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Impressionen von der Ausstellungseröffnung in der Irischen Botschaft – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Diarmuid Johnson - Die Dämonen, Zeichnung by Susanne Haun on 31. Januar 2013

Es war ein schöner Tag und eine sehr gelungene Veranstaltung. Wir haben die Bestuhlung der Botschaft gesprengt, 85 Stühle stehen für Darbietungen zur Verfügung, sie reichten nicht!

Ich danke allen für das große Interesse an der Veranstaltung in der Irischen Botschaft, ich danke Antje für die schönen Fotos und Diarmuid, Mandy, Daniel und Peter für die gute Zusammenarbeit.

Übersetzer, Zeichnerin, Dichter und Verleger - Dr. Peter Busse, Susanne Haun, Dr. Diarmuid Johnson, Daniel Büchner (c) Foto von Mandy

Übersetzer, Zeichnerin, Dichter und Verleger – Dr. Peter Busse, Susanne Haun, Dr. Diarmuid Johnson, Daniel Büchner (c) Foto von Mandy

Noch bin ich aufgeregt, ich brauche immer etwas Zeit, um ein solches Ereignis zu verkraften.

Wir waren schon sehr früh in der Botschaft, um den Ablauf zu besprechen und Diarmuid brauchte auch Zeit, um sich auf der Querflöte einzuspielen. Seine Frau Mandy spricht ausschließlich englisch und irisch und natürlich wird auch in der Botschaft nur englisch gesprochen. Eine wahre Herausforderung! Ich habe festgestellt, dass ich inzwischen schon passabel Englisch schreiben kann aber mit dem Sprechen hapert es sehr. Mir fehlen einfach Wörter beim sprechen, die ich eigentlich weiß. Da hilft nur eins: üben – üben – üben.

Die Gäste treffen ein (c) Foto von Susanne Haun

Die Gäste treffen ein (c) Foto von Susanne Haun

Ich konnte natürlich wieder nicht widerstehen und neben meinem Rechner liegt ein ganzer Stapel Irland Prospekte und eine kleine Schachtel von Petra Vieweg mit einem Stein aus Irland vom Strand von Brittas Bay in der Nähe von Arklow, Co.Wicklow südlich von Dublin. Er soll mir den Weg zu den anderen Steinen zeigen, die in Irland darauf warten, dass ich mal vorbei komme *grins*

Impressum Buch Dämonen (c) Foto von Susanne Haun

Impressum Buch Dämonen (c) Foto von Susanne Haun

Auf der anderen Rechnerseite habe ich meine Belegexemplare vom Dämonen Buch zu liegen. Es ist in einer limitierten Auflage von 100 Stück erschienen. Hinten findet ihr die Nummer und die Signatur von Diarmuid und mir. Bücher mit einer zusätzlichen persönlichen Widmung erhaltet ihr bei mir (einfach eine Mail an info@susannehaun.de ), ansonsten könnt ihr die Dämonen auch direkt im curach bhán Verlag unter diesem Link bestellen. Den ersten 20 Exemplaren liegt eine Original Grafik von mir dabei, mehr davon hier auf der Verlag Seite.

Buch Dämonen im curach bhán Verlag (c) Foto von Susanne Haun

Buch Dämonen im curach bhán Verlag (c) Foto von Susanne Haun

It was a beautiful day and a very successful event. We have more guests as chairs of the embassy, 85 chairs for performances are available, they were not enough!
I thank everyone for their interest in the event at the Irish Embassy, thank Antje for the beautiful photos and Diarmuid, Mandy, Daniel and Peter for their cooperation.
 I’m still excited, I always need some time to cope with such an event.
We were very early in the Embassy to discuss the process and Diarmuid took some time to play on the flute in the new room for him. His wife Mandy speaks only English and Irish, and of course is also spoken in the Embassy. A real challenge for me! I’ve found that I now already able to write passable English but talking es very difficult for me. I just do not have the words in my brain to speak. There is only one: to practice – practice – practice.
Of course I could not resist again and next to my computer is a whole stack Ireland brochures and a small box of Petra Vieweg with a stone from Ireland from the beach of Brittas Bay near the city of Arklow, Co.Wicklow south of Dublin. The stone will show me the way to the other stones that are waiting in Ireland of me.
On the other hand computer I have to lie my books from the demon. It has been released in a limited edition of 100 pieces. Far end is the number and the signature of Diarmuid and me. Books with an additional personal message you get from me (a mail to info@susannehaun.de), otherwise your demons can also be ordered in the curach bhán publisher at this link. The first 20 copies have an original graphic from me inside, more informations here on the publisher’s website.

Steinerne Tränen – Leinwand von Susanne Haun

Posted in Diarmuid Johnson - Die Dämonen, Illustration, Leinwand by Susanne Haun on 14. Januar 2013

“Dort, ehrlich aber kalt, betrauerte ich die Dämonen, aber der Verlust führte nur zu steinernen Tränen.”  Diarmuid Johnson

Steinerne Tränen 100 x 50 cm (c) Leinwand von Susanne Haun

Steinerne Tränen 100 x 50 cm (c) Leinwand von Susanne Haun

Schwarz ist nicht gleich schwarz.

 Ich benutze unterschiedliche schwarze Tuschen (c) Foto von Susanne Haun

Ich benutze unterschiedliche schwarze Tuschen (c) Foto von Susanne Haun

Ich benutze für die Tuschezeichnungen Material von verschiedenen Firmen. Die chinesische Tusche ist tiefschwarz auch noch nach dem  trocknen.  Die indische Tusche von Talens ist für mich neu, sie verarbeitet sich interessant, denn die Linien lassen sich nicht ausziehen und so spare ich die lange Prozedur des Trocknens. In den Marmeladengläsern bewahre ich unterschiedliche Graustufen auf, die ich durch Verdünnung der schwarzen Tusche mit Wasser erreiche.

For my English-speaking readers:
I use the ink drawings material from different companies. The Chinese ink is deepest black. The Indian ink by Talens is new for me, the handling is interesting because the lines can not take off. In jam jars (I like this word for the german “Marmeladenglas”) I keep different shades of gray, which I swirl black ink with water.

Tagsüber im Schlund des Meeres – vom zeichnen auf Leinwände – Susanne Haun

Posted in Diarmuid Johnson - Die Dämonen, Illustration, Landschaft, Leinwand, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Januar 2013

Wenn ich mit dem Pinsel zeichne, kenne ich selten Farbe.

Bei der Malerei mit dem Pinsel gelten zum Teil andere Regeln als bei der Zeichnung mit der Feder. Ich muss schneller Arbeiten und mein Wissen einsetzen. Ich möchte, dass die Zeichnungen bewegt sind und Stärke ausstrahlen. Die Mindestgröße für meine Pinseltuschezeichnungen beträgt deshalb auch 60 x 80 cm. Um expressiv mit dem Pinsel arbeiten zu können, benötige ich Platz. Bei den letzten Zyklen habe ich Wildseide-, Baumwoll- oder Kupferdruckpapier benutzt.

Entstehung - Um das Gute mit der Wurzel auszureißen - 100 x 70 cm - (c) Leinwand von Susanne Haun

Entstehung – Um das Gute mit der Wurzel auszureißen – 100 x 70 cm – (c) Leinwand von Susanne Haun

Für die Dämonen habe ich mich für Leinwände entschieden damit Groß auch wirklich Groß ist. Leider kann ich euch die Größe hier schwer vermitteln, denn im Netz sieht 100 x 70 cm genauso aus wie 17 x 22 cm. Um euch einen ungefähren Größenvergleich zu zeigen, habe ich wieder den Selbstauslöser meiner Kamera benutzt.

Die Leinwände sind natürlich nicht alle heute entstanden! :-) :-) :-) Heute habe ich an “Tagsüber im Schlund des Meeres”, eine meiner Lieblingszeilen aus Diarmuids Gedicht “Die Dämone”, gearbeitet.

2007 hatte ich schon einmal begonnen, mit Tusche auf Leinwände zu zeichnen. Das 150 x 50 cm große Bild einer Ballerina mit dem Titel “Schmerz” entstand. (Siehe hier)

 

Selbstauslöser sind tükisch (c) Susanne Haun

Selbstauslöser sind tükisch (c) Susanne Haun

Es scheint mich alle zwei Jahre zu packen, schwarze Tuschezeichnungen zur Inspiration der Literatur zu fertigen. Die folgenden habe ich euch in der Vergangenheit in meinem Blog schon vorgestellt, deshalb hier die Links zu den Blogartikeln.

2004 zeichnete ich Piktors Verwandlung, ein Märchen von Hesse ( siehe hier in zwei Artikeln ) .
2006 waren Shakespeare und sein Hamlet an der Reihe. ich wollte gerne Totenköpfe zeichnen. (siehe hier).
2008 konnte ich mich schwer zwischen dem Haus Usher und dem Maelstroem entscheiden. die Auseinandersetzung mit dem Meer siegte. siehe hier.
2009 wollte ich unbedingt zum kleinen künstlerunikatbuch vom alten Mann und dem Meer auch ein paar große Interpretationen zeichnen (siehe hier ).

 

Entstehung - Tagsüber im Schlund des Meeres (c) Susanne Haun

Entstehung – Tagsüber im Schlund des Meeres (c) Susanne Haun

For my English-speaking readers:
When I draw with a brush, I use rare color.
When painting with a brush in some other rules apply as in the drawing with the pen. I have to work faster and use my knowledge. I want the moves are the drawings and radiate strength. The minimum size of my brush ink drawings is therefore 60 x 80 cm. To expressive work with the brush, I need space. In the last cycles I used silk, cotton or copperprinting paper.

 

Am Rande der Klippe – Gemälde von Susanne Haun

“Die anderen Leute kommen nie zur Ruhe
Sie sind immer in Bewegung
Sie sitzen nicht am Rande der Klippe.”

Diarmuid Johnson

Ab dem 30. Januar 2013 werden meine Arbeiten in der Irischen Botschaft Berlin gezeigt (siehe meinen Bericht hier).

Entstehung - Am Rande der Klippen (c) Leinwand von Susanne Haun

Entstehung – Am Rande der Klippen (c) Leinwand von Susanne Haun

Es sind Arbeiten, die alle von den Gedichten “Dämonen” von Diarmuid Johnsen inspieriert sind. Deshalb liefere ich euch heute eine Kostprobe seiner Arbeit. Diarmuid wird bei der Ausstellungseröffnung das Gedicht vortragen und auch Querflöte spielen. Auf seiner Homepage erhaltet ihr einen Eindruck seiner Musik..

Die drei Zeilen haben mich zu Papierarbeiten 17 x 22 cm und einer Leinwand der Größe 100 x 50 cm geführt.

Am Rande der Klippen 100 x 50 cm (c) Leinwand von Susanne Haun

Am Rande der Klippen 100 x 50 cm (c) Leinwand von Susanne Haun

Klippen und Steilküsten üben auf mich eine enorme Faszination aus. Nicht nur vom malerischen sondern auch vom persönlichen Erleben. Auf Rügen kann ich nicht genug von den Kreidefelsen bekommen. Auf Rügen muss ich bei meinen Spaziergängen natürlich immer an Casper David Friedrich denken, den großen Romantiker (hier mein Bericht vom Oktober 2010 von Rügen)

Meine Nichte schenkte mir zu Weihnachten das Buch “C.D.Friedrich Das Eismeer Durch Tod zu neuem Leben” von Peter Rautmann.

Ein Kapitel trägt die Überschrift “Das Erhabene”. Kant bezeichnet darunter “Gegenstände der Natur, die nicht als schön zu bezeichnen sind: “ungestaltete Gebirgsmassen, in wilder Unordnung übereinander getürmt, (…)”²

Ich hoffe, ich verstehe Kant richtig, dass die Natur selber nicht erhaben ist, sondern dass sie als Bezugspunkt zur Größe der vernunftbegabten Menschen stehen soll.
Es werden H. und G. Böhme zitiert: “Das Erhabene ist keine objektive Eigenschaft von Dingen der Natur, sondern eine subjektive Aussage des Menschen.”³

Detail - Am Rande der Klippen (c) Leinwand von Susanne Haun

Detail – Am Rande der Klippen (c) Leinwand von Susanne Haun

Wenn ich oben auf dem Kreidefelsen stehe oder früher auf dem Gipfel der Berge, wenn die Lüfte an den Haaren und den Körper zerren, der Himmel blau ist und alle Knochen vom Aufstieg weh tun, habe ich ein besonderes Gefühl. Das Gefühl ein kleines Teil vom Ganzen zu sein, das Gefühl einen kleinen Teil des Ganzen überwunden zu haben.

Dieses Gefühl stellt sich bei mir bei der letzten Zeile von Diarmuids Gedicht ein und genau mit dieser Stimmung habe ich gezeichnet und gemalt.
Die Zeichnungen entstanden schon im Oktober 2011 zu Beginn unseres Projektes.
Die Leinwand dazu entstand in den letzten Tagen.

Die anderen Leute kommen nie zur Ruhe 17 x 22 cm Tusche auf Bütten 2011 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die anderen Leute kommen nie zur Ruhe 17 x 22 cm Tusche auf Bütten 2011 (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
Rocks and cliffs practice on me an enormous fascination. Not only from the picturesque but also from the personal experience. I can not get enough from the island Rügen and the chalk cliffs of them. On complaints I have during my walks obviously always think of Casper David Friedrich, the great Romantics (here’s my report of October 2010 from Rügen)
If I’m on top of the chalk cliffs or earlier at the summit of the mountains when the air drag by the hair and the body, the sky is blue, and do all my bones in my body rise hurt, I have a special feeling to be a little part of the world.

_______________________________________________
² Rautmann, Peter. C.D.Friedrich Das Eismeer Durch Tod zu neuem Leben. Frankfurt am Main 1991.
³ Böhme, Harmut und Gernot. Das Andere der Vernunft. Frankfurt 1985. Seite 221
Hofstätter, Hans H., Caspar David Friedrich, Das gesamte graphische Werk. München 1974.

The Embassy of Ireland presents a fantastic visual depiction of poetry from S.Haun and D.Johnson

Posted in Ausstellung, Berlin, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Dezember 2012

Im Oktober 2011 trafen Diarmud und ich uns in Bonn, ich hatte die ersten Zeichnungen zu Diarmuds Poesie im Gepäck und wir haben entschieden, dass wir das Projekt zusammen bestreiten können.
Der curach bhán Verlag freute sich dazu. Es wird also nicht nur die Ausstellung mit meinen Arbeiten und Diarmuds Vortrag mit Gesang präsentiert, es wird auch eine limitierte, teils nummerierte und signierte Auflage der Dämonen vom curach bhán Verlag geben, die erstmalig zur Ausstellungseröffnung verkauft wird.
Mehr vom curach bhán Verlag erfahrt ihr hier.

Einladung der Irischen Botschaft zur Ausstellung

Einladung der Irischen Botschaft zur Ausstellung

Als wir uns trafen, unterrichtete Diarmuid am Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie, Abteilung für Vergleichende Indogermanistische Sprachwissenschaft und Keltologie in Bonn. Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es in Deutschland diesen Studienzweig sonst nur noch in Marburg, und leider ist die Zukunft beider Institute nicht sicher … obwohl das Interesse an keltischer Kultur weit verbreitet ist – 50 neue Studenten hatten sich damals für diesen Zweig angemeldet – das klingt vielleicht nicht viel, aber für ein kleines  unterbesetztes Institut ist das eine große Aufgabe, besonders zu Beginn des Semesters…
Leider  haben Diarmuid und ich uns seit einem Jahr nicht mehr gesprochen und sehen uns erst wieder zur Hängung meiner Arbeiten. Manchmal liegt zwischen der physikalischen Beendigung und Präsentation eines Projektes eine lange Zeit.
Mehr von
Diarmuid erfahrt ihr hier auf seiner Homepage.

Diarmuid und ich im Spiegel (c) Foto von Susanne Haun

Diarmuid und ich im Spiegel (c) Foto von Susanne Haun

Da eine Karte nur zwei Seiten besitzt, ist die eine Seite der Einladung in Deutsch und die andere in Englisch verfasst. Ich mag die deutsche Sprachen, nicht das ihr das missversteht. Aber ist es nicht enorm, wie viel weniger Worte es auf der englischen Seite der Karte bedarf!

Einladung der Irischen Botschaft zur Ausstellung

Einladung der Irischen Botschaft zur Ausstellung

Was ich persönlich am verrücktesten finde ist, dass ich noch nie in Irland war. Ich kenne das Land nur aus Erzählungen, Fotos, der Sagenwelt und dem Ulysses. Der gesamte Kontakt, auch zur irischen Galerie, die meine Arbeiten im Programm hat, erfolgt über den curach bhán Verlag.

Als ich gestern die Ausstellungsräume und den Ablauf des Hängens und der Vernissage in der Botschaft besprach, war ich faktisch das erste mal auf irischem Hoheitsgebiet. Hier ist der Link zur irischen Botschaft und hier zum irischen Monatsbuch mit der Ausstellungsankündigung.

Ein Dämon werde ich (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ein Dämon werde ich (c) Zeichnung von Susanne

Die Irische Botschaft hat ihre Räume im Mendelssohn Haus, in der Jägerstraße in Berlin. Ich habe ein paar Fotos von meinem Besuch mitgebracht. Dieser Teil der Jägerstraße ist hinter dem Gendarmenmarkt von der Friedrichstraße aus betrachtet.

Wenn ihr zur Ausstellungseröffnung kommen möchtet, ist es wichtig, euch unter berlin.rsvp@dfa.ie anzumelden! Wenn ihr möchtet, sende ich euch gerne eine Einladung zu. Meldet euch einfach unter info@susannehaun.de bei mir.
Ich freue mich auf euren Besuch!

For my English-speaking readers:
In October 2011, I met Diarmud in Bonn, I show him the first drawings of his poetry and we have decided to be able to deny the project together
The curach bhán publisher was happy to do so. It is not only the exhibition is presented with my work and Diarmuds poems with songs, it will also be a limited, part-numbered and signed edition of the demons from curach bhán publisher, which is sold for the first time at the exhibition opening.
More information about the exibition you can see on the invitation on the top of the article.

Mit den Dämonen auf Felsen nächtigen – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Diarmuid Johnson - Die Dämonen, Illustration, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Januar 2012

Nun habe ich es geschafft und für das Manusskript “Die Dämonen” die letzten Zeichnungen gefertigt.

Ich knüpfe an den schon im Oktober gezeichneten Satz an:

Und obwohl ich die leere See betrachtet habe und alleine mit den Dämonen auf Felsen genächtigt habe

Mit den Dämonen auf Felsen genächtigt habe - Zeichnugn von Susanne Haun - Tusche auf Burgund Bütten - 17 x 22 cm

Mit den Dämonen auf Felsen genächtigt habe - Zeichnugn von Susanne Haun - Tusche auf Burgund Bütten - 17 x 22 cm

Ist der breite, der helle Weg umso schrecklicher, Einsamer ein Leben ohne Schatten, und Feuer im Geist.

Einsam - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Burgund Bütten - 17 x 22 cm

Einsam - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Burgund Bütten - 17 x 22 cm

Über das “Feuer im Geist” habe ich mit einer Freundin lange diskutiert:
Meint Diarmuid nun, dass das Leben ohne Schatten ist und ohne Feuer im Geist oder, dass das Leben befreit von allem, voller Inspiration ist? Vielleicht ist es hier wichtig, die irische Original Version zu lesen. Ich werde Diarmuid fragen.

Am 3. Februar kommt Diarmuid Johnson nach Berlin, so dass wir das Buch und die daraus entstehenden Projekte weiter besprechen können. Hier seht ihr den bisher verfaßten Text und die Zeichnungen. Ich habe “nur” den ersten Teil von Diarmuid in voller Länge hier gezeigt :-)

Das Gute mit der Wurzel ausreissen: Dämonen – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Das äthiopische Buch Henoch, Diarmuid Johnson - Die Dämonen, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 11. Januar 2012

Jeder Glaube hat seine spezielle Mythologie von den  Dämonen .

Als ich mich heute mit den Dämonen des christlichen Glaubens beschäftigte war ich bewegt zu lesen, dass die gefallenen Engel aus den Aprokryphen, die ich so gerne zeichne, die christlichen Dämonen sind. Asasel, den ich hier zeichnete und der  einer meiner “Liebling-gefallenen-Engel” ist, ist in der islamischen Mythologie Iblis der Enttäuschte, der bei Gott in Ungnade gefallen war. Im jüdischen Glauben ist Asasel der Sündenbock.

Um das Gute mit der Wurzel auszureißen - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Burgund Bütten - 17 x 22 cm

Um das Gute mit der Wurzel auszureißen - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Burgund Bütten - 17 x 22 cm

Und wie sieht es heute aus? Auch heute können wir, die Menschen nicht von Asasel loslassen, in dem Dreiteiler “Gefallene Engel” spielt Hal Ozsan den Asasel. Ich habe die Triologie nicht gesehen, werde sie mir aber bestimmt anschauen, wenn sie mal im Fernsehen kommt.

Diarmuid Johnson schreibt in seinen Dämonen:

“So kehre ich zurück zum kalten Felsboden und zu den lichtlosen Gegenden des Herzens, umd das Gute mit der Wurzel auszureißen:”

Steinerne Tränen – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Diarmuid Johnson - Die Dämonen, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Januar 2012

“Dort, ehrlich aber kalt, betrauerte ich die Dämonen, aber der Verlust führte nur zu steinernen Tränen.”  Diarmuid Johnson

Steinerne Träne Version 1 - Zeichnung von Susanne Haun - 22 x 17 cm - Sepia auf Burgung Aquarellpapier

Steinerne Träne Version 1 - Zeichnung von Susanne Haun - 22 x 17 cm - Sepia auf Burgung Aquarellpapier

Ich sehe in diesem Satz die Wehmut der Veränderung, die selbst herbeigefügt und notwendig umso schmerzhafter ist und somit zu diesen bitteren steinernen Tränen führt. Das Abschlagen der Tränen führt zur Befreiung und absoluter Freude.

Ich bleibe noch zwei Sätze bei den Dämonen ((seht hier) meine bisherigen Ergebnisse dazu) und für das Manusskript sind alle Zeichnungen gemacht.

Der helle breite Weg, das Herz glühend – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Diarmuid Johnson - Die Dämonen, Illustration, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 9. Januar 2012

Erinnert ihr euch an die Dämonen?

Die Dämonen sind ein Gedicht von Diarmuid Johnson und ich habe es letztes Jahr im Herbst illustriert (seht hier).

Heller breiter Weg - Zeichnung von Susanne Haun - Sepia auf 17 x 24 cm Burgund Aquarell Bütten

Heller breiter Weg - Zeichnung von Susanne Haun - Sepia auf 17 x 24 cm Burgund Aquarell Bütten

Am Wochenende habe ich das fertige Manusskript vom Verlag curach-bhán publication erhalten. Diarmuid hat in der Zwischenzeit weiter an dem Gedicht geschrieben und nun fehlen dem Manusskript vier Zeichnungen. Ich habe mir die vier fehlenden Passagen ausgedruckt und lasse sie in meinem Kopf kreisen.

“Folgte dem hellen, breiten Weg
das Herz glühend vor Fleiß.”

Es ist schwer, sich nach so langer Zeit wieder in das Thema einzudenken – so viele Gedanken sind seither geflossen.

Ein Dämon werde ich, sobald ich erwache – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Diarmuid Johnson - Die Dämonen, Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 14. November 2011

Kennt ihr das? Wenn die Erlebnisse so viel werden, dass sich im Kopf “Gedankensalat” bildet?

Fünf Zeilen der “Dämonen” sind noch offen und ich begann schon Anfang letzter Woche mit meinen Überlegungen, wie ich sie zeichnen möchte.

In die Zeile

“Ein Dämon werde ich, sobald ich erwache”

flossen dann die Sternzeichen, die Blumen, die Einweihung und ich selber mit hinein.

Ein Dämon werde ich - Version 1 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 22 x 17 cm

Ein Dämon werde ich - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 22 x 17 cm

Dreimal zeichnete ich diese Zeile.

Version 1 bin ich, so voll von Emotionen, dass es mir nicht möglich ist, sie auf meinem Gesicht zu zeigen.

Bei den Versionen 2 und 3 habe ich mich beherrscht und mich den Dämonen zugewandt. Die Amarylis und Veilchen sind noch eingeflossen aber ich habe es geschafft, mein Gesicht und mich aus den Zeichnungen heraus zu halten.

Ein Dämon werde ich - Version 3 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 22 x 17 cm

Ein Dämon werde ich - Version 3 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 22 x 17 cm

Die Dämonen
von Diarmuid Johnson

Ich lebe unter Dämonen
dort, wo die anderen Leute nicht hinkommen.

Aber in jedem steckt ein Dämon
In einer lichtlosen Ecke seines Herzens.

Die anderen Leute kommen nie zur Ruhe
Sie sind immer in Bewegung
Sie sitzen nicht am Rande der Klippe
Um in den Schlund des Meeres zu starren.

Sie folgen dem großen, glatten Weg
Wo das Licht des Fleißes ihr Herz erleuchtet
Ihre Dämonen bedrohen sie nicht tagsüber
Dämonen erwachen nur kurz in der tiefsten Nacht.

So ein gewöhnlicher Mensch war auch ich
immer in Bewegung mit wenig Schlaf
Aber vom Gehen wurden mir die Beine lahm
Die Schlaflosigkeit hat meine Gedanken gelöscht

Ich war damals einer der gewöhnlichen Leute
Nur saß ich am Klippenrande, um in den Schlund des Meeres zu starren
Jetzt wohne ich am verborgenen Ort der Dämonen
Ihr Atem entfacht in mir das Feuer des Denkens.

Auf den blanken Brettern der Dämonen schlafe ich jetzt
Ein Dämon werde ich, sobald ich erwache

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