Susanne Haun

An der nördlichen Küste Siziliens – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Reiseberichte, Sizilien, Zeichnung by Susanne Haun on 22. September 2017

 

Wieder zuhause bin ich erstaunt über die Fotos der ersten Tage, hätte ich nicht schon vor Ort entschieden, welche Fotos ich zeigen, ja sogar in ein Fotobuch transferieren möchte, hätte ich viele dieser Fotos wohl weggelassen. Unmengen Fotos und über zwei Skizzenbücher voller Zeichnungen sind in unserem Urlaub auf Sizilien entstanden.  Ich werde sie hier in Fotogalerien thematisch sortieren. So sind die Fotos für mich und bestimmt auch für euch besser wahrzunehmen. Gleich am ersten Tag waren wir die Umgebung erkunden und ich staune, wieviel wir uns gleich am zweiten Tag angeschaut haben. Im Laufe des Urlaubs haben wir uns entschleunigt!

 

 

Sizilien, 29.8.2017:

Der erste Tag eines Urlaubs ist immer voller Erwartungen auf Neues. Ich mag diesen ersten Tag mit seiner verheißungsvollen Atmosphäre.

Nach einem Rundgang durch das Dorf Caronia weiß nun jeder, wer das Apartment in der Via Galileo 30 bewohnt. Ich vermute, wir sind die einzigen Touristen im Ort. Hier ist die Zeit stehengeblieben, vor dem Eingang des Lebensmittelgeschäfts hängen Kettenvorhänge, die alten Männer sitzen auf Bänken im Freien und die Frauen fegen morgens die Straße vor ihren Häusern.

 

 

Marina di Caronia ist sehr verschlafen, steinig und ein wenig schmuddelig. Wichtig: wir finden eine nette Bar für eine Pause vom Spaziergang. Westlich von uns liegt die kleine Stadt San Stefano di Camastra, die als Keramikstadt bezeichnet wird. Alleine laufen wir durch die Gänge des im Reiseführer gepriesenen Keramikmuseum. Es ist in einem alten Palazzo untergebracht, der sehr schön ist. Die Exponate sind eher gewöhnungsbedürftig. Da hilft nichts! In der nächsten Bar trinken wir den nächsten Espresso und fahren weiter östlich von uns nach Acquedolci. Hier gefällt uns der Strand mit seiner menschenleeren Promenade. Versprengt stehen ein paar Sonnenschirme mit den zugehörigen Sonnenanbetern herum. Hier kann ich in Ruhe zeichnen während M. sich die Füße im Wasser vertritt.

Abends fallen wir von der Sonne und den neuen Eindrücken übermüdet ins Bett – schön, dass es in unserem Bergdorf am Abend auf 20 Grad herum abkühlt. Tagsüber ist es noch sehr warm, um 30 Grad zeigt das Thermometer tagsüber an. Noch etwas zu warm für uns.

 

 

Worüber ich gar nichts im Urlaub schrieb war der alte Friedhof in San Stefano di Camastra, er stand im Reiseführer als sehenswert und war für uns am ersten Tag nicht einfach zu finden. Später haben wir uns eingefunden und die Sehenswürdigkeiten leichter erspäht. Hier war es für uns noch neu, dass wir als einzige dort waren und es scheinbar keinen weiter interessierte.

 

 

 

Pressemitteilung Ausstellung – Event – Querbrüche 13 – Susanne Haun und Gabriele D.R.Guenther

Posted in Ausstellung, Kunstzentrum Tegel Süd by Susanne Haun on 21. September 2017

Einladung Ausstellung Querbrüche Susanne Haun und Gabriele Guenther

 Ausstellung Event Präsentation

Q U E R B R Ü C H E

Objekte und Zeichnungen von Gabriele D.R. Guenther und Susanne Haun

Musik von Achim Kaufmann und Frank Gratkowski

Filmvorführung von Anna-Maria Weber – AugenZeugeKunst

13. – 15. Oktober 2017

Kunstzentrum Tegel-Süd in den Galerieräumen im 1. Obergeschoss

in der Neheimer Str. 54 – 60 in 13507 Berlin (Reinickendorf)

 Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten
Fr. 19.00 – 21.00 Uhr, Sa.11.00 – 19.00 Uhr, So. 11.00 – 17.00 Uhr

Anfahrt
Bahnverbindung: U6 Richtung Tegel bis Holzhauser Straße, ca. 10 Min. Fußweg.
Busverbindung: 133 und X33 bis Kamener Weg, ca. 5 Min. Fußweg.
Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

Programm

Freitag, den 13.10.2017

19 Uhr Eröffnung

20 Uhr Musikperformance: Loitering & Everything In Between
Musik: Achim Kaufmann
Lyrik: Gabriele D.R. Guenther

Samstag, den 14.10.2017

19 Uhr Filmvorführung
Dokumentarfilme von AugenZeugeKunst
Anna-Maria Weber

Sonntag, den 15.10.2017

11 Uhr Kunstgeschichte nahegebracht von Susanne Haun:

Gericaults Floß der Medusa: Der anhaltende Skandal um die Darstellung des Morbiden

Als der französische Romantiker Théodore Gericault 1819 sein 4,91 x 7,16 Meter großes Gemälde, Das Floß der Medusa, im Salon in Paris zeigte, löste er damit einen Skandal aus. Susanne Haun stellt Geriaults Gemälde vor und skizziert kurz die Ereignisse, die zum Skandal führten. Gerne kann im Anschluss an den Vortrag über Kunstskandale damals und heute diskutiert.

ab 14 Uhr Musikalische Darbietung
Frank Gratkowski, (Saxophon, Klarinette)
Achim Kaufmann (Synth, Sounds)

Künstlerinnen

Gabriele D.R.Guenther (c) Gabriele D.R.Guenther

Gabriele D.R.Guenther (c) Gabriele D.R.Guenther

Gabriele D.R. Guenther, geboren und aufgewachsen in Japan, studierte Anglistik, Germanistik, Romanistik und Creative Writing an der University of Toronto und am Banff Centre for the Arts (Kanada), sowie Japanologie am Japan Foundation in Köln. Von 1989 bis 1996 arbeitete sie neben ihrer Tätigkeit als Künstlerin auch als Übersetzerin/Lektorin bei der Deutschen Welle (Köln), danach in Amsterdam im Bereich Filmuntertitelung. Ihre Lyrik wurde in vielen Literaturzeitschriften in den USA, Kanada und Großbritannien veröffentlicht und preisgekrönt. Ihr erster Lyrikband This Could Be You Composing Me erschien im Oktober 2016, ihr zweiter wird voraussichtlich 2017 veröffentlicht. Als Performerin ihrer Gedichte arbeitet sie mit renommierten Musikern zusammen, zuletzt 2016 mit SKEIN Extended beim Berliner JazzFest. Ihre Bilder sind als Artwork auf verschiedenen CD- und Buchcovern zu sehen. Bald folgt eine CD mit Lyrik und Musik mit dem Pianisten Achim Kaufmann. 2009 übersiedelte sie von Amsterdam nach Berlin. In ihrem Atelier im Wedding veranstaltet sie zudem ab und zu Konzertabend.

www.gdrguenther.com   und  www.trokaan.org

Zeichnerin Susanne Haun bei der Arbeit (c) dokumentiert von Anna-Maria Weber

Zeichnerin Susanne Haun bei der Arbeit (c) dokumentiert von Anna-Maria Weber

Susanne Haun studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Seit 2002 ist sie als Bildende Künstlerin und Autorin in Berlin aktiv. Von 1993-2005 arbeitete sie als Systemanalytikerin und Entwicklerin für verschiedene ARD Sendeanstalten. Als Autorin veröffentlicht sie seit März 2009 täglich Beiträge zur eigenen Kunst und Kunstgeschichte in ihrem Blog http://www.susannehaun.com und interagiert dort sowie auf weiteren Social Media Plattformen mit über 12.000 Follower. Zudem unterhält Susanne Haun einen Kunstsalon in ihrem Atelier. Hier werden regelmäßig aktuelle Themen zur Kunst von geladenen Gästen referiert und diskutiert. Ferner publiziert sie seit 2010 künstlerische Fachbücher im Edition Michael Fischer Verlag. Im April 2016 ist dort ihr fünftes Buch „Die Farbe in der Zeichnung“ erschienen. Im aktuellen Jahr 2017 ist im Eichhörnchenverlag das Bilderbuch „Landtiere“ mit ihren Collagen erschienen.

www.susannehaun.de

Die Musiker

Achim Kaufmann (c) Achim Kaufmann

Achim Kaufmann (c) Achim Kaufmann

Achim Kaufmann ist ein in Berlin lebender Pianist, Komponist und Klangforscher.

Seine Musik speist aus sich ganz unterschiedlichen Quellen – ausgehend von Jazz und zeitgenössischer Kammermusik, mit Einflüssen von Experimental Rock, Musik anderer Kulturen bis hin zu Umweltgeräuschen.

Nachdem Kaufmann sein Musikstudium (Konzertexamen ‘91) in Köln abgeschlossen hatte, lebte er von 1996 bis 2009 in Amsterdam, seither in Berlin.

Langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn u.a. mit Frank Gratkowski und Wilbert de Joode (Trio und SKEIN), Michael Moore (gueuledeloup quartet, trio kamosc, Duo Kaufmann/Moore) sowie mit Robert Landfermann und Christian Lillinger (grünen, Lillingers Grund).

Außerdem spielte er mit Han Bennink, George Lewis, Paul Lovens, Mark Dresser, Jim Black (trio kyrill), Tobias Delius, Fay Victor, Okkyung Lee, Richard Barrett, Gerry Hemingway, Axel Dörner, Shelley Hirsch, Tony Buck, Kazuhisa Uchihashi, Tomász Stanko u.v.a.

Tourneen u.a. in Kanada, den USA, Japan, Russland, überall in Europa. Namhafte Festivals:

Jazz Fest Berlin, Musiktriennale Köln, Music Unlimited Wels (A), Earshot Seattle, Umbrella Festival Chicago, Vancouver Jazz Festival, Ring Ring Festival Belgrad, Stanser Musiktage (CH) u.v.a.

Rund 30 CDs unter eigenem Namen; SWR-Jazzpreis 2001.

2015 wurde ihm im Rahmen des Jazzfests Berlin der Albert-Mangelsdorff-Preis verliehen.

Mit der Lyrikerin und bildenden Künstlerin Gabriele Guenther arbeitet er seit ca. 20 Jahren in verschiedenen Text-und-Musik-Projekten zusammen.

„Achim Kaufmann gehört seit vielen Jahren zu den an- und aufregendsten Persönlichkeiten der europäischen Jazz- und Improvisationsszene. Seine Musik zeugt von harmonischer Feinsinnigkeit und strukturellem Tiefgang; als brillanter Pianist und Komponist hat er über die reflektierte Auseinandersetzung mit der Tradition zu einer nuancierten, jetzt-zeitigen Klangsprache gefunden, in der Poesie, Energie und Abstraktion gleichermaßen präsent sind.“

Julia Neupert, SWR – Pressetext zum Albert-Mangelsdorff-Preis 2015

achimkaufmann.com

Frank Gratkowski (c) Foto von Frank Gratkowski

Frank Gratkowski (c) Foto von Frank Gratkowski

Frank Gratkowski ist ein in Berlin lebender freischaffender Saxofonist, Klarinettist, Flötist, Improvisator und Komponist.

SWR Jazz Preisträger 2005

Er studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, an welcher er seit über 20 Jahren unterrichtet.

Frank Gratkowski veröffentlichte mehr als 30 CDs unter seinem Namen und ist auf vielen weiteren als „sideman“ zu hören.

Seine musikalische Spannbreite ist sehr vielschichtig und beinhaltet u.A. experimentelle Musik, Jazz, improvisierte Musik, Neue Musik, Rock und Elektronische Musik.

Er konzertiert weltweit von Solo bis Orchestermusik und komponiert für verschiedene Ensembles, in letzter Zeit mit einem Fokus auf Mikrotonalität.

 

Seine Hauptprojekte sind zur Zeit:

„Artikulationen“ (Solomusik für Saxophon und Klarinetten)
„Artikularionen E“ (Solomusik für Saxophon und 8 Kanal Live Elektronik)
„Z-Country Paradise“ (mit Jelena Kujic – Stimme, Kalle Kalima – Gitarre, Oliver Portal – E-Bass, Christian Marien – Schlagzeug)
„Frank Gratkowski Quartet“ (mit Wolter Wierbos – Posaune, Dieter Manderscheid – Kontrabass und Gerry Hemingway – Schlagzeug)
„Instant Songs“ (Duo mit dem Posaunisten – Sebi Tramontana)
Trio „Kaufmann/Gratkowski/DeJoode“ (mit Achim Kaufmann – Klavier, Wilbert DeJoode – Bass) auch plus Tony Buck, Okkyung Lee and Richard Barret als SKEIN.
„Fo[u]r Alto“ (Mikrotonale Musik für 4 Altsaxophone)

www.gratkowski.com

Die Dokumentarfilmerin

Dokumentarin AugenZeugeKunst Anna-Maria Weber (c) Foto von Susanne Haun

Dokumentarin AugenZeugeKunst Anna-Maria Weber (c) Foto von Susanne Haun

Anna-Maria Weber von AugenZeugeKunst  dokumentiert, präsentiert und profiliert Kunst und Kreativwirtschaft auf Video und zeichnet sich durch kunstspezifische Fachkompetenz aus. Ausgehend von Ihrer Idee und Ihren Vorstellungen bietet AugenZeugeKunst den gesamten Prozess von der Planung, Recherche und Konzeption über die Dreharbeiten, Interviews, Bild- und Tonschnitt, Mastering bis zur Konfektionierung und Veröffentlichung aus einer Hand an.

Anna-Maria Weber von AugenZeugeKunst wird uns aus ihrem Fundus Filme zeigen und mit den Gästen über die gezeigten Filme in Bezug auf ihre Entstehung diskutieren. Wie lang darf ein Imagefilm sein? Was sollte von der eigenen Arbeit gezeigt werden? Wie komprimiert der Künstler*in seine Aussagen auf so wenig wie möglich jedoch so viel wie nötig?

www.augenzeugekunst.de

Die Ausstellung

Querbrüche sind für Haun Ausstellungsparcours, die gebrochen vom Betrachter durchschritten werden; hier hängt eine Leinwand im Raum, dort steht ein kleines Glasgehäuse auf einem Sockel und der Beamer zeigt bewegte Zeichnungen an der Wand. Der Besucher entscheidet und vervollständigt mit seiner Betrachtungsart und seinem Weg durch die Ausstellung die Werke Hauns. Ihre Arbeiten sind narrativ, sie will Geschichten vom Leben erzählen, die Themen aufgreifen, die uns täglich begegnen, sei es beim Spaziergang durch Stadt und Land, in der Literatur auf dem Nachtisch oder am Frühstückstisch.

Guenthers Objekte, oft aus Recyclingmaterialien, verändern Formen und Inhalte. Sie verleiht ihren Skulpturen »mit eigener Interpretation und einem Materialmix besonderen Glanz« (Antipoden 2012, Galerie Wedding). Die Objekte entwickeln dadurch eine neue Plastizität, einen Perspektivwechsel. »Querbrüche« bedeutet für sie, die Grenzen selbst zu beherrschen, zu bestimmen und dann zu brechen auf verschiedenen Sinnesebenen, um Raum zum Nachdenken und der Besinnung zu verschaffen

Der Veranstaltungsort

Das Kunstzentrum Tegel-Süd wurde im Mai 2001 im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Rheinmetall AG gegründet. Damals zogen die ersten Künstler in das durch kriegsbedingte Schäden und diverse Zwischennutzungen heruntergekommene Gebäude. Vom Bundesvermögensamt wurde es später verkauft und vom neuen Eigentümer ateliergerecht saniert. So entstand die Grundlage für ein allen offenstehendes Atelierhaus, in welchem heute circa 60 Künstler verschiedener Metiers mit unterschiedlichen Ansprüchen arbeiten. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wird heute mit Unterstützung der Künstler von der Verwaltung Berliner Grundstücke im Auftrag des Eigentümers gepflegt und verwaltet. (Quelle: http://www.kunstzentrum-berlin-tegel.de/index.html, 18.9.17, 17:30 Uhr)

Die Galerieräume in der ersten Etage des Künstlers stehen auch externen Künstlern zur Verfügung. Gabriele D.R. Guenther, Susanne Haun und Freunde bespielen im Rahmen ihrer Ausstellung Querbrüche die Lokation vom 13. – 15. Oktober 2017.

Für weitere Anfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Susanne Haun:
Tel. 030 43 00 45 72
Mobil 0177 232 80 70
info@susannehaun.de
http://www.susannehaun.de

Gabriele D.R. Guenther:
Tel. 0157 8189 2103
gdrguenther@online.de
http://www.gdrguenther.com

 

 

 

Auf Sizilien laufen die Uhren anders – Zeichnungen Susanne Haun

Posted in Reiseberichte, Sizilien, Zeichnung by Susanne Haun on 20. September 2017

 

Die letzten drei Wochen haben wir auf Sizilien verbracht.

Ich habe Tagebuch geführt, um darüber autentisch berichten zu können und für mich selber meine Eindrücke zu konservieren. Während unserer sizilianischen Zeit habe ich hier in Berlin vieles liegengelassen, was ich jetzt mit Energie in Angriff nehmen werde. Aufgrunddessen werde ich meinen Reisebericht nicht kontinuierlich posten, sondern euch immer wieder aus Sizilien in die Wirklichkeit herausreissen.

 

 

Sizilien, 28.8.2017:

Es ist trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit warm hier auf Sizilien. Die Berge im Zentrum der Insel haben wir auf der Fahrt vom Flughafen von Catania zum kleinen Bergdorf Caronia mit dem Auto quer über die Insel kennengelernt. Fast ausschließlich gelblich, braune Hügel und Berge in verschiedensten Schattierungen. Ich habe die Berge als von Bäumen und Wiesen kahlrasierte Alpen empfunden. Interessant!

 

 

Unser Apartment ist sehr einfach und sehr sizilianisch, das Wasser ist rationiert, alle zwei Tage wird der Wasserbehälter auf unserem Hausdach mit Wasser befüllt, wir müssen uns daran gewöhnen, sparsam zu duschen und abzuwaschen. Auffällig ist die Sauberkeit unserer Unterkunft und des gesamten Dorfes. Am besten gefällt mir der Ausblick vom Balkon. Über das gesamte Dorf schauen wir zum Meer. Jedoch darf man sich nicht täuschen lassen, mit dem Auto sind es 10 Minuten über eine sehr kurvige Straße hinunter.

Ich hätte nicht gedacht, dass es so etwas Ursprüngliches, wie ich es noch aus meiner Kindheit als italienisch an der Adria in Erinnerung habe, noch gibt. Von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr schläft hier alles, in den Bars sitzt man als Tourist alleine, die Geschäfte sind geschlossen.

Als erste Eindrücke zeichne und fotografiere ich schnell die ungewohnte Umgebung. Schon nach zwei, drei Tagen werden die ungewohnten Ausblicke zur Gewohnheit. Deshalb mag ich besonders diese ersten 24 Stunden an einem Urlaubsort.

 

Hier habe ich Auswahl von wenigen Fotos getroffen, die wir von der Aussicht aus unserem Balkon machten.

 

 

Die Inseln im Hintergrund sind die Liparischen Inseln, darunter Stromboli und Vulcano. Je nach Wetter hat man sie gut oder schlecht betrachten können. Caronia liegt 122 km westlich von Messina an der nördlichen Küste von Sizilien. Obwohl nur knapp 80 km vom Flughafen von Catania entfernt haben wir 3 Stunden vom Flughafen Catania bis nach Caronia gebraucht. Die Berge machen ein schnelles Fahren unmöglich.

 

 

Wolfgang Tillmans ruft dazu auf, wählen zu gehen und ich schliesse mich ihm an – Susanne Haun

Posted in Was es sonst so gibt! by Susanne Haun on 19. September 2017

 

Bundestagswahl2017-Instagram-kl-02

 

Ich bin Tagesspiegel Leserin, am liebsten mag ich die Samstag Zeitung, sie bietet eine Mischung aus allem: Politik, Berlin, Kultur, Wirtschaft und mehr.

Letzten Samstag las ich Wolfgang Tillmans Aufruf zur Wahl zu gehen. Besonders gut gefiel mir das Plakat

„Mach mit bei der Wahl. Sonst entscheiden die andere für Dich.“.

Es gibt auf der Seite Between Bridges (siehe hier) mehrere Plakate, die Nichtwähler motivieren sollen zur Wahl zu gehen. Die Plakate können einfach heruntergeladen und  in den sozialen Medien verteilt werden. Tillmans schreibt, dass eine reale Gefahr bestehe, dass viele Menschen am 24. September zu Hause bleiben, weil sie glauben, das Wahlergebnis bereits zu kennen. Erinnert ihr euch an die Brexit – Entscheidung? Was wäre passiert, wenn die Wahlbeteiligung höher gewesen wäre? Hätte der Brexit verhindert werden können?

Tillmanns schreibt:

„Die Mitte der Gesellschaft wähnt sich in Sicherheit, während die AfD für die letzten Tage des Wahlkampfes eine massive Internetkampagne plant. Dabei nutzt sie die Dienste der amerikanischen Agentur Harris Media, die bereits im vergangenen Jahr geholfen hat Brexit und Trump durchzusetzen. Sie wird eine für Deutschland bisher ungekannte Polemik einsetzen.

Ihre Werbemittel appellieren an nationalistische Ressentiments und sie hoffen 15% der Stimmen zu bekommen. Damit könnte es sein, dass sie die stärkste Oppositionsfraktion werden und in jeder Bundestagssitzung als erste nach der Regierung sprechen. Dann hätten sie die Möglichkeit, wie schon in den Landtagen bewiesen, scheibchenweise Tabubrüche vorzunehmen und rechtsradikales Gedankengut zu normalisieren.“²

Davor habe ich Angst!

Ich muss am Sonntag meine Bilder in Nettersheim abholen, so habe ich schon vor einiger Zeit Briefwahl beantragt und gewählt.

 

Bundestagswahl2017-Instagram-kl-02

__________________________

² Wolfgang Tillmans, http://www.betweenbridges.net/bundestagswahl-2017.php, 19.9.17, 8:00 Uhr

Der neue Kalender für 2018 ist da! Thema Musikerinnen / Musiker mit Beteiligung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Kalender, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 18. September 2017

 

Es ist wieder soweit, ein Jahr ist vorbei und der neue Kalender Musikerinnen / Musiker  2018  im Utz Benkel Verlag liegt vor.

In den letzten beiden Jahren habe ich mich auch schon an den Kalenderprojekten von Utz Benkel beteiligt, einmal mit einem Portrait von Lucy Maholy 2015 (siehe hier) und  einem Doppelportrait von Andy Warhol und Basquiat 2016 (siehe hier) beteiligt.

Utz Benkel lädt alle Freundinnen und Freunde der Kunst und der Musik herzlich zur Kalender-Präsentation „Musiker und Musikerinnen“ 2018 ein:

Am Freitag, den 29. September 2018, um 19 Uhr
Treff International
Reuterstraße 15
12053 Berlin

Es werden der Kalender und Originalarbeiten in Anwesenheit von beteiligten Künstlern präsentiert. Außerdem gibt es etwas zu trinken und einen kleinen Imbiß.

UND: Es gibt Musik: Chris Schildmüller und Julius Erdmann. Die jungen Nachwuchsmusiker geben ein musikalisches Rahmenprogramm in Blues-Rock, Soul & Funk.

An diesem Abend wird der Kalender zum Sonderpreis von 15 Euro verkauft. Der reguläre Verkaufspreis bei Amazon beträgt 19,50 Euro.

Der Kalender ist auch direkt beim Verleger zu bestellen, eine Mail oder ein Anruf genügen: Utz Benkel grafik-benkel@t-online.de oder +49-151-64521810.

Ich und Mein Sinnbild von Annie Lennox werden ebenfalls anwesend sein und ich, Utz und die anderen Künstler*innen freue uns auf euren Besuch!

 

Musiker Musikerinnen Die Wilden 13 Kalender 2018 ISBN 3981800613 - beteiligt Susanne Haun (c) Utz Benkel

Kalender Musiker und Musikerinen 2018
 
Utz Benkel:
„Für 2018 gebe ich in der Reihe „Die Wilden 13“ zum ersten Mal einen Kalender „Musiker und Musikerinnen“ heraus: Ein Kalender mit 13 Porträts von außer-gewöhnlichen Musikern und Musikerinnen aus aller Welt – gemalt, gezeichnet, geschnitten von zeitgenössischen KünstlerInnen.
Der Kalender-Erstling ist in einer limitierten Auflage von nur 500 Exemplaren aufgelegt, ist DINA3 groß, hat eine Spiralbindung und enthält 14 Blatt: Das Titelblatt zeigt den Blues-Musiker John Lee Hooker – ein Gemälde von Alfons Kiefer, dem Schöpfer vieler SPIEGEL- und STERN-Titel. Das Vorwort verfaßte der bekannte Autor Thommie Bayer („Das Herz ist eine miese Gegend“), der mit seinen Romanen mehrfach auf der SPIEGEL-Bestsellerliste vertreten war und Mitglied des PEN-Zentrums ist. Die 12 Monatsblätter enthalten Porträts von Phil Collins (Utz Benkel), Nina Simone (Tomáš Hrivnác), Ian Dury (Utz Benkel), Prince (Susanna Cardelli), Johnny „Guitar“ Watson (Utz Benkel), Georg Danzer (Utz Benkel), Screamin‘ Jay Hawkins (Norbert Salzwedel), David Crosby (Utz Benkel), John Coltrane (Karoline Koeppel), Dianna Reeves (Yulia Protsyshyn), Björk (Sigrid Meggendorfer) und Annie Lennox (Susanne Haun).
Im Kalendarium sind die Geburts- und Sterbetage von 365 außergewöhnlichen Musikern und Musikerinnen verzeichnet.“
 

Musiker Musikerinnen Die Wilden 13 Kalender 2018 ISBN 3981800613 - beteiligt Susanne Haun (c) Utz Benkel

Produktinformation
Musiker und Musikerinnen: Die Wilden 13
Kalender: 14 Seiten
Verlag: Benkel Verlag; Auflage: 1000 (1. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3981800613
ISBN-13: 978-3981800616
Größe und/oder Gewicht: 30,1 x 1,3 x 42,3 cm

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Henry David Thoreau

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 17. September 2017

 

Tun zu können, was man gerne tut, bedeutet Freiheit.

Das gerne zu tun, was man tut, bedeutet Glück.

Henry David Thoreau (amerikanischer Schriftsteller und Philosoph)

 

Der Traum vom Fliegen - Freiheit (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Traum vom Fliegen – Freiheit (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

_________________
Zitiert nach Zitatkalender aus der Helmut Lingen Verlag Gmbh, 2016 Köln, Kalenderblatt 10. August 2017.

Wenn der Zoo zu mir nach Hause kommt – Nashorn, Affe und Zebra – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 15. September 2017

 

Kennt ihr das? Es ist Sonntag und draußen regnet es in strömen.

An einem solchen Sonntag habe ich mir in der Mediatheken der ARD Anstalten Berichte über verschiedenen Zoos in Deutschland angeschaut und gezeichnet. Das schöne an dieser Art der Tierzeichnungen ist, dass die Tiere gut zu erkennen sind, im Zoo sind sie mitunter so weit entfernt, dass ich gar nichts erkennen kann. Wie immer habe ich nach bewegten Bildern mit dem Füller gezeichnet.

 

 

Projekt ohne Namen – Mein Engelchen, ich sage Dir … – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Engel, Portraitmalerei, Projekt ohne Namen, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 13. September 2017

 

#16

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“

S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

 

Mein Engelchen, ich sage Dir nichts ist perfekt aber alles ist möglich! (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Engelchen, ich sage Dir nichts ist perfekt aber alles ist möglich! (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Jürgen, das war nicht einfach, was wolltest du mir bloß sagen? Auf jeden Fall ist hier mein neuer Satzanfang:

#17  „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“

Was bisher geschah:

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

Jürgen hatte zu meinem Satzanfang noch folgenden Satz im Kopf, den ich unbedingt in Szene setzen wollte.

#15.1 Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.

 

Worte, die den Raum füllen und als ewiges Licht bleiben (c) Zeichnung von Susanne Haun

Worte, die den Raum füllen und als ewiges Licht bleiben (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Verpacktes Unglück – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 11. September 2017

 

Malplaquet Ecke Amsterdamer Straße findet man das Mini-Kaufhaus im Wedding. Früher in den 1970ziger Jahren als ich noch ein kleines Mädchen war, gab es dort Fische zu kaufen und ich weiss, mein Vater mochte dort besonders die Sprotten.

Viele meiner Stillleben Elemente kaufe ich im Mini-Kaufhaus. Ich bin dort gerne, weil die Dinge liebevoll in Regalen präsentiert werden und ich nicht in Kisten wühlen muss. Ein Regal ist z.B. voller Kaffeetöpfe und eins mit Vasen etc. Letztes Mal irgendwann im Mai sind mir die zerbrechlichen Dinge besonders gut in Zeitungspapier eingepackt worden. Ich stellte meine Schätze auf den Arbeitstisch und vergass sie indirekt. Ich hatte die Eiswelten und die Uni im Kopf.

Letzte Woche begann ich mit dem Auspacken, die Zeitungseinpackpapiere waren voller Wörter, die von kleinen und großen Unglücken der Welt berichteten. Ich beschloss schon das Auswickeln in Zeichnungen festzuhalten.

Fortsetzung folgt…

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Christian Morgenstern

Posted in Leinwand, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 10. September 2017

 

AN MEINE TASCHENUHR

Du schlimme Uhr, du gehst mir viel zu schnell;

und doch – dich schauend, seh ich selber hell.

Unschudig Räderwerk, was schelt ich dich?

Ich geh zu langsam, ach zu langsam – ich.

Christian Morgenstern

 

 

In unserer Zeit (c) Entstehung Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun

Die Geburt – In unserer Zeit (c) Entstehung Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun

 

 

_____________________

Schuhmann, Klaus (Hrsg.), Christian Morgenstern, Ausgewählte Werke, Leipzig 1977, S. 130.

 

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