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Eine große Walzenpresse – Bericht von Susanne Haun

Ich drucke meine Holz- und Linolschnitte „mit der Hand“ ohne Presse. Ich reibe die Farbe mit einem Reiber, einer Handbürste oder Holzrundstücke in das Papier.

Ich mag das Unmittelbare daran. So bin ich dem Druckstock und  dem Papier sehr nahe. Durch die Verwendung von Papier unter 100g sehe ich beim Einreiben der Farbe durch die Rückseite, wo ich mehr oder auch weniger stark aufdrücken muss.

Eine große Walzenpresse im Sortiment der Firma Boesner (c) Foto von Susanne Haun

Mein Lektor findet trotz allem, dass ich in meinem Buch natürlich auch von einer Presse berichtet sollte. Recht hat er, denn mit einer Presse kann man selbstverständlich auch Linol- und Holzschnitte drucken 🙂

Gestern war ich in Mariendorf bei Boesner zu Besuch, um Fotos von einer großen Presse zu schießen. Es gibt sehr viele verschiedene Pressen und nur in großen Druckwerkstätten oder im Verkauf gibt es mehrere auf einen Schlag. Herzlichen Dank an Boesner Berlin Marienfelde, die mir die Möglichkeit gegeben hat, meinen Lesern eine große Presse vorzustellen.

Preussisch Blau für die letzte Platte (c) Foto von Susanne Haun

Bei Boesner habe ich auch meine beiden Bücher, „Die Kunst der Radierung“ und „Mit Tusche zeichnen und kolorieren“, die im Edition Fischer Verlag erschienen, vorgestellt.

„KUNST&material ist die Kunstzeitschrift von Boesner, die achtwöchentlich mit einer Auflage von 34.000 Exemplaren erscheint.“ so beschreibt Boesner seine hauseigene Kunstzeitschrift. Mehr von der Zeitschrift erfahrt ihr hier.
Beim Blättern habe ich als Buchtipp mein Radierbuch gefunden. Besonders gefreut habe ich mich, dass ich neben dem Buch „Zeichenschule“ von Gottfried Bammes gezeigt werde. Dieses Buch kann ich jeden angehenden Zeichner empfehlen. Meine Malschüler wissen, wie gut dort die Anatomie des Menschen und der Tiere erläutert wird.

Boesner Buchtipp in der Zeitschrift Kunst & Material

Ein herzliches Danke schön auch an Frank Koebsch und Conny Niehoff, die meinem Radierbuch ein Blogbeitrag gewidmet haben!

Damit alle Interessierten meiner Kunst in mein Atelier finden, bin ich vom Bezirk Reinickendorf in den Kulturatlas 2013 aufgenommen worden. Ich mag besonders die große Karte, die alle Kulturorte des Bezirks beschreibt. Am Stadtrand liegend habe ich die Nummer 89 erhalten.

Dieses Wochenende unterrichte ich die Zeichnung in meinem Atelier und hoffe, meine Schüler haben genau solch eine Landkarte und finden zu mir.

Susanne Haun in Reinickendorf

For my English-speaking readers:

I print my woodcuts and linocuts „by hand“ without press. I rub the paint with a rubber, a hand brush or round wooden pieces in the paper.

I like the immediacy of it. I’am the printing block and the paper very close. I see the color when I rub the paint through the back by the use of paper under 100g , I see where I must more or less impress.

My editor want that I’am also reported by a press. He’s right, because with a press you can of course also print linocuts and wood cuts.

Yesterday I was in Mariendorf at Boesner to shoot photos of a large press. There are many different presses and only in large printgarages or in the sales there are several at once.

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KUNST&material. Jan./Feb. 2013. Witten.
Kunstamt Reinickendorf. Abteilung Schule, Bildung und Kultur.

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