Susanne Haun

Zwei Selbstportraits (nicht im Badezimmerspiegel) zum Bearbeiten für Heike und Jürgen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Übermalungen, Portraitmalerei, Selbstbildnis im Badezimmerspiegel, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Juli 2017

 

Alles fing mit dem Selbst im Badezimmerspiegel an. Wie sehen wir uns morgens im Spiegel und was sind wir dabei in der Lage darzustellen? Welche zeichnerischen Gedanken teilen wir auf dieser Weise unserer Umwelt mit? Mit welchem Sinn verknüpfen wir dieses Projekt?

An dem Projekt beteiligten sich sehr viel und so sind viele unterschiedliche Selbstportraits im Badezimmerspiegel entstanden (siehe hier in den Kommentaren zu folgendem Blogbeitrag).

Heike und ich sind dann noch ein Stück weiter gegangen, in dem mir Heike ihr Portrait zur weiteren Bearbeitung zugesendet hat (siehe hier).

Nun habe ich vier Portraits von mir mit Tusche gezeichnet, davon zwei zerstört, eines zu Jürgen und eines zu Heike zur weiteren Bearbeitung gesendet.

Mehr sschreibe ich hier ersteinmal nicht. Ich bin einfach gespannt, wie es zeichnerisch bei den beiden weitergeht.

 

 

 

Verästelungen am blauen Himmel und die letzte Blogparadenfrage – Susanne Haun

Posted in Blogparade, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 27. November 2012

Ich schaue in den blauen Himmel, sehe die kahlen Bäume mit den Verästelungen der Zweige, die sich wie das Leben in den Himmel recken.

Ich möchte über Franks Blogparaden Frage „Passen Kunst und Kommerz zusammen?“ nachdenken, finde aber keinen Zugang zur Frage.

Traumküste 34 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Traumküste 34 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Über die Definition von Kunst habe ich ausführlich hier in meinem Blog gesprochen.

Das der Haupt- oder auch der Nebenberufskünstler mit der Kunst Geld verdienen muss, ist allen klar – ich muss nicht von Miete, Essen und Krankenkasse reden.

Conny Niehoff hat es verschärft ausgedrückt.  Sie produziert ihre Kunst selbstverständlich mit allem was dazu gehört. Für sie ist ihre Begabung nichts besonderes; manchmal glaube ich sogar, dass sie nicht weiss, wie begabt sie ist.

Ich habe diese Selbstverständlichkeit das erste Mal bei Annette Pehnt und danach bei Kerstin Mempel bewusst wahrgenommen.

Annette Pehnt, die für uns netterweise die Sternzeichengeschichten schrieb, hat dieses Jahr zwei große Literaturpreise erhalten, den Solothurner Literaturpreis  und den Hermann Hesse Preis und sie moderiert das Freiburger Literaturgespräch. Sie muss ihre Arbeit nicht legitimieren und ich habe auch nie von ihr ein Wort in dieser Richtung gehört. Ebenso wenig von Kerstin oder Conny.

Es ist ein selbstverständliches Tun in allem was nötig ist.

1 In den Himmel schauen (c) Foto von Susanne Haun

1 In den Himmel schauen (c) Foto von Susanne Haun

Ich hatte heute noch die Indigo farbende Tusche auf meinem Arbeitstisch zu stehen. So habe ich zu den Bäumen noch eine Traumküsten gezeichnet.

For my English-speaking readers:
I look at the blue sky, see the bare trees with the ramifications of the branches that stretch out like living in heaven.

I want to think about Frank’s blogparade question  „Fit  art and commerce together?“ But I haven’t an access to this question.
About the defintion of art I have spoken extensively in my blog.
That artists must make money is clear for all of you – I don’t have to talk rent for the studios, food and health insurance.

Im Abstand von einer Woche haben einige Blogger euch Frangen zur Kunst gestellt und euch eingeladen, mit uns zu diskutieren. Dieses ist die letzte Woche und Frank Koebsch ist an der Reihe eine Frage zu stellen und die Diskussion zu leiten.

Hier eine Übersicht der bisherigen Fragen:

Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst

Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?

Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?

Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?

Oliver Kohls       Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?

Frank Koebsch  Passen Kunst und Kommerz zusammen?

  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
  • Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

Sollte die Kunst in Bild-, bzw. Medienwissenschaft umbenannt werden? – Zeichnung und Diskussion von Susanne Haun

Posted in Animation, Betrachtungen zur Kunst, Blogparade, Konzeptkunst, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 21. November 2012

In der Kunstwissenschaft wird überlegt, die Kunst in Bild-bzw. Medienwissenschaft umzubenennen², dann wäre die Frage nach Kunst oder nicht Kunst nicht mehr relevant!

Diese These passt zu Oliver Kohls Frage in der 5. Woche unserer Blogparade:
Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?

Die Frage, die ich mir zuerst dazu stelle ist, ob das Internet schon den Weg in die Kunst gefunden hat.
Als Kunst und nicht als Medium.
Ich möchte deshalb die Werbung und den Verkauf im Internet völlig aus der Frage herauslösen.

Zu allererst möchte ich feststellen, dass das Internet nicht die bisherigen Kunstarten wie das reale Bild/Foto für die Wand, die Filmkunst und Buchkunst ersetzen kann; das Internet kann sie nur um eine weitere Art des Ausdrucks ergänzen.
Für mich persönlich ist es eine zusätzliche Art der Betrachtung und des Ausdrucks in der Kunst, ein neuer Werkstoff.

Deshalb kann meines Erachtens die Umbenennung in Bild- und Medienwissenschaft wiederum nur einen Teil der Kunst abdecken. Alles andere bliebe bei dieser Art des neuen Kunstbegriffs außen vor.

Ich habe durch Jürgen Küster die Plattform Issuu kennen gelernt. Diese Plattform bietet die Möglichkeit, digitale Bücher zu präsentieren. Ich fand sie sofort faszinierend und Jürgens Bücher gefallen mir sehr. So habe ich mich angemeldet und bei mir gedacht, dass ich „irgendwann“ etwas hochladen.  Ähnlich, wie ich mit einem neuen Block zum Zeichnen verfahren würde.

Ich sehe es als Ergänzung zum gedruckten Buch.

Musste der Rezipient früher zum Betrachten der Kunst ins Museum, der Galerie oder Bücherei gehen, kann er sich nun leicht im Internet einen Überblick verschaffen. Gerade bei großen Bildern, Skulpturen, Installationen und Konzepten ist es schwierig im Internet einen genauen Eindruck zu erhalten. Ich vergleiche in dieser Funktion das Internet mit einem Buch.

Der Blog im Allgemeinen hat schon Einzug in die Kunst gehalten. Dazu gibt es Fachliteratur, die ich noch nicht gelesen habe, die ich aber in der näheren Zukunft in Angriff nehmen werde und worüber ich hier berichten werde.

Mein Blog ist Teil meines Werkes.

For my English-speaking readers
In arthistory is considered  art  rename in image or Media Studies ², then the question be art or not to be is no longer relevant! This hypothesis fits Oliver Kohl’s question in the 5th Week of our blogparade:  How does the Internet the art creative and artistic people experiencing
The question I ask myself first to whether the Internet has already found its way into art. As art and not as a medium
I would therefore like to advertising and selling on the Internet completely detach from the question.

Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:

  • Susanne Haun    Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
  • Ute Schätzmüller   Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
  • Jürgen Küster  Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
  • Conny Niehoff   Wird bildende Kunst überbewertet? Und drängen wir uns nicht zu sehr auf? Wen interessiert unser geistiges Gedöns?
  • Oliver Kohls       Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen?
  • Frank Koebsch
  • Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte,  Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Artgewinnen.
  • Start der Blogparade Künstler /  ausgelobter Preis Ausgelobter Preis
    22.10.2012 Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten Azalee (c) Zeichnung von Susanne HaunAzalee (c) Zeichnung von Susanne Haun
    29.10.2012 Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten man, water (c) Ute Schätzmüllerman, water (c) Ute Schätzmüller
    04.11.2012 Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g o.T. (c) Jürgen Küstero.T. (c) Jürgen Küster
    12.11.2012 Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm,  Mischtechnik auf Papier kleine expressive Landschaft (c) Conni Niehofkleine expressive Landschaft (c) Conni Niehof
    19.11.2012 Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell Abendhimmel über Marschland (c) Oliver KohlsAbendhimmel über Marschland (c) Oliver Kohls
    26.11.2012 Frank KoebschFaszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell Faszination Ballett # 1 (c) Miniatur in Aquarell von FRank KoebschFaszination Ballett # 1

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² Pfisterer, Ulrich (HG), Metzlers Lexikon Kunstwissenschaft, Stuttgart 2003, 2011²

Kunst = Kunst – Teil 4 und für immer jung – Collagen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Collage, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 20. November 2012

In den letzten drei Tagen bin ich mit euch durch die Zeit des Kunstbegriffs gereist.
Heute bewegen wir uns von den 60zigern ins JETZT, in der seit 1990 andauernden Postmoderne.

Blatt 2 Für immer jung - 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 2 Für immer jung – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Duchamps mit seinen Readymades und Beuys mit seinem erweiterten Kunstbegriff prägen ab Mitte des 2o. Jahrhunderts den Kunstbegriffe.

Ein Readymade ist ein Gegenstand des Gebrauchs, der aus seiner Umgebung herausgerissen in der Galerie oder im Museum zur Kunst wird. Duchamps Pissoir ist dafür das berühmteste Beispiel.

Um nun Kunst erkennen zu können, muß die Definition von Kunst klar reguliert (genormt) sein. Mir persönlich haben Bruce Naumans Worte zur Kunst besonders gefallen: „Ich folgerte also, dass ich ein Künstler in seinem Atelier war und dass demnach alles, was ich dort tat, Kunst sein musste.“³
Seitdem ich Auszüge dieses Interviews mit Bruce Nauman las, lächel ich an Gedanken daran, wenn ich morgens mein Atelier aufschließe!

Blatt 3 Im Zoo mit G. - 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 3 Im Zoo mit G. – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

„Diskussionen über zeitgenössische Kunst spiegeln deshalb vor allem die Ansprüche des Publikums ihr gegenüber, wobei auffällt, dass die Heilserwartungen und revolutionären Hoffnungen seit den 1060er Jahren insgesamt verschwunden sind.“² steht im Lexikon der Kunstwissenschaft.

Seit den 80ziger Jahren wird das Ende der Kunst vorhergesagt. A.C.Danto (amerikanischer Philosoph und Kunstkritiker) und J.Baudrillard (französischer Medientheoretiker, Philosoph und Soziologe) stellen fest, dass die Kunst den Begriff der Philosophie immer mehr reflektiert und deshalb nicht mehr eigenständig besteht.

In der Kunstwissenschaft wird überlegt, die Kunst in Bild-bzw. Medienwissenschaft umzubenennen, dann wäre die Frage nach Kunst oder nicht Kunst obsolet!

Es hat mir Spaß gemacht, den Kunstbegriff auseinanderzunehmen und regt mich zum weiteren Denken an.

Oliver Kolhls stellt in unserer Blogparade die Frage, wie das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen beeinflusst.

Blatt 4 Die Zeit - 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 4 Die Zeit – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Ich habe heute weiter an meine Collagen aus dem „weggeworfenen Fotoalbum“ gearbeitet. Es ist schwer, die Gesichter mit weiß zu übermalen. Ich habe es bisher nur zur Hälfte geschafft. Die Dame schaut mich mit so strahlenden Augen an, dass ich es nicht schaffe, diese Freude zu übermalen. Collage kommt aus dem Französischen von coller gleich kleben. Es gibt Collagen nicht nur in der bildenden Kunst sondern auch der Musik und Literatur.

For my English-speaking readers:
In the last three days I have been traveling with you by the time of art.
Today we are moving from the 60zigern to NOW, in the epoch of postmodernism.
To recognize art, the definition of art must be clearly regulated (standardized).
Personally, I liked Bruce Nauman’s words to art: „I ​​concluded, therefore, that I was a artist in his studio, and that therefore everything I was doing, had to be art.“ ³
Since I read parts of this interview with Bruce Nauman, I smiled when I am on the door to my studio!


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³ Pfisterer, Ulrich (HG), Metzlers Lexikon Kunstwissenschaft, Stuttgart 2003, 2011²
² Naumann, Bruce, „Kunst, die eigentliche Tätigkeit – Ein Interview mit Ian Wallace und Russel Keziere, 1996, S.112

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