Susanne Haun

In Serie arbeiten – Vanitas Stillleben – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 22. November 2017

 

Letzte Woche telefonierte ich mit meinem Künstlerkollegen Jürgen Küster alias Buchalov (siehe hier).

Jürgen ruft gerne als Videoanruf über WhatsApp an, ich mag das ja eigentlich nicht so gerne, bin ich doch ein wenig eitel und sitze oft morgens unrepräsentativ, ungekämmt im Schlafanzug an meinem Arbeitstisch und möchte mein Gesicht beim telefonieren nicht preisgeben.

Aber wir hatten lange nicht gesprochen und ich rede ja gerne und ein künstlerischer Austausch am Morgen ist ja nicht zu verachten.

Als ich davon sprach, dass ich viel zu tun habe und nicht unter Arbeitsmangel leide, sprach er mitfühlend davon, dass ich ja auch schon alte Sachen blogge.

NEIN, liebe Leser und Kollegen, es sind neu komponierte Stillleben, die ich zeichne. Manche der darauf abgebildeten Gegenstände besitze ich schon länger und manche sind Neuzugänge meiner Wunderkammer, wie das Lot, dass ich an meine Lampe gebunden habe.

Ich möchte dabei gleich auf Giorgio Morandi hinweisen, der seriell immer wieder seine Vasen und Krüge darstellte (siehe hier).

In diesem Sinne erforsche ich in Zeichnungen immer wieder meine Wunderkammerelemente (siehe hier).

 

 

 

Vanitas Stillleben – Tag 3 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 7. November 2017

 

Das zeichnen eines Stilllebens beginnt mit dem Anordnen der Gegenstände, die auf dem Bild gezeichnet werden sollen, schrieb ich in meinem letzten Beiträgen zum Stillleben (siehe hier und hier).

Dieses Stillleben wird durch ein Lot bereichert.

 

 

Vanitas Stillleben – Tag 2 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Oktober 2017

 

Das zeichnen eines Stilllebens beginnt mit dem Anordnen der Gegenstände, die auf dem Bild gezeichnet werden sollen, schrieb ich in meinem letzten Beitrag zum Stillleben (siehe hier).

Heute habe ich eine rostige Schraube zu den Gegenständen platziert, ich habe sie vor einiger Zeit beim Spaziergang gefunden.

 

 

Vanitas Stillleben – Tag 1 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Stillleben, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Oktober 2017

 

Das zeichnen eines Stilllebens beginnt mit dem Anordnen der Gegenstände, die auf dem Bild gezeichnet werden sollen.

Ich habe eine große Auswahl dieser Gegenstände und heute habe ich die Strohblumen, die Roswitha Mecke mir bei der Ausstellung Eiswelten schenkte mit den Schneckenhäusern und Mäuseschädel von Nina Alice Schuchardt kombiniert. Natürlich sind für mich diese Gegenstände nicht bloße Naturalien, sie sind verknüpft mit den Personen und Geschichten derjenigen, die sie mir schenkten.

 

Freundschaft - Vanitas Stillleben Vers. 2 - 20 x 50 cm - Hahnemühle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Freundschaft – Vanitas Stillleben Vers. 2 – 20 x 50 cm – Hahnemühle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Freundschaft - Vanitas Stillleben Vers. 1 - 20 x 50 cm - Hahnemühle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Freundschaft – Vanitas Stillleben Vers. 1 – 20 x 50 cm – Hahnemühle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Die Fotos habe ich mit einer Festbrennweite von 50 mm aufgenommen. Die Tiefenschärfe ist bei diesem Objektiv sehr gering – ich habe es zum Fotografieren meiner Zeichnungen gekauft. Mit den unscharfen und scharfen Elementen habe ich bei den Fotografien gespielt:

 

 

Vanitas – Zwischenstand – Zeichnung Susanne Haun

Posted in Pastell, Stillleben, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Juli 2014

Jedes Medium hat seinen Ausdruck. So auch die Pastellkreiden und Stifte.

Ich mag den Kontrast der weichen Stifte zur relativ harten Ausdrucksweise der Tusche. Es erfordert andere Denkstrukturen.

Zum Tod und zur Vergänglichkeit zeichne ich gerne, weil dort findet der Betrachter und Produzent das pure Leben.

Entstehung Vanitas Stillleben auf Hahnemühle Ingres (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Vanitas Stillleben auf Hahnemühle Ingres (c) Zeichnung von Susanne Haun

Cuba Soli Spezial und Vanitas Stillleben – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Mai 2012

10 Stunden waren wir gestern in unseren Ausstellungsräumen der Cuba Soli Spezial.

Eingang zur Cuba Soli Spezial (c) Foto von Susanne Haun

Eingang zur Cuba Soli Spezial (c) Foto von Susanne Haun

Wir führten dabei nicht nur interessante Gespräche mit unseren Besuchern sondern natürlich auch untereinander.

Ich hatte zum Zeichnen und als Inspiration meine  Ruthi Totenschädel (siehe hier) und einzelne Blüten mitgenommen, um diese zu Vanitas Stilleben zu komponieren. In „meinem Raum“ hatte mir Katrin Günther ihren Arbeitstisch geschoben und so habe ich auch ein wenig gearbeitet. Katrin berichtete von ihrem Traum, ein Froschskelett zu besitzen.

Ich hatte mich immer gefragt, warum bei meiner Ruthi der Unterkiefer nicht fest am Oberkiefer sitzt. Nun weiss ich es: ein zur Seite geschobener Unterkiefer ist ein Zeichen der Auflösung der Person. Interessant ist auch, dass viele Totenkopfdarstellungen auf den Rückseiten von Bildnissen gemalt wurden. Mir geht da schon eine Bildidee durch den Kopf…

Stilleben II 40 x 30 cm Tusche und Aquarell auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne

Stilleben II 40 x 30 cm Tusche und Aquarell auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne

Gelohnt hat sich die Aktion auch, danke an alle, die Arbeiten von uns mit nach Hause genommen haben.

Am Ende der Veranstaltung habe ich, um die Ausstellung ausklingen zu lassen, die Linie losgelassen und Flächen mit Aquarellfarbe aneinandergesetzt. Erst ganz am Ende des Malprozeßes habe ich meine Feder zur Hand genommen. Natürlich passt da meine Caput Mortuum Tusche besonders zum Thema. Caput Mortuum bedeutet, das Rot der Tusche ist wie das Rot des Blutes, was beim giutiniren aus den Köpfen läuft.

Cuba Soli Spezial und Vanitas  Stillleben – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Vanitas Stilleben Rose, Totenkopf und Kanne – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Februar 2012

Vanitas Stilleben Rose, Totenkopf und Kanne – Zeichnung von Susanne Haun

Am faszinierensten finde ich die Symbolik und das Geheimnisvolle der Vanitas Stilleben.

Vanitas Stilleben Totenkopf Halbprofil (c) Zeichnung von Susanne Haun

Vanitas Stilleben Totenkopf Halbprofil (c) Zeichnung von Susanne Haun

Dazu gehören die Totenköpfe, die die Vergänglichkeit des Menschen symbolisieren. Leider – oder zum Glück – haben wir heute nicht mehr die Möglichkeit einen Totenkopf zu Hause im Schrank auf zubewahren. So hole ich meine Inspirationen und Skizzen zu den Totenköpfen in den Museen der Stadt Berlin. Seht zum Beispiel hier meinen Artikel vom Neuen Museum.

Vanitas Stilleben Rose, Totenkopf und Kanne Nr. 3 - (c) Zeichnung von Susanne Haun

Vanitas Stilleben Rose, Totenkopf und Kanne Nr. 3 - (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ihr merkt es schon, heute gönnte ich mir eine „Projektpause Tegel – Lilienthal“  – ich wollte einfach mal zeichnen was ich sehe. „Einfach“ – ich kann immer noch über mich lachen! Es gibt schon einen Grund, warum Morandi (siehe hier meinen Artikel über ihn) sein Leben lang die selben Gegenstände malte und warum es sinnvoll ist, in Serie zu arbeiten.

Ich stellte mir den Tisch voller Gegenstände und merkte, dass es besser ist, einen Gegenstand herauszugreifen und nicht das ganze Universum auf einen Schlag zu zeichnen.  Noch dazu, weil mein Kopf dann doch bei der Familie Lilienthal bleibt ….

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Vanitas Stilleben Rose, Totenkopf und Kanne – Zeichnung von Susanne Haun

Die Vergänglichkeit oder Vanitas – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Juli 2011

In Vanitas-Stillleben gibt es die Bedeutungungen von  Macht, Vergänglichkeit und Symbolen; diese Art der Stillleben  erlebten ihre Blütezeit im Barock.

Welkende Blumen gehören im Vanitas Stillleben in den Bereich der Vergänglichkeit.

Gerne verleugnen wir unsere eigene Vergänglichkeit und die Vergänglichkeit der Unseren.

Detail meiner Arbeit heute - Foto von Susanne Haun

Detail meiner Arbeit heute - Foto von Susanne Haun

Ich habe heute diese welkenden Blumen gezeichnet – ich empfinde sie als schön aber ich habe Angst vor der Vergänglichkeit. Nicht meiner eigenen aber vor der Vergänglichkeit der Meinen.

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 100 – Golo Mann

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 12. Juli 2015

„Der Analytiker weiß alles. Aber er weiß es nur nachher – eine billige Überlegenheit über die Toten. Wenn er doch ein klein wenig Gesichertes auch über unsere eigene Zukunft wüßte, wenn seine Analysen auch darüber etwas Gesichertes aussagen könnten, dann würde ich noch mehr Respekt für ihn haben, als ich habe“.²
Golo Mann

Vanitas Stilleben Totenkopf Frontal (c) Zeichnung von Susanne Haun

Vanitas Stilleben Totenkopf Frontal (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

 

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² Mann, Golo: Plädoyer für die historische Erzählung, in: Kocka Jürgen, Nipperdes, Thomas (Hrsg.), Theorie und Erzählung in der Geschichte, Beiträge zu Historik, Band 3, München 1979, S. 51.

Zeichnen im Britzer Garten – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 26. Mai 2015

In Berlin war zu Pfingsten der schönste Sonnenschein.

Zeichnen von verblühten Tulpen - Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

Zeichnen von verblühten Tulpen – Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

 

Wir waren im Britzer Garten, dem ehemaligen Bugagelände von 1985.  Auf seiner Homepage wirbt der Britzer Garten:
Der 90 Hektar große Britzer Garten bietet Gartenkunst, Gastronomie, Konzerte, Veranstaltungen, Sport- und Gesundheitsangebote und Tiere. Vor allem aber gepflegte gärtnerische Anlagen und Natur pur. Deshalb wurde er im Jahr 2002 unter die zehn schönsten Gärten Deutschlands gewählt. Wichtige Sonderschauen „Tulipan im Britzer Garten“, „Zauberblüten“ im Rhododendronhain und „Dahlienfeuer“, die große Dahlienschau im Herbst.

 

Britzer Garten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Britzer Garten (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es wird ein Eintritt von 3 Euro pro Person erhoben. Dafür ist der Park wirklich gepflegt. Ich habe überlegt, ob dieses System auch für andere Berliner Parks, wie den Mauerpark, die Hasenheide oder auch den Schillerpark erstrebenswert wäre. Es sind alles Problemparks, die unter viel Müll und Kriminalität leiden. Im Schillerpark ist vom einstigen Bepflanzungskonzept nichts mehr zu sehen. Würde ein kleines Geld als Eintritt hier helfen, Blumen zu pflanzen?

Für die Tulpenblüte waren wir zu spät. Als Vanitas – Fan hatte ich fast mehr Freude am Heer der verblühten Tulpen und ich habe auch eine kleine Tasche voller abgefallener Blüten gesammelt!

Zeichnen im Britzer Garten (c) Foto von M.Fanke

Zeichnen im Britzer Garten (c) Foto von M.Fanke

 

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