Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Saša Stanišić

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 1. Dezember 2019

 

Fiktion wie ich sie sähe (…) bildet eine eigene Welt, statt unsere abzubilden (…).

Saša Stanišić (*1978), ist ein aus Bosnien und Herzegowina stammender deutschsprachiger Schriftsteller.

 

Glück durchdringt die Welt (c) Zeichnung von Susanne Haun

Glück durchdringt die Welt (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Gerade habe ich das Buch Herkunft von Saša Stanišić zu Ende gehört. Der Autor hat das Buch selber gelesen, was eher selten ist aber für mich zum Inhalt des Buches gehört. Im Buch zitiert Stanišić Eichendorf und habe ich es mir nur eingebildet oder veränderte sich seine Sprache (beim Malen würde ich es Duktus nennen)? Ich war sehr fasziniert von dem Buch und werde mich noch lange Zeit gedanklich mit dem Inhalt beschäftigen.

Saša Stanišić: Herkunft
Luchterhand, München 2019; 360 S., 22,– €, als E-Book 17,99 €

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Stanišić, Saša, Herkunft, München 2019 Hörbuch Kapitel 8.

13 Antworten

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  1. Array said, on 1. Dezember 2019 at 18:13

    Liebe Susanne,
    Da legst du mir ja nun auch einmal ein Buch wärmstens ans Herz.
    Einen schönen Adventsabend wünscht Claudia

    • Susanne Haun said, on 4. Dezember 2019 at 09:43

      Liebe Claudia,
      ja, das ist irgendwie lustig, wie verkehrte Welt :-). Das Buch hat mich wirklich sehr beeindruckt. Ich werde bestimmt weiteres von Saša Stanišić lesen.
      Zur Zeit lese (bzw. höre) ich nochmals den Report der Markt. Ich finde, man merkt dem Buch schon an, dass es aus den 80zigern stammt, aber es ist immer noch sehr spannend und hat nichts von der Aktualität verloren.
      Eine schöne Adventwoche von Susanne

  2. Black Hawk said, on 1. Dezember 2019 at 20:08

    Ich bin ja eher kritisch, aber das Bild ist der absolute Hammer. Der Titel gibt zudem zu Denken im positiven Sinne, weil es ja weiterbringt, sich mit der Realität hinter der Abbildung auseinander zu setzen. Du hast einen Stil entwickelt, der unter die Haut geht, der berührt, aber auch erhebt. Ja, es gibt unter Schriftsellern einen Sprachduktus, der sich auch verändern kann, dem Beschriebenen angemessen. Das ist ein Stilmittel, das nicht jeder beherrscht. Eine eigene innere Welt nach außen bringen war schon immer die Königsdisziplin der schreibenden Zunft. Ich hab grad „Kompass ohne Norden“ von Neal Shusterman fast ausgelesen. Mal kucken, ob ich mir dann was von diesem Autoren bestelle. Aber ich bekomme erst diese Woche mein Gehalt und bestell dann die Kalender mit. Ja, das Leben kann von Glück durchdrungen sein, wenn man in Freiheit lebt, wenn man ein Dach über dem Kopf und einen vollen Kühlschrank hat. Und trotzdem ist auch hier nicht alles nur eitel Sonnenschein. Jeder hat seine Probleme. Überall Krankheit und Tod. Doch die kleinen Glücksmomente schenken schon viel, sind eigentlich alles. Man muss dies nur verstanden haben.

    Genieß den Adventsabend liebe Susanne ❤

    • Susanne Haun said, on 4. Dezember 2019 at 09:50

      Lieber Sven,
      für mich ist das kleine Glück eigentlich das wahre Glück, dem der Mensch sich zuwenden sollte, denn es war noch nie gut, nach den Sternen zu greifen und dann vielleicht daneben zu greifen. Da ist mir mein tägliches Glück schon näher. Du hast recht, es ist nicht einfach zu verstehen. Ich bin zum Beispiel, glücklich, meinen Blog zu führen und so mit meiner Kunst mit Menschen in Kontakt zu treten.
      Von dem Buch von Shustermann hatte ich noch nichts gehört. Ich habe als junges Mädchen Flowers for Algernoon zum Thema Schizophrenie gelesen. Es ist jedoch kein Angehörigen Bericht sondern eine SF-Story und da ich das Buch vor ca. 35 Jahren gelesen habe, weiss ich tatsächlich nicht, ob es mich jetzt noch begeistern würde.
      Leider besitze ich das Buch auch nicht mehr. Es ist im Haushalt meines Bruders verblieben.
      Viele Grüße von Susanne

      • Susanne Haun said, on 4. Dezember 2019 at 10:07

        P.S. Ach nein, Sven, ich habe gerade nochmal gegoogelt, das Buch über Schizophrenie heisst The Minds of Billy Milligan von 1981. Da gibt es auch eine deutsche Ausgabe von.

      • Black Hawk said, on 4. Dezember 2019 at 10:16

        „Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen“ schlägt auch in diese Kerbe. Autobiografisch. Die Geschichte einer Heilung. Wurde auch verfilmt.

        „Blumen für Algernoon“ ist wohl eher eine Vermischung aus Realität und Fiktion. Nichts für mich.

        Zum Glück: Eine Professorin der Goethe-Uni, wo ich studierte, besaß oder besitzt noch ein kleines Hotel im Bankenviertel. Die Banken boten ihr viel Geld an, wenn sie es verkauft, weil die Banker sich ja immer ausbreiten müssen. Sie bekam zuletzt eine Million angeboten, aber hat das Angebot ausgeschlagen mit der Begründung: „Ich wäre dann zwar unabhängig, aber das Leben muss für mich ein Hindernislauf sein.“

        Solche Menschen halten mich am Leben, die sich nicht kaufen lassen. Jeder heutige Politiker hätte die Patte genommen. So Menschen wie Willi Brand oder Helmut Schmidt gibt es heute kaum noch, aber es gibt sie.

        Leider fehlen der Jugend Vorbilder. Was Greta Thunberg und ihre Mitstreiter durchziehen, finde ich bewundernswert. Aber dies hatte der Autor Jostein Gaarder schon vorausgeahnt und ähnliches schon beschrieben. „2084 – Noras Welt“ beschreibt schon die Auswirkungen des CO2-Ausstoßes.

        LG Sven

        • Susanne Haun said, on 4. Dezember 2019 at 12:12

          Es ist eine merkwürdige Zeit, Sven. So gespalten und es wird sich zeigen, wohin die Welt sich neigt. Greta Thunberg finde ich auch bewundernswert. Wo aber bleibt dabei Greta?

  3. Sandra Matteotti said, on 2. Dezember 2019 at 10:49

    Tolles Zitat! Liebe Grüsse, Sandra

    • Susanne Haun said, on 4. Dezember 2019 at 09:51

      Danka, Sandra. Das Buch hat mich sehr bewegt und auch an einen ehemaligen Schulkameraden aus dem ehemaligen Jugoslawien denken lassen. Liebe Grüße von Susanne

  4. maribey said, on 3. Dezember 2019 at 11:19

    Ein Buch, das zu meinen Lieblingsbüchern gehört.

    • Susanne Haun said, on 4. Dezember 2019 at 09:56

      Das ist schön, marybey! Ich mag es vor allem, es zu hören, weil Stanisic es so gut vorliest, dass ich das Gefühl hatte, ich bin dabei!


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