Eröffnung im Komet und Vernissageblumen (c) Zeichnungen und Fotos von Susanne Haun
Eine schöne Ausstellungseröffnung war das gestern! Danke an alle Besucher und an Carola von Berlin-Woman! Und natürlich auch an Ulrich Glause für die Fotos.
Wenn mir es der Tag nach der Vernissage erlaubt, zeichen ich “Vernissage Blumen”. Der Tag heute hat es mir erlaubt! Ich habe die von Sylvia Quaas mit gebrachte CD gehört und dazu auch die von ihr und ihrem Mann geschenkten Blumen gezeichnet. Sylivia ist Sängerin, der eine oder andere kennt sie sicher aus Facebook oder von ihren Auftritten. Hier ist der Link zu ihrer Seite.
Beim Aufräumen ist mir das Buch “Die Aquarelle” von Georg Flegel in die Hände gefallen. Er hat im 17. Jahrhundert Blumenstücke gemalt. Im Vorwort schreibt der Direktor des Kupferstichkabinetts, Heinrich Schulze Altcappenberg, dass das Kupferstickkabinett ein Hort der Blumen sei. Die Ausstellung von Flegel ist schon lange vorbei; 2003 habe ich sie mir angeschaut, fast zehn Jahre sind seither ins Land gegangen.
Ich mag auch folgenden Gedanken von Schulze Atlcappenberg: “Ein Garten der Künste: Mit etwas 110.000 Zeichnungen gilt das Kupferstichkabinett nicht nur als ein einzigartiger Hort künstlerischer Ideen, des Disegno als Gestaltungs-, Denk- und Bildungsprinzip.”
Disegno ist italinisch und im Ursprung vom lat. designare (bezeichnen, zeichnen, im Umriss darstellen), bedeutet Zeichnung sowohl als künstlerische Idee, Entwurf und geistiges Konzept in einem religiösen Sinne.
Ein schönes Wort ist disegno, ich werde es im Hinterkopf behalten.
Gerne würde ich einmal einen Querschnitt der Blumen des Kupferstichkabinettssehen, Dürer, Merian, Hoefnagels, Flegel und mehr. Zur Zeit läuft die Ausstellung zu Ehren Schinkels. Ja, ich freue mich natürlich auch auf diese Ausstellung, die ich unbedingt sehen will.
An den Vernissage Blumen habe ich experimentiert. Auf dem ersten Bild bin ich für mein Verständnis fertig gewesen. Aber ich dachte, dem Bild könnten Kontraste und Dunkelheiten gut tun. Ich habe mich noch nicht entschieden, welche Version mir besser gefällt. Morgen ist auch noch ein Tag.
For my english speaken reader:
Yesterday was my opening of the exibition “All yellow you know”. There was a lot of people and I talk and talk and talk. It was a happy evening. Today I draw the flowers I’am getting to the opening in autumn colors. Today I cannot excid me which version of picture I love more but tomorrow I can, surely.
- In meiner Ausstellung im Komet (c) Foto von Ulrich Glause
- Vorbereitungen zur Vernissage (c) Foto von Ulrich Glause
- Vorbereitungen zur Vernissage (c) Foto von Ulrich Glause
- Vorbereitungen zur Vernissage (c) Foto von Ulrich Glause
- Carola Muysers und ich (c) Foto von Ulrich Glause
- Danke fürs Strahlen (c) Foto von Susanne Haun
- Und des wird geschaut (c) Foto von Susanne Haun
- Und es füllt sich (c) Foto von Susanne Haun
- Danke für euren Besuch (c) Foto von Susanne Haun
- Ich beim Punkte kleben (c) Foto von Ulrich Glause
- Später wird es noch voller (c) Foto von Susanne Haun
- Ulrich und Carola (c) Foto von Susanne Haun
- Auf meinem Balkon wird es herbstlich
- Herbstblumen 24 x 32 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
- noch einmal bearbeitete Herbstblumen 24 x 32 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
Eröffnung im Komet und Vernissageblumen (c) Zeichnungen und Fotos von Susanne Haun
Eine zweite, rote Platte für die Gerbera – Radierung von Susanne Haun
Obwohl mir die erste Platte der Gerbera schon sehr gut gefallen hat, beschloss ich noch eine zweite Platte für die Farbe rot zu ätzen.
Mit der zweiten Platte stelle ich die Gerbera ganz in den Vordergrund. Ich wähle Kardinalrot aus. Schon alleine die gewischte, rote Platte gefällt mir sehr gut. Eigentlich könnte ich sie in einem Objektrahmen nach Ausdruck der gesamten Drucke ausstellen
Bei den weiteren Drucken will ich mit Farben spielen. Ich freue mich schon darauf; durch die Ausstellungen, die jetzt anstehen, wird es wohl noch zwei, drei Wochen dauern, bis ich wieder nach Bethanien kommme aber ich behalte die Platten in einem Teil meines Kopfes.
Im August erscheint mein Buch “Die Kunst der Radierung” im Edition Fischer Verlag. Der eigentliche Erscheinungstermin war Mai aber es wird sich bis August hinziehen, bis das Buch in die Läden kommt. Nichtsdestotrotz kann das Buch hier bei Amazon schon vorbestellt werden
- Ich habe die zweite Platte umgedruckt und decke nun die Stellen ab, die nicht geätzt werden (c) Susanne Haun
- Nach dem ersten Ätzen sieht man die Aquatinta besonders gut (c) Susanne Haun
- Die fertige schwarze Platte und die zweite im entstehenden rote Platte (c) Susanne Haun
- Die fertige mit rot eingewischte Platte (c) Susanne Haun
- Der kardinalrote Druck ist perfekt geworden (c) Susanne Haun
- Gerbera 15 x 30 cm Aquatinta Radierung von zwei Platten (c) Susanne Haun
Eine zweite, rote Platte für die Gerbera – Radierung von Susanne Haun
Viele Gerberas und die Idee – Zeichnungen von Susanne Haun
Die Gerbera wurde vor 1737 afrikanische Aster genannt.
1737 wurde sie in Holland beschrieben und mit dem Namen Gerbera versehen. Ich denke, dass die Gerbera unendlich oft seit ihre Entdeckung dargestellt worden ist und viele Künstler sich mit den Linien und Strukturen der Blume beschäftigt haben.
Ich lese gerade das Kunstforum 173 zum Thema “Kunst im Licht von Konkurrenz, Neid und Rivalität”.
Ihr fragt euch, was eine Gerberea damit zu tun hat? Walter Holzer schreibt im Artikel “Art and its double” über Original und Kopie.
“Es gibt immer nur ein “Original”, eine “Originalidee”. Ein Akt steigt als Idee nur einmal die Treppe hinab (auch wenn er nie unten anlangt). Danach wird der Abstieg Wiederholung, Kopie, Doppelgänger, Aneignung.” Walter Holzer
Die Idee ist also das Wichtigste, und doch auch das am schwersten fassbare. Wie schützt der Künstler seine Idee? Mit seiner Unterschrift? Mit dem (c) ?
Der Artikel geht über 16 Seiten und ist auch sehr philosophisch. Ich kann euch nur empfehlen, ihn zu lesen; ich habe “ebay sei Dank”, einige Kunstforum Hefte ersteigert und schätze die Texte in den Heften sehr; sie eröffnen mir neue Sichtweisen und ich bekomme in jedem Artikel sehr viel Nachdenkenswertes!
Wenn ich ein Objektes wie die Gerbera zeichnen will, dann schaue ich sie erst einmal lange an. Die heutige Gerbera steht seit Sonntag auf meinem Schreibtisch und von Sonntag bis heute überlegte ich, wie ich die Gerbera als “meine Gerbera” darstellen kann. Einen Vorteil habe ich dabei, ich habe meine ureigene Linie, die aus meiner Feder fließt, meine persönliche Art der Zeichnung.
Eine Gerbera ist, von meinem Verständnis her, deshalb schwer zu zeichnen, weil sie die Blume ist, die jedes Kind als Blume zeichnet: Kreis und Blütenblätter ‘drum herum. Wie also hole ich die Gerbera aus diesem “Kinderklischee” heraus? Wie stelle ich sie dar, ohne dabei kitschig zu werden?
Ich kann sie in der Hand halten und dabei kommt es mir auf die Schatten an. Ich kann sie anschneiden, das bringt Spannung und dich kann sie abstrahieren und doch sichtbar lassen. Ich kann sie ganz auf die Farbe reduzieren.
Wird die Idee meiner Gerbera erst mit meiner Serie sichtbar? Schütze ich mein Werk durch diesen Blog? Obwohl doch für jeden sichtbar und in der Einfachheit der Zeichnung wiederholbar? Holzer schreibt, dass das Werk im Kopf kein Urheberrecht besitzt. Zum Schutz der Idee muss diese dingfest gemacht werden, in Form von Gemälden, Fotos oder Skizzen.
Die Folgerung kann dann aber nur sein, dass die Idee die Menschheit ausmacht.
Hat noch jemand von euch den Artikel gelesen? Wie seht ihr das?
- Gerbera I (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Gerbera II (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Gerbera III (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Gerbera IV (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Gerbera V (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Gerbera VI (c) Zeichnung von Susanne Haun – Kopie









































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