Es ist der Teufel – Antonius Versuchungen – Zeichnung von Susanne Haun
“Es ist der Teufel. … Unter seinen beiden Flügeln trägt er, wie eine riesige Fledermaus, die ihre jungen säugt, die Sieben Todsünden” Gustave Flaubert im heiligen Antonius
Sicher erinnert ihr euch noch dunkel?
Ute Schätzmüller und ich begannen im September 2012 mit dem Zeichnen nach Zitaten aus Flauberts Versuchung des heiligen Antonius.
Aufgrund meiner Arbeiten für das Buch Dämone mit der verbundenen Ausstellung in der Irischen Botschaft und den Arbeiten an der Ausstellung “Der Sommer trifft auf weiss” habe ich bei Ute um eine Pause des Projekts gebeten.
Das erste Kapitel haben wir abgeschlossen, ihr könnt die Ergebnisse in unseren Projektblog sehen.
Das heutige erste Zitat aus dem 2. Kapitel hat Ute herausgesucht. Ich jubelte zuerst bei den vielen Bildern, die in meinem Kopf entstanden. Aber beim Arbeiten an dem Zitat ist mir klar geworden, dass ich an diesen Satz Jahre arbeiten könnte. Und doch habe ich auch beim Antonius schon wieder einen Termin, denn am 18. Mai 2013 werden Ute und ich in meinem Atelier ein erstes Zwischenergebnis präsentieren.
Meine ersten Arbeiten zum Zitat tragen dämonische Züge. Ich werde die Ergebnisse in meinem Kopf sacken lassen und dann das Zitat nochmals bearbeiten. Die sieben Todsünden habe ich auf die Zahl 7 als 7 Striche dargestellt. Aber das rot ist mir noch etwas zu rot und nimmt die ganze Aufmerksamkeit des Bildes auf sich. Ich denke, ich bleibe beim blau, lila schwarz für den Antonius.
Wenn ihr mehr von dem Projekt in meinem Blog lesen wollt, dann könnt ihr das hier.
For my English-speaking readers:
“It is the Devil, … carrying under his wings – like a gigantic bat that is suckling its young – the Seven Deadly Sins” Flaubert in The Temptations of St. Antonius
Surely you still remember? Ute Schätzmüller and I started in September 2012 with the draw of quotes from Flaubert’s Temptation of St. Anthony
Ute has selected the first quote from the 2nd Chapter. At first lot I’am lucky that quote because there appeared a lot of pictures in my head. But while working on the quote, I have realized that I could work on this years ago. And now I have an appointment with Anthony again, on 18 May 2013 Ute and I present in my studio a first intermediate result.
My first work for todays Quote wear demonic traits. I’ll let the results sink in my head and then edit the quote again. The seven deadly I have presented to the number 7 as 7 digits. But the red colour takes all the attention of the image. I think I’ll stick with the blue, purple, black for Anthony.
- Blatt 70 Es ist der Teufel (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 71 Es ist der Teufel der auf dem Hüttendach gestützt (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 72 trägt die 7 Todsünden (c) Zeichnung von Susanne Haun
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Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996
Ein Schwarm von Dämonen – Linolschnitt von Susanne Haun
Zeitgleich mit der Ausstellung “Dämone” in der Irischen Botschaft Berlin erscheint ein Buch im curach bhán Verlag.
Hier die Beschreibung vom Verlag dazu:
Diarmuid Johnson: DÄMONEN – Gedichte – Zeichnungen: Susanne Haun.
übersetzt von Peter Busse.
curach bhán publications – daniel büchner: EDITION KUNST&TEXT
ISBN: 978 – 3 – 942002 – 06 – 6
Das Buch liegt in einer limitierten Auflage von 100 Exemplaren vor, zum Preis von 35 Euro.
Den Nummern 1 – 20 liegt eine original Linoldruckgraphik von Susanne Haun bei.
Preis der Vorzugsausgabe: 100 Euro.
Ich habe einen kleinen Dämon mit steinernen Tränen aus dem Linolium geschnitten. Es ist wichtig, dass Farbe und Papier dabei harmonieren. Für die Farbe der Graphik rolle ich mit der Walze vor dem Druck der Platte einen Farbstreifen auf das Papier. So ist jeder Druck ein wenig anders.
Um das richtige Papier zu finden, habe ich sumi-e, calligraphie und Zeichenpapier von Hahnemühle für die Ansatzdrucke benutzt. Letztendlich habe ich mich für das calligraphie Papier entschieden, weil ich den beigen Farbton des Papiers mag und es im Gegensatz zu den anderen, leichteren Papieren 250g schwer ist. Das Papier ist zu schwer, um mit der Hand mehrere Platten übereinander zu drucken, sie verrutschen. Mit einer Presse geht das selbstverständlich. Aber für eine Graphik in einem Buch limitierter Auflage finde ich ein kräftigeres Papier sinnvoller.
For my English-speaking readers:
Simultaneously with the exhibition “Demons” in the Irish Embassy in Berlin, there is a new release book in curach Bhán about demons with my drawings.
I cut a small demon with stony tears from the linoleum. It is important that the color and paper harmonize for it. The color bar of the graph I rub in with the roll before I print of the plate with black color on the paper. So every print is a little different.
To find the right paper, I try sumi-e, calligraphy, and graph paper from Hahnemühle for prints. Eventually I chose the calligraphy paper, because I like the beige color of the paper and it is 250g, a little bit more heavy compared to the other, lighter papers.
- Mit einer steinernen Träne von mir als Vorlage (c) Foto von Susanne Haun
- Ich zeichne das Motiv mit dem Stift gleich auf die Platte (c) Foto von Susanne Haun
- Das Schneiden erfordert Kraft und Geschick (c) Foto von Susanne Haun
- Ich gruppiere meine Lieblingswerkzeuge um die Platte (c) Foto von Susanne Haun
- Die rausgeschnittenen Linolstücke ergeben zusammen fast das Bild eines Dämons (c) Foto von Susanne Haun
- Fertig für den ersten Andruck (c) Foto von Susanne Haun
- Ich mag die schwarz eingefärbten Linolplatten (c) Foto von Susanne Haun
- Das Endprodukt – 15 x 15 cm (c) Linoldruck von Susanne Haun
- Ich walze einen roten Streifen auf das Papier (c) Foto von Susanne Haun
- Jeder Druck ist ein wenig anders (c) Foto von Susanne Haun
- Die Farbe muss wohlüberlegt platziert werden (c) Foto von Susanne Haun
- Ja, so ist es o.k. (c) Foto von Susanne Haun
- Nun gilt es die Auflage drucken (c) Foto von Susanne Haun
- Vielleicht nehme ich noch gelb – blau – grün als Streifen dazu (c) Foto von Susanne Haun
Der alte Mann und das Meer – Teil 1 – Künstlerunikatbuch von Susanne Haun 2009
2009 habe ich Zeichnungen zum Klassiker “Der alte Mann und das Meer” von Hemingway erstellt und zum Unikatbuch gebunden.
Ich bin dabei vorgegangen, wie ich immer vorgehe, wenn ich mich mit Literatur auseinandersetze. Ich habe mir Textzeilen im Buch markiert und begonnen meine Gedanken dazu in Zeichnungen festzuhalten.
Mich fasziniert dabei nicht nur Hemingway und sein Werk bzw. Leben, mich fasziniert auch der Kampf des alten Mannes mit dem Marlin und die Kommunikation zwischen den beiden. Die Gedanken des alten Mannes, die er während seiner Auseinandersetzung mit dem Fisch führt.
Ich mag grundsätzlich Bücher, in denen “der Kopf” unzensiert und schonungslos ausgeschüttet wird. So unsortiert wie wir selber denken, wenn wir alleine auf einer Parkbank sitzen.
Meine Buchausgabe ist von 1959, ein Zeitpunkt, an dem ich noch nicht geboren war. Im Klappentext steht:
“So ist Hemingways elementare Erzählkunst Gleichnis der Mühsal und Tapferkeit eines Daseines, dessen Sinn nicht durch äußere Siege bestätigt zu werden braucht. (…) Ernest Hemingway (…) war ein Meister des metaphysischen Realismus, ein Pionier der Kurzgeschichte und Erneuerer des amerikanischen Romans.”
Letztes Jahr habe ich festgestellt, dass ich “noch nicht fertig” mit dem Buch bin und habe es nochmals hervorgeholt. Die neuen Ergebnisse werde ich euch noch diesen Monat vorstellen.
For my English-speaking readers:
In 2009 I created drawings for the classic “The Old Man and the Sea” by Hemingway and bound to unique book.
I proceeded it, how I do every time I draw literature. I’ve marked lines of text in the book and my thoughts began to be recorded in drawings.
I am fascinated not only Hemingway and his work and life, I am fascinated by the struggle of the old man with the Marlin and the communication between the two. The thoughts of the old man, which he leads in his dispute with the fish.
I like books in which “the head” uncensored distributed. So unsorted how we ourselves think, when we are sitting alone on a park bench.
- Künstlerunikatbuch – Der alte Mann und das Meer von Susanne Haun
- 2 Erste Seite ohne Pergament (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 3 Seite 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 3 Seite 32 (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 4 Seite 1 mit Pergament und Text (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 5 Aufgeklapptes spiegelverkehrtes Pergament
- 6 Der alte Mann war dünn und hager (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 7 Wenn du mein Sohn wärst (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 8 Pergament mit Zitat auf Blatt 7 (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 9 La mar (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 10 Ein Fregattvogel (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 11 Er zerstmapfte sie gerne am Strand (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 12 Behutsam zwischen Daumen und Zeigefinger (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 13 Er stemmte seinen Rücken gegen sie (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 14 Das Wasser strömte ihn von den Seiten (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 15 Heilige Jungfrau, bitte um den Tod (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 16 Von den Löwen träumen (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 17 Den Sporn eines Kampfhahnes (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 18 Ineinander verkrampften Händen (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 19 Iss doch den zweiten fliegenden Fisch (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 20 Du tötest mich Fisch (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 21 Der Schaft der Harpune (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 22 Schlinge um sein Schwert (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 23 Der große DiMaggio (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 24 Ein sehr großer Makohai (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 25 Der alte Mann stieß das Messer (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 26 Keiner der beiden Haie zeigte sich (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 27 Und er schlief (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 28 Du hast mir gefehlt (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 29 Tiburón sagte der Kellner (c) Zeichnung von Susanne Haun
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Hemmingway, Ernst. Der alte Mann und das Meer. Hamburg 2959. rororo.
Vertreibung der Dämonen und Geister – Zeichnung von Susanne Haun
Ich wünsche alle meinen Lesern einen guten Rutsch ins Jahr 2013.
Mit dem Feuerwerk und dem damit verbundenen Knallen sollen die bösen Geister verjagt und die Freude auf das Neue Jahr ausgedrückt werden.
Ich werde mich gerade im Januar weiter mit Dämonen und bösen Geistern beschäftigen und sie zum Jahreswechsel nicht vertreiben.
Die Ausstellung “Dämonen” in der irischen Botschaft beginnt am 30. Januar 2013.
Gestern berichtete ich von der neuen ultramarin farbenden Tusche, die ich auf Papier ausprobierte. Heute musste ich einfach ins Atelier und die Tusche auf Leinwand verwenden. Ich hatte auch noch einige Tuschen von Schmincke, die auf derselben Basis aufgebaut sind. So entstand ein Silvester Dämon.
Ich habe für die Ausstellung bisher 40 Blätter in der Größe 17 x 22 cm und 6 Leinwände der Größe 60 x 80 cm gezeichnet. 2012 habe ich mit Übermalungen begonnen (siehe hier), die ich zeigen möchte.
Ob mir das Ultramarin im Dämon gefällt, das weiß ich noch nicht. Ich denke, dass ich es morgen im Neuen Jahr wieder übermalen werde. Es ist anders bei Leinwänden als bei Tuschezeichnungen auf Papier; ich kann immer wieder und wieder übermalen.
For my English-speaking readers:
I wish all my readers a happy 2013.
With the fireworks and the associated cracking to the evil spirits driven out and the joy expressed in the New Year.
I will occupy myself just in January, with demons and evil spirits, and they do not sell the year.
The exhibition “demons” in the Irish embassy begins on 30 January 2013.
- Entstehung Silvester – Dämon (c) Zeichnung auf Leinwand von Susanne HaunEntstehung Silvester – Dämon (c) Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun
- Entstehung Silvester – Dämon (c) Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun
- Entstehung Silvester – Dämon (c) Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun
- Entstehung Silvester – Dämon (c) Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun
- Benutzung der neuen Tusche auf Leinwand (c) Susanne Haun
- Benutzung der neuen Tusche auf Leinwand (c) Susanne Haun
- Benutzung der neuen Tusche auf Leinwand (c) Susanne Haun
- Entstehung Silvester – Dämon (c) Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun
- Die Dämonenhaare zeichne ich mit einer Stenografie Feder auf die Leinwand (c) Susanne Haun
- Ein Dämonenauge entsteht (c) Leinwnad von Susanne Haun
- Ultramarin (c) Susanne Haun
- Der Dämon weint (c) Leinwand von Susanne Haun
- Perlweiße Tusche gibt es auch (c) Foto von Susanne Haun
- Ich mag es, manchmal groß zu arbeiten (c) Foto von Susanne Haun
- Der Größenvergleich Leinwand- und Papierzeichnungen (c) Susanne Haun
- Zwischenstand Silvester Dämon (c) Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun
Stap voor Stap tekenen met inkt – Schetsen in het Hahnemühle dagboekje – Susanne Haun
Es ist schon ein paar Monate her, da machte mich die Hahnemühle auf die holländische Kunstzeitung “inspiration art” aufmerksam.
Die Hahnemühle (hier bei Facebook) schlug vor, dass ich einen Anleitungsartikel für die Zeitung in deutsch schreibe und sie es dann auf holländisch übersetzen lassen und dem Verlag senden. Wir haben uns gefreut, dass es klappte und die Zeitschrift “inspiration art” den Artikel in der letzten Ausgabe veröffentlichte. Ich habe auch ein Belegexemplar der Zeitschrift erhalten, kann aber aufgrund des holländisch nur die Bilder im Heft anschauen.
Ich wählte für den Artikel die Schritt für Schritt Anleitung einer Ente. Die Ente habe ich in Berlin, Tegel beobachtet. Zuerst halte ich die Haltung der Enten in meinem Skizzenbuch fest.
Ich habe euch die Schritte hier in deutsch aufgeschrieben:
Schritt 1:
Das Wichtigste am Zeichnen ist das Sehen. Bevor ich beginne zu zeichnen,
beobachte ich mein Motiv und fertige Skizzen an. Die Enten habe ich ca. drei Stunden beobachtet, um das Wesen meines Motives zu ergründen.
Schritt 2
Anhand der Komposition der Skizze kann ich mir die Aufteilung auf der fertigen Zeichnung vorstellen. Ich beginne immer grundsätzlich mit dem Kopf. Ich zeichne nicht vor. Zum Zeichnen benutze ich Rohrers Antiktusche in der Farbe Lotusgrün. Dieses Grün kommt dem der Erpel sehr nahe. Meine Lieblingsfeder ist die Zeichenfeder von Standardgraph. Sie ist für einen Anfänger schwer zu handhaben, ich empfehle mit einer Kugelspitz- oder Stenografiefeder zu beginnen. Ich zeichne die Linien nicht durch, sondern setze andeutungsweise Unterbrechungen wie kleine Federn. Beginnen sie mit dem Auge und setzen Schnabel und Kopfform herum.
Schritt 3
Mit einem Pinsel, Tusche und Wasser zeichne ich die Flächen und gehe weiter zum Flügel. Dabei suche ich mir Federn heraus, die ich genau darstelle, wie die Feder oben im Bild und andere deute ich nur an. Es ist hilfreich, wenn sie sich eine Feder genau anschauen und sie erst einmal alleine zeichnen.
Schritt 4
In dem gezeigten Detail können sie meine Arbeitsweise genauer sehen. Ich zähle die Federn der Ente nicht einzeln nach. Ich arbeite abwechselnd mit dem Pinsel und der Feder. Schraffuren setze ich in einige Federn. Die Helligkeitsstufen der Flächen erhalten sie, indem sie die Tusche mit unterschiedlich viel Wasser verdünne.
Schritt 5
Als nächstes lege ich die Entenfüße an und bestimme die Größe der Ente. Dazu ziehe ich einen Linie ohne Unterbrechung. Ich arbeite den Flügel zu ende.
Schritt 6
Flügel hell bleiben und die Zwischenräume mit Tusche und Pinsel gefülllt werden. Durch die Kontraste von Fläche und Linie wird die Ente sehr lebendig.
Schritt 7
Ich zeichne den Fuß und das restliche Gefieder. Drücken sie für belebte und unterschiedlich starke Linien unterschiedlich stark mit der Feder auf. Ich zeichne oft Linien um mein Motiv um das Bild zu schliessen.
For my english reader:
It’s been a few months ago, the Hahnemühle shows me the Dutch art magazine “inspiration art”. Hahnemühle (here on Facebook) suggested that I have a step by step introduction of a drawing from me for a magazine article and I will write in German it can be translated from the Hahnemühle in Dutch and after that sending the publishers. We were happy that it worked and the magazine “inspiration art” published the article in the last issue. I have also received one of the magazine, but I can only look at the pictures because of the Dutch only in the magazine.
- Titelseite des Magazine inspiration art Nr. 3 – najaar 2012 aus Hedel, Holland
- Mein Artikel im holländischen Magazin inspriation art
- Mein Artikel im holländischen Magazin inspriation art
- Die Erfolgsnachricht des Herausgebers
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Quelle: inspriation art, magazine vol creatieve tips, technieken en inspratie, Nr. 3 – najaar 2012
Antonius – Purpurne Wolken das blaue Gewölbe – Zeichnung von Susanne Haun
Kennt ihr das Kinderspiel “Stille Post”?
Geflüsterte Worte werden von Mensch zu Mensch weitergereicht. Beim letzten Teilnehmer werden die Worte laut ausgesprochen und mit den Eingangsworten verglichen.
Meistens können alle über die Veränderungen lachen.
Ute Schätzmüller und ich werden für unser Projekt “Die Versuchung der heiligen Antonius” mit diesem Prinzip arbeiten. Ute hat mir den Ersten Satz per Post gesendet:
“Gegen Norden hat der Himmel perlgraue Färbung, während vom Scheitelpunkt aus, wie die Strähne einer ungekämmten Mähne, purpurne Wolken das blaue Gewölbe durchkräuseln.
Almählich werden die flammenden Streifen dunkler.” Flaubert, Die Versuchung des heiligen Antonius
Ich muss euch sicher nicht schreiben, dass die Übersetzung von Utes Flaubert eine andere ist als die drei, die ich vor mir zu liegen habe (siehe meinen Artikel gestern).
Gestern habe ich meinen ersten Satz aus dem Roman zu Ute gesendet. Wir illustrieren immer beide beide Sätze, es gibt also zu jedem Satz mindestens eine Arbeit von Ute und mindestens eine Arbeit von mir.
Wir wollen uns während des Projekts zweimal zum gemeinsamen Arbeiten treffen. Einmal fahre ich zu Ute nach Essen und einmal kommt Ute zu mir nach Berlin.
Natürlich möchen wir auch dazu ein Katalog, vielleicht auch ein Künstlerbuch in kleiner Auflage erstellen. Wir sind beide noch im Gedankenaustausch.
Zuallererst gilt es nun zu entscheiden, ob ich den Farbkodex, den Ute hier vorgibt für die gesamte Illustration nutzen werde.
Ich mag grau in allen Abstufungen, warmes und kaltes grau bietet eine breite Farbpalette. Und es ist vor allem eine Farbe, die ich mir persönlich nicht ausgesucht hätte und so ist es auch eine neue Herausforderung für mich!
Eva Heller schreibt in ihrem Buch “Wie Farben wirklen” zu grau: “Grau ist eine Farbe ohne Charakter.“
Da muss ich widersprechen. Ich bin der Meinung, dass Grau als Farbe sehr vielfältig ist und natürlich auch andere Farben zum Leuchten bringt. Ich sehe ein, dass symbolisch Grau für für Einsamkeit, Trauer, Bedrängnis und Leere steht und Pate für grauenhaft, gräßlich und grausam war. Aber für mich ist grau trotzdem eine elegante Farbe, die zugunsten der anderen Farben in den Hintergrund tritt und ohne die die anderen Farben weniger leuchtend sind. Ich bin auch fasziniert von den unterschiedlichen Grautönen, die z.B. durch Mischung der Komplementärfarben entstehen.
Nach dem Zeichnen mit den Tuschen schwarz, blau und violett habe ich entschieden, dass mir die gewählten Farben für den gesamten Antonius gefallen und dass sie zur Geschichte passen.
Wenn ihr mehr von dem Projekt lesen wollt, dann könnt ihr das hier. Rechts am Blog sind die Steuerelemente. Darunter die Checkboxs “Kategorie”. Wenn ihr den kleinen Pfeil drückt, dann kommen alle Themen, die ich hier in meinem Blog besprochen, zu denen ich gezeichnet habe. Ihr wählt das Thema, in dem ihr es mit einem Klick mit der Maus ansteuert.
For my english reader:
You know the children’s game “whisper” or “silent post”?
Whispered words are passed from person to person. The last person tells the words out loud and compared it to the input words. Usually can all laugh about the changes.
Ute and I will be send us sentence from the book “The temptation of Saint Anthony” from Flaubert. We both will be draw our mind.
- Blatt 1 Die Strähne einer ungeheuren Mähne aus der heiligen Antonius (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 2 Das blaue Gewölbe aus der heiligen Antonius (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blatt 3 Perlgraue Färbung aus der heiligen Antonius (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 1. ausgewählter Satz aus dem Antonius von Ute
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Gustav Flaubert, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996
Quelle zur Farbe grau: Eva Heller, “Wie Farben wirken”, Rowolth Taschenbuch Verlag, 5.Auflage, 2009
Umwickelt, umrankelt, umschlungen – die gelbe Blume im Atelier – Zeichnungen von Susanne Haun
An der gelben Blume von Vorgestern hat mich am meisten das Efeu interessiert, das sich um den Stil der Blume wickelte.
Ich mußte sie einfach in die Vase mit meiner umwickelten Kette stellen – ich hoffe, die Gärtner der Siedlung verzeihen mir das. Es zeichnet sich im Schatten auch viel besser, ich konnte in der Sonne einfach nicht richtig sehen.
Beim Aufräumen im Atelier habe ich einen 50 x 70 cm Block gefunden, der mir für die Umwicklung passend erschien. An zwei Tagen habe ich an der Blume gearbeitet.
For my english readers: Wraps round, embraced, the yellow flowers in my studio – drawing from Susanne Haun.
- Arbeiten zu Umschlungen (c) Foto und Zeichnung von Susanne Haun
- Arbeiten zu Umschlungen (c) Foto und Zeichnung von Susanne Haun
- Das Efeu wächst um die gelbe Blumen (c) Foto von Susanne Haun
- Zwei große Arbeiten (60 x 60 cm) sind entstanden (c) Foto von Susanne Haun
- Umschlungen Version 1 Zeichnung auf Bütten 50 x 60 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Umschlungen Version 2 Zeichnung auf Bütten 50 x 60 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun
Umwickelt, umrankelt, umschlungen – die gelbe Blume im Atelier – Zeichnungen von Susanne Haun
Die Frau an der Tankstelle – Zeichnungen von Susanne Haun
2003 bin ich nach Südfrankreich gefahren, um dort die Landschaft, das “faule Leben” und den Klettersport zu geniessen.
Im Gepäck hatte ich unter anderem zwei Bücher, die ich in der Morgenstimmung auf dem Campingplatz illustrierte.
Dazu benutze ich handgeschöpftes Büttenpapier der Größe 15 x 20 cm und einen Rapidograph von Rotring sowie Buntstifte. Diese Materialkombination ist ideal für den Urlaub mit wenigen Gepäck. Der Rapidograph wird mit Kapilarpatronen gefüllt und ist eigentlich für technische Zeichner gedacht. Buntstifte benutze ich immer Polychromes von Faber Castell.
Das erste Buch, was ich las, waren die “Liebesfluchten” von Bernhard Schlink. Um meine Bilder, die beim Lesen im Kopf entstanden, zu zeichnen, suchte ich mir die Kurzgeschichte “Die Frau an der Tankstelle” aus. Eine geheimnisvolle Kurzgeschichte ist das – so habe ich sie in Erinnerung.
Nun habe ich sie nochmals gelesen und verstehe sie ganz anders. Ich habe das Gefühl, die Geschichte hat sich in den letzten 10 Jahren geändert. Aber das ist natürlich nicht möglich – so habe ich mich wohl geändert!
So habe ich neue Sätze in der Geschichte markiert. Vielleicht werde ich sie irgendwann für neue Illustrationen benutzen.
- 2003, Im Traum, 20 x 15 cm , Rapidograph und Buntstift auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
- 2003, Sein Charme, 20 x 15 cm , Rapidograph und Buntstift auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
Die Frau an der Tankstelle – Zeichnungen von Susanne Haun
Der Tagesspiegel, ein Operndorf, Schlingensief und Kéré – Zeichnung von Susanne Haun
Ich bin Tagesspiegel Leserin.
Das ist nicht immer einfach. Die Zeitung ist voller Informationen, eben wie es Zeitungen von Natur gegeben ist.
Bei meinem Arbeitspensum muss ich mir die Zeit fürs Zeitung lesen stehlen. Am liebsten lese ich sie in der S-Bahn oder im Zug wie neulich, als ich auf den Weg zu Conny Niehoff nach Magdeburg war.
Vor ca. 10 Jahren gab ich einmal mutig meinen derzeit aktuellen Ausstellungskatalog am Empfang des Tagesspiegels ab. Es rif mich tatsächlich ein Redakteur an! Es war ein sehr nettes Gespräche, es ging um keinen Artikel, der Redakteur wollte einfach wissen, warum ich den Tagesspiegel gewählt habe. Die Gründe sind damals wie heute fast dieselben.
Ein Grund, den ich damals zur Enttäuschung des Redakteurs noch nicht hatte, ist die Seite 3. Damals war es für mich eine Seite von vielen. Heute freue ich mich darauf, meine Zeitung aufzuschlagen und zu schauen, wer heute die Seite 3 füllt.
Zum Beispiel wurde am Dienstag, dem 19. Juni 2012 über den Architekten Diébédo Francis Kéré berichtet, der in Berlin studiert und auch dort noch sein Büro hat. Hier geht es zu diesem Artikel. Der hat mich so beeindruckt, dass ich mehr von Kéré wissen wollte und mir so auch dieses Interview anhörte.
Kéré baut auch Schlingensiefs afrikanisches Operndorf. Hier ein Artikel der Süddeutschen zum Thema. Von dieser Geschichte berichtet Sibylle Dahrendorfs Filmdokumentation “Knistern der Zeit“, den ich nun unbedingt sehen will.
- Mein Sinnbild von Kéré 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Mein Sinnbild von Schlingensief 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
Der Tagesspiegel, ein Operndorf, Schlingensief und Kéré – Zeichnung von Susanne Haun
Blauer Mohn und die Charakteristika von Gärten – Zeichnungen von Susanne Haun
Als ich den Garten von Conny Niehoff betrachtete, viel mir wieder einmal auf, wie sehr die Gärten auf die Charaktere der Besitzer schliessen lassen.
Bei Conny ist alles toskanisch und es gibt viele leckere Beeren direkt vom Strauch. Im Garten meiner Eltern ist es sehr geordnet und sehr klassisch wie in den Bergen, es gibt Geranien und Fuchsien, Kohlrabie und Kartoffeln.
Bei Conny wächst wunderschöner Mohn (siehe hier Conny Mohnbilder). Ich mag Connys riesige Mohnblüten, die abstrakt daher kommen.
Ich zeichne Mohn im Detail im kleinen (siehe hier). Heute habe ich zu senengal Blau gegriffen, um die Linien und Blütenstände des Mohns zu zeichnen.
- Blauer Mohn Version 1 30 x 30 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Blauer Mohn Version 2 30 x 30 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
















































































































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