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Mit Goldstaub einreiben – Antonius – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Februar 2013

“Das Gesicht will ich mir mit Goldstaub einreiben und mich schlafen legen auf meinen Schätzen!” Flaubert im heiligen Antonius

Bei Gold und Gesicht aus dem von Ute Schätzmüller gewählten Zitats entstehen einige Gedankenketten in meinem Kopf. Ein Mensch, der die Hände vor dem Gesicht zusammengeschlagen hat, symbolisch für das Gold zeichne ich mit der Farbe Gelb!

Blatt 85 Das Gesicht will ich mir mit Goldstaub einreiben (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 85 Das Gesicht will ich mir mit Goldstaub einreiben (c) Zeichnung von Susanne Haun

Bei Gold muss ich auch unweigerlich an Jack London und den Lockruf des Goldes denken. Ich vermute, ich habe zuerst als 10jährige den 4 Teiler im Fernsehen gesehen und danach besaß ich auch eine Schallplatte mit diese Geschichte. Gelesen habe ich anschliessend Wolfsblut und Martin Eden. Ich erinnere mich aber nicht mehr an Martin Eden und überlege, es nochmals in Ruhe zu lesen. Das Buch kann gerade in der kindle Version auf Amazon für 0 Euro heruntergeladen werden.

Mit Gelb setze ich mich immer wieder auseinander. Im April 2012 habe ich eine Animation mit Zeichnungen und Fotos zur Farbe gelb erstellt. (siehe hier).

Vor kurzem habe ich von Klausbernd Vollmar “Das grosse Buch der Farben” in meine Bilbiothek integriert. Sehr interessant finde ich unter anderem, wie Klausbernd die Farbe Gelb beschreibt.
Das Gelb symbolisch für Neid, Betrug und Verrat steht, schrieb ich schon irgendwann hier im Blog.
Klausbernd beleuchtet das Gelb auf vielen Seiten aus vielen zusätzlichen Richtungen und ich bin erstaunt, in welchem Zusammenhang Gelb zu sehen ist. Interessant fand ich, dass Gelb in richtig dosierten Maßen die Konzentration unterstützt und eine optimistische Atmosphäre schafft sowie Ängste mindert.

Blatt 86 Das Gesicht will ich mir mit Goldstaub einreiben (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 86 Das Gesicht will ich mir mit Goldstaub einreiben (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich benutze beim Antoinus Goldgelb und Ocker. Ein einzelner Gelbton war mir zu einheitlich, die unterschiedlichen Gelbtöne bringen sich gegenseitig zum Leuchten und vermitteln Bewegtheit.

Wenn ihr mehr von dem Projekt in meinem Blog lesen wollt, dann könnt ihr das hier.

 

For my English-speaking readers:
“I want to rub the face with gold dust, and put me to sleep on my treasures!” Flaubert in St. Anthony

In the words “gold and face” of their chosen quote from Ute Schätzmüller some chains of thought build in my mind.
A man who has thrown up his hands before his face, symbolic of the gold I draw with the color yellow!
I use golden yellow and ocher. The single use of yellow was too uniform, the different shades of yellow bring each other to shine and convey movement.

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Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996

Vollmar, Klausberd. Das grosse Buch der Farben. Krummwisch 2009.

Beethovens Musik zeichnen – Zeichnungen aus dem Konzerthaus von Susanne Haun

Posted in Konzert, Zeichnung by Susanne Haun on 11. November 2012

“Wahre Kunst ist eigensinnig, lässt sich nicht in schmeichelnde Formen zwängen.”
Ludwig von Beethoven

Gestern war der Beethoven Marathon im Konzerthaus, von dem ich hier schon vor weg berichtete. Ich war sehr neugierig, was es wohl werden wird und bin immer noch ganz begeistert. Die Vorfreude hat sich gelohnt.

Das Konzerthaus zum Beethoven Marathon (c) Foto von Susanne Haun

Das Konzerthaus zum Beethoven Marathon (c) Foto von Susanne Haun

Zu den Konzerten um 16 und 17 Uhr war es voll, aber nichts im Vergleich zu dem Konzert um 20 Uhr, das ausverkauft war.

Das Septett Es-Dur op. 20 hörten wir im Kleinen Saal. Er ist intimer als der Große Saal und bei freier Platzwahl in der dritten Reihe konnte ich die Musiker sehr gut beobachten. Sayako Kusaka spielte die Geige. Sie ist seit 2008 die Konzertmeisterin des Konzerthausorchesters und Sie ist grandios. Ich habe keine Ahnung von Musik aber die Leidenschaft, mit der sie die Violine spielte und die schönen Melodien, die sie dem Instrument entlockte, sind für mich nicht beschreibbar. Interessant finde ich auch die Information, dass sie eine Geige von Pressenda aus dem Jahre 1822 spielt. Sofort versuche ich mir vorzustellen, durch welche Hände diese Geige wohl vor ihr schon gegangen ist.

Bei diesem Konzert zeichnete ich mich ein. Es ist auch das einzige Konzert, wo ich die Zuschauer vor mir fest hielt. Ich konzentrierte mich auf die Hände und das Instrument.

Beethovens Musik Zuschauer Septett Es-Dur op.20 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Beethovens Musik Zuschauer Septett Es-Dur op.20 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Nach dem ersten Konzert hatten wir nur 5 Minuten Zeit, in den großen Saal zu der Dresdner Symphonie zu gelangen, dirigiert von Michael Sanderling. Beim zeichnen der Musik eines großen Orchesters muss man sich auf eine Person beschränken. Jedenfalls, wenn die Konzerte wie beim Marathon 45 Minuten betragen.

Beethovens Musik der Dirigent Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Beethovens Musik der Dirigent Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich zeichnete sowohl den Dirigenten als auch die Musik, die er dem Orchester entlockte. Es ist eine tolle Erfahrung. Ich bemerkte beim dritten Konzert Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60, das wir hörten und das von Ivan Fischer dirigiert wurde, wie unterschiedlich der Ausdruck der Dirigenten ist. Sanderling dirigiert mit ganzen Körpereinsatz. Er richtete vor dem Konzert einige Worte ans Publikum, dass er den sportlichen anstrengenden Marathon nicht mag aber den musikalischen genüßlichen sehr wohl. Bei dem Einsatz, den er zeigte, muss er nach einem Konzert ja fast genauso erschöpft sein, wie der Marathonist nach seinem Lauf!
Fischer scheint souveräner. Er steht fast unbeweglich auf seinen Beinen und nur der Oberkörper bewegt sich hin und her.

Es war anstrengend aber es hat mir auch große Freude gemacht, diese musikalischen Erlebnisse fest zu halten. Und einens weiss ich schon, beim nächsten Konzert, was ich besuche, möchte ich seitlich neben den Musikern im 2.Rang sitzen! Das Konzerthaus birgt einen Suchtfaktor für mich.

Beethovens Musik Musiker Septett Es-Dur op.20 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Beethovens Musik Musiker Septett Es-Dur op.20 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Den heutigen Artikel beschliesse ich mit dem zweiten Zitat auf den Programmflyern. Vor jedem Konzert gab es einen kleinen Flyer mit dem Wissenswerten der interpretierten Musikstückes und einem Zitat von Beethoven.

“Kein Mensch kann das Land so lieben wie ich – geben doch Wälder Bäume Felsen den Widerhall, der der Mensch wünscht” Beethoven an Therese Malfatti, Mai 1810

Ich möchte euch auf die Jazz Drawings von Martina Wald aufmerksam machen. Auch Frank Koesch ist ein Fan vom Jazz und seine Jazz Aquarell könnt ihr hier betrachten.

Beethovens Musik Der Dirigent Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Beethovens Musik Der Dirigent Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60 (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
True art is stubborn, can not squeeze into flattering shapes. ” Ludwig von Beethoven
Yesterday was the Beethoven Marathon in the Konzerthaus Berlin, which I reported here. I was very curious what it will be and I’m still very excited. The anticipation was worth it. It was exhausting but it gave me great pleasure to keep this musical experiences firmly. I already know, at the next concert, which I visit, I want to sit next to the side of the musicians in the 2nd rank! The concert hall holds an addictive for me.

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Konzerthaus Berlin: “Ludwig von Beethoven, Notiz in einem Konversationsheft, 1820″, “Beethoven an Therese Malfatti, Mai 1810″

Beethoven – Marathon im Berliner Konzerthaus – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 8. November 2012

Ich mag das Konzerthaus in Berlin und ich habe es bestimmt 10 Jahre nicht mehr von Innen gesehen.

Um so mehr habe ich mich darüber gefreut, als ich auf den Beethoven 12-stündigen Marathon aufmerksam gemacht wurde. Die Konzerte dauern immer nur 45 Minuten und zu jeder vollen Stunde werden drei in verschiedenen Säalen des Hauses angeboten. Der neue Chefdirigent Iván Fischer hat diese  Art der Musikpräsentation als Marathon aus seiner Heimatstadt Budapest mitgebracht, wo sie seit einigen Jahren mit Erfolg laufen.

Beethoven und Josephine 30 x 40 cm Tusche uaf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Beethoven und Josephine 30 x 40 cm Tusche uaf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

So habe ich auch eine Auswahl getroffen, was ich mir anhören möchte:
Um 16 Uhr wird das Septett Es-Dur op. 20 im kleinen Saal gespielt. Bei der Uraufführung soll Beethoven im Hinblick auf seinen Lehrer Joseph Haydn stolz erklärt haben: „Das ist meine Schöpfung.“
Um 17 Uhr spielen die Dresdner Philharmoniker die Overtüre “Zur Namensfeier” und um 20 Uhr werde ich im großen Saal die Sinfonie Nr. 4 hören. Sie gilt als die „romantischste“ aller Sinfonien Beethovens, da er sich wegen seiner Liebe zur Comtesse Josephine Brunsvikin in einer sehr guten Stimmung befand.

Konzerthaus Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Konzerthaus Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Ich mag es, das Netz nach Personen zu durchstöbern. Beethoven bei Google hat mich zu einen Film mit Ed Harris und Diane Kruger geführt: “Copying Beethoven” oder in Deutschland unter dem Titel “Klang der Stille” erschienen. Natürlich mußte ich mir den Film gleich kaufen, obwohl ich wußte, er ist und wird amerikanisch sein. Mir gefiel Ed Harris, der den Beethoven spielt, schon in der Rolle als Pollock.

Mein Sinnbild von Beethoven mit der Comtesse Josephine ist zwar eindrucksvoll aber aufgrund der wenigen Informationen, die ich dann doch von Beethoven habe, sehr unbestimmt. Ich mag die Farbkombination Ocker, Sienna und Goldgelb.

Konzerthaus Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Konzerthaus Berlin (c) Foto von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
I like the Konzerthaus in Berlin and I haven’t seen certainly the inner room of interior 10 years. This saturday there is a  Beethoven 12-hour marathon. Concerts take only 45 minutes and are offered every hour three in various rooms of the house. The new chief conductor Iván Fischer has brought this kind of music presentation as a marathon from his native  town Budapest, where they run for several years with success.

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Berliner Zeitung, Sonderseiten der Berliner Bühnen 26.10.2012

Ich, alles Gelb und das Ziel – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 6. September 2012

Von Zeit zu Zeit frage ich mich, was für ein Ziel ich verfolge und welcher Weg dorthin führt.

Wenn bei mir im Kopf sich mein Ziel wieder einmal ein wenig von Links nach Rechts verschiebt, wenn Teilziele erreicht sind und es gilt neue Wegmarkierungen zu setzen, dann zeichne ich mich immer selber. Ich zeichne dann in die Stille hinein, ohne Hörbuch, Musik, youtube oder Radio zu hören. In die Stille hinein zeichnen bedeutet sich ganz auf die Gedanken zu konzentrieren. Das ist spannend, oft führe ich so Unterhaltungen und Diskussionen mit mir selber.

Selbst mit Butterfly 40 x 30 cm Tusche auf Bütten (c) Susanne Haun

Selbst mit Butterfly 40 x 30 cm Tusche auf Bütten (c) Susanne Haun

Das Portrait, das heute den Tag über mit einigen Pausen entstanden ist, hänge ich in meine

Ausstellung “Alles gelb oder was?”.
Die Eröffnung ist morgen um 19.30 Uhr im
Komet, Dr. Carola Muysers
Bees und Butterflies, Agentur für kreative Unternehmen
Prinzenstraße 7 in 10969 Berlin Kreuzberg

Carola führt das Online-Magazin Berlin Woman, Stadtkultur im weiblichen Blick (siehe hier).

Ich habe ein paar lustige Fotos hochgeladen, wie ich mit meinen Arbeiten eine halbe Stunde zu früh vor dem Komet stand. Zum Glück ist Carola dann auch eine halbe Stunde früher gekommen.

Warten vor dem Komet (c) Foto von Susanne Haun

Warten vor dem Komet (c) Foto von Susanne Haun

Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie sehr ich innerlich gelacht habe, als ich die Farbe der Fassade vom Komet und mein Bild gesehen habe. Das habe ich nicht geplant, die Wahl des Bourdeaux ist eher zufällig geschehen. Ich hatte vor, Caput Mortuum zu benutzen aber habe nach dem von der Flasche ähnlich aussehenden Bordeaux gegriffen.

For my english speaking reader:
Tomorrow I opening the exibition “All yellow, you know!” in the gallery Komet. Komet is the bureau of agency “bees and butterfly” from Dr. Carola Muysers. Yesterday, I was to early to hang my drawings there and I must wait. You see it on the photos behind this text. My selfportrait, drawing today, I will hang in the exibition too. It has the same color as the wall of the komet Gallery.

Ich, alles Gelb und das Ziel – Zeichnung von Susanne Haun

Umwickelt, umrankelt, umschlungen – die gelbe Blume im Atelier – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 14. August 2012

An der gelben Blume von Vorgestern hat mich am meisten das Efeu interessiert, das sich um den Stil der Blume wickelte.

Ich mußte sie einfach in die Vase mit meiner umwickelten Kette stellen – ich hoffe, die Gärtner der Siedlung verzeihen mir das. Es zeichnet sich im Schatten auch viel besser, ich konnte in der Sonne einfach nicht richtig sehen.

Arbeiten zu Umschlungen (c) Foto und Zeichnung von Susanne Haun

Arbeiten zu Umschlungen (c) Foto und Zeichnung von Susanne Haun

Beim Aufräumen im Atelier habe ich einen 50 x 70 cm Block gefunden, der mir für die Umwicklung passend erschien. An zwei Tagen habe ich an der Blume gearbeitet.

Zwei große Arbeiten (60 x 60 cm) sind entstanden (c) Foto von Susanne Haun

Zwei große Arbeiten (60 x 60 cm) sind entstanden (c) Foto von Susanne Haun

 

For my english readers: Wraps round, embraced, the yellow flowers in my studio – drawing from Susanne Haun.

 

Umwickelt, umrankelt, umschlungen – die gelbe Blume im Atelier – Zeichnungen von Susanne Haun

Rotes Hamburg und gelbes Berlin – Animation und Fotos von Susanne Haun

Posted in Animation, Betrachtungen zur Kunst, Foto, Konzeptkunst by Susanne Haun on 28. Mai 2012

Animation bedeuted für mich Bewegung und viele harte Schnitte.

Ich habe schon hier schon einige Animationen in meinem Blog gezeigt.

Hamburg (c) Foto von Susanne Haun

Hamburg (c) Foto von Susanne Haun

Eine Animation ist per Definition eine Abfolge von Bildern; meine Themen bei der heute gezeigten Animation sind  GELB=Berlin und Rot=Hamburg und wie immer Bewegung, meine Mittel sind die Zeichnung und Fotografie.

Henri Cartier-Bresson sagte
It is an illusion that photos are made with the camera. They are made with the eye, heart and head.”
Ich übersetze es:
Es ist eine Täuschung, das Fotos von der Kamera gemacht werden. Sie (die Fotos) werden mit dem Auge, dem Herzen und dem Kopf gemacht.

Die Fotos von Hamburg habe ich während meines Aufenthaltes zur Sternzeichen – Ausstellung in der Galerie Faszination Art, tatsächlich mit Auge, Herz und Verstand , gemacht. Ich bin von meinem Quatier mit der U-Bahn gefahren und dann zum Busbahnhof gelaufen und habe Hamburg so erlebt.

Ich bin Berlinerin und ich nehme Berlin anders als der Tourist war. Fuß und S-Bahn Wege sind für mich die Normalität hier in Berlin. Als “Einheimischer” nehem ich weder den Dom, noch die Friedrichstraße noch die Mussen bewußt war.

Hamburg (c) Foto von Susanne Haun

Hamburg (c) Foto von Susanne Haun

Ich habe das Thema Animation nicht aus den Augen verloren.

 

Mir ist bei diesen banalen Wegen aufgefallen, das Hamburg rot erscheint, während ich Berlin gelb wahrnehme.

Aus dieser Wahrnehmung und Betrachtung ist die folgende Arbeite entstanden. Mit flächigen, formalen Tuschezeichnungen vermische ich Berlin mit Hamburg. Wichtig ist mir auch mit den Animationen unter 1 Minute zu bleiben. Sie sollen wie ein Bild wahrgenommen werden.

Rotes Hamburg und gelbes Berlin – Animation und Fotos von Susanne Haun

Iris und Tulpe und der Kunstschaffende – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 4. April 2012

Was ist der Kunstschaffende bereit für “Kein Geld” zu leisten?”
fragt Irini Athanassakis im Kunstforum Band 200.

“Ziemlich viel” resümiert sie und ihr Eingangssatz ist, dass Kunst und Ökonomie keine glückliche Beziehung führen und trotzdem unzertrennlich sind.

Tulpe 15 x 15 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Tulpe 15 x 15 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich finde es sehr wichtig, mir vor jedem Projekt die Kosten zu überlegen und auch zu überlegen, ob ich die Kosten wieder einspiele und Gewinn erwarte. Projekte von denen ich von vorneherein weiss, ich spiele die Kosten nicht ein, sage ich sofort ab. Und unter Kosten verstehe ich ALLE Kosten, ich schummel mir nicht die Hälfte der Kosten wie z.B. die Fahrtkosten weg, weil ich ja schon immer in Oberkleckersdorf Süd, wo die Ausstellung statt findet, Urlaub machen wollte.

Dann kann es sein, dass ich für Ruhm, Ehre und Vaterland ein Risiko eingehe, wenn ich also unsicher bin, ob ich die Kosten einspiele aber die Ausstellung oder Messe an einem Ort ist, der mir dadurch woanders einen Gewinn verspricht.

Iris Version 1 15 x 15 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Iris Version 1 15 x 15 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Am allerliebsten sind mir Galerievertretungen, wo ich meine Bilder hingebe und sie mit 50% Provision von der Galerie verkauft werden. Die Betonung liegt allerdings auf VERKAUFT. Stelle ich fest, dass meine Bilder in einer Galerie “liegen” und in der Galerie passiert nichts, keine Ausstellung, kein Verkauf, kein Marketing für mich, dann hole ich die Bilder wieder aus der Galerie zurück.

Aber eigentlich möchte ich mich nicht mit der Kunst des Verkaufens sondern mit der Kunst der Zeichnung, Objekte und Konzeptkunst beschäftigen, denn ich glaube nicht, dass ich beide Dinge nebeneinander gleich gut erledigen kann. Trotzdem muss ich die Grundbegriffe der Selbstvermarktung kennen, denn solange ich nicht genügend Arbeiten über Galerien verkaufe, muss ich selber verkaufen.

So habe ich während meiner Überlegungen weiter an GELB gearbeitet.


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Iris und Tulpe und der Kunstschaffende – Zeichnungen von Susanne Haun

GELB, die Kunst und die Wirtschaft – Animation von Susanne Haun

Posted in Animation, Betrachtungen zur Kunst, Farbkonzepte, Foto, Konzeptkunst, Zeichnung by Susanne Haun on 1. April 2012

Eine Animation ist eine Abfolge von Bildern;
meine Themen sind  GELB und Bewegung, meine Mittel sind Zeichnung und Foto.

Immer, wenn ich dachte:  “Jetzt bin ich fertig!”  fiel mir etwas Neues ein.

Meine Überlegung ist, ob ich die Gedanken zu Gelb hintereinander zeige oder ob ich sie in einzelne Animationen auflöse und nebeneinander stelle.

Farbkonzepte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Farbkonzepte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das ist wie so oft im Leben eine Sache des Geldes. Wenn ich die Einfälle hintereinander laufen lasse, dann benötige ich einen digitalen Bilderrahmen. Wenn ich sie aber nebeneinander zeigen möchte, benötige ich 9 digitale Bilderrahmen!
Einen besitze ich bereits, den habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen.

Der Band 200 vom Kunstforum mit dem Titel “Kunst und Wirtschaft” beschäftigt sich weiträumig mit dem Thema und mir begegnete im Heft wieder Marcel Duchamp. Dieter Burchart beschreibt in seinem Artikel “Der Künstler als CEO und der CEO als Künstler”, wie sich Größen der Kunst wie Duchamp, Warhol, Beuys, Kokoschka und viele andere mit dem Thema auseinandersetzen.

Diziplinierte Tage - Zitat Márai (c) Zeichnung von Susanne Haun

Diziplinierte Tage - Zitat Márai (c) Zeichnung von Susanne Haun

Warhol gilt als der erste, der aus der Kunst heraus auch über Geld spricht: “Ein guter Geschäftsmann zu sein, ist die faszinierendste Kunstform. Geld zu machen ist Kunst, und zu arbeiten ist Kunst, und gute Geschäfte sind die beste Kunst.”

Kommen wir zurück zu meiner Ausgangsfrage nach den digitalen Bilderrahmen. Warhol hat mir die Antwort geliefert. Die Ausstellung GELB bei Berlin Woman wird im September sein, wenn ich also bei der Sternzeichen- und Flughafen Tegel Lilienthal Ausstellung gut verkaufe, gibt es 9 Animationen, ansonsten beschränke ich mich auf 3. :-) Ich darf und muss auch als Künstlerin Geschäftsfrau sein.

Kunst und Wirtschaft (c) Foto von Susanne Haun

Kunst und Wirtschaft (c) Foto von Susanne Haun

Ab heute führe ich auf einer extra Seite meines Blogs ein Literaturverzeichnis (siehe hier). So kann nicht nur ich sondern auch ihr nachvollziehen, wo die Zitate, die ich verwende, entstammen.
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Eldorado in gelb/grün und eine Ausstellung: GELB – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Konzeptkunst, Zeichnung by Susanne Haun on 30. März 2012

Heute habe ich mit Dr. Carola Muysers von Berlin Woman meine Ausstellung “GELB”
in ihrer Komet Galerie Berlin Kreuzberg besprochen.

Es war ein sehr inspirierendes Gespräch und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Auf dem Weg nach Kreuzberg habe ich wieder GELB fotografiert. Ich bin völlig fasziniert und auch erstaunt, wie unterschiedlich das Gelb in Kreuzberg von dem in Reinickendorf ist.

Ich denke meine Animation “GELB” wird länger werden als ich ursprünglich geplant habe.

Anemone Detail aus Eldorado gelb - grün (c) Zeichnung von Susanne Haun

Anemone Detail aus Eldorado gelb - grün (c) Zeichnung von Susanne Haun

Bevor ich heute zum Gespräch aufbrach, zeichnete ich an einem Blatt weiter, was bestimmt 1  1/2 Jahre in meinem Zeichenschrank lag. Heute viel es mir wieder in die Hände und da es so viele gelbe Linien hat, mußte ich einfach weiter daran zeichnen.

Die Zeichnung entsteht auf Hahnemühle Burgund 70 x 100 cm. Vor ca. einem Monat war ich mit Cordula Kerlikowski bei Hahnemühle und habe mir dort die Herstellung von Papier angeschaut. Das war sehr interessant und Hahnemühle berichtet darüber in ihrem Newsletter (siehe hier).


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Eldorado in gelb/grün und weiter GELB – Zeichnung von Susanne Haun

Es ist wieder Zeit: Selbstportrait in gelb – Zeichnung und Fotos von Susanne Haun

Posted in Animation, Betrachtungen zur Kunst, Foto, Konzeptkunst, Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 29. März 2012

Die Animation zum Thema GELB fordert mich sehr und ich denke schon einige Tage darüber nach.

Ich bin noch nicht fertig mit meiner Animation GELB, habe aber schon einige Szenenbilder.

Zuerst stellte ich mir die Aufgabe von mir zuhause bis Schlecker alles Gelb zu fotografieren. Das machte wirklich Spaß und zwang mich, korrekt zu schauen. Die Fotos stellte ich dann in einer Animation zusammen, die mir insgesamt gesehen zu langweilig, zu gelb war. Irgendetwas fehlte mir.

Szenenbild Selbstportrait (c) Zeichnung von Susanne Haun

Szenenbild Selbstportrait (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Gedanken mündeten in eine gelbe Selbstportrait Zeichnung.

Fasziniert zum Gelb hat mich auch ein Video über Antoni Tàpi auf art-in-TV.

Fertig ist die Animation trotzdem noch nicht. Ich zeige euch heute einige Szenenfotos aus ihr. Die Zeichnung meines Selbstportraits habe ich in 22 Schritten unterteilt. Der Teil des Clips, wie die Zeichnung wächst, gefällt mir schon. Auch das Gelb des Weges zu Schlecker ist gut, aber die Verbindung fehlt mir noch. Und daran werde ich jetzt weiter arbeiten.

Szenenbild gelb (c) Foto von Susanne Haun

Szenenbild gelb (c) Foto von Susanne Haun

Bei einer Animation kommen viele Bilder zusammen, es ist als konzipiere ich eine ganze Ausstellung in einer Abfolge.

Zu meinen letzten Animationen sagte Cordula Kerlikwski zu mir
“Es war so schnell vorbei und ich habe nichts verstanden.”

Dieser Satz hat mir richtig gut gefallen! Ich möchte die Animationen in Kombination mit meinen Zeichnungen und Objekten in Ausstellungen zeigen. Das geht gut mit digitalen Bilderrahmen. Ich stelle mir 9 x 9 Animationen in den digitalen Bilderrahmen an der Wand vor. Einen Bilderrahmen habe ich schon, die restlichen werde ich mir Stück für Stück anschaffen. Wahrscheinlich beginne ich wohl aus Kostengründen erst mal mit einer Reihe von 3 Rahmen.


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Es ist wieder Zeit: Selbstportrait in gelb – Zeichnung und Fotos von Susanne Haun

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