Susanne Haun

Die Sonne brennt auf das Land – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Video, Zeichnung by Susanne Haun on 17. August 2018

 

Zeichnen in Papas Garten (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun – Zeichnen in Papas Garten (c) Foto von M.Fanke

 

Es fällt meinem kranken Vater schwer, seinen Garten bei dieser Hitze zu gießen. Er tut sein bestes, wenigstens die Blühpflanzen zu gießen. Der Teich verliert jede Woche 10 cm Wasser, den füllen wir auf, wie wir auch alles andere sprengen. Dabei sitze ich gerne am Teich und zeichne.

Diejenigen unter euch, die mich unter @susanne_haun auf Instagram verfolgen, haben schon einige Kostproben von meinem zeichnerischen Wirken dort erhalten.

 

 

Wir finden immer mehr gefallen an Videos unter einer Minute mit dem iPhone aufgenommen. Es macht Spaß, dieses neue Medium zu erforschen.

 

 

 

Krakow am See – Landschaft Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Mecklenburg-Vorpommern, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 15. August 2018

 

Krakow am See (c) Foto von M.Fanke

Krakow am See (c) Foto von M.Fanke

 

Schon im Juni haben wir Krakow am See besucht und

erst heute zeige ich den ersten Teil der Zeichnungen und Fotos von diesem gelungenem Wochenende.

 

 Krakow am See (c) Zeichnung von Susanne Haun

Krakow am See (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich hinke meinem Werkverzeichnis hier im Blog sehr hinterher. Das macht mich etwas unzufrieden. Sicher ist es richtig, es gibt im Moment zwei Dinge, die vor dem Bloggen stehen: meine Masterarbeit und die Ausstellung Querbrüche, die ich mit Gabriele D.R. Guenther schon im November in Berlin Wedding bestreite. Davon in einem Blogbeitrag in den nächsten Wochen mehr. Ich fühle mich sehr unter Druck. Die Hitze, die schon am Sonntag in Berlin wieder einsetzte tut ein übriges dazu. Die Masterarbeit saugt mich förmlich aus, das hätte ich nicht erwartet.

 

 

 

12 Monate Ringelnatz – Ein Kalender von Hans Hilmar-Koch und Arndt Weigend

Posted in Ausstellungstip, Betrachtungen zur Kunst by Susanne Haun on 13. August 2018

 

 

Michas Blick in Hilmars Buchdruckmuseum in Krakow (c) Foto von M.Fanke

Michas Blick in Hilmars Buchdruckmuseum in Krakow (c) Foto von M.Fanke

 

Hans-Hilmar Koch habe ich vor Jahren über das Netzwerk Druckgrafik kennengelernt, 2014 stellte ich in seiner Galerie Blickwinkel in Schwerin meine Radierungen aus (siehe hier).

Hilmars Arbeiten und seine Vita findet ihr beim stilhaus, eine Seite, auf der sich das Stöbern lohnt. Das stilhaus ist zwischen Kiel und Fehmarn zuhause. Auch ich als Berlinerin benötige 5 Stunden Autofahrt, um anzukommen. Leider zu lange! Dafür war uns die Anfahrt zum Jubiläum zum Buchdruckmuseum in Krakow am See (siehe hier) nicht zu weit. Hilmar betreibt das Museum seit 20 Jahren und bewahrt viele Maschinen und Buchstabensätze vor dem verschrotten.

 

 

„Seit 1998 gibt es in Krakow am See in der Alten Schule ein Museum der Buchdruckkunst zum Anfassen, ein Unikat in der Museumslandschaft des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Hierbei handelt es sich nicht um eine Technikansammlung schlechthin. Alle Maschinen und Geräte sind so ausgesucht und angeordnet, dass der Besucher sich in die Arbeitswelt eines Buchdruck-Familienbetriebes der 1920er und 30er Jahre hineinversetzen kann.“ ist auf der Tourismus-Seite von Krakow am See zu lesen.

Beim Jubiläum stellte Hilmar mit dem Künstler Arndt Weigend den aktuellen Ringelnatz Kalender vor und ich konnte nicht widerstehen, ihn zu kaufen. Hilmar hat mir Fotos von der Produktion des Ringelnatz-Kalenders gesendet, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

 

 

Ihr wollt auch einen Ringelnatz.Kalender?

Ihr könnt ihn per E-Mail hans-hilmar.koch@t-online.de  oder Telefon/Fax: 038457 23872 bei Hilmar direkt bestellen. Hilmar ist auch oft bei Messen zu finden. Auch dort könnt ihr den Kalender erwerben.

 

Hans Hilmar Koch mit seinen Offizin Schwarze Kunst bei der Messe (c) Hilmar Koch

Hans Hilmar Koch mit seinen Offizin Schwarze Kunst bei der Messe (c) Hilmar Koch

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Mark Twain und Harald Lesch

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 12. August 2018

 

Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.

Mark Twain

 

Das Jahr Null 30.11.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 30.11.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Heute möchte ich neben meinem geschriebenen Zitat am Sonntag noch auf die gesprochenen Inhalte von Harald Lesch im Podcast Forschergeist.de , Horizonte für Bildung und Forschung aufmerksam machen. Ich höre die Podcasts von dieser Plattform sehr gerne.

 

Harald Lesch bei Forschergeist

 

Sehr interesant fand ich den kurzen Beitrag Fake News in der Wissenschaft von Lesch zum Publikations-Skandal wisschenschaftlicher Bücher in Verlagen, die den Inhalt der eingereichten Werke nicht prüfen, dieser nur 8 Minuten lange Beitrag in der ZDF Mediathek ist empfehlenswert:

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/lesch-und-co-fake-wissenschaft-102.html

 

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Mark Twain: http://zitate.net/bildung-zitate?p=6, 9.8.2018, 8:30 Uhr

Harald Lesch: https://forschergeist.de/podcast/fg055-die-kunst-des-wissens/

Schreiben und Zeichnen auf dem Balkon – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 10. August 2018

 

Beim Master schreiben auf dem Balkon (c) Foto von Susanne Haun

Beim Master schreiben auf dem Balkon (c) Foto von Susanne Haun

 

Jeden Tag schreibe ich an meiner Masterarbeit.

 

Die erste Zeit als es die Temperaturen noch nicht über 30 Grad lagen, konnte ich noch auf dem Balkon arbeiten. Inzwischen sind dort um die Mittagszeit in der Sonne um 45 Grad, der Balkon liegt in der Sonne und der Schirm kann die Hitze nicht abwehren. Dann wird es Zeit, mich in mein Arbeitszimmer zurückzuziehen. Nach Sondierung der für den Master zu leistenden Arbeit hoffe ich, Ende Oktober fertig zu sein, jedoch spätestens Ende des Jahres.

 

Beim Zeichnen auf dem Balkon (c) Foto von Susanne Haun

Beim Zeichnen auf dem Balkon (c) Foto von Susanne Haun

 

Zwischendurch zeichne ich, meine Balkonblumen sind ein wahres Eldorado für mich.

 

 

Gewalt-Frei-Kommunizieren – Bericht vom 17. Kunstsalon am Dienstag – Gast Anke Boche-Koos

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 8. August 2018

 

Impressionen vom KunstSalon bei Susanne Haun - Gast Anke Boche-Koos (c) Foto von M.Fanke

Impressionen vom KunstSalon bei Susanne Haun – Gast Anke Boche-Koos (c) Foto von M.Fanke

 

Jeder Salon ist anders und immer wieder spannend. Gestern waren trotz des sehr warmen Wetters wieder sehr viele Gäste gekommen – darunter wohlbekannte und auch „Ersttäter“. Die Diskussion war ausgesprochen lebhaft und von den Worten nicht ganz gewaltfrei.

Anke legte überzeugend das Konzept der gewaltfreien Kommunikation dar. Sehr eingehend haben wir uns mit den Wörtern „müssen“ und „sollten“ auseinandergesetzt. Anke schlug uns vor, uns gerade um Weihnachten zu fragen, ob wir wirklich all die Dinge, die wir uns vor Weihnachten vorgenommen haben, erledigen müssen: Fenster putzen, Plätzchen backen, Tante XYZ aus Timbuktu Nord besuchen, etc. etc. etc. …

Wichtig ist es, sich bei GFK (gewaltfreien Kommunikation) immer zu fragen, was für Gründe dein Gesprächsgegenüber hat, bestimmte Wörter zu benutzen oder bestimmte Dinge zu tun. Aber haben wir immer ein Gegenüber, mit dem wir uns auseinandersetzen können? Wie sieht es beim Kunstkritiker (der Printpresse oder im Netz der Netze) aus? Könenn wir (al Künstler) überhaupt Kontakt zu ihm aufnehmen?

Einige bezweifelten die Durchsetzbarkeit und Anke musste eingestehen, dass  das Konzept gerade auch in der Wirtschaft zur „Menschenmanipulation“ verwendet wird.

Anke führt seit neustem einen Blog, schaut doch mal vorbei 🙂 (siehe hier).

 

 

Oscar der Karthäuser Kater – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 7. August 2018

 

Wie angekündigt nun die Zeichnungen vom Karthäuser Kater Oscar.

 

Karthäuser Oscar - 30 x 30 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Karthäuser Oscar – 30 x 30 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Karthäuser Oscar - 30 x 30 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Karthäuser Oscar – 30 x 30 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ein Karthäuser Kater in der Familie – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 6. August 2018

 

Meine Nichte und ihr Freund haben sich vor kurzem einen Karthäuser Kater gekauft.

 

Karthäuser Kater Oscar in meinem Skizzenbuch (c) Zeichnung von Susanne Haun

Karthäuser Kater Oscar in meinem Skizzenbuch (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Karthäuser gelten als eine der ältesten Rassen, die das erste Mal 1558 erwähnt wurde. Diese natürliche Kurzhaar-Rasse aus Frankreich besitzt einen massigen, robusten Körperbau im Kontrast zu zarten Beinen, was ihr den Spitznamen „lächelnde Katze“ eingebracht hat. Erstmals gezüchtet wurden diese besonders guten Jäger von den Karthäuser Mönchen der Chartreuse.

Mitte Juli zeichnete ich den kleinen Gesellen, der auf den Namen Oscar hört. Neugierig wie Katzen nunmal sind, beobachtete er genaustens, was ich zeichne und schnurrte unablässig dabei.

Inzwischen sind aus den entstandenen Skizzen von diesem Tag auch zwei Zeichnungen entstanden, die ich in meinem nächsten Blogbeitrag zeige.

 

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Quelle: Stevens, Gloria, Katzen, Tokyo 1998, S. 50 – 51.

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Kurt Tucholsky

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 5. August 2018

 

Dumme und Gescheite unterscheiden sich dadurch,

dass der Dumme immer dieselben Fehler macht und der Gescheite immer neue.

Kurt Tucholsky

 

Zwei die sich gleichen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Zwei die sich gleichen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

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Zitiert nach Zitatkalender aus der Helmut Lingen Verlag Gmbh, 2016 Köln, Kalenderblatt 13./14. Mai 2017.

Treffen von Theorie und Praxis in der Radierkunst

Posted in Berlin - Atelier, Radierung, Workshop by Susanne Haun on 3. August 2018

 

Wie gelangt der Staub für eine Aquatinta-Radierung auf eine Zinkplatte?

Wie können mehrere Farben in einem Tiefdruckmotiv gedruckt werden?

Wie wird ein Abklatschdruck erstellt?

Diese Fragen, und noch einige mehr, stellten sich im Juni 2018 Studentinnen und Studenten der Freien Universität Berlin im Atelier von Susanne Haun.

Wie es dazu kam?

 

Fröhliches Arbeiten beim Seminar Druckgraphik bei Susanne Haun (Von Links nach Rechts, verdeckt Meike, Herr Rees, Elke, Patricia und Alena

Fröhliches Arbeiten beim Seminar Druckgraphik bei Susanne Haun (Von links nach rechts, verdeckt Meike, Herr Rees, Elke, Patricia und Alena)

 

An der FU Berlin konnten im Sommersemester 2018 Studentinnen und Studenten der Kunstgeschichte das Seminar Einführung in die Technik und Materialität der Druckgraphik bei Prof. Dr. Joachim Rees wählen. Das Seminar war in drei Themenbereiche unterteilt: Hoch-, Tief- und Flachdruck. Der Bereich Tiefdruck wurde mit einem Atelierbesuch angereichert, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars praktische Erfahrungen in der Aquatinta- und Kaltnadelradierung sammeln konnten.

Theoretisch waren die oben gestellten Fragen schon zum Zeitpunkt des Atelierbesuchs beantwortet, einzig an der praktischen Vorstellung fehlte es noch.

Eine gemeinsame Aquatinta Radierung

So beschloss ich, keine Vorführung der Aquatinta Radierung, sondern eine gemeinsame Radierung zu erstellen. Bei dem engen Zeitrahmen möchte so eine gemeinsame Arbeit gut vorbereitet sein. Bei der Aquatinta Radierung werden die Vertiefungen chemisch, in unserem Fall mit Salpetersäure in die Zinkplatte geätzt. Wichtig war mir, dass jeder der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen kleinen Teil der vorbereiteten Zinkplatte mit Kolophonium bestäuben konnte. In großen Werkstätten gibt es dafür Staubkästen. In meinem vergleichsweise kleinen Atelier benutze ich dafür ein Marmeladenglas mit Kolophonium, über das ein Perlonstrumpf gezogen wird. Zum Gelingen einer guten Staubdichte spielen bei dieser Methode die Den(ier) Zahl des Strumpfes und die Geschicklichkeit beim Streuen des Inhalts aus dem Marmeladenglas eine Rolle. Sicher, um ein gutes Ergebnis zu erzielen, hätte ich die Zinkplatte schon vorab bestäuben können, aber was hätten dann die Studentinnen und Studenten gelernt? Ich halte „learning by doing“ für sehr ergebnisfördernd!

So entstand durch gemeinsames bestäuben, abdecken und ätzen die erste Aquatinta Radierung auf 300g Hahnemühle Kupferdruckkarton. Auf dem fertigen Blatt ist zu erkennen, wie stark das Ergebnis vom Streumuster des Staubs und von der Ätz-Zeit abhängig sind.

 

 

Ein jeder mit seiner Kaltnadelradierung

 

Im zweiten Teil des Seminartages konnte jede/r selbst eine Kaltnadelradierung erstellen. Im Gegensatz zur Aquatintaradierung handelt es sich bei der Kaltnadelradierung um ein mechanisches Verfahren, in dem mit einer Radiernadel in die Oberfläche des Druckträgers Linien gezogen werden. Im Vorfeld wurde abgesprochen, dass entweder ausgediente CD’s oder mitgebrachte Kupfer-, bzw. Zinkplatten verwendet werden. Ich freute mich sehr, dass sich alle schon Gedanken vorab zu den Motiven gemacht hatten und keine Zeit dafür verwendet werden musste.

Elke Tenkamp hat das stufenweise Ätzen besonders gefallen, zu sehen, wie sich beim Aquatinta-Verfahren die feinen Nuancen gestalten lassen und von wievielen Faktoren das Ergebnis schließlich abhängig ist. Ein Überraschungseffekt war für Elke die Erfahrung zu sehen, wie unterschiedlich die Radierungen auf dem jeweiligen Papier ausfallen und wie anders der Druck bei dünnerem Papier aussieht.

 

 

Das Ergebnis der Radierung ist tatsächlich sehr abhängig von dem verwendeten Kupferdruckpapier ist. Deshalb wurden von mir fünf unterschiedliche Papierarten von Hahnemühle angeboten und im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass auf dem dünneren 150g Papier auch die am flachsten gezogen Linien gut zu erkennen waren während beim 300g dicken Papier die flachen Linien verschwinden.

„Im Atelier von Susanne lernte ich erst die Faszination der Radierung von der Planung und Herstellung einer Druckvorlage, bis hin zum fertigen Kunstwerk kennen, denn es gibt viele verschiedene Möglichkeiten in der Herangehensweise und jeder weitere Schritt lädt zum Ausprobieren und Experimentieren ein.“ bewertete Patricia Nagel den Atelierbesuch. Die Fotos zeigen Patricia mit ihrer Stuhlradierung auf 150g und 300g starkem Papier.

 

 

Um die Drucke farbenfroh zu gestalten, wurden die Druckträger mit unterschiedlichen Farben eingerieben. Bei den kleinen, dünnen CD’s war das nicht so einfach. Meike hatte eine 10 x 15 cm große Kupferplatte mitgebracht und war sehr fleißig, während wir diskutierten, druckte sie an der Presse eine ihrer Portraitradierungen nach der anderen. Ich hatte noch nie eine Schülerin, die mit solch einer Hingabe schraffierte. Nicht selten muss ich darauf hinweisen, auch die Schraffuren mit Herzblut auszuführen. Meike hat das Erstellungsdatum und auch eine Signatur in die Platte geritzt.

Meike konnte sich vor dem Seminar nicht vorstellen, wie spannend es ist, wenn man vor der Presse steht und langsam den Druck hochhebt!

 

 

Herr Rees ließ es sich nicht nehmen, auch Linien in eine CD zu reißen. Ihn interessierte dabei besonders das Vergehen von Zeit als Motiv in Form einer Uhr und die Prägung von Gegenständen in das nasse Kupferdruckpapier. Dazu suchte er sich ein Centstück aus dem Portemonnaie und platzierte dieses im CD-Loch. Unter die als Uhrscheibe gestaltete und mit Farbe eingeschmierte CD wurde eine weitere unbearbeitete CD gelegt. Beim Drehen der Radierwalze prägte sich das Centstück und auch die Form der unbearbeiteten CD in das Papier. Herr Rees hat vor, seine Radierung mit Bleistift geschriebenen Texte zu versehen.

 

 

Alena machte die Erfahrung, dass es wichtig ist, die Druckwalze über die gesamte Druckplatte zu bewegen. Bei ihrem ersten Druck hörte sie zu früh auf, und so fehlt unten ein Teil des Drucks. Die Fläche bearbeitete sie mit einem Roulette, dass viele kleine Punkte in die Platte sticht, die radiert als Fläche dargestellt werden.

 

 

 

Sehr schnell waren sieben Stunden vergangen und das Seminar blickte auf einen von der Arbeite verwüsteten Tisch und viele Ergebnisse.

Der Rollenwechsel von der Studentin zur Künstlerin/Dozentin war für mich im Laufe meines Studiums nicht immer einfach und forderte mich besonders bei diesem Seminar. Es hat mir nichtsdestotrotz viel Spaß gemacht, meine Leidenschaft für die Radierung mit dem Seminar zu teilen.

 

Wissenswert: Im März dieses Jahres sind Künstlerische Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen mit Beschluss der Deutschen UNESCO-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.

 

Literatur:

Karin Althaus

Druckgrafik. Handbuch der künstlerischen Drucktechniken. In Zusammenarbeit mit der Graphischen Sammlung der ETH Zürich, mit einem Essay von Paul Tanner, Zürich 2008

Susanne Haun

Die Kunst der Radierung, München 2012.

Walter Koschatzky

Die Kunst der Graphik. Technik, Geschichte, Meisterwerke, Originalausgabe Salzburg 1972, 14. Aufl. München 2003.

Ernst Rebel

Meisterwerke der Druckgrafik, Stuttgart 2010.

Druckgrafik. Geschichte und Fachbegriffe, mit 56 Abb. und Risszeichnungen, Stuttgart 2009 (2. Aufl.).

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