Eine kleine und eine große Lady – Pastell von Susanne Haun (1.Teil)
Die beiden Tage bei Hahnemühle (siehe hier) haben neue Inspirationen gebracht,
eine davon ist die kleine Lady: Merle.
Merle lernten wir bei der Produktionsführung durch die Blockabteilung in der Hahnemühle kennen, sie ist die Tochter der PR-Redakteurin der Hahnemühle, Bettina Scheerbarth (hier bei xing).
Dazu bekamen Cordula und ich jeder zum probieren etwas Kraftpapier.
Zusammen mit meiner Lektüre über die große Elisabeth Vigée-Lebrun wollte ich unbedingt ein Pastell-Portrait Merles auf dem Kraftpapier malen.
Über 600 Portraits und 200 Landschaften sind von E. Vigée-Lebrun erhalten. Sie war eine der anerkanntesten Portraitmalerinen Europas und lebte von 1755 bis 1842. Sie stellte besonders die Frauen natürlich da und überzeugte zum Beispiel die Herzogin Grammont-Caderousse, ihr Haar für die Modellsitzung des Portraits ungepudert in ihrem natürlichen schwarz zu tragen.
“Ihre Haare waren so schwarz wie Ebenholz, ich teilte sie über der Stirn und legte sie in unregelmäßigen Locken.” aus den Memoiren der E. Vigée-Lebrun.
Jedes Detail eines Portraits ist wichtig und deshalb empfinde ich es auch als schwierig nach Fotos von mir fremden Personen zu zeichnen oder malen. Zum einen wird dem Künstler so schon eine Haltung vorgegeben. Diese Haltung kann zufällig auf einem Foto zustande gekommen sein. Ich habe Merle genau beobachtet und habe zwei Kopfhaltungen herausgearbeitet, die ich charakteristisch für Merle halte. Sicher, es ist nicht einfach nach zwei Stunden kennen lernen so etwas zu entscheiden, aber sobald sich “die Modelle” unbeobachtet fühlen, sind sie besser zu beobachten.
Nachdem ich Bild 3 (siehe Fotos) fertig gezeichnet habe, mußte ich mich sehr überwinden, weiter zu zeichnen, denn für mich ist dieses Bild fertig. Aber ich habe mir eine andere Aufgabe gestellt und so zeichnete ich weiter mit Pastellstiften.
Fertig geworden bin ich heute nicht. Morgen früh werde ich ins Atelier gehen und weiter an Merle arbeiten.
- Vorbereitung zum Pastell Merle auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Foto von Susanne Haun
- Entstehung Merle auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun
- Entstehung Merle auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun
- Merle auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun
- Merles Auge auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun
- Entstehung Merle auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun
- Merles zweites Auge auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun
- Merles zweites Auge auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun
- Merles schaut uns an vom Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun
- Merles Gesicht wird angelegt auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun
- Merles Gesicht wird angelegt auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun
- Merles Gesicht wird angelegt auf Hahnemühle Kraftpapier (c) Pastell von Susanne Haun
Eine kleine und eine große Lady – Pastell von Susanne Haun (1.Teil)
Ein Kraftblock, Pastellkreiden, Akte und der letzte Kaiser – Zeichnungen von Susanne Haun
Vor 1 1/2 Wochen traf ich mich in Berlin auf einen Kaffee mit Bettina Scheerbarth von der Hahnemühle. Sie gab mir einen Kraft-Block zum testen.
Dieser Block eignet sich perfekt für Aktzeichnungen. Und so setzte ich mich gestern Abend auf den Boden und startete das Hörbuch “Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht” (hier ein sehr guter Artikel über Dai Sijie und das Buch) von Dai Sijie. Auf der ersten CD von wird von den Kaligraphien Chinas und des letzten Kaisers berichtet. Das Buch ist nicht einfach zu lesen bzw. zu hören paßte aber gut zu meiner Stimmung und zum Zeichnen.
Beim Aktzeichnen kommt mir meine Erfahrungen und der tägliche Blick in den Spiegel zur Hilfe. Ich weiß, wo die Linien sitzen und kann so von Fotos und vor dem Spiegel arbeiten. Das mache ich gerade bei der Aktmalerei nicht gerne, da ich finde, dass schon die Positionierung des Modells zum Bild gehört und vor allem die Beleuchtung des Modells maßgeblich zum Erfolg der Zeichnung beiträgt. Aber wie heißt es so schön: “In der Not frießt der Teufel Fliegen!” Und ich bin zufrieden mit den Ergebnissen.
Ich zeichne selten mit Pastellkreiden, so dass ich auch nur eine leere Schokoladenkiste mit einem bunten Sammelsurium besitze. Wahrscheinlich würde sich der Pastellmalerin Astrid Valquardsen, die ich sehr schätze, der Magen umdrehen, wenn sie meine Kiste sähe…..
Schicht auf Schicht arbeite ich die Körper mit der Kreide auf dem Papier.
Die Kreiden haften gut auf dem Papier, durch den ockerfarbenden Papierton kann ich gut mit weiß höhen, was den Körpern Volumen verschafft. Die Größe von 30 x 40 cm eignet sich auch gut zum Mitnehmen, sicher auch für Skizzen im Zoo.
Ich freue mich schon, wenn ich das nächste mal zum Aktmalen in die Berlinische Galerie oder ins Kolbe Museum gehe, sicher werde ich diesen Block im Gepack haben.
- Kraftpapier von Hahnemühle – Foto von Susanne Haun
- Mit Pastellkreiden zeichne ich Akte auf dem Papier – Foto von Susanne Haun
- Der warme Hintergrund gefällt mir für die Akte – Zeichnung von Susanne Haun
- Rhythmusskizze mit Conté Carreé Kreiden – Foto von Susanne Haun
- Über den Rhythmus baue ich den Akt – Zeichnung von Susanne Haun
- Von hell nach dunkel entsteht mit Pastellkreiden der Akt auf dem Kraftpapier – Zeichnung von Susanne Haun
- Entstehung Akte mit Kreiden auf Hahnemühle Kraft Papier – Foto von Susanne Haun
- Die weiße Kreide höht den Körper und eignet sich gut auf dem ockerfarbenden Papier – Zeichnung von Susanne Haun
- Seitenakt in rot – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Torso in rot – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Spannung in rot – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Morgens in der Früh – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Pastellkreidenreste – Foto von Susanne Haun





































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