Susanne Haun -> Drawing -> Zeichnung -> Dibujo -> 水彩画

Leere S-Bahnen sind langweilig – Skizzen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Mai 2012

Vor meinem Atelier hält die S Bahn 25, die die Stadt einmal durchquert.

Ich benutze diese Strecke oft, fährt sie doch auch die Bahnhöfe Friedrichstraße und Potsdamer Platz an. Dort gibt es immer etwas zu schauen.

In den S-Bahnen habe ich Modelle noch und nöcher, deshalb mag ich auch keine leeren S-Bahnen, dann bleibt mir nichts anderes, als die Sitze und Stangen zu zeichnen und da fehlen mir die krummen Linien. Das Karomuster der S-Bahn Sitzbezüge gefällt mir da noch am besten.

S-Bahn Skizzen (c) Susanne Haun

S-Bahn Skizzen (c) Susanne Haun

Ich mag es die Fahrgäste innerhalb von 1 – 1,5 Minuten festzuhalten. Möglichst in einer Linie, ohne Gesichter nur auf die Haltung achtend.

S-Bahn Skizzen (c) Susanne Haun

S-Bahn Skizzen (c) Susanne Haun

Durch das Kunstform Bd. 200 bin ich auf Silvia Bächle  aufmerksam geworten. Besonders dieses Foto ihrer Ausstellung auf  der 53rd Biennale di Venezia, Swiss Pavilion beeindruckt mich. Nichts ist zuviel nichts ist zu wenig alles ist genau richtig. Ich mag das Spiel mit den Formaten. Sie wird im Kunstforum zitiert: “Gute Zeichnungen sind größer als das durch den Blattrand gegebene Format.” Ein Satz, der mich beschäftigt.

Leere S-Bahnen sind langweilig – Skizzen von Susanne Haun

Fahrgäste in der S-Bahn – Skizzen von Susanne Haun

Posted in Skizzen by Susanne Haun on 20. Januar 2011

Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig die Menschen mich in der S-Bahn beim Zeichnen beachten.

Manchmal wechseln die Fahrgäste schneller als ich sie zeichnen kann - Skizze von Susanne Haun

Manchmal wechseln die Fahrgäste schneller als ich sie zeichnen kann - Skizze von Susanne Haun

Das ist anders, wenn ich in einem Kaffee sitze und skizziere. Dort merkt mein ungewolltes Modell fast immer, wenn ich es zeichne und ist unangenehm berührt.

In der S-Bahn scheint die größte Maßgabe der Fahrgäste zu sein, möglichst keinem in die Augen zu schauen. Außerdem sitzen die Menschen dort in der Regel still. Sie haben ja auch nicht viel Platz!

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