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Der Kontrast zwischen Alten und Neuen Meistern in Schwerin – Bericht von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, Kunstgeschichte by Susanne Haun on 2. Mai 2013

Anfang der Woche war ich in Schwerin und besuchte unter anderem die Galerie Alte und Neue Meister in Schwerin. Der Eingang ist unspektakulär und versteckt.

Der Eingang der Galerie Alte und Neue Meister in Schwerin ist unspekatkulär (c) Foto von Susanne Haun

Der Eingang der Galerie Alte und Neue Meister in Schwerin ist unspekatkulär (c) Foto von Susanne Haun

Ich bin erstaunt über die Schlichtheit des Eingangs, birgt das Muesum doch die deutschlandweit größte Sammlung von Werken Marcel Duchamps.

Schon einige Male habe ich mich hier in meinem Blog mit Duchamp auseinandergesetzt. So zum Beispiel im März 2012 (siehe hier) wo ich mir die Frage stellte, bei welchen Wörtern der Sinngehalt größer ist als das was im Wörterbuch als Erläuterung steht?

Wenn der Name Duchamp fällt, dann ist sofort dass Pisseoir, ein Ready-made, in meinem Kopf. Objet trouvés oder Ready-mades sind Kunstwerke, die aus vorgefundenen Alltagsgegenstände ohne große Veränderung zum Kunstwerk erhoben werden. Das berühmteste ist vielleicht Duchamps Pisseoir besser “Fountain”. Auf mich üben Ready-mades eine große Anziehungskraft aus (siehe meinen Artikel vom Juni 2012 dazu.)

Das Ready-made Stolperfalle von Duchamps

Das Ready-made Stolperfalle von Duchamps

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang das Exponat “Trébuchet / Stolperfalle / Trap” von Duchamp im Schweriner Museum.

Was erhebt das Gardrobenbrett zum Kunstwerk?

Die große Unterschrift von Duchamp?

Der Titel?

Die Geschichte dazu?

Oder das alles, was in einem Künstleratelier ist auch Kunst ist (siehe dazu meinen Artikel vom Juni 2012 zu Bruce Naumann hier)

Die Arbeit ist die erste sockellose Bodenplastik des 20. Jahrhunderts. Mehrer von Duchamps Atelierbesucher und er selber ebenso stolperten über das Gardrobenbrett bevor er es zum Kunstwerk erhob. Daraus folgt der Titel.

Flaschentrockner (Ausschnitt) von Pierre Granoux nach Zeichnung von Duchamps

Flaschentrockner (Ausschnitt) von Pierre Granoux nach Zeichnung von Duchamps

Sehr interessant finde ich auch, dass andere Künstler nach Zeichnungen von Marcel Duchamps arbeiten und somit einen Prototyp seines Werkes schaffen. Beim Flaschentrockner nach Duchamps Zeichnung wird als “Künstlername” Pierre Granoux angegeben. Ich verstehe nicht, wie hier die Urheberschafft zu sehen ist.

Neben den Neuen Meistern hängen auch die Alten Meister im Museum. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie der Kunstbegriff sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder geändert hat.

Bei den alten Meistern gefiel mir besonders das sehr große Nashorn.

Blick in eine andere Halle

Blick in eine andere Halle

Ob es wohl dasselbe Nashorn war, das auch Dürer inspirierte? Siehe dazu meinen Artikel von letzter Woche hier.

Die Prachtbauten Forlìs und die Linien, die ich finde – Fotos und Bericht von Susanne Haun

Posted in Emilia Romagna, Skulptur, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Juli 2012

Forlì hat für mich zweierlei Bedeutung: die Spannung wie Boccioni hier lebte (Informationen über Boccioni hier auf meinem Blog ) und nach der Besichtigung heute, die Prachtbauten Mussolinis. Die Kirche, Burg und Abtei ist allerdings aus dem 12. Und 13. Jahrhundert, die Post entspringt der Monumental Architektur zu Zeiten Mussolinis.

ready made Forli Version 1 (c) Susanne Haun

ready made Forli Version 1 (c) Susanne Haun

Heute war in Forli Markt und das Leben tobte auf dem Hauptplatz und alle Straßen drum herum. Es war natürlich für Frau von Welt ein „Muss“, eine Tasche und ein kleines Kleidchen zu kaufen; hier an dieser Stelle Grüße an Conny Niehoff, ich habe sie richtig vor mir gesehen, wie sie durch den Markt streift und Kleidchen kauft!

In Forli hatte ich Zeit  für die Auflösung der Fassaden Figuren und meiner Selbst in wenigen Strichen.

Interessiert haben mich auch – wie immer-  die Details und Linien die in Forlì zu entdecken sind.

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

Die Prachtbauten Forlìs und die Linien, die ich finde – Fotos und Bericht von Susanne Haun

Kabel und was sind Ready Mades – Fotos von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Foto, Konzeptkunst by Susanne Haun on 24. Juni 2012

Objet trouvé oder Ready Mades sind Kunstwerke, die aus vorgefundenen Alltagsgegenstände ohne große Veränderung zum Kunstwerk erhoben werden.

Das berühmteste ist vielleicht Duchamps Pisseoir besser “Fountain”. Auf mich übern Ready Mades eine große Anziehungskraft aus. Ich finde sie genauso gerne wie ich sie auch anschaue.

Vorgefunden (c) Foto von Susanne Haun

Vorgefunden (c) Foto von Susanne Haun

In der Romantic 2.0 (siehe hier meinen Artikel dazu) habe ich eines gefunden, was ich gerne bei mir im Atelier aufstellen, aufbauen möchte.
“Aus der Wand” ist mein Ready Made, Kabel, die durch Zufall perfekte Linien aus der Wand ergeben.

Wie kann ich diesen Zufall auf meine Kabellage transportieren und wie wird sie von dort aus meine Kunst? Und ist es nicht auch eine Zeichnung?

Kabel und was sind Ready Mades – Fotos von Susanne Haun

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