haun said, on 3. Februar 2013 at 14:39

      Hallo Jürgen,
      es waren inspirierende Tage. Mir schwebt da auch eine Idee im Kopf herum, ich denke, die muss ich bald umsetzen….
      einen schönen Sonntag wünscht dir Susanne
      P.S. Ich habe mich gerade beim Postcrossing angemeldet!

      • juergenkuester said, on 3. Februar 2013 at 14:49

        Mit Sicherheit keine falsche Entscheidung – viel Spaß!

  2. Frau Blau said, on 3. Februar 2013 at 17:03

    zugegeben, Engel sind auch nicht wirklich meine Favoritenm und trotzdem gibt es drei … einer schwebt direkt über mir am Fenster, der andere baumelt mit seiner Besenpunkfrisur im Auto, der dritte schwebt über des Liebsten Kopf, den habe ich mal gefilzt … und noch viel seltsamer, er hat Flügel … aber dann stand ich vor der Frage, wie ich denn die unsichtbaren HelferInnen eigentlich nennen soll, die mich immer mal wieder beschützen- und wie kann ich der Welt erklären, dass “mein” Engel keine Flügel hat und einen grauen Mantel trägt? Bruno Ganz im Himmel über Berlin, könnte sein Bruder sein, aber er ist eindeutig zu jung ;) Himmelwesen klingt so kitschig wie die Pausbacken im Goldrahmen über massiven Ehebetten waren … und mit denen werden ich wohl nie warm werden!

    hab noch einen feinen Restsonntag, liebe Susanne und dir und Jürgen viel Freude beim gemeinsamen Projekt!
    herzliche Grüße
    Ulli

    • juergenkuester said, on 3. Februar 2013 at 17:49

      Hallo Ulli!
      Da sind wir am Punkt: genau die Beschreibung hätte so oder so ähnlich auch von mir sein können. Und sie enthält so viele Anhaltspunkte: gefilzter Engel, fehlende Flügel, grauer Mantel, HelferInnen, beschützen, Kitsch usw.
      Danke für die unterstützenden Wünsche, Gruss Juergen

      • Susanne Haun said, on 3. Februar 2013 at 18:19

        Hallo Jürgen,
        die ausgewählten Wörter bringen es auf den Punkt!
        Grüße von Susanne

    • Susanne Haun said, on 3. Februar 2013 at 18:18

      Du glaubst nicht, Ulli, wieviele kitschige Engel ich geschenkt bekomme!

      Ich habe einige davon schon für Jürgen und mein “double bind” Projekt fotografiert.

      Historisch gesehen mag ich die Engelgeschichte sehr und habe mich auf einer Rolle mit dem Buch Henoch aus den Aprokryphen auseinandergesetzt. Hier der Link zu den Beiträgen dazu: http://susannehaun.com/category/rolle/das-buch-henoch/

      Spannend fand ich es heute bei meinen Eltern, meine Mutter hatte einen Engel-Postkarten Kalender von 2011 auf dem Tisch zu liegen und ich konnte an den Darstellungen ungefähr das Jahrhundert bestimmen, den Bruch, wann die Engel aus der Religiösität in den Altag wanderten und in der Darstellung sich vom Ursprung entfernten!

      Dieser Kontrast zwischen Kitsch und Glaube, der gefällt mir!

      LG von Susanne


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