Mein erster Blogbeitrag sowie ein Hibiskus – Zeichnung von Susanne Haun
Am 24. März 2009 habe ich den ersten Blogbeitrag geschrieben.
Ich wusste damals noch nicht, wo mich der Blog hinführen wird und wie viele nette Kunstinteressierte ich kennen lernen soll.
Bis letzte Woche Freitag habe ich seither jeden Tag einen Blogbeitrag geschrieben, insgesamt 1.553 Beiträge. 8293 Kommentare sind zu meinen Artikeln bisher geschrieben worden.
Ich danke euch allen einmal zwischendurch für euer Interesse und die vielen Diskussionen. Ich habe große Freude an diesem Austausch und besonders am Morgen beantworte ich eure Fragen und Kommentare sehr gerne als Tageseinstieg.
Letzte Woche habe ich mich an der FU um einen Studienplatz der Kunstgeschichte (europäisch und amerikanisch) und Philosophie beworben. Seit 1 1/2 Jahren habe ich die FU als Gaststudentin besucht und der Entschluss, mich zum regulären Studium einzutragen ist in dieser Zeit angewachsen.
Die Auseinandersetzung zwischen Praxis und Theorie ist für mich sehr spannend und egal ob ich die Seminare “Kunst und Wettbewerb in der Frühen Neuzeit”, “Die Zugkraft der Linie” oder “Die Präsentation der Kunst” sowie “William Kentridge” (und viele mehr) belege, ich erhalte neue Inspirationen und erfreue mich an dem Wissenszuwachs.
Neue Aufgaben kommen somit auf mich zu und da der Tag nur 24 Stunden besitzt, habe ich mich entschlossen, Samstag und Sonntag nicht mehr zwingend einen Artikel zu schreiben, sondern die Zeit zu nutzen, in den Büchern zu lesen und mich intensiver mit meinen Projekten zu beschäftigen.
Der Blog ist Teil meines Werkes aber er soll mich auch nicht in der Weiterentwicklung meiner Arbeit behindern.
So werde ich Montag bis Freitag weiter von meiner Arbeit berichten, und die Artikel zwischen 18 und 22 Uhr publizieren. Bisher habe ich täglich um 18 Uhr veröffentlicht.
Wer möchte, kann sich gerne in meinem E-Mail-Abo in meinem Blog eintragen. Jedes Mal, wenn ich einen neuen Beitrag publiziere, erhaltet ihr dann eine Mail. Es ist kein Newsletter Eintrag. Ihr erhaltet damit “nur” eine Mail, wenn ich einen neuen Artikel geschrieben habe. Ihr findet diese Möglichkeit rechts unten an der Seite meines Blogs.
Ich habe ein Bild für euch aufgenommen:
Ansonsten habe ich heute an meiner kleinen Rolle – 10 Meter mal 40 cm – weiter gerarbeitet.
Dort stülpe meinen Kopf aus.
Was heißt das? Ich sehe und zeichne, ich nehme Wissen auf und zeichne und ich lasse los.
So wachsen der Geliebten und mütterlichen Freundin Sophie Gräfin von Hatzfeldt von Lassalle Hibiskusblüten aus den Kopf. Der Hibiskus wächst auf meinem Balkon.
Wer mehr zum Projekt Lassalle und seine Frauen erfahren möchte, kann auf Gesine von Prittwitz Blog “SteglitzMind” verzweigen. Der Artikel stellt “Eine Darstellung einstmals bedeutender Ereignisse” von B. Claus DeFuyard vor.
For my english speaking reader:
Since four years ago I started to write my Blog. Since that day I wrote 1.553 articels and get 8293 commentars. Thank you all!
Now I want to stuy arthistory and philosophy and I haven’t enough time to wrote every day but almost every day. You can register in my E-Mail-Abo, so you can get a mail if a wrote a article.
Today I draw on my role modesty and a bridge. It’s in my brain today.
- Der Hibiskus (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Die Wirbelsäule (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Die Brücke (c) Zeichnung von Susanne Haun
Bin ich so schnell wie ein Fotoapparat? – Zeichnungen von Susanne Haun
Am Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus in Berlin sitzt es sich im Sommer völlig unbemerkt.
Ich sitze dort sehr gerne, denn ich kann dort unbeobachtet zeichnen. Alle sind mit sich selber, dem Posieren für ihre Fotos und dem Betrachten von Brunnen, Rathaus und Fernsehturm beschäftigt. Keiner sieht mich und ich kann völlig unbemerkt zeichnen.
Ein großer Vorteil ist auch, dass die Menschen für die Fotos einen Moment innehalten und ruhig posieren. Diese Zeit nutze ich zum Zeichnen in einer Linie.
Jedes mal frage ich mich:
“Bin ich so schnell wie ein Fotoapparat?”
For my english speaking reader:
I like to sit on the place before the Neptun fountain in Berlin. Nobody remarks me and I will let alone to draw. Tourist makes photos and in the moments they are static I have the time to draw.
- Am Neptunbrunnen (c) Foto von Susanne Haun
- Der Fernsehturm vom Neptunbrunnen aus (c) Foto von Susanne Haun
- Der Fernsehturm (c) Foto von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun
- Bin ich so schnell wie ein Foto (c) Selbstfoto von Susanne Haun
Ein Stil ist Repertoire – Zeichnungen von Susanne Haun
“Ein Stil ist Repertoire!”
sagte die Dozentin in der Vorlesung “Die Zugkraft der Linie” an der FU.
Repertoire (lat. repertorium „Fundstätte“) ist die Gesamtheit der Werke, die ein Künstler geschaffen hat und der Ausdruck Stil bezeichnet eine „charakteristisch ausgeprägte Erscheinungsform“.
Bedeutet dieser Satz nun, dass der Künstler in verschiedenen Stilen schaffen kann?
Und was ist dann mit der Handschrift?
Es ist für mich ungeheuer inspirierend, in genau dieser Vorlesung, wo “nur” von der Linie gesprochen wird, zu zeichnen.
For my english speaking reader:
“A style ist repertoire.” said our docent in the course “The traction of line”.
But what is then about our handwriting?
Die einzig wirklich echte Linie – Radierung von Susanne Haun
Heute werde ich nach Kreuzberg in die Druckwerkstatt Bethanien gehen und radieren. Als Motiv habe ich mir “Frauen und Ratten verlassen das Schiff” aus dem Arktis-Zyklus ausgesucht.
Ich bereite dazu immer schon das Motiv und die Zinkplatte vor, so dass ich sogleich nach meiner Ankunft damit beginnen kann, die Linien zu ätzen.
Ich war sehr erstaunt, dass ich in mehreren Seminaren und Vorlesungen an der Uni immer wieder die Bücher von Koschatzky ans Herz gelegt bekam. Ich besitze die Bücher von ihm schon über 10 Jahre und dachte, sie wären für die Praktiker, die Künstler, geschrieben. Aber wenn ich es recht bedenke, natürlich sollten auch die Kunstgeschichtler wissen, wie bestimmte Techniken funktionieren.
Gestern habe ich in Koschatzkys “Kunst der Graphik” ein Zitat von H.W.Singer gefunden:
“Die einzig wirklich echte, gleichmäßige Linie ist die radierte. Fein gezogen, bietet sie unnachahmliche Grazie, unübertrefflichen Schwung. Breit geätzt, erhält sie den Charakter einer monumentalen Größe, einer ernsten Wucht, an die nichts anderes heranreicht. Die radierte Linie ist die Linie par excellence, und die Radierung ist das Ideal der Schwarzweißkunst.”
Ein sehr heroischer Satz, über den ich beim Reißen meines Papiers und packen meiner Tasche nachdachte. So kam es auch, dass ich die Zinkplatte zu lange auf dem Herd erhitze und der darauf verteilte Wachs schlug kleine Bläschen. Mal schauen, wie die Bläschen geätzt aussehen. Ich bin neugierig.
For my english speaking reader:
In last time I often omited the translation in english language. I have many appointments, exibitions, Workshops, Uni and the drawing by themselve. It’s not easy for my writing and speaking english, I’am by learning and so I need time to translate.
But I take in hand to do write only one sentence at the least.
Tomorrow I want do go to the printgarage Bethanien to etch a new leaf for my arctis cycle. I decide to etch “Women and Rats are leaving the boat”.
In my lecture of art history at the university, I heard about Koschatzky. I know his books since 10 years ago and I like them.
- Die Radierung braucht viel Vorbereitung (c) Foto von Susanne Haun
- Die Ratte auf Transparentpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Das Papier muss gerissen werden (c) Foto von Susanne Haun
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Koschatzky, Walter. Die Kunst der Graphik. Wien, 1972.
Vasaris Disegno-Konzeption: der Intellekt des Künstlers – Zeichnung von Susanne Haun
Entscheidend wurde die Bedeutung des Disegno von Vasari geprägt.
Valeska von Rosen beschreibt in Metzlers Lexikon, das Vasari die ambitionierte Theorie entwickelte, in der er den Disegno zu einem allen Gattungen übergeordneten Prinzip erklärte, das er weitgehen mit den im Intellekt des Künstlers eingeschriebenen Vorstellungen parallelisierte, diese gehe der Werkausführung und damit der eigentlichen Künstlerischen Arbeit voraus.
An dieser Stelle geht die Kunst aus dem Handwerk hervor, sie wird geadelt!
Neben dem disegno habe ich mich mit meiner Leinwand von gestern beschäftigt. Mir hat die blaue Zeichnung von der Komposition nicht gefallen und auch der Kontrast hat mir gefehlt. Nach der Änderung bin ich zufrieden. Ich mag vor allem die Spuren, die vom blau erhalten geblieben sind und die Zeichnung beleben.
- Ich mag die Leinwand von gestern nicht (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Ich übermale die Leinwand von gestern (c) Foto von Susanne Haun
- Diese Linien gefallen mir und die bleiben (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Entstehung – Die Zopfflechterin – Tusche auf Leinwand (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Entstehung – Die Zopfflechterin – Tusche auf Leinwand (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Entstehung – Die Zopfflechterin – Tusche auf Leinwand (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 7 Die Zöpfeflechterin – 50 x 50 cm – Tusche auf Leinwand (c) Susanne Haun
Der mentale Habitus des Disegno – Zeichnung von Susanne Haun
Es ist sehr spannend, einem Begriff wie “Disegno” auf der Spur zu sein.
Ist es nicht so, dass ein gutes Lexikon alle Unklarheiten beseitigen kann?
Ich habe im Regal Metzlers Lexikon der Kunstwissenschaft zu stehen und arbeite mich langsam, Satz für Satz an der Definition vorwärts.
Gestern begann ich, mich mit der Bedeutung von Disegno auseinanderzusetzen (siehe hier).
Im Lexikon steht, dass Disegno in der Grundbedeutung Form/Zeichnung/Komposition heisst aber durch Vasari mit einem “mentalen Habitus” (Kemp 1974, 225) unterlegt wurde und daher eine umfassendere Semantik (Bedeutung) erhielt. Der Habitus hat, je nach Anwendung auf eine bestimmte Wissenschaft, unterschiedliche Bedeutungen. Stur übersetzt bedeutet das Wort “Stellung oder Verhalten”.
Ihr lest also – es ist nicht so einfach, einen Satz aus dem Lexikon auch zu verstehen. Dieser Satz will bedacht sein. Da ich immer wieder beim Studium auf Wolfgang Kemp treffe, habe ich mir bei der Zentralbibliothek Berlin ein Sammelwerk von Kemp bestellt. Ich schätze den Service der Bibliotheken sehr, ich kann online in jedem Bestand recherchieren und mir dann die gewählten Bücher gegen eine Gebühr von 2 Euro in meine Heimatbücherei senden lassen. Ein sehr guter Service.
Irgendwie finde ich, dass hier auch der Link zur Lyrikzeitung passt: 10. Nicht jeden Tag.
Es geht darum, was jeden Tag in unseren Elternhäusern gelesen wurde….
An die Zeichnung auf der Leinwand, die ich euch jetzt zeige, gewöhnt euch nicht zu sehr.
Ich habe sie gestern so begonnen und heute wieder übermalt. Alles was ich hier zeige ist also nicht mehr existent. Wie die Leinwand nun aussieht, werde ich euch morgen zeigen.
- Ateliereingang Susanne Haun (c) Foto von Susanne Haun
- Ateliereingang Susanne Haun (c) Foto von Susanne Haun
- Zeichnung und Motiv (c) Foto von Susanne Haun
- Zeichnung und Motiv (c) Foto von Susanne Haun
- Zeichnung und Motiv (c) Foto von Susanne Haun
- Ausschnitt Zeichnung (c) Foto von Susanne Haun
- Entstehung Zeichnung (c) Foto von Susanne Haun
- Das Auge (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Zeichnung und Motiv (c) Foto von Susanne Haun
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Pfisterer, Ulrich (HG), Metzlers Lexikon Kunstwissenschaft, Stuttgart 2003, 2011²
Disegno braucht eine schnelle Hand – Zeichnungen von Susanne Haun
“Disegno braucht eine schnelle Hand und den Intellekt für die Konzepte”, erläuterte uns die Dozentin bei der letzten Vorlesung zur Linie.
Von der reinen Übersetzung kommt das italienische Disegno vom lateinischen designare, was bezeichnen, zeichnen und im Umriss darstellen, heisst.
Den Begriff des Disegno zu erfassen, ist nicht einfach, ich gehe fast soweit, zu behaupten, dass es fast so schwer ist, wie die Kunst selber zu erläutern. Ich mag das Gefühl, einen Begriff nicht wirklich fassen zu können, nicht, es ist unangenehm. So werde ich mich in der nächsten Zeit immer wieder dem Disegno zuwenden.
Im Wikipedia steht, dass Disegno Zeichnung bedeutet, sowohl als künstlerische Idee, Entwurf und als geistiges Konzept in einem religiösen Sinne.
Vasari, einer der ersten Kunsthistoriker, spricht von den drei Künsten des disegnos: Malerei, Bildhauerei und Architektur.
Heute Morgen habe ich wieder einmal in der S-Bahn gezeichnet, und zeige euch meine mit “schneller Hand” gefertigten Arbeiten.
For my english speaking readers:
In the morning I’am drawing people in the train. I draw with “fast hand”. In the last lecture our dozent talk about designo. She said, that it is drawing with fast hand and to have intellect for the concepts.
I have to think about it!
- In der S-Bahn Vers. 1 (c) Zeichung von Susanne Haun
- In der S-Bahn Vers.2 (c) Zeichung von Susanne Haun
- In der S-Bahn Vers.3 (c) Zeichung von Susanne Haun
- In der S-Bahn Vers.4 (c) Zeichung von Susanne Haun
- In der S-Bahn Vers.5 (c) Zeichung von Susanne Haun
Der Kontrast zwischen Alten und Neuen Meistern in Schwerin – Bericht von Susanne Haun
Anfang der Woche war ich in Schwerin und besuchte unter anderem die Galerie Alte und Neue Meister in Schwerin. Der Eingang ist unspektakulär und versteckt.

Der Eingang der Galerie Alte und Neue Meister in Schwerin ist unspekatkulär (c) Foto von Susanne Haun
Ich bin erstaunt über die Schlichtheit des Eingangs, birgt das Muesum doch die deutschlandweit größte Sammlung von Werken Marcel Duchamps.
Schon einige Male habe ich mich hier in meinem Blog mit Duchamp auseinandergesetzt. So zum Beispiel im März 2012 (siehe hier) wo ich mir die Frage stellte, bei welchen Wörtern der Sinngehalt größer ist als das was im Wörterbuch als Erläuterung steht?
Wenn der Name Duchamp fällt, dann ist sofort dass Pisseoir, ein Ready-made, in meinem Kopf. Objet trouvés oder Ready-mades sind Kunstwerke, die aus vorgefundenen Alltagsgegenstände ohne große Veränderung zum Kunstwerk erhoben werden. Das berühmteste ist vielleicht Duchamps Pisseoir besser “Fountain”. Auf mich üben Ready-mades eine große Anziehungskraft aus (siehe meinen Artikel vom Juni 2012 dazu.)
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang das Exponat “Trébuchet / Stolperfalle / Trap” von Duchamp im Schweriner Museum.
Was erhebt das Gardrobenbrett zum Kunstwerk?
Die große Unterschrift von Duchamp?
Der Titel?
Die Geschichte dazu?
Oder das alles, was in einem Künstleratelier ist auch Kunst ist (siehe dazu meinen Artikel vom Juni 2012 zu Bruce Naumann hier)
Die Arbeit ist die erste sockellose Bodenplastik des 20. Jahrhunderts. Mehrer von Duchamps Atelierbesucher und er selber ebenso stolperten über das Gardrobenbrett bevor er es zum Kunstwerk erhob. Daraus folgt der Titel.
Sehr interessant finde ich auch, dass andere Künstler nach Zeichnungen von Marcel Duchamps arbeiten und somit einen Prototyp seines Werkes schaffen. Beim Flaschentrockner nach Duchamps Zeichnung wird als “Künstlername” Pierre Granoux angegeben. Ich verstehe nicht, wie hier die Urheberschafft zu sehen ist.
Neben den Neuen Meistern hängen auch die Alten Meister im Museum. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie der Kunstbegriff sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder geändert hat.
Bei den alten Meistern gefiel mir besonders das sehr große Nashorn.
Ob es wohl dasselbe Nashorn war, das auch Dürer inspirierte? Siehe dazu meinen Artikel von letzter Woche hier.
- Museum Schwerin (c) Foto von Susanne Haun
- Der Eingang der Galerie Alte und Neue Meister in Schwerin ist unspekatkulär (c) Foto von Susanne Haun
- Im Museum in Schwerin (c) Foto von Susanne Haun
- Gespiegelt in John Cage (c) Foto von Susanne Haun
- Ich mag die Arbeit von John Cage (c) Foto von Susanne Haun
- Blick in die Halle (c) Foto von Susanne Haun
- Das Ready-made Stolperfalle von Duchamps
- Flaschentrockner (Ausschnitt) von Pierre Granoux nach Zeichnung von Duchamps
- Blick in eine andere Halle
Spuren – Teil 2 – Arbeiten von Susanne Haun
Gestern habe ich mich mit Spuren im Sinne von Zeichnung auseinandergesetzt (siehe hier).
Zu der Spur möchte ich heute das Sehen hinzunehmen. Können wir eine gesehen Spur mit dem Objekt verknüpfen, das die Spur erzeugt haben? Was sehen wir, wenn wir die Spur sehen?
Ich habe die Objekte, die die Spuren in den Sand von gestern hinterlassen haben, in rote Tusche getaucht und auf einem weißen Papier abgedrückt. Können wir hier noch von Spuren sprechen?
Es entsteht eine Zeichnung von Wiesenblumen von mir.
Interessant finde ich den Text von Eva Schürmann mit dem Titel “Das Unsichtbare im Sichtbaren – Über den Zusammenhang von Einsicht und Blindheit bei Cezanne und Kentridge”.
“Im Medium der Kunst ist Sehen weit über seine identifizierende Funktion hinaus eine Tätigkeit des Anders-Sehen-Lernens und eine Möglichkeit, Dinge anders darzustellen als eine intersubjektiv autorisierte Wahrnehmungsgewohnheit es vorschreibt.”
Was ich als Künstlerin wie und in welcher Art gesehen habe, lässt sich für den Betrachter nicht rekonstruieren, es sei denn, ich erzähle meine Sichtweisen hier in diesem Blog.
- Spuren erzeugen (c) Foto von Susanne Haun
- Spuren mit Tusche erzeugen (c) Foto von Susanne Haun
- Objekte, die Spuren hinterlassen (c) Foto von Susanne Haun
- Spuren mit Tusche erzeugen (c) Foto von Susanne Haun
- Spuren mit Tusche erzeugen (c) Foto von Susanne Haun
- Spuren mit Tusche erzeugen (c) Foto von Susanne Haun
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Schürmann, Eva. Hrsg. Gamm, Gerhard. Das unendliche Kunstwerk. Hamburg. 2007.
Spuren – Teil 1 – Arbeiten von Susanne Haun
Anfang April begann das Sommersemester an der FU und ich erhalte bei den von mir besuchten Seminaren und Vorlesungen viele Inspirationen.
Diese Woche hat mich besonders der Begriff der “Spuren” zur weiteren Lektüre veranlasst. Ich bin noch am Anfang meiner Gedanken dazu und lese die uns zur Verfügung gestellten Bücher, darunter die “Wie Bilder Sinn erzeugen: Die Macht des Zeigens” von Gottfried Böhm oder von Peter Greimer, “Das Bild als Spur”.
Ich finde es sehr spannend, wie die Theorie meine praktische, zeichnerische Seite bedient.
Vor meinem Atelier ist ein “Zuckersandbereich”, ob die Steinesetzer vergessen haben, hier den Weg zu pflastern oder ob die Steine nachträglich entfernt wurden, ist hier nicht zu sagen.
Auf dem Zuckersand befinden sich Spuren, es haben Berühungen mit Objekten stattgefunden. Die Objekte sind verschwunden, Objekt und Spur kommen nie gemeinsam zum Vorschein.
“Die Spur erlaubt zum Beispiel das Zeichnen mit der Linie und das Zeichnen gegen sie … “Spur” umschreibt mithin generell jenes geschehen, in dem die Zeichnung ihre Sichtbarkeit ausformt.” Gottfried Böhm.
Ich frage mich, ob im Sand die ursprünglichste Zeichnung zu sehen ist, die vergänglichste.
- Ort der Spuren – vor Atelier S.Haun (c) Foto von Susanne Haun
- Bestehende Spur (c) Foto von Susanne Haun
- Bestehende Spur (c) Foto von Susanne Haun
In wiefern ist es ein Unterschied, ob wir zufällige Spuren oder bewusst erstellte Spuren betrachten?
Ich habe einige Pflanzen gesammelt und diese in den Sand gedrückt. Mit der Hand habe ich vorher die alten Spuren verwischt.
- Objekte zur Spurenerstellung (c) Foto von Susanne Haun
- Zerstörung der alten Spuren (c) Foto von Susanne Haun
- Erstellung von neuen Spuren (c) Foto von Susanne Haun
- Spur Nr. 4 (c) von Susanne Haun
- Spur Nr. 2 (c) von Susanne Haun
- Spur Nr. 1 (c) von Susanne Haun
Am Ende des Tages regnet es. Die Spuren sind zerstört. Was bleibt sind die Fotos. Sind nun die Fotos das Werk oder war der Sand mit den Spuren das Werk?
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Greimer, Peter. Theorien der Fotografie zur Einführung. Hamburg. 2011.
Böhme, Gottfried. Wie Bilder Sinn erzeugen: Die Macht des Zeigens. Berlin. 2008.





























































































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