Zwei Titelrahmen für den heiligen Antonius – Zeichnungen von Susanne Haun
Es ist nicht einfach, einen Titelrahmen zu gestalten. Die Zeichnungen um den Titel sollen den Inhalt des Buches treffend beschreiben.
Für mich persönlich sind die Buchstaben am schwierigsten zu gestalten. Gelungen finde ich meine Schrift auf dem Titelrahmen der Knabenthaten, ein Kapitel der Tain, der irischen Sage schlechthin. Ihr findet meinen Beitrag dazu hier. Ich habe vorher einige Blätter vollgeschrieben, bis ich mich entschied, wie ich die Buchstaben kalligraphiere. Das ist nun inzwischen auch schon zwei Jahre her.
Eine Übersicht der Zeichnungen zum Rinderraub seht ihr hier.
Als ich dann einen Titelrahmen für Flauberts heiligen Antonius gestalten wollte, hatte ich vorerst keine Muße, die Buchstaben zu setzen. Das ist ziemlich dumm von mir, denn es geht nun mal beim Titelrahmen um den Titel.
Aber als ich die Beiträge von Dina und Klausbernd zur Dublin’s Fine Library las und die dort abgebildeten Bücher sah, hatte ich einfach den Drang, Titelrahmen zu zeichnen.
So entstanden zwei Blätter, das erste in blau, auf denen ich die Versuchungen zeichnete und dann das zweite in Ocker, auf dem ich eher die Gesamtlage zeige. Ich denke, ich werde noch einen dritten Rahmen zeichnen, die Gesamtlage in blau.
Auch wenn ich finde, zu den Versuchungen des Antonius gehören die Frauen, habe ich sie doch etwas zu direkt in den blauen Rahmen gesetzt: Seele, Teufel und Frauen…. das sind ja auch erst drei der Versuchungen, wenn sollte ich wenigstens alle ins Bild setzen.
Sobald Ute Schätzmüller, mit der ich zusammen den Antonius erforsche, sich in ihrem neuen Blog eingerichtet hat, werden wir uns das zweite Kapitel vornehmen. Unsere Ergebnisse seht ihr auch Zusammengefasst im Blog “Antonius Versuchungen”.
For my English-speaking readers:
It is not easy to make a title frame. The drawings for the title should describe the content of the book.
For me personally, the letters are the most difficult to make. I managed to find my writing on the part of the boys’ title deeds, a chapter of the Tain, the irish saga par excellence. You can find my post about it here. I have previously written several full sheets until I decided I worte the letters. Now this is now already two years ago.
When I wanted to create a title frame for Flaubert’s St. Anthony, I had no leisure for the time being, to use the letters. That’s pretty stupid of me, because it is now time for title frame for the title.
- Titelrahmen Version 1 Zustand 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Titelrahmen Version 1 Zustand 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Titelrahmen Version 1 Zustand 4 (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Titelrahmen Version 2 Zustand 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Titelrahmen Version 2 Zustand 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Titelrahmen der Tain (c) Zeichnung von Susanne Haun 2011
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Kinsella, Thomas. Englische Übertragung. “Der Rinderraub”, 1976. Leipzig.
Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996
Vier Flecke auf jeder seiner zwei Wangen – Zeichnung von Susanne Haun
Ich freue mich immer sehr, wenn ich ein Projekt abschliessen kann. So auch die Illustration zu den “Knabenthaten des Cuchulinns”, ein Auszug aus der irischen Sage “Der Rinderraub”.
Ich habe zwei Jahre an der Illustration gearbeitet, die insgesamt aus 23 Blätter à 30 x 40 cm besteht. Das Schwierigste an speziell dieser Illustration war, sich in die Zeit der Geschehnisse einzudenken. Meine eigene Restriktion war, dass ich kein Blut auf den Zeichnungen fliessen lassen wollte. Das ist nicht einfach gewesen, spielt die Handlung der Sage doch um das Jahr Null und diese Zeit ist nun einmal blutdrünstig.
Als Abschluss habe ich folgendes Zitat aus dem Manusskript von Ernst Windisch gewählt:
“Vier Flecke auf jeder seiner zwei Wangen: ein blauer Fleck, ein purpurner Fleck,
ein grüner Fleck, ein gelber Fleck. Fünfzig hellblonde Haarsträhne von dem einen
Ohr von ihm bis zum andern, wie der Kamm einer Birke oder wie Nadeln von
lichtem Golde gegen das Antlitz der Sonne. Eine glänzend weisse geschorene
Stelle auf ihm, als ob eine Kuh sie geleckt hätte. Ein grüner Mantel um ihn, eine
Nadel von Silber darin. Ein Untergewand von Goldfaden um ihn.”

Vier Flecke auf jeder seiner zwei Wangen ein blauer Fleck, ein purpurner Fleck - Zeichnung von Susanne Haun
Nun werden die Zeichnungen von einem professionellen Fotografen abfotografiert und dann wird der curach-bhan Verlag ein Kunstbuch in kleiner Auflage mit laufender Nummerierung (wahrscheinlich auf Hahnemühle Bütten) im Offset Verfahren drucken.
- Titelblatt – Zeichnung von Susanne Haun
- Kampfeswut – Zeichnung von Susanne Haun
- Die Schleuder – Zeichnung von Susanne Haun
- Unter dem Kissen – Zeichnung von Susanne Haun
- Culann der Schmied – Zeichnung von Susanne Haun
- Dem Schlachthunde – Zeichnung von Susanne Haun
- Vor dem Thor – Zeichnung von Susanne Haun
- Das Orakel – Zeichnung von Susanne Haun
- Conchobar gab ihm seine eigenen zwei Speere – Zeichnung von Susanne Haun
- Dreimal fünfzig Kanben um Folloman den Sohn Conchobars bei ihren Künsten auf dem Anger von Emain – Zeichnung von Susanne Haun
- Lass die Pferde jetzt zur Grasweide, kleiner Knabe – Zeichnung von Susanne Haun
- Sie geht bis zur Furt der Wache in Sliab Fuait – Zeichnung von Susanne Haun
- Wenn ferner Spielleute in das Land kommen – Zeichnung von Susanne Haun
- Das ist auch der Weisse Carn von Sliab Moduirn – Zeichnung von Susanne Haun
- Ich werde meine Hand für ihn an den Kunststück-Schwippstock legen – Zeichnung von Susanne Haun
- nachdem sie sein Herz in seiner Brust durchbohrt hat – – Zeichnung von Susanne Haun
- Seinen Namen hat er davon, dass er wie eine Schwalbe oder wie ein Wiesel auf dem Meer umherläuft – Zeichnung von Susanne Haun
- Ja, eine Art Kühe sagte Ibar es ist ein Rudel von Hirschen – Zeichnung von Susanne Haun
- Ein Zug von Schwänen – Zeichnung von Susanne Haun
- Weiber hinaus lasse – Zeichnung von Susanne Haun
- Weiber hinaus lasse – Teil A – Zeichnung von Susanne Haun
- Weiber hinaus lasse – Teil B – Zeichnung von Susanne Haun
- Er wurde in drei Fässer mit kaltem Wasser gebracht, um seine Wut abzukühlen – Zeichnung von Susanne Haun
- Vier Flecke auf jeder seiner zwei Wangen ein blauer Fleck, ein purpurner Fleck – Zeichnung von Susanne Haun
Die Weiber hinaus lassen – Zeichnung von Susanne Haun
Ich näher mich dem Ende der irischen Sage “Die Knabenthaten des Cuchulinns”.
Nach vielen Bluttaten kommt der siebenjährige Held wieder nach Hause. Er ist aber so voller Adreanlien vom Kampf, dass er sich nicht beruhigen kann und seine Heimat um ihre Jungend fürchtet. Sie glauben, dass Cuchulinn so in Kampfesgier ist, dass er auch seine eigenen Leute angreifen wird.
Um ihn zu beruhigen, schicken sie ihm “dreimal fünfzig Weiber und zehn und siebenmal zwanzig freche rothnackte Weiber alle auf einmal” entgegen.
Ich stelle mir vor, dass sie in einer Art Tanz auf ihn zuschreiten.
Er ist noch so schüchtern, dass er seinen Blick von den vielen Frauen abwendet und da stecken ihn die Stadtväter in ein Fass mit kaltem Wasser zum abkühlen. Das er das Wasser beim ersten und zweiten Fass zum kochen bringt, schaffen sie es erst mit dem dritten Fass, ihn zu beruhigen.
Diese Stelle des Textes finde ich lustig – das zeigt, dass die Menschen um 1200 Humor gehabt haben!

Er wurde in drei Fässer mit kaltem Wasser gebracht, um seine Wut abzukühlen - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten
- Dreimal fünfzig Weiber – Zeichnung von Susanne Haun – 2tlg – jeweils 30 x 40 cm – Tusche auf Bütten
- Dreimal fünfzig Weiber – Zeichnung von Susanne Haun – 1. Teil 30 x 40 cm – Tusche auf Bütten
- Dreimal fünfzig Weiber – Zeichnung von Susanne Haun – 2. Teil 30 x 40 cm – Tusche auf Bütten
- Er wurde in drei Fässer mit kaltem Wasser gebracht, um seine Wut abzukühlen – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
Eine Art Kühe und eine Schwalbe – Zeichnung von Susanne Haun
Auch heute habe ich mich wieder in die irische Sagenwelt vertieft. Immer noch lese ich von den Knabenthaten des Cuchulinns. Hier könnt ihr meine vorigen Artikel dazu lesen.
„Seinen Namen hat er davon, dass er wie eine Schwalbe oder wie ein Wiesel auf dem Meer umherläuft.“
Diesen Satz mag ich besonders. Es geht um den dritten Königssohn Anger mac Nechta. Leider bringt “unser Held” auch diesen Königssohn um. Ich weiss noch nicht, ob ihm das bei mir besonders viel Symphatiepunkte bei mir einbringt.

Seinen Namen hat er davon, dass er wie eine Schwalbe oder wie ein Wiesel auf dem Meer umherläuft- Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 30 x 40 cm
Tiere waren im Jahre Zero wertvoller als Land und am wertvollsten waren sie lebendig. Das Leben eines Menschen galt weniger als das Leben eines Hirsches. So hat unser Held aus der irischen Sagen zwei schnelle starke Hirsche gefangen, die er als Trophäe mit nach Hause bringen wird.
Ich mag Hirsche auch sehr und habe sie schon oft in Germendorf beobachtet, so dass ich heute ein Rudel zeichnete.
„…sind das dort besondere Lieblingsthiere, oder sind es eine Art Kühe? … Ja, eine Art Kühe, sagte Ibar, es ist ein Rudel von Hirschen…“
- Die Schwalbe zeichne ich mit Sepia Tusche – für das Meer mische ich die Sepiatusche mit viel Wasser – Foto von Susanne Haun
- Die stark verdünnte Sepia Tusche sieht aus wie Bleistift – Foto von Susanne Haun
- Seinen Namen hat er davon, dass er wie eine Schwalbe oder wie ein Wiesel auf dem Meer umherläuft- Zeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 30 x 40 cm
- Eine Art Kühe / Hirsche – Zeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 30 x 40 cm
Es ziemt der Vorsicht – Zeichnung von Susanne Haun
Ich bleibe heute in der Sagenwelt der Iren und bei den Knabenthaten des irischen Nationalhelden Cuchulinns.
Er fordert drei Königssohne der Mac Nechta zum Kampf heraus und das obwohl seine Wagenlenker Ibar warnt:
“Es ziemt dir Vorsicht für uns jenem gegenüber, kleiner Knabe!”
Den ersten Königssohn Foill tötet er mit einem zweimal geschmolzenen eisernen Apfel, der dessen Kopf durchbohrt.
Den zweiten Königssohn Tuachall durchbohrt er mit einer giftgetränkten Lanze das Herz.
Den dritten Königssohn Fandle schneidet er mit dem Schwert den Rumpf auf.
Allen dreien nimmt er den Kopf, um sie als Tropfäen mit nach Hause zu nehmen.
Die Sage ist schon sehr blutdrünstig und da ich so blutdrünstig nicht zeichnen will, mußte ich schon etwas überlegen, wie ich das gelesenen nun darstellen möchte. Ich arbeite mit der Übersetzung von Ernst Windisch. Windisch war unter anderem auch Indogermanist (erforscht mit historisch-vergleichenden Methoden Ursprung und Entwicklung der indoeuropäischen Sprachen).
Windisch hat die “Knabenthaten des Cuchulains” aus einem Manusskript des 12.Jahrhunderts übersetzt. Es gilt als ältestes erhaltenens Manusskript der irischen Sage, obwohl 1104 ein Mönch die bis dahin mündlich überlieferte Sage schon aufgeschrieben haben soll. Leider ist der Mönch von einem Wikinger erschlagen worden. Brutale Zeiten waren das früher und deshalb sind natürlich auch die Sagen brutal.
Eine Ansammlung von Steinen – Zeichnung von Susanne Haun
Die gestrige Fahrt durch die idyllische Uckermark hat mich heute wieder zur Welt der Sagen gebracht.
Ich habe den “Weissen Carn” gezeichnet. Direkt aus dem altirischen übersetzt bedeutet es “Ansammlung von Steinen”.

Das ist auch der Weisse Carn von Sliab Moduirn - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sich bestimmte Bevölkerungsgruppen der Sagenwelten in den Romanen bis in die heutige Zeit Eingang in die Literatur, den Märchen der heutigen Zeit und den Online-Games finden.
Mein Sohn spielt gerne League of Legends. Ein Spiel dauert im Durchschnitt zwischen einer halben Stunde bis Stunde und der Spieler kann vor jedem Spiel von neuem wählen, mit welchem Charakter er spielen möchte. Es ist ein Online – Teamspiel, so dass er auch einen festen Freundeskreis hat, mit denen er sich im Netz trifft. Da die Freunde sich über eine eigenen Server auch unterhalten (ähnlich wie Skype) höre ich dann manchmal Sätze wie “Pass auf die Morgana auf!” Das hat mich natürlich neugierig gemacht: Morgana, die Schwester Konig Artus? Was macht die denn da?

Lass die Pferde jetzt zur Grasweide, kleiner Knabe - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten
Die Bücher und Onlinewelten sind mit Elben, Druiden, Wikingern, Königen und Zwergen bevölkert, dass wir oft vergessen, dass die Märchenfiguren ursprünglich auf historische Persönlichkeiten zurückgehen, die Eingang in die Sagenwelt fanden. Wie haben wir in der Schule gelernt? An jeder Sage ist ein Stück Wahrheit!
Schon Anfang des Jahres begann ich Zitate aus ”Die Knabenthaten Cuchulinns” (einen Teil der Táin) zu zeichnen. Weil aktuell immer wieder das eine oder andere dazwischen kam und weil das Thema nicht einfach ist und es immer eine Zeitreise in die Vergangenheit bedarf und viele Erklärungen benötigt, entstehen lange Pausen zwischen den Zitaten – Zeichnungen.
Deshalb habe ich heute alle Zeichnungen zu den Zitate der Tain hier zur Übersicht eingefügt.
Historisch ist es so, dass die Abdeckung von Gräbern mit weissen Steinen erfolgte. Die Sage hat daraus gemacht, das Elben oder Feen, die wunderschön sind, dort in den Gräbern wohnen. Die Elben sollen der Sage nach vor den Gälen (keltischstämmigen Bewohner oder Iren) Irland bewohnt haben.
Erinnert ihr euch an meinen Eingangsatz, die Uckermark? Das heutige Deutschland war schon (1200 bis 1000 v. Chr.) von Süd- bis Mitteldeutschland keltisch besiedelt – im Norden Deutschlands, also auch die Uckermark war germanisch besiedelt. Ich weiss nicht, ob bei uns der Sage nach auch die Elben vor den Kelten und Germanen in Deutschland lebten?
- Titelblatt – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Kampfeswut -Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Die Schleuder – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Unter dem Kissen – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Culann der Schmied – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Dem Schlachthunde – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Vor dem Thor – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Das Orakel – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Zwei Speere und weinen Schild und sein Schwert – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Folloman den Sohn Conchobars – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Lass die Pferde jetzt zur Grasweide, kleiner Knabe – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Sie geht bis zur Furt der Wache in Sliab Fuait – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Wenn ferner Spielleute – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
- Das ist auch der Weisse Carn von Sliab Moduirn – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche auf Bütten
Zwischen den Füßen des Königs – Zeichnung von Susanne Haun
Es ist nicht einfach, sich in ein zurückliegendes Jahrtausend zu denken.
“…,jeden Tag wird dir beschieden sein zwischen den Füßen Conchobars (des Königs) zu sitzen, …”
Im irischen Epos “Der Rinderraub” hat unser Held das Recht, nahe beim König zu speisen. Ich denke, dass das egal in welcher Zeit oder in welchem Land immer eine Auszeichnung ist.
Um mir manche Dinge besser vorstellen zu können, suche ich im Internet nach Informationen. Heute stieß ich bei der Suche nach keltischem Geschirr auf die Seite vom Museum Theulegium. Ich finde es erstaunlich, wieviele “Schätze” noch gefunden und nicht als solcher erkannt werden. Was wohl bei Bauarbeiten alles auf den Müll landet? Hier könnt ihr eine dieser Geschichten um das Gefäß auf meiner Zeichnung lesen.
Das Blatt entstand aus der schnellen Inspiration heraus und ich freue mich darüber.
Bei den Beinen standen wieder meine eigenen Modell – ich habe einen großen Spiegel und betone die Linien der Füße besonders, um einen eindrucksvollen Fuß zu erhalten.
Hier seht ihr meine weiteren Illustrationen zum Rinderraub.
- Wie sieht es wohl unter dem Tisch der Kelten aus? – Susanne Haun
- Ich schreibe das Zitat auf das Blatt und erhalte dadurch Tiefe. – Susanne Haun
- Zwischen den zwei Füssen – Zeichnung von Susanne Haun – 30 x 40 cm – Tusche auf Bütten
Kunstgespräche mit Frank und Knabentaten – Zeichnung von Susanne Haun
Heute kam Frank Köbsch (ihr kennt ihn sicher von seinem Blog) zu uns ins Atelier und Andreas, Frank und ich diskutierten über Bücher, Aquarelle und das Bloggen. Schnell war der Nachmittag vorbei.
Am Vormittag rahmte ich für die Ausstellung “Querbeet” in der Galerie am Michel. Seht hier meinen Beitrag dazu. So war auch der Vormittag verplant.
Zwischendurch und ganz Früh beschäftigte ich mich weiter mit der irischen Sage “Die Knabentathen des Cuchulain” aus dem Rinderraub. Unser junger Held will sich beweisen und sucht die Abenteuer. Aber er bekommt ein “Kindermädchen” mit auf dem Weg. Er den Wächter los, indem er Steine auf die Achsen seines Wagens wirft. Die Achse bricht und Conall, der Wächter (das Kindermädchen) läßt unseren Held seine Taten alleine begehen. Mehr vom Rinderraub seht ihr hier.
Ich habe die Zeichnung heute aus Zeitmangel nicht fertig stellen können und sie auch noch im Atelier vergessen. So war auch nichts mit zuhause zu Ende zeichnen. Aber das macht nichts! Ich bin am Montag wieder im Atelier.
“Als Conall (der Wächter der Furt) sich in gleicher Linie mit ihm hielt, war es ihm sicher, dass wenn auch eine Blutthat an ihn herankäme, Conall sie ihn nicht ausführen lassen würde.
Er nimmt einen handgrossen Stein vom Erdboden, der seine Hand füllte.”
Die Furt der Wache – Zeichnung von Susanne Haun
“Sie (die Straße) geht bis zur Furt der Wache in Sliab Fuait”, sagte Ibar (der Wagenlenker).
An diesen Satz aus dem Rinderraub mußte ich sofort denken, als ich über die Elbe schaute und so habe ich jetzt das blau der Elbe mit dem grün Irlands gemischt.
Da ich nicht regelmäßig von den Knabentaten des Cuchulain hier im Blog berichte, wieder eine kurze Zusammenfassung:
Der Knabe Cuchulain bekommt seine Waffen und ein Pferdegspann und gilt nun als Mann. Vor Freude dreht er im Wagengespann mit seinem Wagenlenker eine Runde. Dabei führt sie ihr Weg zuerst zur Furt der Wache.
- Furt der Wache – Zeichnung von Susanne Haun – 30 x 40 cm – Tusche auf Bütten
- Ich beginne NICHT mit dem wichtigsten sondern mit einem Baum am Fluß – Susanne Haun
- Erst als der Baum steht setze ich den Fluß und die Bäume am Horizont – Susanne Haun
- Ich mag die Bäume am Flußufer – Susanne Haun
- Das andere Flußufer im Vordergrund ist schwer zu gestalten – Susanne Haun
- Es muss dunkel sein, damit der Baum hell in den Vordergrund tritt – Susanne Haun
- Der Himmel muss einfach dunkel sein – Susanne Haun
Ich habe beim Artikel von Gestern einen Update vorgenommen. Ich habe den Himmel von Ithas Insel Caput mortuum laviert. Seht hier.
Diese Waffen sind gut – irische Sage – Zeichnung von Susanne Haun
“Conchobar gab ihm seine eigenen zwei Speere und seinen Schild und sein Schwert. … “Ja, diese Waffen sind gut”, sagte der kleine Knabe, …”
Lange habe ich überlegt, wie ich diese Sätze bildnerisch darstellen kann. Der mutigste der Kelten war der, der am meisten Köpfe der Feinde mit nach Hause brachte. Das Empfangen der Waffen ging einher mit dem Erwachsen sein. Laut der Sage war Cuchulain ein so guter Kämpfer, dass er schon sehr früh seine Waffen erhielt und nur die Waffen des Königs gut genug für ihn waren.
Ich denke, einige von euch sind schon ganz verwirrt von dem nicht durchgehend von mir erzählten irischen Heldenepos um den Knaben Cuchulain.
Hier findet ihr alle vorherigen Beiträge. Ihr müßt etwas scollen – der aktellste Beitrag bei Wahl der Kategorie “Illustration – Rinderraub” ist nun mal der, den ihr gerade lest. Verwirrend, oder? Aber seid wan ist das Internet leicht zu begreifen?





















































































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