Susanne Haun

Es war der Rand eines Abgrunds – Mythen der Inuit – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Kurzfilm, Landschaft, Projekt EISIG - EISWELTEN, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Dezember 2018

 

Es war der Rand eines Abrunds - Tusche auf Aquarellkarton - 24 x 32 cm - Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

Es gibt viele Methoden, eine Zeichnung zu bewegen.

In den letzten Tagen habe ich bildenerisch dargestellt, wie es Tulugaq, dem ersten Mensch des Inuit Schöpfungsmythos, bewußt wurde, dass er frei war und nicht festgewachsen. Also begann er einen Fuß vor den Anderen zu setzen. Dabei spürte er mit der Zehenspitze, dass der Boden vor ihm endete. Er war am Rand eines Abgrunds. Neugierig legte er sich auf den Bauch und warf einen Lehmklumpen in die Tiefe. Er lauschte lange, doch ein Aufschlag war nicht zu hören.

 

 

Es war der Rand eines Abgrunds – Tusche auf Aquarellkarton – 24 x 32 cm – Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

 

 

 

Dann begann er sich zu regen – Schöpfungsmythos der Inuit – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Projekt EISIG - EISWELTEN, Zeichnung by Susanne Haun on 14. Dezember 2018

 

Heute habe ich wieder konventionell gearbeitet und werde  die Zeichnungen noch in Bewegung setzten – SPÄTER!

Ich schreibe und zeichne heute eine unbewegte Notiz, um meine nicht geblogten Arbeiten nicht noch mehr anwachsen zu lassen.

Tulugaq, der erste Mensch der Inuit Schöpfungsgeschichte, der sich erst seines Kopfes inklusive Gesichtes und dann seines Körpers bewusst wurde.

 

 

So geht es auch – Knud Rasmussen – Bewegte Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Projekt EISIG - EISWELTEN, Video, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Dezember 2018

Eine Präsentation verträgt bewegte Bilder. Gestern (siehe hier) habe ich Skizzen von Knud Rasmussen in mein Skizzenbuch gezeichnet, heute habe ich Knud Rasmussen auf meinem iPad dargestellt. Diese Art der Darstellung hat Potenzial!

Vorbereitungen zu einem Portrait – Knud Rasmussen

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Projekt EISIG - EISWELTEN, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Dezember 2018

 

Knud Rasmussen - Annäherung an einen Menschen - Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018Knud Rasmussen - Annäherung an einen Menschen - Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

Knud Rasmussen – Annäherung an einen Menschen – Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

Wie nähert man sich einem Thema, das für die eigene kulturelle Prägung so fremd ist?

Nach der Literaturrecherche schaue ich, ob ich Dokumentationen oder Filme zum Thema finde und habe so Journals of Knud Rasmussen (siehe hier den Trailer) vom grönländischen Regisseur Kenneth Rasmussen gefunden.

Knud Rasmussen, geboren 1879 in West-Grönland, war Ethnologe und Polarforscher und erforschte als erste die Arktis. Dabei interessierte ihn besonders die Kultur der Inuit, auf seinen Reisen sammelte er ihre Mythen und Sagen, die er schriftlich für die Nachwelt bewahrte. Er starb 1933 in Kopenhagen. Die Inuit geben ihre Geschichten traditionell an langen Winterabenden im Iglu weiter. Rasmussen wurde in Grönland geboren und verbrachte einen Teil der Kindheit bei seinen Inuit-Verwandten, wo er die traditionelle Lebensweise kennenlernte, nach seinem Studium in Dänemark kehrte er in seine Heimat zurück. Er unternahm bis zu seinem Tod zahlreiche Expeditionen in die Polarregionen. Die berühmteste dieser Expeditionen ist die 5. Thule-Expedition von 1921 – 1924,  mit dem Hundeschlitten entlang der Nordwestpassage von Grönland bis nach Alaska.

Bei uns sind die Mythen und Legenden der Inuit kaum bekannt. Das macht es für uns schon schwierig, die Namen auszusprechen und zu merken. Ich bin froh, dass Rasmussen die Geschichten vor dem Vergessen bewahrt hat. So war es mir ein Bedürfniss, ihn zu zeichnen. Im Unionverlag kann der Reisebericht Unter Jägern und Schamanen von Knud Rasmussen (siehe hier) noch heute bestellt werden.

Meine ersten Eindrücke von Knud Rasmussen habe ich nach einem Foto gezeichnet, es gibt viele von ihm im Netz. Am meisten hat mich das Foto des sehr jungen Knud beeindruckt, dass ich dann auch erstmal verwendet habe. Im Film gibt es bewegte Bilder, jedoch ist Knud ja hier von einem Schauspieler dargestellt. Ich bin am Überlegen, was ich nun daraus mache. Mal sehen.

 

 

 

Er kauerte nur tatenlos auf dem Boden – Die Mythen der Inuit – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Akt, Ausstellung, Projekt EISIG - EISWELTEN, Schloss Türnich, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Dezember 2018

 

„Alles um ihn her war in tiefes Dunkel gehüllt. Er konnte nichts sehen und kauerte nur tatenlos auf dem Boden.“

heißt es in der Schöpfungsgeschichte der Inuit.[1]

 

 

Am 25. Januar 2019 bin ich mit Roswitha Mecke, Gerhard Kern und Martin Häusler zum Salon auf (?) Schloss Türnich (siehe hier) eingeladen, unsere Eiswelten vorzustellen. Die Präsentation soll anhand einer Diashow von Roswitha und meinen Arbeiten begleited  vom Klangteppiche Gerhards erfolgen. Die Klänge werden mit seiner Klangmaschine erfolgen, sie sind verzaubernd, intensiv, intuitiv, meditativ. Martin liest seinen Reisebericht eisig vom Lago Argentino in Patagonien vor  (siehe hier).

Der Salon ist bestimmt schon 1 Jahr in Planung und wie immer bin ich überrascht, wie wenig an so einem Jahr dran ist. Mein Part wird 40 Minuten in Anspruch nehmen. Ich werde mit iMovie ein Film aus meinen Zeichnungen zum Thema erstellen und während der Film läuft, werde ich die Schöpfungsgeschichte sowie den Mythus Sedna der Herrscherin über die Meerestiere vorlesen. Ja, ich weiß, das ist wieder ein sher enger Zeitplan. Zum Glück habe ich meine Mythen der Inuit schon professionel fotografiert und bin schon dabei, die filmischen Elemente zu erstellen. Ich bin schon neugierig, wie alles ineinander verzahnt sein wird.

Meine Auseinandersetzung mit den eisigen Welten der Arktis könnt ihr zusammengefasst unter diesem Link lesen und sehen.

______________________________

[1] Walk, Ansgar, Wie Sonne und Mond an den Himmel kamen, Mythen und Legenden der Inuit, Die Schöpfungsgeschichte, S.34.

 

%d Bloggern gefällt das: