Mein Schreibtisch – Zeichnungen von Susanne Haun
Heute Morgen saß ich noch verschlafen an meinem Schreibtisch und besah mir das Chaos, was dort gerade herrschte.
Vor dem Aufräumen nahm ich meinen Füller und zeichnete die Dinge, die ich danach wegräumte. Mein Ziel dabei war es wieder schnell die Perspektive und den Gegenstand zu erfassen.
- Blatt 1 Mein Schreibtisch (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 2 Mein Schreibtisch (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 3 Mein Schreibtisch (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 4 Mein Schreibtisch (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 5 Mein Schreibtisch (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 6 Mein Schreibtisch (c) Zeichnung von Susanne Haun
Die wilden 70ziger und neue Termine für Workshops – Susanne Haun
Es ist schon einige Zeit her, da unterhielt ich mich mit Petra von Philea’s Blog über die Dinge, die wir auf den Trödelmärkten finden.
Ich versprach Petra, meine Käufe von Vasen aus den 60ziger und 70ziger zu bloggen. Eigentlich wollte ich dazu auch das passende Stilleben zeichnen. Zwei Zeichnungen begann ich und bei beiden hat mich die Farbe erschlagen. Gut, dachte ich mir, dann eben in schwarz mit Schraffur – und dabei blieb es! Irgendwann einmal in einer fernen Zukunft, da werde ich in Schwarz schraffieren.
Die Vasen und Elemente für Stilleben in meinen Regalen benötige ich auch immer, wenn ich Zeichen-Workshops veranstalte.
Die neuen Termine für einen Tages-Workshops in meinem Atelier lauten:
11. Mai 2013
5. Oktober 2013
30. November 2013
Maximale Teilnehmerzahl pro Kurs: 4 Personen, 80 Euro pro Tag, pro Person inklusive Material (siehe auch folgenden Link).
Alle drei Termine liegen auf einem Samstag, so dass die Teilnehmer am Wochenende genügend Zeit haben, Berlin kennen zu lernen.
- Vasen in wilden Farben (c) Foto von Susanne Haun
- Vasen in wilden Farben (c) Foto von Susanne Haun
- Meine Stilleben Sammlung (c) Foto von Susanne Haun
- Meine Stilleben Sammlung (c) Foto von Susanne Haun
- Meine Stilleben Sammlung (c) Foto von Susanne Haun
- Meine Stilleben Sammlung (c) Foto von Susanne Haun
- Meine Stilleben Sammlung (c) Foto von Susanne Haun
- Meine Stilleben Sammlung (c) Foto von Susanne Haun
- Meine Stilleben Sammlung (c) Foto von Susanne Haun
- Farbiger Versuch (c) Susanne Haun
- Enstehung farbiger Versuch (c) Susanne Haun
- Farbiger Versuch Blatt 2 (c) Susanne Haun
Fundstücke aus der Natur – Zeichnungen von Susanne Haun
Der Tag beginnt mir dem Ankommen im Atelier. Es ist nicht so, dass ich mich dann sofort in meine aktuelle Arbeit stürze.
Mit einem bestimmten Rhythmus beginne ich meine Arbeit. Der Tagesbeginn hat nichts besonderers. Licht anmachen, Jalousin hochziehen, Jacke ausziehen, Tee kochen und mit dem Tee auf meinem Stuhl sitzen und schauen. Ich beginne jeden Ateliertag mit dem Betrachten meiner Arbeiten. Dabei überlege ich, welche Arbeiten gut zusammen passen, überlege, ob ich umhänge und mich auf die nächste Ausstellung vorbereite, schaue und schaue und schaue immer wieder.
Manchmal entsteht aus solch einer Situation das erste Blatt des Tages, das absolut keinen Zusammenhang zu meiner Tagesarbeit besitzt.
So wie die heutigen drei Arbeiten entstanden sind.
For my English-speaking readers:
After arriving at the studio I will start the arriving in my studio. I don’t start immediately with my current work.
I have a rhythm beginning my work. The start of the day has nothing special. Light turn on, Jalousin pull hight, jacket off, make tea and sit with the tea in my chair and watch. I start every day in my studio with watching my work.
Sometimes in such a situation, the first leaf of the day hasn’t no connection to my daily work.
- Blatt 1 Stilleben mit Paprika (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 2 Geränkel (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 3 Iris (c) Zeichnung von Susanne Haun
Verzaubert vom Totenkopf – Zeichnung von Susanne Haun
Caravaggio revolutionierte das Stilleben mit der Darstellung des Hässlichen. Sein Fruchtkorb enthielt wurmstichige Äpfel und faule Trauben.
Beginnend mit Caravaggio wurden von Künstlern Vanitas-Stilleben dargestellt.
Laut dem PONS Lateinlexikon besitzt Vanitas drei Bedeutungen:
1. Nichtigkeit, Schein, eitles Wesen
2. Misserfolg, Vergeblichkeit, Nutzlosigkeit
3. Lügenhaftigkeit, eitles Gerede, Prahlerei
Ich denke aber am besten beschreibt das Wort Vergänglichkeit die Bedeutung von Vanitas.
Ich mag die morbide Schönheit des Totenkopfs und habe mir deshalb einen “Vollplastik” Totenschädel gekauft. Da er mich immer so nett anlächelt habe ich ihn oder dann natürlich besser SIE Ruthi getauft. Meine Ruthi stand schon in vielen Stillebenarrangements. Ich kombiniere sie gerne mit Blüten und Zweigen.
Nach Caravaggio betrachtete Cezanne, der auch der Urvater der Moderne genannt wird, die Stilleben von einer neuen Seite. Ich persönlich habe bei Cezannes Stilleben immer die “Schädelpyramide” um 1901 in meinem Kopf. Auch Cezanne benutze keine “echten Totenschädel”, seine sind aus Elfenbein geschnitzt.
Matisse sagte von seinem Kollegen Cezanne: “Eine Art lieber Gott der Malerei.”, während Zola nach 30jähriger Freundschaft von Cezanne enttäuscht war, es kam nach der Erscheinung von Zolas Buch “Das Werk” zum Bruch der beiden.
Zolas Worte: “Paul mag das Genie eines großen Malers haben, wird aber nie das Genie besitzen, tatsächlich einer zu werden.”
Wie sehr sich Zola irrte!
Während Cezanne mit der Schädelpyramide ein tragisches Todesbewusstsein reflektiert, möchte ich mit meinem Totenschädel Ruthi eine Harmonie zwischen Leben und Tod schaffen. So wie das Leben gehört auch der Tod zu unserem Dasein und ihn zu verleugnen macht ihn für uns zu einer unbekannten Größe.

Vanitas, Totenkopf mit Mandarine und Zweig, 40 x 30 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
For my English-speaking readers:
Caravaggio revolutionized the still life with the presentation of ugliness. His fruit basket contained wormy apples and rotten grapes.
Artist presents still life in this way starting with Caravaggio.
I like the morbid beauty of the skull and therefore I bought a “full plastic” skull. Because she always smiles at me so nicely, I named her Ruthi. My Ruthi was already in many still lifes from me. I like to combine them with flowers and branches.
After looking at Caravaggio there was Cezanne, who is called the father of the modern, revolutionized the still life. I personally like Cezannes still life “The scull pyramide” around 1901. Cezanne also do not use “real skull”, his were carved out of ivory.
While Cezanne with the skull pyramid reflects a tragic awareness of death, I want to show with my skull Ruthi harmony between life and death. Just life and death are parts of our existence and to deny it makes it for us to an unknown size.
- Stilleben mit Totenkopf (c) Foto von Susanne Haun
- Stilleben mit Totenkopf (c) Foto von Susanne Haun
- Stilleben mit Totenkopf (c) Foto von Susanne Haun
- Klärung der Komposition und der Form (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Klärung der Komposition und der Form (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Klärung der Komposition und der Form (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Klärung der Komposition und der Form (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Klärung der Komposition und der Form (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Vanitas, Totenkopf mit Mandarine und Zweig, 40 x 30 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
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Adriani, Götz. Cezanne Gemälde. Köln 1993.
Manche Themen brauchen einen zweiten Tag – Zeichnungen zum Purpur des Antonius von Susanne Haun
Manche Dinge brauchen einen zweiten Tag, um vollständig verarbeitet zu werden. Ich konnte heute Utes erstes Zitat aus dem Antonius noch nicht wieder zur Seite legen.
Ute sendete mir auf einer Karte die Worte: “Gegen Norden hat der Himmel perlgraue Färbung, während vom Scheitelpunkt aus, wie die Strähne einer ungekämmten Mähne, purpurne Wolken das blaue Gewölbe durchkräuseln .” Flaubert
Gestern hat Ute in ihrem Blog ihre Arbeiten zu dem Satz gezeigt (siehe hier) und ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlch wir interpretiert haben. Ute beschreibt auf ihrer Seite auch sehr schön unser Projekt.
Das Stilleben und die große weiße Rolle lagen auf meinem Ateliertisch. Wie der Name “Still” schon sagt, meine Gegenstände können sich nicht auf und davon machen. Ich setze mich an den Tisch und betrachte alles und bringe es nicht über das Herz, es wegzuräumen.
Das blaue Gewölbe sehe ich in der Kopfform des Schädels, den ich auf der weißen Rolle festhalte. Mit dunklem Grau ziehe ich eine Felsfand in Richtung Norden und benutze das Blau, um den Himmel zu zeichnen. Zu schnell bin ich wieder an einem Punkt, wo alles trocknen muss und wie eine Bessene nehme ich mir einen 30 x 40 cm großen Aquarellblock vor und beginne ein neues Stillleben.
Als Model für den Felsen auf dem Papier dient mir ein zerknülltes Stück Packpapier. Die Linien sind genauso prägnant wie die der Felswände in der Natur. Ich möchte kein Grau mehr benutzen, ich mag starke Kontraste und verwende das pure Schwarz, ohne es zum grau zu verwässern. Durch die Tage, die ich schon mit dem Stilleben und der Rolle arbeite, ist mir alles vertraut und ich kann mich auf den Ausdruck konzentrieren.
Nach dem dunklen Stilleben ist immer noch nicht alles aus mir heraus; also nehme ich noch den blühenden Grashalm, den ich für das Stillleben kaufte, und zeichne ihn.
Nach solche einem “Arbeits-Excess” bin ich ausgelaugt, als ob jemand eine Spannplatte auf mir legte und darauf tanzte, fühle ich mich. Zitat und Stillleben geben nun Ruhe und ich kann mich neuer Arbeit zuwenden.
For my english reader:
The first sentence from the book “The temptation of Saint Anthony” from Flaubert was in my brain and I can’t get him out of them. In my studio stand the still life on my table, sure, it cannot move therefore named still life.
So I drawed on the second white role all my emotions to the sentence. As the color had to dry on the role, I took a sheet of watercolor paper and draw, I took a second paper and draw …. now, I feel tired but lucky.
Wenn ihr mehr von dem Projekt lesen wollt, dann könnt ihr das hier.
- Der intensive Blauton von gestern (c) Foto von Susanne Haun
- Mein Totenkopf Ruthi steht noch an der selben Stelle wie gestern (c) Foto von Susanne Haun
- Für mich haben Totenköpfe keinen Schrecken (c) Foto von Susanne Haun
- Die Rolle ist ein Meter hoch (c) Foto von Susanne Haun
- Die Kopfform ist die des blauen Gewölbes (c) Foto und Zeichnung von Susanne Haun
- Mit dem dunklen Grau (c) Foto von Susanne Haun
- Felsen im Norden (c) Zeichnung und Foto von Susanne Haun
- Auf dem Boden liegt das Laub (c) Foto und Zeichnung von Susanne Haun
- Der perlgraue Himmel entsteht (c) Zeichnung und Foto von Susanne Haun
- Die Tusche läuft die Rolle herunter (c) Foto von Susanne Haun
- Die Rolle muss trocknen (c) Zeichnung und Foto von Susanne Haun
- Auge entsteht neben Papierfels (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Ich habe die Spalte vor Augen (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Stilleben blaues Gewölbe 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Es entsteht noch ein Stilleben aus der Serie (c) Foto von Susanne Haun
- Vom Stilleben ist ein Grasstengel überig (c) Foto von Susanne Haun
- Es entsteht noch ein Blütenblatt (c) Foto von Susanne Haun
- Blume 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
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Gustav Flaubert, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996
Die Versuchung des heiligen Antonius – Zeichnungen von Susanne Haun
»Unter Flauberts vielen Büchern das seltsamste.« Jorge Luis Borges
Dieses Zitat steht auf der Katalogseite des Diogenes Verlags zum Buch “Die Versuchung des heiligen Antonius“.
40 Jahre lang schrieb Flaubert an diesem Buch, das den Weg des heiligen Antonius zu völliger Askese und Einsamkeit und seine Versuchungen durch Luxus, Sinnlichkeit und Macht erzählt. Er begann mit dem ersten Entwurf als 13jähriger und nach knapp 40 Jahren legte er die entgültige Fassung vor.
Ute Schätzmüller hat den Antonius zu mir gebracht.
Schon vor einem halben Jahr beschlossen wir beide, ein gemeinsames Projekt zu starten. Beide fühlen wir uns angesprochen von den Arbeiten des anderen, wir haben uns über unsere Blogs kennengelernt.
Es war dann trotzdem nicht einfach, das passende Thema für uns beide zu finden und nach einem langen Brief-, nein Mailwechsel, schlug Ute schliesslich den heiligen Antonius vor, der sie so oder so gerade beschäftigt. Sie nannte zwei, drei Zitate aus dem Buch und ich war überzeugt.
Im Netz kaufte ich drei verschiedene Exemplare mit unterschiedlichen Übersetzungen des heiligen Antonius. Das schönste ist das Buch von 1921 in einer Übersetzung von Hermann Lismann mit 14 Holzschnitten desselben.
Ich weiss, es hört sich etwas verrückt an, drei gleiche Bücher zu kaufen. Deshalb hier der erste Satz mit der Ortsbeschreibung aus allen drei Büchern:
Übersetzung von Hermann Lismann:
“In der der Thebais, auf der Höhe eines Gebirges, Terasse in Halbmondform gerundet, eingeschlossen von großen Steinen.!
Übersetzung von Barbara und Robert Picht:
“Hoch in der Thebais, auf einem halbmundförmigen, von großen Felsbrocken eingeschlossenen Bergplateau.”
Übersetzung von Felix Paul Greve:
“In der Thebais, hoch oben an einem Berg, auf einem halbmondförmigen Plateau, das von großen Felsen eingeschlossen ist.”
Interessant, oder? Müßte der Leser nicht denken, dass bei so etwas simplen wie die Ortsbeschreibung alle drei Übersetzungen gleich sind? Wie sieht es dann erst mit den phylosophischen Betrachtungen aus?
Direkt mit dem Zeichnen zum heiligen Antonius habe ich heute noch nicht begonnen. Wie Ute und ich uns unser Projekt vorstellen, berichte ich morgen weiter.
Während ich über den heiligen Antonius und Ute und unser Projekt nachdachte, habe ich in der Gärtnerei gerade über meines Ateliers gestöbert, mich am grünen Kürbis erfreut und ein Stilleben mit meiner Ruthi (siehe hier) aufgebaut und gezeichnet.
For my english reader:
I have a new project, the illustration of “The temptation of saint Antonius” from Flaubert. As I thought about Saint Anthony, and Ute and our project, I looked at the garden and flower shop just above my studio, I am pleased a green pumpkin still life with my Ruthi (see here) and drawn up.
- Gerade über vom Atelier (c) Foto von Susanne Haun
- Grüne Kürbisse, wie schön anders (c) Foto von Susanne Haun
- Grüne Kürbisse, wie schön anders (c) Foto von Susanne Haun
- Zeit meiner Ruthi Winderassecoirres zu geben(c) Foto von Susanne Haun
- Entstehung Herbst (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Entstehung Herbst (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Herbst 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Alles Blau (c) Foto von Susanne Haun
- Eine neue Muschelschale (c) Foto von Susanne Haun
- Der Heilige Antonius von Lismann übesetzt und illustriert (c) Foto von Susanne Haun
- Die Seiten sind gerissen und nicht geschnitten (c) Foto von Susanne Haun
- Wunderschön mein Antiquariat Fund (c) Foto von Susanne Haun
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Quelle: Diogenes Verlag, Katalog, http://www.diogenes.ch/
Gustav Flaubert, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996
Gustav Flaubert, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Felix Paul Greve, Diogenes Verlag, 1979
Gustav Flaubert, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Herman Lismann, Verlag für praktische Kunstwissenschaft S.Schmidt, 1921
Die Legende Picasso, Tor, Schuhe und Einsamkeit – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun
Am Samstag Abend war ich im Salon in der Kufsteiner Strasse eingeladen.
Werner Spies las aus seiner Autobiografie “Mein Glück” von seiner Zeit mit Picasso und Max Ernst vor.
Drei Dinge haben mich an Herrn Spies Erzählung besonders beeindruckt, ich habe mir dazu die Stichworte Tor, Schuhe und Einsamkeit gemerkt.
Das Tor von Picassos Haus blieb lt. Herrn Spies für die meisten Leute verschlossen und er empfindet es als sehr großes Glück, dass es sich für ihn öffnete. Herr Spies hat viele Bücher, Werkverzeichnisse und Kataloge geschrieben, die durch die Türen, die sich für ihn öffneten, einen besonderen Blickwinkel besitzen.
Nach Picassos Tod erhielt Werner Spies von Jaqueline ein paar Schuhe Picassos mit noch grünen Farbspritzern. Schuhe, die Werner Spies noch an Picassos Füßen gesehen hat und die in ihm sofort Picassos Haus in Mougins und die Arbeit Picassos vor Augen erschienen ließ.
Schuhe und Uhren sind für mich stark mit der Persönlichkeit der jeweiligen Träger verbunden und sagen auch viel über deren Lebenssituationen aus. Vielleicht sollte ich eine Protraitserie beginnen; Brustbilder und in den Händen die Schuhe der Dargestellten. Ich erforsche heute erst einmal meine Schuhe, die Schuhe die ich noch nie anhatte, weil sie mir zu hoch sind. Die habe ich gerade zur Verfügung. Meine Mutter trug früher immer ganz hohe Pfennigabsatzschuhe, noch heute stehen sie in Reih und Glied in ihrem Schrank. Ich habe nie aufgehört mich zu fragen, wie sie in diesen Schuhen laufen kann.
Dann erzählte Herr Spies, dass Picasso sagte, dass die Einsamkeit zur Kunst gehöre. Ich denke seit Samstag darüber nach. Über die Notwendigkeit der Einsamkeit des Kunstschaffenden. Die Kunst selber ist eine lebensbeherrschende Passion, Arbeit. Da sie so viel Zeit meines Lebens in Anspruch nimmt, habe ich für viele Dinge, die “normalerweise” in einem Leben getan werden, keine Zeit. Ich brauche zum Zeichnen und zum Denken über die Kunst das Alleine sein, die unendliche Freiheit. Ich glaube, das zieht eine gewisse Einsamkeit nach sich, ohne dass ich mich aber eigentlich einsam fühle.
For my english speaken reader:
On suterday I was in the “Salon of Kufsteiner Straße”. Werner Spies, read from his autobiography, “My Happiness” from his time with Picasso and Max Ernst. Stayed in my head there was the words gage, shoes and loneliness. Spies talked about the spattered green shoes of Picasso that he had get as present after the dead of Picasso from Jaqueline and the luck that the gage of Picasso was opened for him.
Picasso said that is neccessary for an artist being lonely. I think the same but I entitel it “beeing allone” with me and the art.
- Schuhe Version 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Schuhe Version 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Schuhe Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun
Die Legende Picasso, Tor, Schuhe und Einsamkeit – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun
So sitzt Berlin – Stuhlkunst – Stühle – Fotos und Zeichnungen von Susanne Haun
Eine der bekanntesten Straßen Berlins ist die Oranienburger Straße.
Ich steige dort oft aus der S-Bahn aus, von dort erreiche ich bequem das Galerienviertel um die Auguststraße und die c/o Berlin ist genau vor dem S-Bahn Ausgang.
Es ist die Flaniermeile Berlin Mittes und dort findet sich ein Straßenkaffee nach dem anderen und es gibt immer viel zu sehen. Gestern habe ich auf die Vielfalt der Stühle in den Straßenkaffees geachtet.
Die Vorgeschichte dazu ist einfach: vor kurzem besuchte ich das Galeriehaus in der Lindenstraße und fand so zur Ausstellung von JACKSONS, die sich selber wie folgt beschreiben:
“Jacksons specializes in the best of Scandinavian and international vintage design 1900 – 2000 with main focus on Scandinavian classics.”
Als ich dort war, wurden gerade Stühle aus dem vergangenen Jahrhunder gezeigt und mir gefiel die Vielfalt! Einige Stühle durften probiert werden, andere, vorwiegend die Einzelstücke, waren zum anschauen gedacht. Obwohl Design nicht mein Metier ist, oder vielleicht auch gerade deswegen, beeindruckte mich die Ausstellung und blieb in meinem Kopf haften. Ich schaue nun Stühle mit einem anderen Auge an.
Die ersten Stühle waren die Throne der Pharaonen im alten Ägypten. Nur der Pharao durfte darauf sitzen, alle anderen saßen auf dem Fußboden. Er blickte so von erhöhter Position auf sein Volk.
Stühle sind natürlich auch Statussymbole, nicht umsonst heißt es “Chefstuhl”. Ich habe auch meine Lieblingsstühle, mein Zeichen- und mein Schreibtischstuhl muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen: sie müssen bequem und beweglich, also auf Rollen sein.
Stühle sind auch nicht einfach zu zeichnen, gerade die einfachsten erfordern große Konzentration, um die Perspektive und Proportion richtig zu erfassen.
For my english reader:
Yesterday, I walked on the Oranienburger Straße, Berlin and looked to the chairs standing in the coffee shops on the stairway. There are many types of chairs and I remember my visit to the galerie house in Lindenstraße, Kreuzberg. In the groundfloor there ist JACKSONS, discriptioned hisself followed: “Jacksons specializes in the best of Scandinavian and international vintage design 1900 – 2000 with main focus on Scandinavian classics.”
I saw there many chairs several I can tried and several I only had a look because there are to old and rare to use them.
- Stühle auf der Oranienburger Straße (c) Foto von Susanne Haun
- Stühle auf der Oranienburger Straße (c) Foto von Susanne Haun
- Stühle auf der Oranienburger Straße (c) Foto von Susanne Haun
- Stühle auf der Oranienburger Straße (c) Foto von Susanne Haun
- Stühle auf der Oranienburger Straße (c) Foto von Susanne Haun
- Stühle auf der Oranienburger Straße (c) Foto von Susanne Haun
- Stühle auf der Oranienburger Straße (c) Foto von Susanne Haun
- Stühle auf der Friedrichstraße (c) Foto von Susanne Haun
- Stühle auf der Friedrichstraße (c) Foto von Susanne Haun
- Stühle auf der Hannoverschen Straße
- Stühle auf der Hannoverschen Straße
- Stühle auf der Hannoverschen Straße
- Mein Stuhl (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Mein Stuhl (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Mein Stuhl (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Mein Stuhl (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Mein Stuhl (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Mein Stuhl (c) Zeichnung von Susanne Haun
So sitzt Berlin – Mitte: Stuhlkunst – Stühle – Fotos und Zeichnungen von Susanne Haun
Riesen Pfirsich und Ultramarin Blau – Zeichnungen von Susanne Haun
Laut meiner Eltern habe ich als Kind gerne riesige Pfirsiche, von denen der Saft von meinen Hände tropfte, gegessen.
Ich dachte, meine Eltern würden etwas übertreiben mit den Dimensionen des Pfirsischs. Aber als ich Montag aus Hamburg kam, habe ich am Bahnhof an einen Obststand genau solche Pfirsiche gekauft. So etwas leckeres habe ich lange nicht gegessen und mußte es deshalb auch sofort zeichnerisch festhalten.
In Hamburg habe ich mir auch ein Fässchen “Bleu Outremer”, zu deutsch Ultramarin von der französischen Firma Enere Sennelier gekauft. Es sind mit Schellack gebundene Tuschen. Ich habe beim Pfirsich zeichnen gemerkt, dass sie sich nicht homogen mit der Zeichentusche von Rohrers verbinden. Selbst im Tuschwasser ergeben beide zusammen kleine Krümel.
Da ich das nun weis, kann ich mich gut darauf einstellen und freue mich, die Tusche weiter zu benutzen, denn sie gefällt mir von den Farben und von der Konsistenz.
For my english reader:
In Hamburg on the rail station I bought big peaches. My parents talk to me, as I was a little girl I love this kind of peaches and the juice of this fruits droped on my hands if I eat one. So I drawed a half peach with my new ink from Hamburg colored ultramarin. I like the mix of yellow, ocer and ultramarin because that are very good shadows.
- Mein Modell, der Pfirsich (c) Foto von Susanne Haun
- Tusche in Ultramarin (c) Foto von Susanne Haun
- Kristallisierung der Mischung der Tuschen (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Halber Pfirsich (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Halber Pfirsich (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Halber Pfirsich (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Halber Pfirsich (c) Zeichnung von Susanne Haun
Riesen Pfirsich und Ultramarin Blau – Zeichnungen von Susanne Haun
So viel Wissen und mein Beautycase – Zeichnungen von Susanne Haun
Im Urlaub nehme ich mir die Zeit, alle Bücher zu lesen, die ich schon immer lesen wollte.
Das alleine ist eigentlich schon Streß. Zuviel Streß für einen Urlaub? Nein – es war schön in Ruhe einfach nur zu lesen!
Es gibt so viel Wissen so frei zugänglich in unserer Zeit, dass ich mit unter Streß von der Frage bekomme, mit was ich mich näher beschäftigen will.
In letzter Zeit interessiert mich die Land Art und die Minimal Art. In diesem Urlaub ist “Based on Paper”, Die Sammlung Marzona, in die Reisetasche gewandert und ich habe auf der Terasse unserer Ferienwohnung sitzend die 60ziger bis 80ziger Jahre erforscht. Diese Zeit der Kunst ist sehr philosophisch und gut das ich auch im Urlaub Herrn Google auf meinem Handy befragen konnte. Es ist mir als ob ich eine Fremdsprache lernen, nur das ich mich lieber mit Kunsthistorik als mit z.B. italienisch lernen beschäftige.
- Mein Beautycase (c) Skizze von Susanne Haun
- Mein Beautycase (c) Skizze von Susanne Haun
- Mein Beautycase (c) Skizze von Susanne Haun
Ich finde es frustrierend, das die Wissensaufnahme nur begrenzt ist. Der Tag hat 24 Stunden und Allround-Talente, wie es sie zu Humboldts Zeiten gab, wird es heute nicht mehr geben. Leider!
Da ist doch mein Beautycase überschaubar! Es passt eine bestimmte Anzahl an Flaschen, Ketten und Töpfchen hinein und wenn er voll ist, dann ist er voll. Bei einem Kopf ist das anders … ich habe das Gefühl, dass das Gehirn sich erweitert, je mehr man hineinsteckt, desto wissensdurstiger wird man.
Den Beautycase brauche ich nicht auspacken! Es geht schon morgen weiter ins Kreuzkloster Hohenbusch.



















































































































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