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Vom Tauentzien über Visionen zum Bloggen – Susanne Haun

Posted in Berlin, Skizzen, Skizzenbuch, Vom Bloggen an sich, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Mai 2013

Lange war ich nicht mehr am Berliner Tauentzien.

Nun hat mich ein Gastbeitrag auf dem “Blog für Visionen” von Karsten Noak wieder einmal zur “alten Mitte” Berlins geführt.

Passanten (c) Zeichnung  von Susanne Haun0001

Passanten (c) Zeichnung von Susanne Haun0001

Karsten veröffentlicht zur Zeit auf seinem Blog unter dem Motto “Was treibt dich morgens aus dem Bett?” eine Beitragsserie von Bloggern, die er im Netz kennen gelernt hat. Heute nun hat er meinen Text veröffentlicht. Wichtig ist ihm, die jeweiligen, berichtenden Blogger auch kennenzulernen und zu fotografieren. So trank ich heute morgen mit Karsten und Ina Noack Kaffee in ihrem Büro und wir unterhielten und über dieses und jenes.

Ich habe Karstens Blog über die Facebook Gruppe “Deutschlands Blogger: ein Projekt” kennengelernt.
Sein Wunsch ist es, mehr Kommentare in seinem Blog zu erhalten….. :-)

Passanten (c) Zeichnung  von Susanne Haun0002

Passanten (c) Zeichnung von Susanne Haun0002

Auf dem Hinweg fotografierte ich eine völlig veränderte Stadt, die Orte meiner Jugend sind nicht mehr wiederzufinden. Das Waldorf Astoria nimmt viel Platz ein und verändert das äußere Erscheinungsbild völlig. Wo früher verschiedene Bücherläden und Souveniershops waren, entsteht der Bikini Bau. Der Zoo Palst, das ehemalige Berlinale Kino Berlins, eine einzige Baustelle. Die Buchstaben schimmern noch durch. Wie oft saß ich dort im Kino! Von der Gedächtniskirche zeigt sich nur noch die Spitze.

Auf dem Rückweg verweilte ich ein wenig in der Haupthalle des Bahnhof Zoo. Auch hier ist die Veränderung spürbar. Wie oft bin ich hier in den Zug gestiegen und in den letzten Jahren fahre ich nur noch von der Friedrichstraße oder vom Hauptbahnhof. Aber beim verweilen entstanden viele Zeichnungen von den an mir vorbei hetzenden, dem Regen entfliehenden Passanten.

For my english speaking reader:
In the past I visited very often Tauentzien Berlin. Now it was years ago that I was there and I’am surprise today on changings.
I drawed people in the train station.

Die Imaginationskraft von Zeichner und Betrachter – Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Skizzen, Skizzenbuch, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Mai 2013

“Die Zugkraft der Linie” heisst eine der Vorlesungen, die ich zur Zeit an der Uni besuche.

Ich kann leider nicht so schnell mitschreiben, wie die Dozentin die wichtigen Sätze in den Vorlesungssaal spricht.

In einer Linie (c) Zeichnung von Susanne Haun

In einer Linie (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich schreibe einfach mal die schönsten Fragmente hintereinander auf:

Originalität hat auch immer mit dem Erkennen zu tun.

Der l’esprit ist in der Zeichnung nicht im Gemälde.

Im Charakter der Zeichnung zeigt sich das Genie.

Das Charaktervolle ist das Salz der Zeichnung.

In der Unvollendetheit zeigt sich nicht nur die Imaginationskraft des Zeichners sondern auch die des Betrachters und daraus ergibt sich eine Intimität zwischen beiden.

Diese Fragmente sind sinngemäß im 17. Jahrhundert formuliert worden.

Bei Jarg im Blog habe ich dann dieses Zitat von Thomas Mann gefunden und ich finde, es passt perfekt:

“Man sollte immer versuchen, alle Sachen, auch die gewöhnlichsten, die ganz selbstverständlich dazusein scheinen, mit neuen, erstaunten Augen, wie zum ersten Mal, zu sehen. Dadurch gewinnen sie ihre Erstaunlichkeit zurück, die im Selbstverständlichen eingeschlafen war, und die Welt bleibt frisch; sonst aber schläft alles ein, Leben, Freude und Staunen” (aus: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull).

Thomas Mann, deutscher Schriftsteller (1875-1955)

In der Vorlesung fühle ich mich immer wieder zum Zeichnen in einer Linie animiert.

For my english speaking readers:
“The attraction of line” names the lecture on university I visited.
It’s a great course and I like to hear all about theories in drawing.
In the incompletition of drawing is the imagination of drawer and observer following the intimacy of both.

Berlin Wedding – meine Heimat – Betrachtungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Skizzen, Skizzenbuch, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 14. Mai 2013

Was bedeutet Heimat?

Ich habe mir diese Frage bis vor kurzem nicht gestellt, denn die Antwort ist spontan in meinem Kopf: Berlin Wedding. Ich bin Urberlinerin. Meine Eltern sind schon im Wedding geboren und auch ich bin dort geboren und habe 30 Jahre erst im Wedding gelebt und lebe nun seit 20 Jahren im Bezirk Reinickendorf.

Auf dem Friedhof Liesenstraße

Auf dem Friedhof Liesenstraße

Da viele Menschen sich als heimatlos bezeichnen, habe ich begonnen, über Heimat nachzudenken. Heimat ist nicht nur ein Ort, Heimat sind auch Erinnerungen. Ein Gegenstand kann Erinnerung und Heimat sein. Generell mag ich Gegenstände mit Geschichte.

Das Älteste, was ich besitze ist ein Reiseschachspiel aus Holz, das schon meinen Großvater gehörte. Ich habe ihn nie kennengelernt, aber mein Vater gab es mir weiter.
Meinen ersten Aquarellkasten bekam ich von meiner Oma zum 18. Geburtstag. Auch dieser Kasten steht noch bei mir im Schrank. Eine Vase, die mein Vater mir von einer Geschäftsreise mitbrachte, ich muss um die 20 Jahre alt gewesen sein.

Französischer Friedhof (c) Zeichnung von Susanne Haun

Französischer Friedhof (c) Zeichnung von Susanne Haun

Oder ist Heimat der Ort, wo man zur letzten Ruhe gelegt werden möchte?

Was ist für euch Heimat?

Gestern war ich auf dem Weddinger Friedhof in der Liesenstraße. Beim Mauerbau wurde der Friedhof in der Mitte geteilt. Versteckt findet man dort noch Teile der Mauer. Auch das ist meine Heimat. Die Mauer und die Änderungen, die gerade auch Berlin betreffen.

SofaSofia beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema Heimat hier auf dem pixartix Blog a>

For my english speaking readers:

Today I asked my self the meaning of homeland.
I was born in Berlin and lived there for 48 years. My Parents was born in Berlin, too, they lived there for 78 years. We are real Berlin peoble.
But I think a subject maybe “homeland”, too. I subject you owned for many years and you can talk stories about them.
What do you think?

Wale schwimmen von Magdeburg nach Berlin – Susanne Haun

Posted in Atelier, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Mai 2013

Gestern war ich mit Tanja bei der Künstlerin Conny Niehoff in Magdeburg .

Tanja hatte sich in das Bild der Wale von Conny verliebt und wir fuhren gemeinsam mit dem Zug von Berlin nach Magdeburg, um das Bild abzuholen. Es war ein sehr schöner Ausflug und wir hatten eine Menge Spaß dabei.

In Magdeburg stand ein Zug mit neuen weißen Autos, von dem ich weder den Anfang noch das Ende sehen konnte. Es war das erste mal, dass ich solch einen Zug in Deutschland sah.

Im Zug (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Zug (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking readers:

Yesterday I was with Tanya at the artist studio Conny Niehoff in Magdeburg.
Tanya had fallen in love with the image of the whales by Conny and we drove with train from Berlin to Magdeburg to pick up the image. It was a very nice trip and we had a lot of fun.

Disegno braucht eine schnelle Hand – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Zeichnung, Betrachtungen zur Kunst, Skizzen, Skizzenbuch, Kunstgeschichte by Susanne Haun on 4. Mai 2013

“Disegno braucht eine schnelle Hand und den Intellekt für die Konzepte”, erläuterte uns die Dozentin bei der letzten Vorlesung zur Linie.

Von der reinen Übersetzung kommt das italienische Disegno vom lateinischen designare, was bezeichnen, zeichnen und im Umriss darstellen, heisst.

In der S-Bahn Vers.4 (c) Zeichung von Susanne Haun

In der S-Bahn Vers.4 (c) Zeichung von Susanne Haun

Den Begriff des Disegno zu erfassen, ist nicht einfach, ich gehe fast soweit, zu behaupten, dass es fast so schwer ist, wie die Kunst selber zu erläutern. Ich mag das Gefühl, einen Begriff nicht wirklich fassen zu können, nicht, es ist unangenehm. So werde ich mich in der nächsten Zeit immer wieder dem Disegno zuwenden.

Im Wikipedia steht, dass Disegno Zeichnung bedeutet, sowohl als künstlerische Idee, Entwurf und als geistiges Konzept in einem religiösen Sinne.

Vasari, einer der ersten Kunsthistoriker, spricht von den drei Künsten des disegnos: Malerei, Bildhauerei und Architektur.

Heute Morgen habe ich wieder einmal in der S-Bahn gezeichnet, und zeige euch meine mit “schneller Hand” gefertigten Arbeiten.

In der S-Bahn Vers.2 (c) Zeichung von Susanne Haun

In der S-Bahn Vers.2 (c) Zeichung von Susanne Haun

For my english speaking readers:

In the morning I’am drawing people in the train. I draw with “fast hand”. In the last lecture our dozent talk about designo. She said, that it is drawing with fast hand and to have intellect for the concepts.
I have to think about it!

Ein anderer zeichnerischer Tanz – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Hände, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 30. April 2013

Sehr oft zeichne ich in der S-Bahn oder Kaffees Passanten und habe mir eine gewisse Routine erarbeitet.

Wie erstaunt war ich, dass mir das zeichnerische Erfassen der Dozentin in der Vorlesung letzte Woche schwerer gefallen ist als das der Passanten und wie froh war ich, diese Routine zu durchbrechen!

Im Vorlesungssaal (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Vorlesungssaal (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Dozentin ist sehr anmutig, hat sehr lange ausdrucksstarke Hände, die wie sie selber immer in Bewegung sind. Die Zeichnungen, von denen sie in der Vorlesung sprach, wurden mit einem Beamer an die Wand geworfen und sie tanzte und gestekulierte zwischen ihrem Pult und den Abbildungen hin und her.

Ich nahm mir den Kopf und die Hände einzeln zur Darstellung vor. Ein Glück habe ich noch bis Juni jede Woche eine Vorlesung bei der Dozentin, da kann ich sie noch lange beobachten.

Es gibt sie noch – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 24. April 2013

Erinnert ihr euch noch an die kleinen Programmkinos? Immer etwas schmuddelig aussehende Lokalitäten, in denen Filme präsentiert werden, die nicht überall zu sehen sind.

kant-kino (c) Foto von Susanne Haun

kant-kino (c) Foto von Susanne Haun

In Berlin werden es immer weniger. Die großen “Kinobunker” schlucken die Kleinen.
In Berlin Charlottenburg gibt es in der Kantstraße noch ein kleines, beschauliches Kino. Dort habe ich “The artist is present” gesehen und hatte eigentlich vor, gestern dort “Baselitz” zu schauen. Aber das Wetter war einfach zu schön und so kamen wir einfach nicht vom Straßenkaffee weg und genossen die Sicht auf die flanierenden, sich in der Sonne ahlenden, Passanten.

Wo geht es hin (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wo geht es hin (c) Zeichnung von Susanne Haun

Es ist schwer, die bewegenden Passanten in wenigen Linien festzuhalten, aber jeder hat sein charakteristisches Merkmal und aus zahlreichen Beobachtungen schmilzt dieses Merkmal in eine schnelle Zeichnung ein.

Wer war Anna Parolini Guicciadini – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aus der Vergangenheit, Kunstgeschichte, Portraitmalerei, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 21. April 2013

Es ist spannend, wie sich meine Sichtweise ändert, wenn ich mit bestimmten Aufgaben durch die Gemäldegalerie gehe.

Gemäldegalerie Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Gemäldegalerie Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Dieses Mal haben wir beim Besuch der Gemäldegalerie nach Schrift in den Bildern gesucht. Erst dachte ich, es gibt keine Bilder mit Buchstaben und dann habe ich entdeckt, dass fast alle Bilder Schriftzüge aufweisen.

Jeder von uns hat ein Bild beschrieben. Ich habe mir das Bild “Anna Parolini Guicciadini” von Agostino Carracci (1557 Bologna – 1602 Parma) ausgesucht. Ich habe sogar ein lizenzfreies Foto des Gemäldes im Internet gefunden.

Anna Parolini Guicciadini - 1598 - Gemäldegalerie Berlin

Anna Parolini Guicciadini – 1598 – Gemäldegalerie Berlin

Rechts über ihrem Kopf steht geschrieben:

HANNA PAROLINA GUICCIADINI
IMAGINEM AVGUST CARRATIVS
PINXIT ANNO LCGG (1598)

Ich mag dieses Portrait, was mir trotz seines Alters so jung geblieben vorkommt. Wer war diese Frau? Sie war sicher belesen und klug. Ich finde leider nichts über sie im Internet.

Aus meinem Skizzenbuch Gemäldegalerie (c) Zeichnung von Susanne Haun

Aus meinem Skizzenbuch Gemäldegalerie (c) Zeichnung von Susanne Haun

Hat einer von euch bei der Recherche mehr Glück?
Durch das Gemälde wissen wir, wie sie aussieht und wir kennen ihren Namen. Wir wissen auch durch die Inschrift, wenn ich sie richtig verstehe, dass das Bild 1598 gemalt wurde. Das ist mehr, als wir von vielen, vielen anderen Frauen wissen.

Die Schrift im Buch, was sie hält, ist nicht zu entziffern, aber die Überschrift ist rot dargestellt. Das Buch ist die Gegenwart, die Realitätsebene des Bildes und die Bilddaten über den Kopf die Nachträglichkeit, die die Anna und das Bild formal beschreiben.

Aus meinem Skizzenbuch Gemäldegalerie (c) Zeichnung von Susanne Haun

Aus meinem Skizzenbuch Gemäldegalerie (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Schreibtisch – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Skizzen, Skizzenbuch, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 9. April 2013

Heute Morgen saß ich noch verschlafen an meinem Schreibtisch und besah mir das Chaos, was dort gerade herrschte.

Blatt 1 Mein Schreibtisch (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 1 Mein Schreibtisch (c) Zeichnung von Susanne Haun

Vor dem Aufräumen nahm ich meinen Füller und zeichnete die Dinge, die ich danach wegräumte. Mein Ziel dabei war es wieder schnell die Perspektive und den Gegenstand zu erfassen.

In Bewegung zeichnen, ein Sonnenspaziergang – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 27. März 2013

Gestern habe ich die Sonne genutzt und einen Spaziergang mit meinen Block und Füller unternommen.

Als Herausforderung stellte ich mir die Aufgabe, während des laufens in einer Linie den Wegesrand zu zeichnen. Es hat Spaß gemacht.

Vorher las ich das Kalenderblatt meines Literaturkalenders mit dem schönen Titel “Auf der Suche nach sich selbst”. Es gab einen kleinen Text zum Erzählband “Immer ich” von Alissa Walser. Mich regte das folgende Zitat an:
” “Ich” sagen zu können ist wichtig, es heißt, sich seiner selbst gewiss zu sein, zu sich zu stehen. Oder sind wir Ich-Botschaften streuende Egomanen, die nur sich selbst und nicht den anderen sehen?”

 In der Ferne (c) Zeichnung von Susanne Haun

In der Ferne (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaken reader:

Yesterday I walked with my scetchbook and pen in the sun.

As a challenge I set myself the task drawing the wayside while walking. It was fun.

Before I walkes I read the page of my literary calendar with the wonderful title “In search of myselves.” There was a small text about the stories “Always I” by Alissa Walser. She talks about to using the word “I”.

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