Wozu ist diese verfluchte Schlucht dazwischen – Die Rolle Henochs – Susanne Haun
“Diese verfluchte Schlucht ist für die bis in Ewigkeit Verfluchten bestimmt.” antwortete Uriel Henoch.
Eine Schlucht für die Verfluchten zu zeichnen war und ist spannend und hat mir Freude bereitet. Die Schlucht liegt bisherzwischen Uriel und Henoch aber ich werde sie nach Uriel erweitern.
In den nächsten Tagen muss ich mich von der Rolle losreissen, um die Arbeit an meinem Lilienthal Zyklus zu vollenden und die Ausstellung Flughafen Berlin Tegel vorzubereiten.
Vorgestern versprach ich euch eine zweite Aussage zur zeitgenössischen Kunst.
Thomas Wulffen schrieb im Kunstform Nr. 200:
“Die zeitgenössische Kunst leidet an einer Bringschuld. Sie will aktuell sein und zeitgenössisch, aber zuweilen wird diese Zeitgenossenschaft nur auf der Folie des ureingenen Kontext gesehen.”
Ich verstehe das so, dass die zeitgenössische Kunst erstmal beweisen muss, dass sie zeitgenössisch ist und im Moment sie nur jeder für sich in seinem persönlichen Umfeld zeitgenössisch hält. So ist sie von meinem Verständniss her zumindestens authentisch.
Was macht Kunst zeitgenössisch? Das der Künstler das Material benutzt, was es heute und jetzt gibt? Das Szenen des täglichen Alltags geschildert werden?
- Der Engel Uriel antwortet Henoch (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Entstehung der Schlucht der Verfluchten (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Die Schlucht zwischen Uriel und Henoch (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Uriels Flügel und weiterführung der Schlucht (c) Zeichnung von Susanne Haun
Wozu ist diese verfluchte Schlucht dazwischen – Die Rolle Henochs – Susanne Haun
Ein Portrait von Henoch – Zeichnung von Susanne Haun
“Über alles möchte ich etwas erfahren…” spricht Henoch im Kapitel die Reise nach Westen in den Aprkryphen.
Die 10 Meter meiner zweiten Rolle (siehe hier) reichen kaum aus, um das gelesene in Bildern zu verarbeiten. Wie stelle ich mir Henoch vor? Wie eine römische oder griechische lebendige Statue. Gut dass ich soviel Zeit in der Abgusssammlung (siehe meine Artikel dazu hier) verbringe. Dort gibt es Vorbilder über Vorbilder für meinen Henoch. Ich muss die Statuen nur aufwecken, denn Henoch ist in der Geschichte schliesslich ein Mensch aus Fleisch und Blut.
Die zweite Rolle hat nun einen Namen; “Die Rolle Henochs”.
Heute habe ich in zwei völlig gegensätzlichen Medien etwas über zeitgenössische Kunst gelesen. Beginnen wir heute mit der ersten Aussage, die mich besonders erstaunte.
Manfred Hönig schreibt in der neuen Palette, folgendes, dem ich vehement widersprechen möchte.
“Ideen dieser Art auszukochen, scheint nicht so schwierig zu sein, das kann wirklich jeder.”
Er betitelt damit das Werk “2 Metal Balls + 2 Metal Rings (Set Down in the Groove)”, dass auf der Art Basel 2011 für $160,000 verkauft wurde. Das Kunstwerk besteht aus nichts mehr als die Wörter auf dem Boden geschrieben.
Wenn es jeder könnte, so hätte es schon jeder getan, es hat aber vorher noch keiner getan. Und für mich ist die Idee das wichtigste eines Kunstwerkes. Denn ohne Idee kann gar kein Kunstwerk entstehen.
Die Konzeptkunst wird auch Ideenkunst genannt.
Ich lasse es ersteinmal dabei und frage euch, meine lieben Leser, was sagt ihr denn dazu?
- Henoch entsteht (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Liebliche Blätter (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Ergötzliche Blüten (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Hennoch (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Henoch und dieser Baum (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Die Rolle Henochs 1000 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun




















2 Kommentare