Susanne Haun

Die Eleganz der Hand des Dirigenten – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Februar 2018

 

Wann wird heute die Hand als Ausdrucksmittel elegant eingesetzt? Wann ist sie Charaktermittel und unterstreicht die Persönlichkeit?

Ich hatte mir vorgenommen, Utz für seinen Musikerkalender 2019 eine Zeichnung von einem Dirigenten zur Verfügung zu stellen. Der Dirigent an sich fasziniert mich schon immer. Er macht lautlos mit den Händen Musik. Er koordiniert und hat das absolute Gehör. Immer wieder zeichne ich beim Besuch von Konzerten neben den Musikern die Dirigenten.

Utz‘ Kalender ist so aufgebaut, dass eine bestimmte Person dargestellt werden sollte, also suchte ich mir Karajan aus. Ich stellte aber schon beim Zeichnen fest, dass es nicht so einfach für mich war, Karajan darzustellen.

Also hörte ich mir auf youtube Beethovens  Symphony No. 5  von Karajan in der Berliner Philharmoni (siehe und höre hier) an und zeichnete dabei. So sind die Skizzen entstanden.

 

 

Danach wollte ich die Energie des Gehörten in eine Zeichnung fliessen lassen und malte mit Tusche auf 58 x 41 cm großen Skizzenpapier meine sehr expressive Vorstellung vom Dirigenten.

 

 

1999 habe ich mich schon einmal in Linolschnitten nach dem Prinzip der verlorenen Form mit dem Dirigenten auseinandergesetzt. Die Druckstöcke werden beim Prinzip der verlorenen Form zerstört. Ich habe sie beim letzten Atelierumzug entsorgt. Irgendwann muss Platz für Neues da sein. Hier seht ihr zwei der damaligen Drucke. Mehr Linoldrucke von Musikern findet ihr hier (Klick).

 

 

Bei allen Bildern der Dirigenten fehlt mir die Ähnlichkeit mit Karajan. Sie ist mir persönlich NICHT wichtig, denn ich möchte Musik und die Arbeit des Dirigenten darstellen. Die Energie und Kraft des Dirigenten soll im Blatt spürbar sein. Aber wenn eines der Blätter den Weg in den Kalender (siehe hier den Musikerkalender von 2018) finden soll, dann ist die Ähnlichkeit sehr wichtig 🙂

Mein Sinnbild von Herbert Grönemeyer – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Februar 2018

 

Wenn ich an Herbert Grönemeyer denke, dann bin ich im Kopf in den 80er Jahre angelangt. In der Zeit, wo ich Abitur machte und alles noch offen war. Ja, wo ich noch nicht wusste, wo ich lang wollte oder wenn ich es wusste, es nicht mit meiner Sozialisierung harmonierte.

Es ist nicht so einfach, auf youtube gut Clips von Grönemeyer aus dieser Zeit zu finden. Beim Singen des Liedes Alkohol (siehe hier) konnte ich gut seine Bewegungen studieren. Es war nicht einfach, denn die Qualität des Videos ist wirklich „saumäßig“. Ich habe mir geholfen, indem ich ein 40 x 30 Blatt Aquarellkarton in kleine Karos teilte und diese „abarbeitete“.

 

 

Eines meiner Lieblingslieder von Grönemeyer ist „Halt mich“ (siehe hier), das ich für die nächste Serie verwendet habe. Die Qualität dieses Clips ist schon besser und ich mag den Kontrast zum Lied und Clip Alkohol.

Inzwischen bin ich beim zweiten Bild, dass ich für den Kalender 2019 im Utz Benkel Verlag gestaltete. Dieses Jahr bin ich sehr früh mit meinen Portraits und ich bin gespannt, welches Utz wählen wird.

Wer noch einen Wandkalender für 2018 benötigt, der kann gerne den Musikerkalender 2018 auf Utz Seite bestellen: http://utz-benkel.de/musiker.php Ich habe den Dezember mit Anny Lennox gestaltet (siehe hier).

 

 

 

Mein Sinnbild von Tom Waits – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 16. Februar 2018

 

Erst mit dem Film Coffee and Cigarettes  von Jim Jarmusch ist mir Tom Waits mit seiner Musik näher gekommen. Die lyrischen Texte mit seiner außergewöhnlichen Stimme vorgetragen, setzen Stimmungen frei und ermöglichen der Zuhörerin Denkprozeße anzustoßen. Der Rhytmus zwingt dazu, den Körper in Bewegung zu setzen und teilweise sogar mitzusingen. In der vorliegenden Zeichnung wollte ich das Vergehen der Zeit zeigen, der junge Waits mit seinen wilden Haaren wird dem alten Waits mit seinem Hut gegenübergestellt. Für den Text stand mir das Lied Hold On Pate.

 

 Mein Sinnbild von Tom Waits - 30 x 40 cm - Tusche auf Aquarellkarton - 2018 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von Tom Waits – 30 x 40 cm – Tusche auf Aquarellkarton – 2018 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich singe sehr gerne, bin aber gänzlich unbegabt. Das habe ich zum Glück schon entdeckt, als ich im Schulchor sang und konnte mir so andere Dinge für mein Leben überlegen, die mir besser liegen, wie zum Beispiel die Kunst :-).

Deshalb auch noch zwei weitere Versionen von Tom Waits:

Dieses ist das erste meiner diesjährigen Musikerportraits, die ich für den Kalender 2019 im Utz Benkel Verlag gestaltet habe. Dieses Jahr bin ich sehr früh mit meinen Portraits und ich bin gespannt, welches Utz wählen wird. Wer noch einen Wandkalender für 2018 benötigt, der kann gerne den Musikerkalender 2018 auf Utz Seite bestellen: http://utz-benkel.de/musiker.php Ich habe den Dezember mit Anny Lennox gestaltet (siehe hier).

 

 

Der neue Kalender für 2018 ist da! Thema Musikerinnen / Musiker mit Beteiligung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Kalender, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 18. September 2017

 

Es ist wieder soweit, ein Jahr ist vorbei und der neue Kalender Musikerinnen / Musiker  2018  im Utz Benkel Verlag liegt vor.

In den letzten beiden Jahren habe ich mich auch schon an den Kalenderprojekten von Utz Benkel beteiligt, einmal mit einem Portrait von Lucy Maholy 2015 (siehe hier) und  einem Doppelportrait von Andy Warhol und Basquiat 2016 (siehe hier) beteiligt.

Utz Benkel lädt alle Freundinnen und Freunde der Kunst und der Musik herzlich zur Kalender-Präsentation „Musiker und Musikerinnen“ 2018 ein:

Am Freitag, den 29. September 2018, um 19 Uhr
Treff International
Reuterstraße 15
12053 Berlin

Es werden der Kalender und Originalarbeiten in Anwesenheit von beteiligten Künstlern präsentiert. Außerdem gibt es etwas zu trinken und einen kleinen Imbiß.

UND: Es gibt Musik: Chris Schildmüller und Julius Erdmann. Die jungen Nachwuchsmusiker geben ein musikalisches Rahmenprogramm in Blues-Rock, Soul & Funk.

An diesem Abend wird der Kalender zum Sonderpreis von 15 Euro verkauft. Der reguläre Verkaufspreis bei Amazon beträgt 19,50 Euro.

Der Kalender ist auch direkt beim Verleger zu bestellen, eine Mail oder ein Anruf genügen: Utz Benkel grafik-benkel@t-online.de oder +49-151-64521810.

Ich und Mein Sinnbild von Annie Lennox werden ebenfalls anwesend sein und ich, Utz und die anderen Künstler*innen freue uns auf euren Besuch!

 

Musiker Musikerinnen Die Wilden 13 Kalender 2018 ISBN 3981800613 - beteiligt Susanne Haun (c) Utz Benkel

Kalender Musiker und Musikerinen 2018
 
Utz Benkel:
„Für 2018 gebe ich in der Reihe „Die Wilden 13“ zum ersten Mal einen Kalender „Musiker und Musikerinnen“ heraus: Ein Kalender mit 13 Porträts von außer-gewöhnlichen Musikern und Musikerinnen aus aller Welt – gemalt, gezeichnet, geschnitten von zeitgenössischen KünstlerInnen.
Der Kalender-Erstling ist in einer limitierten Auflage von nur 500 Exemplaren aufgelegt, ist DINA3 groß, hat eine Spiralbindung und enthält 14 Blatt: Das Titelblatt zeigt den Blues-Musiker John Lee Hooker – ein Gemälde von Alfons Kiefer, dem Schöpfer vieler SPIEGEL- und STERN-Titel. Das Vorwort verfaßte der bekannte Autor Thommie Bayer („Das Herz ist eine miese Gegend“), der mit seinen Romanen mehrfach auf der SPIEGEL-Bestsellerliste vertreten war und Mitglied des PEN-Zentrums ist. Die 12 Monatsblätter enthalten Porträts von Phil Collins (Utz Benkel), Nina Simone (Tomáš Hrivnác), Ian Dury (Utz Benkel), Prince (Susanna Cardelli), Johnny „Guitar“ Watson (Utz Benkel), Georg Danzer (Utz Benkel), Screamin‘ Jay Hawkins (Norbert Salzwedel), David Crosby (Utz Benkel), John Coltrane (Karoline Koeppel), Dianna Reeves (Yulia Protsyshyn), Björk (Sigrid Meggendorfer) und Annie Lennox (Susanne Haun).
Im Kalendarium sind die Geburts- und Sterbetage von 365 außergewöhnlichen Musikern und Musikerinnen verzeichnet.“
 

Musiker Musikerinnen Die Wilden 13 Kalender 2018 ISBN 3981800613 - beteiligt Susanne Haun (c) Utz Benkel

Produktinformation
Musiker und Musikerinnen: Die Wilden 13
Kalender: 14 Seiten
Verlag: Benkel Verlag; Auflage: 1000 (1. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3981800613
ISBN-13: 978-3981800616
Größe und/oder Gewicht: 30,1 x 1,3 x 42,3 cm

 

Rembrandt und eine Louis Vuitton Handtaschen Torte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Juli 2017

 

Manchmal bringt das Leben interessante Kombinationen hervor, so auch Rembrandt und eine Louis Vuitton Handtaschen Torte.

Als ich vor vier Jahren mit meinem Studium begann, erwartete ich nicht, noch einmal eine wirklich gute Freundin kennenzulernen, schliesslich war ich ja schon 48 Jahre alt. So ging es auch Cris, die letzte Woche 48 Jahre alt wurde. Wir sind beide sehr erstaunt, nicht nur wegen unseres Alters und die schnell vergehende Zeit. Ich habe euch Cris schon einmal vorgestellt (siehe hier), sie hat die Ausstellung Wegschütten von Jürgen und mir kuratiert.

Cris hat sich zur Rembrandt Expertin entwickelt. Neben Rembrandt beschäftigt sie sich während ihres Studiums mit Caravaggio und den Caravaggisten.

 

Acryl-Käfer bevölkern Rembrandt Kopf - 25 x 25 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Acryl-Käfer bevölkern Rembrandt Kopf – 25 x 25 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Cris inspirierte mich dazu, mich mit Rembrandt im Portrait zu befassen. Das ist keine einfache Aufgabe, gibt es doch „nur“ Gemälde, Zeichnungen und Radierungen von ihm.

Wie schaffe ich es in solch einem Fall, mich und meine Kunst in Rembrandt einzubringen, ohne dass meine Zeichnung wie eine Kopie von Gewesenem wirkt?

Das erste Portrait zeichnete ich nach einem Besuch in der Gemäldegalerie  – ich kaufte im Museumsshop einen Käfer in Acryl eingelegt (nein keinen Hai wie bei Damien Hirst sondern einen Käfer!) und verknüpfte ihn in schnellen Linien mit Herrn Rembrandt.

Das zweite Rembrandt Portrait ging ich bedachter an, beim Schreiben des Text dachte ich an Cris und stellte mir vor, wie Rembrandt Cris in seinem Haus in Amsterdam, was ich letztes Jahr besuchte (siehe hier) wohl betrachten und ihr erklären würde, wie Farben angemischt werden. Ich habe mich sehr gefreut, was für unterschiedliche Portraits mit unterschiedlichen Ausdrücken entstanden sind. Die beiden Arbeiten zeigen, wie entscheident der Künstler und nicht der Portraitierte für das entstehende Werk ist. Eigentlich ist das Modell (oder Auftragsgeber) dem Künstler und seine sicht ausgeliefert.

 

Rembrandt trifft mit stechenden Blick auf Cris - 25 x 25 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Rembrandt trifft mit stechenden Blick auf Cris – 25 x 25 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Cris hat zu ihrem Geburtstag ihre Kreativität in anderer beeindruckender Weise ausgelebt. Mit 60 Eiern, 4 Paketen Butter, viel Zucker und noch einigem mehr backte² sie eine Louis Vuitton Handtaschen Torte. Da ich die Tasche sehr beeindruckend fand, möchte ich sie euch hier auch zeigen:

 

 

____________________________

² Ich habe im Duden die Vergangenheit von Backen nachgeschlagen, ich wusste, buk gehört zur alten Rechtschreibung (siehe hier) und erfuhr so, dass backte nun die neue Vergangenheitsform des Verbes backen ist.

Mein Sinnbild von Annie Lennox – Version 3 und 4 – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Kalender, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 11. Mai 2017

 

Ich beschäftigte mich weiter mit meinem Kalenderblatt für den Musikerinnen / Musiker Kalender 2018 für den Kalender im Utz Benkel Verlag. In den letzten beiden Jahren habe ich mich mit einem Portrait von Lucy Maholy 2015 (siehe hier) und  einem Doppelportrait von Andy Warhol und Basquiat 2016 (siehe hier) beteiligt.

 

Mein Sinnbild von Annie Lennox - Version 4 - Tusche auf Aquarellkarton Burgund, 40 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von Annie Lennox – Version 4 – Tusche auf Aquarellkarton Burgund, 40 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ihr erinnert euch? Ich war nicht zufrieden mit meinen ersten zeichnerischen Ergebnissen (siehe hier). Nun bin ich zufrieden. Ich habe noch zwei Versionen gezeichnet. Dieses mal nach einem schlechten Standbild des Videos Summertime (siehe hier). Auch mag ich das Maurizius Blau mit dem Indigo von Rohrer&Klingers. Es vermittelt für mich mehr Tiefe als das Carput Mortuum mit Krapprot.

Eigentlich mag ich die Version 3 sehr, hier springt mich die Musik der Annie Lennox an. Der Text der Version 4 ist für mich auch ein gutes Bildelement, besonders, wenn ich daran denke, dass mein Sinnbild den ganzen Monat Dezember (ihr Geburtsmonat) für den Betrachter sichtbar sein wird.

Utz wollte noch ein kurzes Statement von mir, warum ich gerade Annie Lennox für den Musikerinnen / Musiker Kalender gewählt habe. Dieses Statement möchte ich euch nicht vorenthalten.

Ich habe Annie Lennox gewählt, weil ich als Frau zum einen natürlich unbedingt eine Musikerin zeichnen wollte. Wichtiger sind natürlich ihre musikalischen Qualitäten. Annie Lennox war schon ein Star als ich noch ein Teenager war, 1981 brachte Eurythmics ihr erstes Album heraus, ich war gerade 16 Jahre alt. Annies Musik begleitete mich durch mein Leben, ich mag ihre androgyne Ausstrahlung und vor allem ihre volle Stimme. Die reife Annie Lennox ist weiblicher geworden, ihre Stimme jedoch ist und bleibt unverwechselbar.

 

Mein Sinnbild von Annie Lennox - Version 3 - Tusche auf Aquarellkarton Burgund, 40 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von Annie Lennox – Version 3 – Tusche auf Aquarellkarton Burgund, 40 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Mein Sinnbild von Annie Lennox – Version 1 und 2 – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Kalender, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Mai 2017

 

Ich beschäftige mich gerade mit meinem Kalenderblatt für den Musikerinnen / Musiker Kalender 2018 für den Kalender im Utz Benkel Verlag. In den letzten beiden Jahren habe ich mich mit einem Portrait von Lucy Maholy 2015 (siehe hier) und  einem Doppelportrait von Andy Warhol und Basquiat 2016 (siehe hier) beteiligt.

 

Annie Lennox - Version 2 - 17 x 24 cm - Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton Burgund (c) Zeichnung von Susanne Haun

Annie Lennox – Version 2 – 17 x 24 cm – Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton Burgund (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich habe für dieses Jahr angeboten, Annie Lennox zu zeichnen. Dazu habe ich ihr Video Summertime (siehe hier) gesehen und gehört. Ich mag das Lied, es ist sehr eindrucksvoll, welch ein Volumen Lennox Stimme besitzt. Ich hatte verschlafen, dass sie nun nicht mehr die junge, hübsche, androgyne Frau ist, sondern das nun eine reife, gestandene Frau, deren Erfahrungen im Gesicht abzulesen sind, im Video singt.

Als erstes habe ich während des ersten Ansehens Skizzen von Annie Lennox gemacht. Dabei möchte ich meinen Eindruck von ihr in schnellen Skizzen festhalten und auch herausbekommen, in welcher Komposition ich sie darstelle. Gerade diese ersten Skizzen helfen mir sehr, ihren Charakter zu erfassen.

Ich hätte jedoch nicht gedacht, dass es fällt mir so schwer fällt, die reife Annie Lennox zu zeichnen. Manchmal klappt nicht alles gleich so wie ich mir das vorstelle – ich muss zugeben, es kommt nicht oft vor, aber es kommt vor. Zuerst habe ich ein Blatt der Größe 50 x 40 cm genommen und festgestellt, dass die Qualität des Videos einfach zu schlecht ist und ich Annies Linien nicht so gut erkennen kann, um ein großes Blatt zu füllen. Ohne ein Foto habe ich das Blatt sofort zerissen. Ein wohltuendes Gefühl.

Danach habe ich mich entschlossen, kleinere Blätter zu verwenden, aber auch mit diesen Ergebnissen bin ich nicht zufrieden. Sie spiegeln für mich noch nicht Annie Lennox wieder. Mir fehlt das Beiwerk, der Mehrwert zum Foto oder besser zum Film.

Für die weitere Arbeit am Portrait von Annie Lennox benötige ich Strategien. Zuerst werde ich eine andere Farbe benutzen – ich war der Meinung, Annie Lennox wäre rot bis englisch rot. Aber irgendwie finde ich die Farbe zu blutig. Ich werde wohl Mauriziusblau mit Indigo für den nächsten Portraiversuch verwenden. Und ich muss mich ersteinmal beruhigen – ich bin sauer mit mir selber, dass das Portrait nicht auf Anhieb den Vorstellungen in meinem Kopf entspricht. Muss ich vielleicht erst meine Vorstellung von der jungen Annie Lennox durch die der reifen Annie Lennox ersetzen? Ich werde berichten.

 

 

Meine Vorstellung von Dante Alighieri – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Dante Alighieri, Illustration, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 22. März 2017

 

Dante Alighieri  ist im Mai oder Juni 1265 in Florenz geboren und am 14. September 1321 in Ravenna gestorben. Er war ein Dichter und Philosoph italienischer Sprache. Er überwand mit der Göttlichen Komödie das bis dahin dominierende Latein und führte das Italienische zu einer Literatursprache. Dante ist einer der bekanntesten Dichter des italienischen sowie des europäischen Mittelalters.²

 

Meine Vorstellung von Dante Alighieri - 25 x 25 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Vorstellung von Dante Alighieri – 25 x 25 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es ist schon 3 Jahre her, dass wir in Florenz waren (siehe hier). Natürlich waren wir auch im Dom und ich habe das Fresko von Domenico di Michelino in der Santa Maria del Fiore von 1465 fotografiert. Das Fresko zeigt Dante als Dichter mit Abbildungen seines Werks die göttliche Komödie. Das Dante-Denkmal steht auf der Piazza Santa Croce in Florenz, Enrico Pazzi schuf es 1865. Nach diesem Denkmal zeichnete ich auch meine erste Version von Dante. Auch sein Kenotaph (Leeres Ehrengrab) in der Basilika Santa Croce ließen wir uns nicht entgehen.

 

 

Meine Vorstellung von Dante Alighieri - 10 x 10 cm - Tusche auf Aquarellkarton - Version 2 Zuschnitt (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Vorstellung von Dante Alighieri – 10 x 10 cm – Tusche auf Aquarellkarton – Version 2 Zuschnitt (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Bisherige Projektschritte zu Dantes göttlicher Komödie:
#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)
#4 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt (siehe hier)
#5 Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt (siehe hier)
#6 Der Pechsee des Teufels (siehe hier)
#7 Gesang von der Ankunft der Seelen (siehe hier)
#8 Herrscht im Abgrund keine Ordnung mehr? (siehe hier)

 

________________

² Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Dante_Alighieri, 19.3.2017, 12:00 Uhr.

 

Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 17. März 2017

Birgit Böllinger von Sätze&Schätze (siehe hier) machte mich auf Elfriede Lohse-Wächtler der „Sätze&Schätze“ aufmerksam.

Mein 13. KunstSalon (siehe hier)  am Dienstag  findet am 28. März 2017 um 18 Uhr in meinen Atelierräumen in der Groninger Str., 13347 Berlin, 4. Stock Vorderhaus statt.  Als Gäste freue ich mich, Birgit  und die Autorin Regine Sondermann, die das Buch Kunst ohne Kompromiss: Die Malerin Elfriede Lohse-Wächtler 1899-1940 schrieb in meinem Atelier begrüßen zu dürfen.

Detail Mund - Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler - 70 x 50 cm - Tusche auf Aquarellpapier - 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Detail Mund – Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler – 70 x 50 cm – Tusche auf Aquarellpapier – 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Als Vorbereitung habe ich begonnen, Regines Buch zu lesen. Regine vermittelt eine Vorstellung, welche Gedanken Elfriede zu ihrer Arbeit gebracht haben könnten. Sie zietert dabei Künstler, Autoren und den Bruder Elfriedes, um das Bild abzurunden. Wir erfahren auch, das Elfriede sich Nikolaus Wächtler nennt. „Der Name des heiligen Nikolaus ist eine Verheißung auf etwas Frohes Kommendes, deshalb nannte sie sich Nikolaus Wächter.“ zitiert Regine den Autor Rudolf Adrian Dietrich.²

Wer an Dietrich interessiert ist, kann auf der Seite der Sächsischen Landesbibliothek handschriftliches aus dem Teilnachlass von Rudolf Adrian Dietrich lesen (siehe hier).

Detail Auge - Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler - 70 x 50 cm - Tusche auf Aquarellpapier - 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Detail Auge – Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler – 70 x 50 cm – Tusche auf Aquarellpapier – 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Es ist schwer, jemand zu porträtieren, den man nicht kennt, dessen Eigenarten man nicht erlebt hat. Inspiriert hat mich besonders ein Foto aus dem Nachlaß Elfriede Lohse-Wächtler, das heute in Privatbesitz in  Hamburg ist.³ Ich mag die Haltung zwischen Spannung und Entspannung, der Blick ist wach, der Mund sinnlich und die Frisur für die damalige Zeit spektakulär. Ich habe mir immer gewünscht, die Haare so tragen zu können. Aber weder passen mein Haaransatz noch die Locken in dieses Konzept.

Ich habe für das Portrait ein großen Bogen Papier, 70 x 50 cm, verwendet und  so minimalistisch wie möglich gearbeitet. Das entspricht meinem Kentnisstand von Elfride Lohse-Wächter.

Von Elfriede Lohse-Wächtler - Nachlaß Elfriede Lohse-Wächtler, Privatbesitz Hamburg, CC BY-SA 2.0, httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=13335966

Von Elfriede Lohse-Wächtler – Nachlaß Elfriede Lohse-Wächtler, Privatbesitz Hamburg, CC BY-SA 2.0, httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=13335966

Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler - 70 x 50 cm - Tusche auf Aquarellpapier - 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler – 70 x 50 cm – Tusche auf Aquarellpapier – 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

______________________

² Sondermann, Regine, Kunst ohne Kompromiss, Hallo 2012 [3], S. 32.

³Von Elfriede Lohse-Wächtler – Nachlaß Elfriede Lohse-Wächtler, Privatbesitz Hamburg, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13335966

Meine Vorstellung von Gauguin – Aquarell von 2017 von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Berühmt, Portraitmalerei by Susanne Haun on 14. März 2017

 

Beim Aufräumen meines Grafikschranks bin ich auf dieses Aquarell von Gauguin gestossen.

Es gefällt mir, ich erinnere mich, dass ich mich vor 10 Jahren mit Gauguin auseinandersetze. Ich dachte eigentlich, dass in diesem Jahr auch die große Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie in Berlin war und musste beim Googeln mit Schrecken feststellen, dass die 1998 – 1999 lief (siehe hier). Ich war erstaunt, dass das schon fast 20 Jahre her ist. Ja, wie Einstein schon sagte, Zeit ist relativ. Hier könnt ihr auf der Seite des art magazines mehr über Gauguin erfahren.

 

Meine Vorstellung von Gauguin - 10 x 30 cm - 2007 (c) Aquarell von Susanne Haun

Meine Vorstellung von Gauguin – 10 x 30 cm – 2007 (c) Aquarell von Susanne Haun

 

%d Bloggern gefällt das: