Bildwissen in Musterbücher und noch zwei Akte – Aquarelle von Susanne Haun
Erst seit letzter Woche weiss ich, dass Dürer und Da Vinci sowie all die anderen bedeutenden und unbedeutenden Maler und Zeichner ”Musterbücher” pflegten.
Mit Bedacht schreibe ich nicht Künstler, denn zu Zeiten Dürers waren die Maler noch Handwerker in Zünften organisiert. Erst im späten 18.Jahrhundert, Anfang des 19.Jahrhundert begann sich der Begriff des Künstlers herauszukristallisieren. Im November setzte ich mich beginnend mit diesem Beitrag hier (siehe Link) mit dem Kunstbegriff auseinander.
In Musterbüchern wird Bildwissen festgehalten. Bildwissen kann auch abgezeichnet werden, d.h. die Skizze von der Skizze von der Skizze abzeichnen. So entstand Dürers Rhinozerus, von dem ich hier berichtete. Es passierten aber auch Fehler. Dürer zeichnete z.B. eine Skeletthand aus Da Vincis Skizzenbuch ab und gab diese als Menschenhand aus. Hätte er italienisch gekonnt, so hätte er gewusst, dass es sich um eine Skeletthand vom Affen handelt.
Natürlich ist es auch sehr viel einfacher, Zeichnungen zu kopieren als sie nach der Natur zu zeichnen. Der Zeichner nach der Natur muss die Linien erst finden!
Nichtsdestotrotz war Dürer der erste der ein Lehrbuch mit geometrischen Problemen kombiniert mit der Zeichnung geschrieben hat. Dazu kamen vier Bücher von der menschlichen Proportion, die sich mit dem Schwerpunkt beschäftigen. Bemerkenswert ist auch, dass Dürer seine Lehrbücher zweisprachig in Deutsch und Latein schrieb.
In den ersten Jahren (so um 1995) habe ich mich viel mit den Künstler Anatomie Büchern Gottfried Bammes beschäftigt und so gelernt, wie der Körper funktioniert, wie der Zeichner den Schwerpunkt ermittelt kann usw. Ich kann allen nur die Bücher von ihm empfehlen.
For my english speaking reader:
I know since last week, that Dürer and da Vinci and all the other major and minor painter and draftsman owned ”pattern books”.
In pattern books contains pictures - image knowledge. It can be initialed, i.e. the initial sketch of the sketch of the sketch. The result was Dürer’s Rhinoceros, which I reported here. But it also happened error. Dürer drew a skeleton hand from Da Vinci’s sketchbook and sign it as a human hand. Had he know the Italian language, he would have known that there is a skeleton hand from a monkey.
Das lila Kissen – Aquarell von Susanne Haun
Schon immer zeichneten und malten Künstler den nakten menschlichen Körper.
Ich zeichne ausgesprochen gerne Akt und freue mich nun wieder regelmäßig die Möglichkeit zu haben, das in der Popart Galerie in Berlin Friedenau zu tun. Ich berichtete hier schon vom ersten Termin.
Das gestrige Modell hat eine disziplinierte und wunderschöne Körperhaltung eingenommen. Die einzige Vorgabe zu den beiden Sitzungen war, dass sie sitzen sollte. Ein Lila Kissen gabe es nicht, sie saß auf einem Klappstuhl mit rosa Decke.
Aber nachdem Petra auf Philea’s Blog die Manesse-Ausgabe des Kopfkissenbuchs oder auch „Makura no Sôshi“, was soviel wie „Skizzenbuch unterm Kopfkissen“ bedeutet, vorgestellt hat, zeichnete sich mein lila Kopfkissen von alleine.
For my english speaking readers:
The human body is always drew and painted from all artist over the world.
I am happy to have the possibility drawing the human body again regulary. I reported here from the very first appointment.
Yesterday’s model has taken a disciplined and beautiful posture. The only indication of both sits was that they should sit
. There weren’t a purple pillow, she sat on a folding chair with a pink blanket.
But after Petra was talk on her blog Philea’s Blog about the issue of the pillow book or “Makura no Soshi”, which means “sketch book under the pillow” , my purple pillow drew on their own.
Der Rhythmus des Körpers – Aquarelle von Susanne Haun
Ich zeichne sehr gerne Akt. Ich mag es, den Rhythmus des Körpers mit Farbe festzuhalten und dann die Linien in einem Fluss zu zeichnen.
Gestern war ich das erste Mal beim gemeinsamen Aktmalen in der Pop Art Galerie. Der Galerist Utz Benkel lädt dazu einige Künstler ein, bestellt ein Modell und alle Künstler beteiligen sich an den Kosten.
Das wichtigste am Akt zeichnen ist das Schauen. Ich erzähle es immer wieder, Matisse schaute sich sein Modell erst mindestens eine Stunde an, bevor er den ersten Strich setzte.
Je nachdem, wie viel Platz ich zum Malen habe, suche ich mir die Materialien aus, mit denen ich arbeite. Alleine malend in meinem Atelier benutze ich Acryl und Ölkreide. Im Kleinen entspricht dem Aquarell und Buntstifte. Wichtig ist, dass ich für den Rhythmus eine Farbe verwende, die ich schnell auftragen kann. Mein Ziel ist es, nie länger als 5 Minuten für eine gute Aktdarstellung zu benötigen, wenn dann noch Zeit da ist, kann ich die Füße oder Hände ausarbeiten.
Male ich Akt, gibt es keine Gesichter. Ein Akt soll durch seinen Körper überzeugen, durch die Spannung der einzelnen Körperelemente und der Balance derselben. Möchte ich Gesichter zeichnen, dann zeichne ich Portrait.
For my English-speaking readers:
I like to draw act. I like it to capture the rhythm of the body with color, and then I draw lines with a crayon in the color.
Yesterday I was the first time at the Pop Art Gallery to draw in a artist group act.
The main theme is the act of looking. I tell it again and again, Matisse only looked at his mode the first hour before he put the first stroke.
Depending on how much space I have to paint, I select the materials with which I work. Alone painting in my studio I use acrylic and oil pastel. On a small place I use watercolor and crayons. It is important to use for the rhythm of the body a color that I can apply quickly. Never need more than 5 minutes for a good nudes – that’s my aim!
Drawing Nudes I need no faces. An act intended to convince through his body, by the power of the individual body parts and the balance thereof. Faces, I would like to draw when I draw portraits.
- Akt sitzend mit aufgestütztem Gesicht – 40 x 30 cm (c) Aquarell von Susanne Haun
- Akt sitzend auf Stuhl – 30 x 40 cm (c) Aquarell von Susanne Haun
- Akt kauernd – 30 x 40 cm (c) Aquarell von Susanne Haun
- Akt sitzend schräg – 30 x 40 cm (c) Aquarell von Susanne Haun
- Akt sitzend an der Wand gelehnt – 30 x 40 cm (c) Aquarell von Susanne Haun
Üppige Dame in rot gelb umbra – Radierung – Vorführung bei Boesner Berlin von Susanne Haun
Im September 2012 erschien mein zweites Buch im Edition Michael Fischer Verlag. Im vergangenen Jahr feierte der Verlag Edition Michael Fischer sein 25jähriges Jubiläum. Bis heute hat der Verlag über 400 Neuerscheinungen herausgebracht und sich zu einem der führenden Spezialverlage in den Themenbereichen Malen & Zeichnen entwickelt.
Am Freitag, den 16. November 2012 werde ich mein Buch bei Boesner Berlin Mariendor vorstellen und dabei auf der Hauspresse der Firma Boesner zeigen, wie eine Radierung gedruckt wird.
Termine:
11.00 – 12.30 Uhr und 13:30 bis 15.00 Uhr, Boesner GmbH, Nunsdorfer Ring 31, 12277 Berlin-Marienfelde
Die Kunst der Radierung
Material – Techniken – Arbeitsabläufe
von Susanne Haun, 128 Seiten, Hardcover, durchgehend vierfarbig, Format 23 x 23 cm
ISBN: 978-3-86355-090-5
Das Buch kann hier direkt beim Verlag oder hier bei Amazon gekauft werden.
Ein signiertes Exemplar kann bei mir direkt unter info@susannehaun.de bestellt werden.
Zum Kaufpreis von 19,90 € kommen die Portokosten hinzu. 85 Cent als Buchsendung oder 2,20 € in der Versandtasche.
Eine Radierung kann der Künstler nicht nebenher am Küchentisch erstellen aber viele Werkstätten bieten Kurse an oder die Möglichkeit, die Werkstatt tageweise zu mieten.
Ich mag an der Technik der Radierung, dass ich dizipliniert und genau arbeiten muss. Es ist eine Herausforderung, das fertige Blatt trotz aller Diziplin belebt aussehen zu lassen. Ich spiele sehr gerne mit der Farbe und kann so dasselbe Motiv in mehreren Variationen drucken. So auch die Radierung “Üppig”, die 10 x 15 cm mißt und aus drei Platten gedruckt wird. Im Buch ist sie in der Hauptfarbe ocker abgebildet. In meinem Schubfach habe ich sie noch in rot, gelb und umbra zu liegen. Die Hauptplatte ist mit 7 Ätzstufen radiert, was zur Lebendigkeit der Radierung beiträgt.
Das Ziel meines Lektors und mir war es, die Radierung so einfach zu erklären, dass auch ein “Neuling” nach der Lektüre weiss, was eine Radierung ist und wie sie herzustellen ist.
Ein weiteres Ziel war es, ein Buch zu schreiben, was auch für Druckkunst Interessierte interessant ist, ohne dass sie den Anspruch haben, selber radieren zu wollen.
Derzeit arbeite ich am dritten Buch im Edition Michael Fischer Verlag, ein Buch, was noch keinen genauen Titel hat, was mein Lektor und ich mit dem Schmutztitel “Holz- und Linoldruck” belegt haben.
For my English-speaking readers:
In September 2012 my second book “The art of etching” was published by Edition Michael Fischer. Last year celebrated the Publisher Edition Michael Fischer his 25th anniversary. Currently the company has launched more than 400 new books and become one of the leading specialist publishers in the fields of painting & drawing.
I must word dizipliniert and exactly that’s the reason I like the technique of etching. I like to play with color and can print the same motif in different forms. I n this way the etching “voluptuous”, which measures 10 x 15 cm and it is printed from three plates. In the book she is portrayed in the main ocher color. In my drawer I have them still in red, yellow and umber. The main plate is etched with 7 etching stages, contributing to the vitality of the etching.
- Üppig rot (c) Radierung von Susanne Haun
- Üppig ocker (c) Radierung von Susanne Haun
- Üppig gelb (c) Radierung von Susanne Haun
- Üppig umbra (c) Radierung von Susanne Haun
- Im Atelier steht immer ein kleiner Vorrat (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Aus dem P&Z Büchermarkt
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Haun, Susanne, Die Kunst der Radierung, Edition Michael Fischer Verlag
Palette und Zeichenstift, Ausgabe 5/2012, Nr. 103, Sonderbeilage Büchermarkt
Die Graphothek Berlin Reinickendorf – Arbeiten von Susanne Haun
Die Graphothek Berlin Reinickendorf hat schon 2005 drei Arbeiten von mir angekauft.
Eine Graphothek verleiht Bilder aus ihrem Bestand. Die Bilder sind schon fertig gerahmt und können sofort an die Wand gehangen werden. Unter der Seite “Verfahren” auf der Homepage der Graphothek wird das Verfahren erklärt:
“Sie melden sich mit Ihrem Personalausweis an und sollten über 18 Jahre alt sein. Sie suchen sich entweder aus unserem Präsenzbestand im Ausstellungsraum fertig gerahmte Bilder aus oder Sie wählen aus unseren Katalogen die von Ihnen gewünschten Bilder aus, die dann für Sie zum Mitnehmen gerahmt und in Tragekartons verpackt werden.”
Der Fördervereins der Graphothek Berlin unterstützt die Arbeit der Graphothek. Die Vorsitzende des Vereins ist Christina Illigner, die für Fragen und Unterstützung unter dieser Telefonnummer 030 3 21 37 15 oder per Mail c.illigner@gmx.de immer offen ist.
Der Förderverein der Graphthek veranstaltet Atelierbesuche oder wie im Fall vor zwei Wochen einen Besuch zum Haus der DaDa Künstlerin Hannah Höch, die in Reinickendorf, Heiligensee lebte und während des zweiten Weltkrieges dort in die innere Imigration ging.
Ich kann die Graphothek sehr empfehlen!
Die drei heute gezeigten Arbeiten von mir kann in der Graphothek Berlin Reinickendorf ausgeliehen werden. Die Leigebühr ist sehr gering; hier findet ihr die Entgeldordnung.
Für den Linolschnitt Adam und Eva erhielt ich 2004 den Sonderpreis bei der 3rd Lessedra World Art Print Annual. Es ist zur Ausstellung der gesamten eingesendeten Arbeiten auch ein Katalog erschienen.
For my english reader:
In 2004 I won a special prize in lessedra. The graphothek bought one of the linolcuts of the edition. Three works of my can be borrowed in Berlin in the Graphothek. The friends asssociation of the Graphothek will go in studios and look there for new graphic work.
- 2002 Roter Akt Acryl und Ölkreide auf Papier (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 2003 Lippenstift 70 x 50 cm Holzschnitt (c) vonSusanne Haun
- 2004 Adam und Eva 20 x 30 cm (c) Linoldruck von Susanne Haun
Die Graphothek Berlin Reinickendorf – Arbeiten von Susanne Haun
Akt zeichnen in der Berlinischen Galerie – Skizzen von Susanne Haun
15 Minuten steht das Modell in der Berlinischen Galerie beim Aktzeichnen für einen Durchgang.
Dann gibt es 1 Minute Pause, 15 Minuten Akt, 7 Minuten Pause, 15 Minuten Akt 1 Minute Pause und so geht es weiter bis zwei Stunden vorüber sind. Das verlangt größte Konzentration.
Für Skizzen empfinde ich 15 Minuten als lange Zeit … da kann ich gut drei von der selben Postion zeichnen. Für die ersten drei Positionen habe ich meinen Füller benutzt danach verlangte es mir nach Abwechslung und ich griff zu den Buntstiften. Und danach verliessen sie mich ganz und mich dürstete es nach der Ausstellung und einem Latte Machiatto im Museums Kaffee.
Besonders eindrucksvoll finde ich das Werk Rapport im Eingangsbereich der Berlinischen Galerie von J.Mayer H. Ich mußte mich festhalten, um den Rapport – Raum durchqueren zu können – mir wird ganz schwindelig dabei…. Hier auf der Homepage von J.Mayer ist ein Video mit Erläuterungen und Gesprächen zum Kunstwerk zu sehen.
- Position 1: stehender Akt – Skizze von Susanne Haun
- Position 2: sitzender Akt – Version 1 – Skizze von Susanne Haun
- Position 2: sitzender Akt – Version 2 – Skizze von Susanne Haun
- Position 2: sitzender Akt – Version 3 – Skizze von Susanne Haun
- Position 3: stehender Akt – Version 1 – Skizze von Susanne Haun
- Position 3: stehender Akt – Version 2 – Skizze von Susanne Haun
- Position 4: Sitzender Akt auf Würfel – Version 1 – Skizze von Susanne Haun
- Position 4: Sitzender Akt auf Würfel – Version 2 – Skizze von Susanne Haun
- In der Berlinischen Galerie – Foto von Susanne Haun
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
Protest – Zeichnungen von Susanne Haun
Ich bin erstaunt, dass mit Nacktfotos noch politisch demonstriert werden kann.
Ich dachte, Nacktheit ist inzwischen etwas selbstverständliches und mit dem Privatfernsehen und den immer freizügiger werdenen Titelbilder der Programmzeitschriften in den Alltag eingezogen. Aber der Artikel “Nackte Tatsachen” im Tagesspiegel belehrte mich eines besseren.
Vielleicht ist die Nacktheit auch bloß in Deutschland und Teilen Europas normal während es in China oder Ägypten ganz sicher nicht zurtrifft.
Ai Weiwei wird in China die Verbreitung von Pornografie vorgeworfen, er provoziert die Regierung mit eigenen Aktfotos.
In Ägypten hat die Kunststudentin Alia Magda al Mahdi (es lohnt sich dem Link zu folgen, ich muss mich hier nicht wiederholen), Aktfotos auf ihren Blog gestellt, um gegen das Regim zu protestieren. In Deutschland würde das keinen weiter interessieren.
Nach der Lektüre des Artikels wollte ich unbeding Akt zeichnen aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin nicht so frei, ein Aktfoto von mir hier einzustellen. Ich würde vor Scham im Boden versinken.
Ist es da nicht ungeheuer mutig von Alia Magda al Mahdi für ihre Rechte nackt zu protestieren! Hut ab!
- Weibliche Nacktheit – Zeichnung von Susanne Haun -Tusche auf Bütten – 30 x 20 cm
- Von Ai Weiwei inspiriert – Zeichnung von Susanne Haun -Tusche auf Bütten – 30 x 20 cm
Die Weiber hinaus lassen – Zeichnung von Susanne Haun
Ich näher mich dem Ende der irischen Sage “Die Knabenthaten des Cuchulinns”.
Nach vielen Bluttaten kommt der siebenjährige Held wieder nach Hause. Er ist aber so voller Adreanlien vom Kampf, dass er sich nicht beruhigen kann und seine Heimat um ihre Jungend fürchtet. Sie glauben, dass Cuchulinn so in Kampfesgier ist, dass er auch seine eigenen Leute angreifen wird.
Um ihn zu beruhigen, schicken sie ihm “dreimal fünfzig Weiber und zehn und siebenmal zwanzig freche rothnackte Weiber alle auf einmal” entgegen.
Ich stelle mir vor, dass sie in einer Art Tanz auf ihn zuschreiten.
Er ist noch so schüchtern, dass er seinen Blick von den vielen Frauen abwendet und da stecken ihn die Stadtväter in ein Fass mit kaltem Wasser zum abkühlen. Das er das Wasser beim ersten und zweiten Fass zum kochen bringt, schaffen sie es erst mit dem dritten Fass, ihn zu beruhigen.
Diese Stelle des Textes finde ich lustig – das zeigt, dass die Menschen um 1200 Humor gehabt haben!

Er wurde in drei Fässer mit kaltem Wasser gebracht, um seine Wut abzukühlen - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten
- Dreimal fünfzig Weiber – Zeichnung von Susanne Haun – 2tlg – jeweils 30 x 40 cm – Tusche auf Bütten
- Dreimal fünfzig Weiber – Zeichnung von Susanne Haun – 1. Teil 30 x 40 cm – Tusche auf Bütten
- Dreimal fünfzig Weiber – Zeichnung von Susanne Haun – 2. Teil 30 x 40 cm – Tusche auf Bütten
- Er wurde in drei Fässer mit kaltem Wasser gebracht, um seine Wut abzukühlen – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
Es ziemt der Vorsicht – Zeichnung von Susanne Haun
Ich bleibe heute in der Sagenwelt der Iren und bei den Knabenthaten des irischen Nationalhelden Cuchulinns.
Er fordert drei Königssohne der Mac Nechta zum Kampf heraus und das obwohl seine Wagenlenker Ibar warnt:
“Es ziemt dir Vorsicht für uns jenem gegenüber, kleiner Knabe!”
Den ersten Königssohn Foill tötet er mit einem zweimal geschmolzenen eisernen Apfel, der dessen Kopf durchbohrt.
Den zweiten Königssohn Tuachall durchbohrt er mit einer giftgetränkten Lanze das Herz.
Den dritten Königssohn Fandle schneidet er mit dem Schwert den Rumpf auf.
Allen dreien nimmt er den Kopf, um sie als Tropfäen mit nach Hause zu nehmen.
Die Sage ist schon sehr blutdrünstig und da ich so blutdrünstig nicht zeichnen will, mußte ich schon etwas überlegen, wie ich das gelesenen nun darstellen möchte. Ich arbeite mit der Übersetzung von Ernst Windisch. Windisch war unter anderem auch Indogermanist (erforscht mit historisch-vergleichenden Methoden Ursprung und Entwicklung der indoeuropäischen Sprachen).
Windisch hat die “Knabenthaten des Cuchulains” aus einem Manusskript des 12.Jahrhunderts übersetzt. Es gilt als ältestes erhaltenens Manusskript der irischen Sage, obwohl 1104 ein Mönch die bis dahin mündlich überlieferte Sage schon aufgeschrieben haben soll. Leider ist der Mönch von einem Wikinger erschlagen worden. Brutale Zeiten waren das früher und deshalb sind natürlich auch die Sagen brutal.
Ein Kraftblock, Pastellkreiden, Akte und der letzte Kaiser – Zeichnungen von Susanne Haun
Vor 1 1/2 Wochen traf ich mich in Berlin auf einen Kaffee mit Bettina Scheerbarth von der Hahnemühle. Sie gab mir einen Kraft-Block zum testen.
Dieser Block eignet sich perfekt für Aktzeichnungen. Und so setzte ich mich gestern Abend auf den Boden und startete das Hörbuch “Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht” (hier ein sehr guter Artikel über Dai Sijie und das Buch) von Dai Sijie. Auf der ersten CD von wird von den Kaligraphien Chinas und des letzten Kaisers berichtet. Das Buch ist nicht einfach zu lesen bzw. zu hören paßte aber gut zu meiner Stimmung und zum Zeichnen.
Beim Aktzeichnen kommt mir meine Erfahrungen und der tägliche Blick in den Spiegel zur Hilfe. Ich weiß, wo die Linien sitzen und kann so von Fotos und vor dem Spiegel arbeiten. Das mache ich gerade bei der Aktmalerei nicht gerne, da ich finde, dass schon die Positionierung des Modells zum Bild gehört und vor allem die Beleuchtung des Modells maßgeblich zum Erfolg der Zeichnung beiträgt. Aber wie heißt es so schön: “In der Not frießt der Teufel Fliegen!” Und ich bin zufrieden mit den Ergebnissen.
Ich zeichne selten mit Pastellkreiden, so dass ich auch nur eine leere Schokoladenkiste mit einem bunten Sammelsurium besitze. Wahrscheinlich würde sich der Pastellmalerin Astrid Valquardsen, die ich sehr schätze, der Magen umdrehen, wenn sie meine Kiste sähe…..
Schicht auf Schicht arbeite ich die Körper mit der Kreide auf dem Papier.
Die Kreiden haften gut auf dem Papier, durch den ockerfarbenden Papierton kann ich gut mit weiß höhen, was den Körpern Volumen verschafft. Die Größe von 30 x 40 cm eignet sich auch gut zum Mitnehmen, sicher auch für Skizzen im Zoo.
Ich freue mich schon, wenn ich das nächste mal zum Aktmalen in die Berlinische Galerie oder ins Kolbe Museum gehe, sicher werde ich diesen Block im Gepack haben.
- Kraftpapier von Hahnemühle – Foto von Susanne Haun
- Mit Pastellkreiden zeichne ich Akte auf dem Papier – Foto von Susanne Haun
- Der warme Hintergrund gefällt mir für die Akte – Zeichnung von Susanne Haun
- Rhythmusskizze mit Conté Carreé Kreiden – Foto von Susanne Haun
- Über den Rhythmus baue ich den Akt – Zeichnung von Susanne Haun
- Von hell nach dunkel entsteht mit Pastellkreiden der Akt auf dem Kraftpapier – Zeichnung von Susanne Haun
- Entstehung Akte mit Kreiden auf Hahnemühle Kraft Papier – Foto von Susanne Haun
- Die weiße Kreide höht den Körper und eignet sich gut auf dem ockerfarbenden Papier – Zeichnung von Susanne Haun
- Seitenakt in rot – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Torso in rot – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Spannung in rot – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Morgens in der Früh – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Pastellkreidenreste – Foto von Susanne Haun












































































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