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Das mittelalterliche Bergdorf Brisighella im Apennin – Fotos und Zeichnungen von Susanne Haun

Veröffentlicht in Emilia Romagna, Landschaft, Zeichnung von Susanne Haun am 25. Juli 2012

Allein die Anfahrt durch die Idylle des Apennin Italiens ist schon ein Traum .

Burgen und Weingüter liegen in den grünen Hügeln und die Straße schlängelt sich „fast“ einspurig durch die Landschaft.

Brisighella 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Brisighella 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Bergdorf Brisighella besteht aus windschiefen Häusern in Rottönen, die sogar eine „zweite Etage“ Bogengang für die Fußgänger haben. Im Schatten einen Kaffee trinken und den Uhrturm und die Burg sowie die Menschen dort anschauen, ist eine schöne Urlaubs-Beschäftigung.

Ich schaue mir auch gerne die Blumen an, die überall in Töpfen und Kästen gepflanzt sind und so ein schönes buntes Dorfbild geben.

Langsam bekomme ich für die Linien der Landschaft der Emilia Romagna ein Gespür und die Zeichnungen gehen mir leichter von der Hand.

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

 

Das mittelalterliche Bergdorf Brisighella im Apennin – Fotos und Zeichnungen von Susanne Haun

Palazzo Vecchio und die Räume der Eleonora von Toledo in Florenz – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Betrachtungen zur Kunst, Emilia Romagna von Susanne Haun am 24. Juli 2012

Im Palazzo Vecchio haben mir besonders die Räume der Eleonora von Toledo gefallen, sie lebte von 1522 – 1562 und sie war die Ehefrau von Cosima I. de‘ Medici. Schon alleine diese Beschreibung würde meiner Fantasie freien Lauf lassen und gleich einer Seifenoper in meinem Kopf Geschichten entstehen lassen.

Gemälde in den Räumen der Eleonora di Toledo (c) Fotos von Susanne Haun

Gemälde in den Räumen der Eleonora di Toledo (c) Fotos von Susanne Haun

Die Bemalung ihrer Räume mit den „weiblichen Tugenden“ faszinierte mich völlig. Ich habe einige fotografiert und zeige sie euch hier.

Sie brauchte acht Söhne und drei Töchter zur Welt, was ganz sicher zur damaligen Zeit eine große Tugend war und sie war auch aufgrund ihrer Unterstützung vieler Künstler Florenz beliebt und hatte einen großen Einfluss. Cosimo I. ließ sie in seiner Abwesenheit als Regentin herrschen, was zur damaligen Zeit nicht üblich war.

In der Gemäldegalerie von Berlin hängt ihr Portrait von Bronzino, so dass ich den Verlust, aufgrund der vielen Menschen nicht in die Uffizien gelangt zu sein, verschmerze. Auch war die Besichtigung des Palastes ein würdiger Ersatz für die Uffizien.

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Palazzo Vecchio und die Räume der Eleonora von Toledo in Florenz – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Der Dom von Florenz, die Paradiestür und ein Engel – Fotos und Zeichnungen von Susanne Haun

Veröffentlicht in Betrachtungen zur Kunst, Emilia Romagna, Engel, Zeichnung von Susanne Haun am 23. Juli 2012

Auf dem Piazza del Duomo befinden sich so viele Menschen wie am letzen offenen Öffnungstag vor Weihnachten im beliebtesten Kaufhaus ein jeder Stadt.

Glockenturm von Giotto vom Dom in Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Glockenturm von Giotto vom Dom in Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Dom kommt von domus dei, Haus Gottes und die Bauzeit für den florenzer Dom betrug 150 Jahre. Der Dom wurde von Brunelleschi der Glockenturm von Giotto gebaut. Zu ehren Bruneschellis wurde lange in Florenz kein höheres Gebäude als der Dom gebaut.

Engel in Florenz 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Engel in Florenz 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das geradeüber liegende Baptisterium fand ich unter anderem wegen des 1401 ausgeschriebenen Kunstwettbewerbs zur Gestaltung der Türen interessant. Es ist also keine Erfindung unserer Zeit, Wettbewerbe um die Kunst zu veranstalten.

Ghiberti gewann den Wettbewerb und gestaltete zuerst die Tür des Nordeingang nach dem Neuen Testament und später für den Osteingang die Porta del Paradiso, die Paradiestür. Aufgrund der großen Hitze und Menschenmenge war es kaum möglich, Dom und Türen in Ruhe zu betrachten. Die 24 Büsten der Türen stellen 24 Renaissancekünstler, natürlich auch Ghiberti dar.

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Der Dom von Florenz, die Paradiestür und ein Engel – Fotos und Zeichnungen von Susanne Haun

Florenz und die Perspektive der Skulpturen – Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Betrachtungen zur Kunst, Emilia Romagna, Engel, Zeichnung von Susanne Haun am 22. Juli 2012

Wir näherten uns der Innenstadt von Florenz vom Arno her, gingen über die Ponte Grazie zur einen Seite, um dann über die berühmte Ponte Vecchio wieder zur anderen Seite zurück zu wechseln.

Ponte Vecchio in Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Ponte Vecchio in Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Vor dem Palozzo Vecchio steht eine Kopie des berühmten Davids von Michelangelo. Es war damals eine Sensation, dass der Kopf und die rechte Hand größer von Michelangelo dargestellt wurde, als es von den Proportionen korrekt war. Der größere Kopf steht für Intelligenz (Hirn) und die größere Hand für Tatkraft.

Engelsperspektiven 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun (2)

Engelsperspektiven 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun (2)

Die Proportionen der Skulpturen und Gemälde zeichnerisch zu erfassen ist nicht einfach. Sie sind, wenn man sie von unten betrachtet, immer verzerrt durch unser Auge zu sehen. Besonders die Engel sitzen gerne über Türen und in Kirchenecken und schauen auf den Besucher herab.

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Florenz und die Perspektive der Skulpturen – Zeichnung von Susanne Haun

Unverhofftes Modell – ein Insekt – Libelle Teil 1 – Zeichnungen von Susanne Haun

Veröffentlicht in Betrachtungen zur Kunst, Emilia Romagna, Tiere, Zeichnung von Susanne Haun am 21. Juli 2012

Beim Zeichnen am Montone hat sich auf meinen Aquarellkasten ein schönes Insekt mit blau / gelben Körper und weißen Punkten auf den Flügeln niedergelassen. 

Insekt mit Blatt auf meinem Aquarellblock (c) Foto von Susanne Haun

Insekt mit Blatt auf meinem Aquarellblock (c) Foto von Susanne Haun

Es steht mir länger ruhig Modell als manch ein Aktmodell es in der Vergangenheit tat. Es schwirren viele seiner Art am Montone umher, so dass ich nie Mangel an diesem Insekt haben werde.

Ob es ein Zufall ist oder ob ich dieses spezielle Insekt nur deshalb wahrnehme, weil ich gerade „Die Falterfrau, Maria Sibylla Merian“ von Utta Keppler lese, weiß ich nicht zu beantworten.

Insekt Version 2 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Insekt Version 2 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Buch ist in Form eines Biographischen Romans geschrieben. Ich dachte, für den Urlaub ist etwas leichtes genau das richtige.

In dem Buch lässt Keppler den Stiefvater von M.S.Merian sagen, dass wir Deutschen immer die letzte, äußerste Folgerung, das quälende Extrem, die wilde Erregtheit suchen. „…das Vorstoßen und Neuanfangen nötig sei, in jeder Kunst, im Denken, im Forschen, damit sie nicht steckenbleiben in ihren festgefügten geregelten Formen …“

Ist es nicht genau das, was wir Kreativität nennen?

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Unverhofftes Modell – ein Insekt – Libelle Teil 1 – Zeichnungen von Susanne Haun

Arbeit an der Brücke in der Emilia Romagna – Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Emilia Romagna, Landschaft, Zeichnung von Susanne Haun am 20. Juli 2012

Vor vielen Jahren habe ich mich entschieden, die Natur zu zeichnen.

So habe ich die Architektur immer vernachlässigt. In der Regel mag ich sie nicht darstellen, sie ist mir zu grade, zum Teil zu heroisch und zu industrialisiert. Sie hat keine kleinen Fehler, wie eine Krumme Nase oder zu große Ohren.

Ich male an einem lauschigen Platz (c) Selbstauslöser Susanne Haun

Ich male an einem lauschigen Platz (c) Selbstauslöser Susanne Haun

In Portico die Romagna in Italien ist das selbstverständlich anders. Alles ist hier schief und krumm, die Straßen, die Häuser und die Landschaft des Apennin bilden eine perfekte Symbiose.

Die Zeichnung ist mir doch am liebsten (c) Susanne Haun

Die Zeichnung ist mir doch am liebsten (c) Susanne Haun

So überlege ich nun schon die ganze Zeit, wie ich die alte Steinbrücke über den Fluss darstellen möchte. Zuerst erfasse ich sie klassisch mit Aquarell in hellen und in grellen Tönen und bin ausgesprochen unzufrieden mit dem Resultat.

Ich überlege, dass Universum zu verkleiner, aber ich möchte nicht nur einen krummen kleinen Stein zeigen sondern in dem Fall möchte ich das Universum gesamte Universum zeigen.

Am liebsten mag ich die Brücke auf meiner Zeichnung – reduziert auf wenige Linien. So erscheint sie mir am spannensten auf dem Papier.

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Arbeit an der Brücke in der Emilia Romagna – Zeichnung von Susanne Haun

Ravenna und die Gerechtigkeit der Welt – Zeichnungen von Susanne Haun

Veröffentlicht in Emilia Romagna, Skulptur, Zeichnung von Susanne Haun am 19. Juli 2012

Die Basilica San Vitale in Ravenna wurde 526 begonnen zu bauen und ist mit ihren Mosaiken ausgesprochen prunkvoll und wunderschön anzusehen.

Basilica di Vitale (c) Foto von Susanne Haun

Basilica di Vitale (c) Foto von Susanne Haun

Bei uns kam die Frage auf, wie es möglich ist so viel Prunk zu gestalten, während der Hauptteil der Bevölkerung in größter Armut lebt?

Doch gesehen auf die gesamte Welt, leben wir jetzt nicht anders; einige wenige in Europa, Amerika und Asien leben in großem Prunk und andere müssen jeden Tag befürchten, nicht genug zu essen zu bekommen. Wie wird das die Welt in 1.500 Jahren sehen?

Mein Sohn wies mich auf die Bücher, im speziellen „Kollaps. Warum Gesellschaften überleben oder untergehen“ von Jared Diamond hin, die interessant klingen und ich denke, dass ich mir das Buch sicher kaufen oder in der Bücherei leihen werde.

Zurück zu Ravenna: die Bernsteinfenster der kleinen Taufkapelle gefielen mir von den Maserungen besonders gut. Sie geben dem Inneren einen schönes Licht.

Das Gesamtbild ist schwer festzuhalten, so habe ich lieber Details der Mosaike und Reliefs fotografiert.

Details Ravena (c) Fotos von Susanne Haun

Details Ravena (c) Fotos von Susanne Haun

Die Kirche Sant’Apollinare ist mit Reliefs von 22 Jungfrauen und 26 Märtyrern und vielen Skulpturen geschmückt. Die Stühle im Kirchenschiff laden zum Verweilen ein und ich habe die Zeit neben der Erholung von der Hitze zum fertigen einiger schneller Skizzen genutzt.

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Altarfigur in Sant'Appollinare Nuovo (c) Skizze von Susanne Haun

Altarfigur in Sant’Appollinare Nuovo (c) Skizze von Susanne Haun

Ravenna und die Gerechtigkeit der Welt – Zeichnungen von Susanne Haun

Die Prachtbauten Forlìs und die Linien, die ich finde – Fotos und Bericht von Susanne Haun

Veröffentlicht in Emilia Romagna, Skulptur, Zeichnung von Susanne Haun am 18. Juli 2012

Forlì hat für mich zweierlei Bedeutung: die Spannung wie Boccioni hier lebte (Informationen über Boccioni hier auf meinem Blog ) und nach der Besichtigung heute, die Prachtbauten Mussolinis. Die Kirche, Burg und Abtei ist allerdings aus dem 12. Und 13. Jahrhundert, die Post entspringt der Monumental Architektur zu Zeiten Mussolinis.

ready made Forli Version 1 (c) Susanne Haun

ready made Forli Version 1 (c) Susanne Haun

Heute war in Forli Markt und das Leben tobte auf dem Hauptplatz und alle Straßen drum herum. Es war natürlich für Frau von Welt ein „Muss“, eine Tasche und ein kleines Kleidchen zu kaufen; hier an dieser Stelle Grüße an Conny Niehoff, ich habe sie richtig vor mir gesehen, wie sie durch den Markt streift und Kleidchen kauft!

In Forli hatte ich Zeit  für die Auflösung der Fassaden Figuren und meiner Selbst in wenigen Strichen.

Interessiert haben mich auch – wie immer-  die Details und Linien die in Forlì zu entdecken sind.

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Die Prachtbauten Forlìs und die Linien, die ich finde – Fotos und Bericht von Susanne Haun

Gänseblümchen und Käfer – Zeichnungen von Susanne Haun

Veröffentlicht in Blumen und Pflanzen, Emilia Romagna, Zeichnung von Susanne Haun am 17. Juli 2012

Wenn der Urlauber die Gegend erforschen will, bleibt wenig Zeit zum Zeichnen.

Heute war so ein Tag, wo die Zeit trotz der vielen Motive, die ich unterwegs sah „nur“ für Gänseblümchen und den Käfer, der sich sonnte, reichte.

Käfer 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Käfer 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Es ist schön, durch die Gegend zu schlendern, alles aufzunehmen und sich in Ruhe zu überlegen, wo man in den nächsten Tagen länger bleiben möchte. Es sind knapp 40 Grad und es ist erstaunlich, wie der Körper die Bewegungen auf ein Minimum reduziert. Ich suche im Geist die Schattenplätze, wo ich malen werde, möglichst nahe bei der Ferienwohnung, um mich nicht mehr als notwendig zu bewegen.

Die typischen grünen Jalousien der Häuser sind alle geschlossen, um die Hitze auszuschließen.

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Gänseblümchen und Käfer – Zeichnungen von Susanne Haun

Der erste Tag – Skizzen aus der Emilia Romagna von Susanne Haun

Veröffentlicht in Emilia Romagna, Landschaft, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung von Susanne Haun am 16. Juli 2012

Der erste Tag ist der schönste Tag und von den Eindrücken überwältigend – egal ob positiv oder negativ!

Dieses Gefühl des Neuen, des noch nie dagewesenen wird es schon am zweiten Tag nicht mehr geben.

Die ersten Eindrücke halte ich gleich fest (c) Skizzen von Susanne Haun

Die ersten Eindrücke halte ich gleich fest (c) Skizzen von Susanne Haun

In der Emilia Romagna habe ich sofort ein freudiges, positives Gefühl. Portico di Romagna hält was sein Name verspricht. Es ist sehr alt und hat auch genau diese Atmosphäre des schiefen und verwinkelten. Überall gibt es Bögen und über dem kleinen Fluss geht eine alte Steinbrücke.

Portico di Romagna (c) Skizzen von Susanne Haun

Portico di Romagna (c) Skizzen von Susanne Haun

In 10 Minuten halte ich in schnellen Strichen die Straße vor der Kirche fest, ich möchte das Neue einfangen, um es zu bewahren und das Gefühl wiederholen zu können.

Der erste Tag – Skizzen aus der Emilia Romagna von Susanne Haun

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