Susanne Haun

Alltag 5 – Susanne Haun

Posted in Was es sonst so gibt!, Was ich gerade lese by Susanne Haun on 5. März 2019

 

 

Panorama meines Bücher- und Materialschranks (c) Foto von Susanne Haun

Panorama meines Bücher- und Materialschranks im Atelierraum (c) Foto von Susanne Haun

 

Ulli Gau (siehe hier) hat auf ihrem Blog das Jahresthema Alltag entworfen, hier könnt ihr Ihre Worte dazu lesen:

„Erinnert ihr euch an das Projekt von Zeilende, dem Zwölfmonatsblick?Über dieses Projekt habe ich einige Blogger und Bloggerinnen kennengelernt, die mir ansonsten vielleicht nie begegnet wären. Ich mag neue Begegnungen. Ich mag Netze. Und ich mag einzelne Themen zu denen jede und jeder die eigenen Assoziationen per Wort, Bild oder Musik umsetzen kann. Ich möchte dich dazu einladen einmal im Monat, ein Jahr lang, jeweils zum ersten Wochenende eines Monats, ein Bild, einen Text, ein Musikstück auf deiner Seite mit dem Thema „Alltag“ vorzustellen und dieses mit diesem Beitrag zu verlinken.

Willkommen zur fünften Runde mit Bildern und/oder Texten aus meinem Alltag. Seitdem Alltag 4 erschienen ist, veröffentliche ich meinen monatlichen Beitrag am ersten Freitag eines Monats. So habe ich Luft euers anzuschauen, zu lesen, zu kommentieren und in die Linkliste aufzunehmen..“

 

Susanne Haun, lesen am Sonntag Morgen (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun, lesen am Sonntag Morgen (c) Foto von M.Fanke

 

Zu meinem Alltag gehört das Lesen. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, wenigstens Samstag und Sonntag morgen den Tag mit ausführlicher Lektüre zu beginnen. Im Moment schreibe ich an meinem Exposé für meine Dissertation. Dazu habe ich mir einige Bücher aus meinem obig gezeigten Bücherregal gesucht und habe den Dienstag als Bibliothekstag an der Uni auserkoren. Wer meinen Blog kennt weiss, ich brauche die Regelmäßigkeit, feste Termine, an denen ich mich durch die Woche bewege.

 

Boote haben für mich etwas von Sehnsucht und Fernweh – Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 24. April 2018

 

Die Ferne lockt, 2012, Plattenmass 15 x 20 cm, Blattmass 40 x 30 cm, Aquatinta (c) Radierung von Susanne Haun

Die Ferne lockt, 2012, Plattenmass 15 x 20 cm, Blattmass 40 x 30 cm, Aquatinta (c) Radierung von Susanne Haun

 

Mein Terminkalender ist rappelvoll. Schön, es ist immer gut, Arbeit zu haben. Wichtig ist, dass das tägliche Zeichnen als erster Termin bestehen bleibt.

Ulli hat zur Blogparade „Boote“ aufgerufen. Ich hatte ihr in den Kommentaren geschrieben, dass ich im Moment keine Zeit habe, Boote zu zeichnen. Es gehört bei mir auch immer ein mentales inneres Wollen, bestimmte Themen zu bearbeiten.

 

Die Ferne lockt, 2012, Blattmass 40 x 20 cm, Aquatinta (c) Radierung von Susanne Haun

Die Ferne lockt, 2012, Blattmass 40 x 20 cm, Aquatinta (c) Radierung von Susanne Haun

 

Ulli hat daraufhin fleißig meinen Blog durchstöbert und Boote gesucht. Danke, Ulli, dass du soviel Interesse für meine Boote. Ich habe hier alle Links aufgelistet, die du herausgesucht hast:

Dantes Barke der Wellen und Wogen

Akt und Landschaft

Der alte Mann und das Meer

Trauminsel Nr. 1

Artis und K

In der nächsten Zeit wird die Radierung wieder in den Vordergrund meiner Arbeit rutschen. Ich werde im Mai

Hier die Übersicht aller Beiträge in der Blogwelt, die bei der Blogparade mitgemacht haben und Boote zum Thema haben:

Lu Finbar zeigt ein Narrenschiff → https://finbarsgift.wordpress.com/2017/06/18/schiff-der-narren/

Verssprünge hat eine Miniatur geschrieben → https://versspruenge.wordpress.com/2018/04/18/bootsminiatur/

von Random Randomsen → https://randomrandomsen.wordpress.com/2018/04/17/boots-steg/

von Pit → https://pitsfritztownnews.files.wordpress.com/2017/08/galveston_2017_s9500_0070.jpg?w=1076&h=&zoom=2

https://pitsfritztownnews.files.wordpress.com/2017/08/galveston_2017_elissa_0002.jpg?w=605&h=&zoom=2

https://pitsfritztownnews.files.wordpress.com/2017/08/galveston_2017_s9500_0082.jpg?w=1076&h=&zoom=2

https://pitsfritztownnews.files.wordpress.com/2017/08/galveston_2017_elissa_0005.jpg?w=1076&h=&zoom=2

von Gerda →

Holz, Boote, Holzrassel mit Glöckchen (Bleistiftzeichnung)

https://gerdakazakou.com/2018/04/09/origanon-und-andere-hoelzer-knochenvase-keramikboot-bleistiftzeichnung/

September

von Skylla und Charybdis zu den Rindern des Helios

von mir – das Waldschiff farblich anders gestaltet mit einem Text vom Juli 2013 → https://cafeweltenall.wordpress.com/2013/07/04/die-melancholie-und-das-meer/

 https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/10/22/sonntagsbild-42-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/09/07/gute-reise/ das Bild und der Artikel waren eine Antwort auf Gerda → https://gerdakazakou.com/2016/09/07/auch-im-schlaf-sind-wir-miterschaffer/

dazu passt auch → https://gerdakazakou.com/2016/09/05/welches-boot-welches-boot/

 

Der Finanzier der Arena Kapelle in Padua – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 29. November 2012

Leider war ich noch nie in Padua, um die Fresken von Giotto in der Arena Kapelle im Original zu sehen.

Padua liegt 50 km westlich von Venedig und ich weiß, bei meinem nächsten Italienbesuch steht es ganz oben auf meiner Liste.

Engel nach dem Dom in Florenz (c) Zeichnung von Susanne Haun

Es gefällt mir ausgesprochen gut, dass ich in der Arenakapelle (Cappella degli Scrovegni) ein gutes Beispiel aus der Geschichte für die Blogparaden Frage von Frank gefunden habe. Frank fragt in seiner Blogparade ob Kunst und Kommerz zusammenpassen? Was ist Kommerz? Ursprünglich bedeutete das Wort Handel, heute ist, wenn über Kommerz gesprochen wird, die Gewinnerzielung gemeint. In Wikipedia steht, dass das Wort heute einen negativen Beiklang hat. Erstaunlich, wo doch jedes Unternehmen Gewinner erzielen muss, um überhaupt zu überleben. Sind die Mittel zur Gewinnerzielung so sehr in Verruf gekommen? Gibt es nicht Unternehmen, die Gewinn erzielen und trotzdem auf die soziale Fürsorgepflicht achten. Und wenn niemand die Verantwortung übernimmt, ein Unternehmen zu gründen und zu betreiben, wer beschäftigt und bezahlt dann die Angestellten oder Arbeiter?

Die Arenakapelle wurde von Giotto in den Jahren 1303 – 1305 ausgemalt und „es handelt sich um einen besonders augenscheinlichen Fall der Einflussnahme eines privaten Stifters auf die Ausstattung eines Kirchengebäudes.“²

Engel nach Giotto (c) Zeichnung von Susanne Haun (3)

Der Auftraggeber war der Sohn Enrico des Wucherers Reginaldo Scrovegni, der auf Grund seines Berufes exkommuniziert worden war.

Durch die Fürsprache seines Sohnes erhielt er nach seinem Tod die Absolution. Bei seinem Tod wurde er nicht christlich beerdigt. Das Sühnezeichen sollte die Arenakapelle sein. Die Anordnung der einzelnen Teile der Ausmalung war stark beeinflusst vom Auftraggeber. Der Sohn interessierte sich mehr für sein Erbe, denn durch die Exkommunizierung ist es der Kirche zugefallen, als für das Seelenheil seines Vaters. Er wollte durch die Absolution seines Vaters endlich über seinen ererbten Besitz verfügen können. Da er denselben Beruf wie sein Vater ausübte, ist anzunehmen, dass die Kapelle auch für sein Seelenheil dienen sollte.

Nach dem Wunsch des Auftraggebers, des Sohnes, wurden die Fresken von Giotto in eine bestimmte Anordnung gebracht, die in der Art nicht üblich waren. So wurde „die Judas-Szene, die als Sinnbild für sündhaft und unrecht erworbenes Gut (so auch das durch die Todsünde der Wucherei erworbene Geld des Vaters Scrovegni) steht, aus persönlichen Gründen an … prominenter Stelle“² platziert.

Engel nach Giotto (c) Zeichnung von Susanne Haun

Gegenüber wurde von Giotto als Gegengewicht die Anerkennung des ungeborenen Messias durch die Mutter Johannes des Täufers gemalt, um so für ein theologisches Gleichgewicht zu sorgen.

Es ist längst nicht alles über die Kapelle gesagt, aber ich belasse es bei dem Gesagten. Obwohl Giotto bestimmte Vorgaben von seinem Auftraggeber bekam, ist die Art und Weise wie er seinen Auftrag ausführte, einzigartig. Er war der erste, der Volumen durch Licht, Schatten und Faltenwürfe in die Darstellung von Figuren brachte. Mittels gemalten Rahmen, schnitt er Personen ab und erzielte so einen Reportage Erzählstil. Es ist, als ob er bei den Handlungen zugegen war obwohl sie 1.200 Jahre von seinem Geburtsort entfernt liegen. Die Figuren werden mit Gemütsregungen dargestellt.

Engel nach dem Dom in Florenz (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
Padua is located 50 km west of Venice and I know that on my next visit to Italy, it is high on my list.
I like it very much that I have found in the Arena Chapel (Scrovegni Chapel) a good example from the history of the blogparade question of Frank. Frank asks in his blogparade if art and commerce fit together?
The client of the Arena Chapel was the son of the usurer Reginaldo Enrico Scrovegni, who had been excommunicated because of his profession.
By pleading his son after his death, he received absolution. At his death he was buried not Christian. The Reconciliation should be the Arena Chapel. The arrangement of the individual parts of the painting was strongly influenced by the client. The son was more interested in his legacy, because the excommunication of the church his heritage has fallen to the church, as for the salvation of his father. He wanted the absolution of his father so he can finally have his inherited property. As he practiced the same profession as his father, it is likely that the chapel was intended for his salvation.


_____________________________________________________

²Kopp-Schmidt, Gabriele. Ikonographie und Ikonologie. Köln November 2004, S. 16-31

http://de.wikipedia.org/wiki/Kommerz

Verästelungen am blauen Himmel und die letzte Blogparadenfrage – Susanne Haun

Posted in Blogparade, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 27. November 2012

Ich schaue in den blauen Himmel, sehe die kahlen Bäume mit den Verästelungen der Zweige, die sich wie das Leben in den Himmel recken.

Ich möchte über Franks Blogparaden Frage „Passen Kunst und Kommerz zusammen?“ nachdenken, finde aber keinen Zugang zur Frage.

Traumküste 34 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Traumküste 34 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Über die Definition von Kunst habe ich ausführlich hier in meinem Blog gesprochen.

Das der Haupt- oder auch der Nebenberufskünstler mit der Kunst Geld verdienen muss, ist allen klar – ich muss nicht von Miete, Essen und Krankenkasse reden.

Conny Niehoff hat es verschärft ausgedrückt.  Sie produziert ihre Kunst selbstverständlich mit allem was dazu gehört. Für sie ist ihre Begabung nichts besonderes; manchmal glaube ich sogar, dass sie nicht weiss, wie begabt sie ist.

Ich habe diese Selbstverständlichkeit das erste Mal bei Annette Pehnt und danach bei Kerstin Mempel bewusst wahrgenommen.

Annette Pehnt, die für uns netterweise die Sternzeichengeschichten schrieb, hat dieses Jahr zwei große Literaturpreise erhalten, den Solothurner Literaturpreis  und den Hermann Hesse Preis und sie moderiert das Freiburger Literaturgespräch. Sie muss ihre Arbeit nicht legitimieren und ich habe auch nie von ihr ein Wort in dieser Richtung gehört. Ebenso wenig von Kerstin oder Conny.

Es ist ein selbstverständliches Tun in allem was nötig ist.

1 In den Himmel schauen (c) Foto von Susanne Haun

1 In den Himmel schauen (c) Foto von Susanne Haun

Ich hatte heute noch die Indigo farbende Tusche auf meinem Arbeitstisch zu stehen. So habe ich zu den Bäumen noch eine Traumküsten gezeichnet.

For my English-speaking readers:
I look at the blue sky, see the bare trees with the ramifications of the branches that stretch out like living in heaven.

I want to think about Frank’s blogparade question  „Fit  art and commerce together?“ But I haven’t an access to this question.
About the defintion of art I have spoken extensively in my blog.
That artists must make money is clear for all of you – I don’t have to talk rent for the studios, food and health insurance.

Im Abstand von einer Woche haben einige Blogger euch Frangen zur Kunst gestellt und euch eingeladen, mit uns zu diskutieren. Dieses ist die letzte Woche und Frank Koebsch ist an der Reihe eine Frage zu stellen und die Diskussion zu leiten.

Hier eine Übersicht der bisherigen Fragen:

Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst

Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?

Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?

Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?

Oliver Kohls       Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?

Frank Koebsch  Passen Kunst und Kommerz zusammen?

  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
  • Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

Sollte die Kunst in Bild-, bzw. Medienwissenschaft umbenannt werden? – Zeichnung und Diskussion von Susanne Haun

Posted in Animation, Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Konzeptkunst, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 21. November 2012

In der Kunstwissenschaft wird überlegt, die Kunst in Bild-bzw. Medienwissenschaft umzubenennen², dann wäre die Frage nach Kunst oder nicht Kunst nicht mehr relevant!

Diese These passt zu Oliver Kohls Frage in der 5. Woche unserer Blogparade:
Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?

Die Frage, die ich mir zuerst dazu stelle ist, ob das Internet schon den Weg in die Kunst gefunden hat.
Als Kunst und nicht als Medium.
Ich möchte deshalb die Werbung und den Verkauf im Internet völlig aus der Frage herauslösen.

Zu allererst möchte ich feststellen, dass das Internet nicht die bisherigen Kunstarten wie das reale Bild/Foto für die Wand, die Filmkunst und Buchkunst ersetzen kann; das Internet kann sie nur um eine weitere Art des Ausdrucks ergänzen.
Für mich persönlich ist es eine zusätzliche Art der Betrachtung und des Ausdrucks in der Kunst, ein neuer Werkstoff.

Deshalb kann meines Erachtens die Umbenennung in Bild- und Medienwissenschaft wiederum nur einen Teil der Kunst abdecken. Alles andere bliebe bei dieser Art des neuen Kunstbegriffs außen vor.

Ich habe durch Jürgen Küster die Plattform Issuu kennen gelernt. Diese Plattform bietet die Möglichkeit, digitale Bücher zu präsentieren. Ich fand sie sofort faszinierend und Jürgens Bücher gefallen mir sehr. So habe ich mich angemeldet und bei mir gedacht, dass ich „irgendwann“ etwas hochladen.  Ähnlich, wie ich mit einem neuen Block zum Zeichnen verfahren würde.

Ich sehe es als Ergänzung zum gedruckten Buch.

Musste der Rezipient früher zum Betrachten der Kunst ins Museum, der Galerie oder Bücherei gehen, kann er sich nun leicht im Internet einen Überblick verschaffen. Gerade bei großen Bildern, Skulpturen, Installationen und Konzepten ist es schwierig im Internet einen genauen Eindruck zu erhalten. Ich vergleiche in dieser Funktion das Internet mit einem Buch.

Der Blog im Allgemeinen hat schon Einzug in die Kunst gehalten. Dazu gibt es Fachliteratur, die ich noch nicht gelesen habe, die ich aber in der näheren Zukunft in Angriff nehmen werde und worüber ich hier berichten werde.

Mein Blog ist Teil meines Werkes.

For my English-speaking readers
In arthistory is considered  art  rename in image or Media Studies ², then the question be art or not to be is no longer relevant! This hypothesis fits Oliver Kohl’s question in the 5th Week of our blogparade:  How does the Internet the art creative and artistic people experiencing
The question I ask myself first to whether the Internet has already found its way into art. As art and not as a medium
I would therefore like to advertising and selling on the Internet completely detach from the question.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

  • Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
  • Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
  • Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
  • Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?
  • Oliver Kohls       Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?
  • Frank Koebsch
  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
  • Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

_______________________________________________________________________________________________
² Pfisterer, Ulrich (HG), Metzlers Lexikon Kunstwissenschaft, Stuttgart 2003, 2011²

Alles ist ein Teil vom Ganzen –> Wald –> Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Blumen und Pflanzen, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 13. November 2012

„Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?““
fragt Conny Niehoff im Rahmen unserer Blogparade auf ihrem Blog.

Bei der Frage viel mir als erstes die Zeitschrift „Du“ mit dem Titel „Über das Erzählen“ ein. Ich habe sie mir auf Empfehlung von Lesewelle gekauft und bin nicht entäuscht worden. Die 829 Ausgabe der Zeitschrift der Kultur hat als Thema das sechzigste Jubiläum des Diogenes Verlages.

Ingrid Noll schreibt für Diogenes und schrieb einen Teil in der „Du“ zum Thema des Erzählens.

Warum erzählen wir? Und ist die bildende Kunst nicht nur eine andere Form des Erzählens?

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ingrid Noll berichtet von ihrem Vater, der gerne redete. Und von ihrer Mutter, die des Vaters Geschichten schon tausende Male gehört hatte. Und von den Gästen rumd um den Tisch, die dem Vater mit Begeisterung zuhörten.
Und Ingrid Noll antwortete auf die Frages des „Warum erzählen“ und des Antriebs erst einmal mit  unterhalten wollen, sich produzieren, Applaus bekommen.
Meines Erachtens ist es menschlich, diese Dinge zu wollen. Wir empfinden dabei ein wohliges Gefühl.
Aber Ingrid Nolls wahre Antwort auf die Frage ist, die Neugier auf das Leben, das Leiden des Lebens erforschen. Ja, dem kann ich nur zustimmen.

Es gibt sehr viele gute Beobachter, die ihre Beobachtungen in unterschiedlichter Art der Welt kundtun und so die Entwicklung der Menschheit immer weiter voran treiben.

Da gibt es die Autoren, die erzählen.
Da gibt es die bildenden Künstler, die malen, zeichnen, animieren usw.
Da gibt es die Forscher, die Versuchsreihen anstellen, Thesen aufstellen usw.
Da gibt es die Historiker, die aus der Vergangenheit lernen usw.
Da gibt es die Mathematiker, die neue Formeln und Zusammenhänge erforschen
Die Mediziner, Physiker, Archivare, die als Bewahrer dieses menschlichen Wissens zu sehen sind ….

Jeder ist ein Rad und wichtig für die Menscheit allgemein.

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wir drängen uns nicht auf, weil wir von unserem Eßtisch in die Welt hinaus gegangen sind. Wir sitzen nicht am Tisch und drängen unsere Arbeit den anderen „Tischsitzern“ auf.

Jeder kann für sich persönlich entscheiden, welche Bilder er schaut, welche Bücher und Blogs er liest, wo er forscht und wo er arbeitet. Das macht unsere Demokratie und die Freiheit aus.

Und so wie wir alle unser Teil am ganzen Beitragen,  so funktioniert auch die Natur der Welt, der Wald und die Evolution!

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:

„Fine art is overrated? Urge we us to much? Who cares about our spiritual nonsense?“   asks Conny Niehoff in our blogparade.
I think, we don’t push ourselves because we have gone through our dining table out into the world. We do not sit at the table and push our work to other „table sitters“.
Everyone can decide for himself what images he sees, what books and blogs he’s reading, where he conducts research and where he works. That’s what makes our democracy and freedom.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

  • Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
  • Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
  • Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
  • Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?
  • Oliver Kohls
  • Frank Koebsch
  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
    Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

____________________________________________________________________________________________________
Du, die Zeitschrift der Kultur, Nr. 829, Über das Erzählen – sechzig Jahre Diogenes, Seiten 18 – 19, Noll, Ingrid

Die Macht der kulturelle Ausstrahlungskraft – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Landschaft, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 6. November 2012

Die Blogparade geht weiter, diese Woche auf BUCHALOVS BLOG, alias Jürgen Küsters Blog.

Jürgen fragt (hier der Link für die Diskussion) :
„Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
Does artistic or creative work means escape from reality? Or is it the reworking of our surrounding reality?“

Meine erste Antwort, als ich die Frage las, war folgende: Spontan kann ich nur sagen, dass ich die Kunst NICHT als Flucht aus der Realität betrachte! Ich sehe sie als ein Verarbeiten, Dokumentieren und Berichten.

Käthe Kollwitz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Käthe Kollwitz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Gestern habe ich auch den Artikel „Außenpolitik für alle“ von Michael Schmidt im Tagesspiegel gelesen. Interessant. Im Artikel wird Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift „Internationale Politik“, zitiert:
„“Macht bemisst sich nicht mehr nur nach der Zahl der Raketen und Flugzeugträger, über die ein Staat verfügt.“ Zur Macht gehöre inzwischen auch die Wirtschaftkraft eines Landes, seine kulturelle Ausstrahlungskraft, seine Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten – …“

Ich fand, Jürgens Frage und der Artikel passen gut zusammen. Kunst hat also auch Macht, denn Kunst ist ein Teil der kulturellen Ausstrahlung. Ich habe es von der Seite noch nicht betrachtet, obwohl die Geschichte diese Tatsache schon bewiesen hat – negativ betrachtet in der deutschen Vergangenheit.

Wie kann aber Macht und kulturelle Ausstrahlungskraft gezeichnet werden?

Landschaft mit Kreuz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Landschaft mit Kreuz 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Berge sind natürlich wegen ihrer Höhe mächtig. Aber ehrlich gesagt, ich habe die Berge gezeichnet, während ich nachgedacht habe.

Landesfahnen symbolisieren die Macht des jeweiligen Landes – zum Zeichen der Geringschätzung und des Kampfes, werden sie deshalb ja auch so oft verbrandt.

Wenn ich mir die Kulturlandschaft Deutschlands anschaue, so ist diese enorm  groß und lebendig ist sie aber auch so politisch, wie es in dem Artikel beschrieben wird? War die Kunst nicht in den 60zigern und 70zigern politischer?

Die Zeichnung der Faust als Symbol des wiederstandes, schon von Käthe Kollwitz.  Petra Pinzler schreibt in der Zeit: „Sie zeichnete die Elenden, Kranken, Betrogenen.  Ihre Kunst ist Klage und Anklage – und hat nichts von ihrer Kraft verloren in ihren Arbeiten verwendet. “ (siehe hier den Artikel in der Zeit)

„Ich will, dass meine Kunst Zweck hat«, sagte Käthe Kollwitz. »Ich will wirken.«“ steht ebenfalls in der Zeit.

Landschaft 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Landschaft 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Oder die Portraizeichnungen von Ché. Sie waren einmal ein Kampfsymbol und zieren heute die Autos einer Autovermietung. Was für ein Elend, denke ich dabei. Das hat sich Ché bestimmt nicht so vorgestellt. Oder sein Ego wäre davon entzückt, wer weiß das schon.

Mir fällt Schlingensief ein, der durch seine Kunst auf vieles aufmerksam gemacht hat und in allen Medien „Sprechzeit“ hatte. Ich berichtete zum Beispiel über das Opernhaus in Afrika (siehe hier).

Ein nicht enden wollendes Thema, das Jürgen uns da präsentiert.

For my English-speaking readers:
The blogparade continues this week on BUCHALOVS BLOG, aka Jürgen Küsters blog.
Does artistic or creative work means escape from reality? Or is it the reworking of our surrounding reality?“
When I read the question my first response was this: Spontaneously I can only say that I view art as NOT escape from reality! I see it as a process, documentation and report.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

  • Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
  • Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
  • Jürgen KüsterBedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
  • Conny Niehoff
  • Oliver Kohls
  • Frank Koebsch
  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Art gewinnen.
    Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1 (c) FRankKoebsch

    _______________________________________________________________________________________________________________________________
    Bibliographie:
    Schmidt, Michael, Berliner Tagesspiegel, Nr. 21 504, 5.11.2012, Seite 4, „Außenpolitik für alle“
    Pinzler, Petra, DIE ZEIT,  12.11.2009 Nr. 47, „Sie zeichnete die Elenden, Kranken, Betrogenen“

Anubis? Einer ist geblieben – der heilige Antonius – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 30. Oktober 2012

„Einer ist geblieben, er steht auf zwei Pfoten, mit halbkreisförmig gebogenem Körper und schiefgelegtem Kopf, misstrauisch.“ Aus „Der Versuchung des heiligen Antonius“ von Flaubert

Eigentlich spricht Flaubert hier von einem Rudel Schakale. Bei einem „stehenden Schakal“ mußte ich allerdings sofort an Anubis, den ägyptischen Gott der Totenriten, denken. Ob Flaubert auch daran gedacht hat und dem heiligen Antonius die ägyptischen Götter als Versuchung gesendet hat?

In Ägypten wurde der Schakal mit der westlichen Wüste, die lt. Überlieferung die Heimat der Toten und die der Hunde, Wölfe und Schakale ist, in Verbindung gebracht. Die Tiere sind dabei die Führer der Seele.

Blatt 27 Er steht auf zwei Pfoten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 27 Er steht auf zwei Pfoten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der heilige Antonius als Christ glaubt an die Dreifaltigkeit:
Gott Vater, Gott Sohn (Jesus Christus) und dem heiligen Geist. Für ihn hat das Gottessystem der Ägypter keine Gültigkeit. In der bildenden Kunst wird der heilige Geist als Engel oder weiße Taube dargestellt.

Ich sehe die Bilder zum Thema Dreifaltigkeit in der Gemäldegalerie in Berlin direkt vor meinem geistigen Auge jedoch fehlt mir die epochale Einordnung.

Ich würde denken, dass von der Kunst des frühen Mittelalters bis zur Gotik fast ausschliesslich kirchlische Themen Eingang in die Kunst fanden. Erst mit der Renaissance und dem neuen Weltbild (Galileo Galilei, , Johannes Gutenberg, Aufstieg der Städte und des Bürgertums, Reformation) fanden auch andere Themen in die Kunstwelt.

Die Darstellung der Dreifaltigkeit ist ein klassischer Fall von Lautmalerei / Onomatopoesie (siehe hier meinen Artikel dazu). Es ist die Darstellung von einem Gott und seinem Sohn gefragt. Irgendwann hat der erste Künstler, der sie interpretierte, entschieden, beide menschlich darzustellen und für die Göttlichkeit das Symbol des Heiligenscheins gewählt. Der heilige Geist ist viel schwerer darzustellen. Ich glaube, ich würde ihn eher als weiße Wolke darstellen als als Taube oder Engel.

Wenn ihr mehr von dem Projekt lesen wollt, dann könnt ihr das hier.

Blatt 28 Anubis oder einer ist geblieben (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 28 Anubis oder einer ist geblieben (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english reader:
„One is left, he stands on two legs, with semicircular arched body and cocked head, suspicious.“
from „The Temptation of St. Anthony“ by Flaubert.
Actually Flaubert speaks of a pack of jackals. But the mention of „standing Jackal“ , I had to think immediately of Anubis, the Egyptian god of the dead rituals.

Zur Zeit läuft die zweite Woche unserer Blogparade. Ute Schätzmüller stellte die Frage “Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?” Wer Lust hat kann hier in die Diskussion einsteigen.

___________________________________________________________________________________
Quelle:
Gustav Flaubert, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996

Frau? Mann? –> Kunst <– Rezipient – Blogparade – Bericht von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Zeichnung by Susanne Haun on 29. Oktober 2012

Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
fragt Ute Schätzmüller heute in der zweiten Woche unserer Blogparade.

Ich zitiere hier Ute:
Ein paar Anregungen sind: Warum beschäftigen sich Frauen so häufig in ihrer Kunst mit der Rolle der Frau und der Rolle der Frau als Künstlerin – sollten sie nicht einfach “nur” Kunst erschaffen?

Ich 2009 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich 2009 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kennt ihr diese Künstlerpaare?
Max Ernst – Dorothea Tanning
Arnulf Rainer – Maria Lassnig
Diego Rivera – Frieda Kahlo
Rodin – Camille Claudel
Wassily Kandinsky – Gabriele Münter

Dazu gibt es hier einen schönen Artikel in der Zeit online.

Rosemarie Trockel, Cindy Sherman, Jenny Holzer, Katharina Sieverding sind alles Kaiserring Trägerinnen.

Wenn ich mir diese Namen anschaue, dann ist es egal, ob Mann oder Frau Kunst machen, sie müssen es nur wirklich tun und wollen mit ihrer ganzen Kraft. Und wenn diese Kraft des Wollens in den Arbeiten zu spüren ist, dann ist es dem Rezipienten egal ob Frau oder Mann.

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich fühle mich als Frau bei der Beurteilung der Rezipienten nicht benachteiligt und ich mache mir auch keine Gedanken darüber, dass ich eine Frau bin – jedenfalls nicht im Zusammenhang mit meiner Arbeit.

Es ist natürlich eine Entscheidung, die zu treffen ist. Ich kann Kunst nicht nebenher machen. Die Kunst ist eine Arbeit, die Respekt und Anerkennung verdient und fordert. Die Kunst ist eine eifersüchtige Geliebte(r). Sie verlangt alles vom Kunstschaffenden.

Ich denke, dass biologischer Weise eine Uhr in jeder Frau tickt und da die meisten Frauen Kinder möchten, kommt es zwangsläufig zu einer Unterbrechung des Tun, in der eine Frau nicht so schaffen und reisen (die Kunst zeigen und vermarkten) kann, wie sie das will.

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wir freuen uns, wenn ihr mit uns diese Woche auf Utes Blog diese Frage diskutiert – es gibt eine Aquarellzeichnung von Ute und ein Sternzeichenbuch zu gewinnen.

For my english reader:
„Play the sex of the artist at the reception and evaluation of the arts a role?“ asks Ute Schätzmüller today in the second week of our blogparade.
I feel the recipient does not discriminate me as a woman.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Art gewinnen.

Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1 (c) FRankKoebsch

And the winner is? – Auch die Präsentation eines Preises will gelernt sein – Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Oktober 2012

Als erstes möchte ich mich bei allen Diskussionsteilnehmern zur Frage „Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?“ bedanken.

Die Woche hat mir viel Spaß gemacht und ich freue mich ab Morgen, Montag auf die Diskussion zur Frage von Ute Schätzmüller. Ich bin schon neugierig, was Ute mit uns diskutieren möchte.

Alle Lose (c) Foto von Susanne Haun

Alle Lose (c) Foto von Susanne Haun

78 Kommentare zählte ich um Mitternacht. Natürlich kommt nicht jeder Kommentar in den „Lospot“, denn im Laufe der Diskussion ist es natürlich auch zu mehrfachen Diskussionsbeiträgen gekommen.

Gaby Richter-Eggen, Monika Huber, Leanne Cole, Magdalena Hohlweg, Olaf, Elke T., haweka, mandoisland, Yvonne Onischke, marlenev, Anna-Lena, annaschueler, klaus, Helen, martinshausgeist, Claudia Jahnke

Außer Konkurenz nahmen die Blogparaden – Fragesteller  Conny Niehoff, juergenkuester , ute schätzmüller, Oliver Kohls und frank8233 teil. Da auch sie bei unseren Blogparade Fragen stellen, sind sie leider von der Losziehung ausgeschlossen.

Schade ist, dass sich kein Betrachter, also ein Museumsbesucher, der keine Kunst macht und keine Kunst sammelt, zu Wort gemeldet hat.  Dafür habe ich die Frage leider zu speziell gestellt. Ich sprach von eurer Kunst aber der Betrachter hat ja keine eigene Kunst.

Die Gewinner / the winner sind Leanne Cole für die Zeichnung / drawing Azalee und Gaby Richter-Eggen hat das Sternzeichenbuch gewonnen!

Herzlichen Glückwunsch!

The winner are (c) Foto von Susanne Haun

The winner are (c) Foto von Susanne Haun

Am Rande bemerkt:

Ich lernte Texte von Wolfgang Kemp, einer DER deutschen Kunsthistoriker, letzte Woche an der FU kennen. Die Referentin merkte an, dass sie die folgenden Zahlen in einem Zeitungsartikel von ihm im Netz gefunden hat. Lange, lange suchte ich nach dem Artikel, aber ich fand ihn leider nicht.

Lt. Kemp ist ein Besucher ca. 1 Stunde im Museum und 5 Sekunden vor einem Bild. Davon liest er auch noch 4 Sekunden den Titel, bleiben letztendlich 1-2 Sekunden für das Ausstellungsstück.

Was machen wir uns bei 2 Sekunden Betrachtungszeit für Gedanken um Präsentation?

Das Verrückte ist, dass auch bei Film- und Video Kunstwerken der Besucher nicht länger vor den Werken verweilt.

Der Betrachter muss mit seiner Zeit haushalten.

Glücksengel Version 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Glücksengel Version 3 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kennt ihr das Gefühl? Immer ist man ein wenig gehetzt im Museum und immer hat man das Gefühl das Wesentliche verpaßt zu haben.

For my english reader:
At First I want to thanks all the participants in the discussion on the question „How important to you is the presentation of art?“ Thank you! 78 comments, I counted at midnight.
The week of discus the report was a lot of fun. Tommorrow Ute Schätzmüller will ask us a new question. I am curious to the debate on the question of Ute Schätzmüller.
The winner are Leanne Cole for the drawing Azalee und Gaby Richter-Eggen for the Sternzeichen book..

 

______________________________________________________________________________________
Quelle: Unbestätigt von Zeitungsartikel von Wolfgang Kemp

%d Bloggern gefällt das: