Susanne Haun

Echt Silber oder was? – Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Dezember 2016

 

Vorgestern las ich auf Martin Häuslers Blog Rumgekritzelt den Beitrag „Endlich wieder Silberbesteck“ (siehe hier), auf den er vom Silberbesteck seiner Familie berichtete. Ich kann nur empfehlen, den Beitrag zu lesen!

 

Silberbesteck im Kasten (c) Foto von Susanne Haun

Silberbesteck im Kasten (c) Foto von Susanne Haun

 

Wir haben uns köstlich amüsiert, vor allem, weil wir seit dem Sommer überlegen, was wir mit dem „na ja“ Silberbesteck meiner Tante Rohrbeck machen, dass ich schon im Alter von 12 Jahren erbte und seit her tapfer von Wohnung zu Wohnung schleppe, ohne es je benutzt zu haben. Es hat eine dunkle Patina angesetzt, wahrscheinlich ist es auch das letzte mal von meiner Tante geputzt worden ….
Ich mag im täglichen Gebrauch mein wmf „Lübeck“ Besteck, das meine Eltern zur Hochzeit bekamen und das sie mir vor knapp 10 Jahren schon zu Mamas Lebzeiten übergaben. Ich wusste auch einmal, wie die Dame heist (oder hieß), die dieses Besteck designt hat, leider habe ich es vergessen und selbst im Internet nicht herausgefunden.

 

Besteck (c) Zeichnung von Susanne Haun

Besteck (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich versuche meine Besitztümer immer wieder zu reduzieren. Ich möchte mich nicht mit Dingen zuschütten, die ich nicht brauche oder benutze. Ich denke da auch an meinen Sohn, ich möchte ihm auf keinen Fall eine unübersichtliche Anzahl an Habseligkeiten hinterlassen, die verhindern zu erkennen, was mir wirklich wichtig war. Bekomme ich ein neues Teil, geht ein Altes aus meinen Beständen. Ich bin stolz, dass ich mit 1 1/2 Meter Kleiderschrank auskomme und auch nur ein Kaffee- bzw. Eßservice besitze, das in täglicher Benutzung ist.

Gerade zur Weihnachtszeit finde ich diese Gedanken wichtig, der Geschenkewahn macht mich fertig. Ein Glück hat das meine Familie weitgehend eingestellt, ich verschenke „nur“ die Fotofamilienkalender in A3 wie jedes Jahr. Diese Kalender dokumentieren auch unser Jahr und unser werden und wachsen.

 

Was während der Ausstellung zu beachten ist (17) – Presseberichte sammeln – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Ausstellungstip, Presse, Roddahn, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Oktober 2015

Es ist schön, wenn Arbeit Früchte trägt.

Die Pressemitteilung meiner Kuratorin Nina Alice Schuchardt  für meine Ausstellung Sprachspiel -> Zeichnung in Roddahn (siehe hier) war erfolgreich.

„Wo Maggie mit Jesus spricht“ titelt der Journalist Matthias Anke den umfangreichen Artikel „In Roddahns Kirche, die derzeit erneut sarniert wird, sind außergewöhnliche Zeichnungen zu sehen.“

Es ist wichtig, solche Artikel zu archivieren. Ich verwende zwei Leitzordner, in denen ich von jeder meiner Ausstellungen die Einladungskarte, Presse und Eröffnungsrede, Kataloge ablege. Diese beiden Ordner dokumentieren meine Arbeit und sind ein wichtiger Bestandteil, wenn ich mich für Kunstprojekte oder Ausstellungen bewerbe.  Sie fließen in mein Portfolio ein.

 

Märkische Allgemeine 19.10.2015 - Artikel zur Ausstellung von Susanne Haun in der Roddahner Kirche

Auch das Global Art Magazine hat unsere Pressemitteilung  publiziert:

Link Deutsch: http://www.globalartmagazine.com/sprachspiel-zeichnung.html

Ich freue mich über die Resonanz.

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 102 – Johan August Strindberg

Posted in Illustration, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 26. Juli 2015

Nichts bindet den Geist so stark wie Besitz.
Die Furcht vor Verlust lässt keinen Frieden, die Hoffnung auf Erwerb keine Ruhe aufkommen.

Johan August Strindberg, schwedischer Schriftsteller und Künstler (1849-1912)

Zitiert nach: Einfach genial entscheiden / Hartmut Walz. – Haufe, 2015

Die Bindung des Geistes (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Bindung des Geistes (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Schon im April fragte mich Jarg, ob ich einen Gastbeitrag für seinen Blog schreiben möchte. Der Anlaß für die Frage war sein 5jähriges Blogjubiläum. Da ich nicht nur seine Filmempfehlungen (siehe hier) sehr schätze sondern auch seine Zitate am Freitag (siehe hier) fand ich die Idee gut, ein von ihm ausgesuchtes Zitat als mein Jubiläumsbeitrag zu illustrieren. Jarg bezeichnet sich selber als jemand, der „das menschliche Leben als geniessenswerte, oft komische Absurdität [betrachtet]“. Ich finde, dass ist eine sehr gute Definition für das Leben, die ich gerne übernehme.

Es hat mir Spaß gemacht, das Zitat Strindbergs zu illustrieren und ich habe einige Zeit darüber nachgedacht, was ich als Besitz ansehe. Auto und Reisen sind herausgefallen, weil sie mir  wie „Verbrauchsbesitz“ scheinen. Auch denke ich, dass das Auto heute in Deutschland lange nicht den Stellenwert hat, wie noch vor 50 Jahren. Es ist kein Statussymbol mehr. Mit dem Schmuck war ich sparsam, denn ich glaube es geht doch sehr um Geld und Grundbesitz. Eine Uhr habe ich weggelassen, weil die Zeichnung sonst zu sehr in die Richtung „Zeitmangel“ gegangen wäre. Die Hände symbolisieren die Bindung, sie schliessen den Kopf und damit das Bewustsein und die Gedanken ein. Die Kette mit den Safeschlüsseln sybolisiet das, was jeder Betrachter für Wert hält in seinen Safe einzuschliessen.

Was ist für euch Besitz?

 

%d Bloggern gefällt das: