Meine Farben “In der Ferne” – Radierung von Susanne Haun
Eine meiner Lieblingsfarben ist umbra, sprich braun und braun gehört zu den unbeliebtesten Farben;
nur 2% der Damenwelt mag braun als Farbe an sich!

In der Ferne - Radierung von Susanne Haun - Aquatinta, 3 Platten, 2011, Auflage: 25 Stück, 20 x 15 cm
Braun kann aus rot und schwarz oder orange und schwarz gemischt werden und gilt als Erdfarbe. Auch ein lichter ocker gilt als gelbbraun. Sienna ist rotbraun. Wir können braun natürlich auch aus den komplentärkonträren Farben mischen: orange/blau oder grün/rot oder violett/gelb.
Charmant erinnert uns Braun entfernt an “Kackbraun” und wir denken an Exkremente oder Dreck. Braun ist auch die Farbe zweier Todsünden: Völlerei/Faulheit und Unmäßigkeit.
Ich mag rotbraun, ähnlich dem caput mortuum, mit dem ich Tag für Tag meine Linien ziehe. Und so wollte ich die Radierung “In der Ferne” (siehe hier) in den Auflagenfarben lichter ocker, krapprot und eine Mischung aus schwarz und krapprot (=rotbraun) drucken. So bin ich zufrieden; so ist die Radierung “In der Ferne” wie ich sie mir vorstelle.
Da ich gerne bei der Radierung experimentiere, habe ich die dunkle Platte in rot und schwarz und krapprot (=rotbraun) versetzt gedruckt. Ich habe dazu sehr dickes handgeschöpftes Papier benutzt, was die Struktur der Radierung gut zum Ausdruck bringt.
Mein neues Buch “Die Kunst der Radierung” im Edition Michael Fischer Verlag kann jetzt auch schon bei Amazon vorbestellt werden. Es wird im Mai 2012 erscheinen.
- Zustanddruck “In der Ferne” in lichter Ocker von Susanne Haun
- Zustanddruck “In der Ferne” in lichter Ocker und Kardinalrot von Susanne Haun
- In der Ferne – Radierung von Susanne Haun – Aquatinta, 3 Platten, 2011, Auflage: 25 Stück, 20 x 15 cm
- In der Ferne – Radierung von Susanne Haun – Aquatinta, 3 Platten, 2011, Auflage: 25 Stück, 20 x 15 cm
- In der Ferne – Radierung von Susanne Haun – Aquatinta, 3 Platten, 2011, 2. Probedruck , 20 x 15 cm
- In der Ferne – Radierung von Susanne Haun – Aquatinta, 3 Platten, 2011, 1. Probedruck , 20 x 15 cm
- In der Ferne – Radierung von Susanne Haun – Aquatinta, 3 Platten, 2011, Zustand Unikatdruck , 20 x 15 cm
- In der Ferne – Radierung von Susanne Haun – Aquatinta, 3 Platten, 2011, Unikatdruck , 20 x 15 cm
Die 1. Platte von “In der Ferne” – Radierung von Susanne Haun
Heute habe ich die 1.Platte der Radierung “In der Ferne” fertig gestellt.
Dazu ludt mich Cordula Kerlikowski in ihre Werkstatt / Atelier ein und wir beide hatten beim gemeinsamen Arbeiten viel Spaß. Während ich auf 15 x 20 cm arbeitete, ätzte Cordula auf 30 x 15 cm.
Cordula hat eine kleine, aus einer Wäschemangel umgebaute, Presse, die sich sehr leicht drehen läßt und für mich unerwartet gute Drucke fertigt. Ich war erst skeptisch und sah die elektrische Mangel meiner Mutter vor meinem inneren Auge und rechnete nicht mit dieser feinen atmosphärischen Maschine.
Statt eines Staubkastens benutzen wir Marmeladengläser mit Kolofonium gefüllt, die wir mit Strümpfen abdeckten. Es ist übrigens egal, ob ein schwarzer oder ein beiger Strumpf, es kommt auf die Din Zahl an. Je dicker diese ist, desto feiner wird der Staub, den man aus dem Glas schüttet, so wie man Puderzucker auf einen Eierkuchen streut. Dadurch werden die Flächen von der Struktur her gröber.
Da ich für die Ferne drei Platten übereinander drucken werde, reichen mir drei Ätzstufen bei der dunklen, 1. Platte. Ich bin mit dem Druck zufrieden und habe nun bis Montag Zeit, mir zu überlegen, wie ich die anderen beiden Platten arbeite. Montag bin ich wieder bei Cordula und ätze die nächsten Platten.
- Ich an Cordulas Presse – Foto von Cordula Kerlikowski
- Cordula an ihrer Presse – Foto von Susanne Haun
- Kolofoniumstreuer – Foto von Susanne Haun
- Die Stellen, die ich nicht ätzen will, werden mit Abdecklack bestrichen – Foto von Susanne Haun
- Kupferdruckfarbe – Foto von Susanne Haun
- Ich reibe die Farbe mit den Fingern in die Platte – Foto von Cordula Kerlikowski
- Ich mag ausgewischte Zinkplatten – Foto von Susanne Haun
- 1. Probedruck von “In der Ferne”, 1. Platte – Radierung von Susanne Haun
- Die nächste Woche drucke ich um – Foto von Cordula Kerlikowski
Mein zweiter Tag in Bethanien – In einer fernen Welt – Radierung von Susanne Haun
Es ist erstaunlich; sie fahren 30 Minuten U-Bahn in Berlin und treten in eine neue Welt aus dem Untergrund.
In Berlin U6 Alt-Tegel steige ich fast dörflich in den Zug ein und am U12 Görlitzer Bahnhof komme ich in Kreuzberg heraus. Es gibt viel zu schauen im legendären Bezirk Berlin Kreuzberg und ich konnte meinen Finger nicht vom Abzug des Fotoapparates lassen. Wie gerne bin ich doch Berlinerin und wir sehr freue ich mich, diese Welten vor der Tür zu haben!
Heute war in der Radierwerkstatt in Bethanien schon nicht mehr alles neu für mich und so hatte ich schon einen Plan im Kopf, was ich alles tun möchte.
Um ein Gefühl für das Eisendreichlorid zu erhalten, habe ich heute einen Probestreifen mit verschiedenen Ätzzeiten erstellt. So kann ich nächste Woche, nachdem ich jetzt die Woche über den Probedruck und den Probestreifen sinniert habe, die Platte fertig stellen.
- U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof – Susanne Haun
- Ausblick vom U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof – Susanne Haun
- Eindrücke auf dem Weg nach Bethanien – Susanne Haun
- Eindrücke auf dem Weg nach Bethanien – Susanne Haun
- Eindrücke auf dem Weg nach Bethanien – Susanne Haun
- Eindrücke auf dem Weg nach Bethanien – Susanne Haun
- Eindrücke auf dem Weg nach Bethanien – Susanne Haun
- Angekommen – Susanne Haun
- Auch in der Radierwerkstatt von Bethanien weihnachtet es sehr – Susanne Haun
- Vom Eisendreichlorid und Wasser ist alles gelblich – Susanne Haun
- Das Eisendreichlorid ist gelblich – Susanne Haun
- 30 Minuten lasse ich meine Zinkplatte in der Säure – Susanne Haun
- Die Linien sind geätzt – Susanne Haun
- In Bethanien ist es leicht, mit Wasser umzugehen, da es Schläuche und große Becken gibt – Susanne Haun
- Die geätzen Linien sehen anders als bei der Salpetersäure aus – Susanne Haun
- 1. Probedruck ” In der Ferne” – Radierung von Susanen Haun – 15 x 20 cm
- Druck meiner erstellten Zinkplatte zum ausprobieren der Ätzzeiten – Susanne Haun
- Zinkplatte zum ausprobieren der Ätzzeiten – Susanne Haun
Sehnsuchtsorte und Traumlandschaften der Kurfürstin Louise Henriette – Zeichnung von Susanne Haun
Gestern habe ich mir die Traumlandschaft der Kurfürstin Louise Henriette in Oranienburg angeschaut und viele Inspirationen erhalten.
Die Biografie der Kurfürstin beeindruckt mich auch. Im Park ist einer ihrer Briefe an ihren Gemahl abgedruckt, in dem die Kurfürstin von ihren Sehnsuchtsorten spricht. Die meisten von euch werden Luise Henriette von der Briefmarke her kennen (siehe hier ein Foto derselben). Da ich nun noch mehr wissen will, habe ich mir auch eine Biografie von ihr bestellt und bin neugierig, was ich dort so finde.
Der Garten hat 16 Gartenzimmer. Leider kann ich die Fotos nicht mehr richtig zuordnen – ich muss unbedingt noch einmal bei blauem Himmel hin und die Eingangsschilder der verschiedenen Zimmer vor den Fotos ablichten. Ich muss so oder so noch einmal hin, nur einviertel des Gartens haben wir geschafft, zu betrachten.
Nun hat sich meine Küsten- und Bergsehnsucht mit den Stockrosen und anderen Blumen der Loise Henriette geschmischt. Ich stehe oben auf der Steilküste zwischen den Blumen und schaue auf das Meer.
- Ich zeichne noch einen Berg dazu – Susanne Haun
- Auf dem Balkon wirft die Sonne schatten auf meine Arbeit – wie gezeichnet – Susanne Haun
- Blumen aus Luise Henriettes Garten entstehen im Vordergrund der Zeichnung von Susanne Haun
- Ich greife das Thema der Stockrosen auf – Zeichnung von Susanne Haun
- Trauminsel III – Zeichnung von Susanne Haun – 50 x 65 cm – Tusche auf Bütten
- Detail der Stockrose – Zeichnung von Susanne Haun
- Schloss Oranienburg – Foto von Susanne Haun
- Statue der Kurfürstin Luise Henriette vor ihrem Garten – Foto von Susanne Haun
- Die Kurfürstin legte Grachten an Gedenken ihrer Heimat an – Foto von Susanne Haun
- Mir gegallen die großen Töpfe für den Jasmin – Foto von Susanne Haun
- Im Gewächshaus wachsen die Orchideen – Foto von Susanne Haun
- Im Gewächshaus kann man sich auch Holzschnitte anschauen – mir ist nicht klar, ob sie für die Tapeten oder Handtücher waren – Foto von Susanne Haun
- Gartenzimmer Luxus Oranienburg – Foto von Susanne Haun
- Rote Blumen im Garten – Foto von Susanne Haun
- Die Banklehne im Gartenzimmer Einsamkeit – Foto von Susanne Haun
- Die Grachten unterteilen zum Teil die einzelnen Gartenzimmer – Foto von Susanne Haun
- Ich glaube die Turmhaube steht im Gartenzimmer Eifer – Foto von Susanne Haun
- Mit Pflanzen malen – Foto von Susanne Haun
- Im Nutzgarten – Foto von Susanne Haun
- Die Sanduhr der Kurfürstin – Foto von Susanne Haun
- Das Gartenzimmer Traum – Foto von Susanne Haun
- Eingang zur Einsamkeit – Foto von Susanne Haun










































































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