Susanne Haun

Back to the roots – Fische – Tuschezeichnungen von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 6. August 2016

 

Ich habe die chinesische Tuschemalerei vor 30 Jahren 2 Jahre lang bei der Chinesin Ping Qiu gelernt. Diese Ausbildung ist der Grundstock meiner Ausbildung als Zeichnerin! Ping liess es die erste Zeit nicht zu, dass ich mehrere Farben benutzte, ich arbeitete einzig mit schwarzer Tusche. In meinen heutigen Arbeiten ist es noch zu erkennen, wie sehr mich ihr Unterricht prägte. Noch heute zeichne ich gerne Monochrome, jedoch nur sehr selten schwarz.

 

Wie ein Fisch im Wasser (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie ein Fisch im Wasser (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Durch ein Gespräch mit einer Freundin über chinesische Tuschemalerei hatte ich den Drang, mich wieder einmal mit der Technik zu beschäftigen. Ich weiss noch, jemand erzählte mir damals, dass ein chinesischer Meister sein ganzes Leben lang nur einen einzigen Pinsel benutzt. Ich habe doch mehr Pinsel benötige aber eigentlich immer nur einen, maximal drei.

Da ich Fische mag, zeichnete ich davon viele auf Sumi-e Papier von Hahnemühle. Nicht, nach dem Vorbild der alten Meister sondern nach dem, was ich im Aquarium sehe und was mir gefällt.

 

Chinesische Pinsel (c) Foto von Susanne Haun

Chinesische Pinsel (c) Foto von Susanne Haun

 

Mir gefällt die Beschreibung des Papiers auf der Hahnemühle Homepage:
„Die Sumi-e Malerei wurde im 5. Jahrhundert aus der chinesischen Kalligrafie entwickelt. Im 12. Jahrhundert brachten Zen-Mönche die Maltechnik nach Japan, wo die sumi-e-Malerei bis heute einen starken Einfluss auf den Lebensstil hat. „Sumi“ heißt übersetzt „schwarze Tusche“ und „e“ bedeutet sowohl „Weg“ als auch „Malerei“. Dabei handelt es sich um schlichte und dabei im hohen Maße ästhetische Zeichnungen, die aus kraftvollen, meist jagenden und schnell hingeworfenen Strichen bestehen.“²

Bei Ping Qiu habe ich auch meine zwei chinesischen Stempel hergestellt. Der große bedeutet phonetisch Susanne, der kleine Haun. Ich benutze sie nie auf meinen Zeichnungen, ich finde, sie gehören nicht in meinem westlichen Kontext. Ich habe das gelernte in meine Kunst integriert und eine eigene Handschrift entwickelt. Nichtsdestotrotz habe ich große Freude gehabt, einen chinesischen Fischschwarm zu zeichnen und meine Linien zu vervollkommenen. Und ich bin noch nicht fertig mit meinen Schwarm, es werden noch einige folgen.

 

 

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² http://www.hahnemuehle.com/de/traditional-fineart/maltechniken/sumi-e.html, 6.8.2016, 8:17

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