Antworten und es geht voran – Engel – Zeichnung von Susanne Haun
Gestern fragte ich, was einen Engel ausmacht.
Jürgen Küster von “BUCHALOVS BLOG ••••••••” begann ein Gedicht auf diese Frage:
Engel sind Gedanken.
Sie sind Hoffnung.
Sie sind Form.
Sie sind das, was wir Menschen benötigen, um uns nicht zu verlieren.
Sie sind nicht und dennoch geben sie Halt.
Sie sind ein Zeichen für das, was wir erhoffen.
Sie sind der Gedanke des Schutzes.
Sie sind die formgewordene menschliche Schwäche.
Sie sind der magische Teil unseres Selbstwertgefühls.
Se sind das, was uns fehlt.
Sie sind Kraft.
Sie sind unsere innere Kraft, von der wir glauben, dass wir sie benötigen, um die Dinge zu bewältigen.
Sie sind die Kraft, die wir glauben von außen beziehen zu müssen.
Sie sind die Kompensation unserer Defizite.
Sie sind in uns.
Sie sind wir.
Sie sind ein Bild.
Sie sind symbolhaft.
Sie sind die Vorstellung von dem, was wir wünschen.
Sie sind archetypisch.
Sie sind die personifizierte Kraft und Hoffnung.
Sie sind ohne Flügel.
Sie sind das, was wir entbehren können, wenn wir wollen.
mickzwo vom Blog “Alles mit Links” führte das Gedicht fort:
Sie geben uns Geborgenheit, wenn niemand uns mehr will.
Sie verstehen uns, wenn da nichts zu verstehen ist.
Sie halten uns aus, wenn wir unausstehlich sind.
Sie drängeln nicht, wenn wir nicht weiter können.
Sie kommentieren nichts, wenn Kommentare nur verletzen.
Sie sind da, wenn wir sie brauchen.
Sie sehen uns wie wir sind und lieben uns dafür.
Sie sind Engel und keine Menschen, ohne
sie wären wir nichts und solange
sie uns anlächeln leben wir.
Nun kommt mein Gedicht dazu:
Sie sind da, wenn wir denken, nichts geht mehr.
Sie sind da, wenn wir an nichts mehr glauben.
Sie sind da, wenn wir uns hintergangen fühlen.
Sie sind da, wenn wir nur noch die Ungerechtigkeit der Welt sehen.
Sie führen uns aus der von uns empfundenen Ungerechtigkeit heraus.
Sie sind in uns und selbstverständlich für uns.
Wir dürfen nicht vergessen, ihnen für die Hilfe zu danken.
Wir schauen in den Spiegel und diese Auseinandersetzung ist die mit unserem Engel.
In guten Zeiten sind die Engel weit oben in den Wolken, wir sehen sie nicht.
Die Engel
das
sind
wir!
Und so
ist
jeder
Engel
in uns selbst!
Was macht einen Engel aus ? – Zeichnungen von Susanne Haun
Was macht einen Engel aus? Eine schwere Frage.
Beim Zeichnen habe ich es da einfach, jegliches Wesen mit Flügel ist ein Engel (oder Vampir?)
oder ein Vogel
Adlerschwingen = Engel
Fledermausflügel = Vampir
Vorgestern fragte mich eine Besucherin meines Ateliers, welches Geschlecht Engel haben. Ich denke, eher männlich, bestenfalls androgyn nichtsdestotrotz male ich gerne weibliche Engel. Die weiblichen Engel stammen sicher aus der Grabkultur. Ich habe keine Ahnung und muss mich belesen.
Aus der Bibel stammen nur wenige Engel, drei gute: Michael, Gabriel und Raphael und die drei schlechten Satan, Beezelbul oder Sachmordai.
Die außerbibliche Literatur kennt dafür viele, alleine im Buch Henoch werden ca. 150 Engel namentlich genannt. Aus den Überlieferungen des jüdischen und islamischen Volksglauben sowie aus Zauberbüchern vom Mittelalter bis in die heutige Zeit in esoterischen Zirkeln stammen weitere Engelsnamen. Im Standardwerk von Moise Schwab von 1897 “Vocabulaire de l’Angélologie” werden an die 4.000 außerbiblische Namen zusammengetragen.
Ich gebe meinen Engel, die ich euch in der nächsten Zeit zeige keine namentliche Zuordnung.
Ich betitel sie aus der Situation heraus.
_______________________________________
Krauss. Heinrich. Kleines Lexikon der Engel. München. 2001.
Engel ? – Zeichnungen von Susanne Haun
Zum Geburtstag sendete mir Jürgen Fotos von einem Engel aus einer Kirche in Gütersloh.
War ich erstaunt, es schaute mich aus den Fotos derselbe Engel an, wie der, den ich in Wolgast zeichnete.
Er ist vom dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen, der im beginnenden 19. Jahrhundert von 1770 bis 1844 lebte.
“Fast in seinem gesamten Werk thematisierte Thorvaldsen mythologische Gestalten, die er meist idealisiert, aber auch mit leisem Humor, in ihrer Einfachheit darstellte. Die Bedeutung seines Schaffens liegt eindeutig in der Wiederbelebung der Idylle der antiken Kunst.” heißt es in Wikipedia.
Das erste Werk des Dänen habe ich vor knapp 20 Jahren in Salt Lake City, USA gesehen. Ich wußte damals nicht, dass ich die Statue einmal 20 Jahre später unter den Werken Thorvaldsens im Netz finden würde. In der USA ist hinter der Skulptur ein wirklich kitschiger Weltraum gezeichnet und das ganze wird von dramatischer Musik begleitet. Es ist mir als Inbegriff des Kitschs in Erinnerung.
For my English speaking reader:
On my birthday Jürgen sent me photos of an angel from a church in Gütersloh.
I was amazed, there looked at the photos the same angel, like the one I drew in Wolgast.
He is formed from the Danish sculptor Bertel Thorvaldsen, lived in the early 19th century from 1770 to 1844.
Die kleine Prinzessin blüht so blau – Zeichungen von Susanne Haun
Die heutigen drei Arbeiten gehören in die Serie der Arbeiten die vom 01.-08. Juni 2013 in Hamburg-Poppenbüttel in der Galerie Faszination Art in der Gruppenausstellung mit “Kleiner Kunst” ausgestellt werden.
Von Erdenfrauen und Engeln – Zeichnung von Susanne Haun
Anlässlich der Kunstmeile 2013 Frahmredder/Stormarnplatz vom 01.-08. Juni 2013 in Hamburg-Poppenbüttel wird der Galerist der Galerie Faszination Art, Karsten Peters, eine Gruppenausstellung mit “Kleiner Kunst” präsentieren.
Karsten und ich haben uns geeinigt, dass fünf Arbeiten von mir während der Ausstellung hängen werden. Sie haben die Größe 10 x 10 cm und sind in 20 x 20 cm gerahmt.
Zwei Freunde – Zeichnung von Susanne Haun
Jürgen Küster und sein Freund Buchalov sind für mich “double bind”.
Ich habe beide in einem Portrait für das Projekt “double bind” festgehalten. Jürgen stellt das Projekt hier vor.
Ich habe mit dem Begriff “double bind” meine Schwierigkeiten und bin froh, dass Jürgen “double bind” als Arbeitstitel für unser Projekt bezeichnet hat. Arbeitstitel bedeutet immer, wir können auch noch einen neuen Titel finden.
Denn “double bind” soll unsere Ambition, Engel in unserer Arbeit einfliessen zu lassen, ausdrücken.
Ich habe auf meinem Blog schon sehr häufig, über meine Intention, Engel zu zeichnen, gesprochen.
Ich mag die Auseinandersetzung mit dem Buch Henoch, dem Engelbuch, aus den Aprokryphen. Die Geschichte, wie ein Teil der Engel aus dem Himmel geworfen wurden, fasziniert mich. Ich habe ein Engellexikon, in dem alle Engel mit ihren Funktionen, aufgelistet sind. Ich mag schöne Engeldarstellungen in Kirchen, sie inspirieren mich. Ich habe einen Kalender mit Engelsprüchen und Bildern aus der Kunsthistorie auf meinem Schreibtisch
Ich mag Vögel, besonders die Flügel, die ich an androgynen Figuren anzeichne
Meine Seele, ja die sehe ich nicht im Zusammenhang mit Engel oder “double bind”.
Meine Seele ist im Gehirn und dort ist mein Verstand.
Ist es nicht spannend, wie unterschiedlich Jürgen und ich an das Thema herangehen?
Im September arbeite ich mit Rosa Gabriel, Marianna Kalkhof, Juergen Kuester und Jörg Möller für eine Woche im alten Wasserwerk in Wachtendonk zusammen. Das Thema der Arbeitswoche ist “double bind” und Jürgen hat unter dem Titel “Buchalovs Freunde” eingeladen.
Rosa Gabriel habe ich seit 2004 nicht mehr gesehen, wir haben 2004 Jahr beide an der Künstlermesse im Frauenmuseum Bonn teilgenommen. Ein Blick auf Rosas Homepage lohnt sich, sie webt mit Papier grandiose Sachen und Bücher.




































7 comments