Tagebucheintrag 01.09.2021, Die hellsten Köpfe der Welt, 20 x 15 cm, Buntstift und Tinte auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Tagebucheintragung – Die hellsten köpfe der Welt – Zeichnungen von Susanne Haun

Der Prinz auf dem weißen Pferd
Zeichnung von Susanne Haun

Was habe ich darunter gelitten, dass meine Mutter mir immer wieder gesagt hat, es gäbe den perfenkten Mann, so eben wie mein Vater. In meinen letzten Gesprächen mit ihr habe ich erfahren, wie viele Kompromisse sie in ihrem Leben eingegangen ist. Ich denke nicht, dass es unbedingt an meinem Vater lag, meine Mutter entsprach von ihrer Erziehung ganz dem Frauenbild ihrer Zeit. Sie wollte nie alt werden, weil sie alt noch mit häßlich in verbindung brachte und eine Frau sollte schließlich nach den gelten Schönheitsidealen schön sein.

Hier auf meinem Blog könnt ihr mehr darüber lesen und Portraits von meiner Mutter sehen.

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Tagebucheintrag 18.08.2021, Dekameron, Fürsprecher, Version 2, 20 x 15 cm, Buntstift und Tinte auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Das Dekameron des Giovanni Boccaccio, Auf Fürbitten – Zeichnung von Susanne Haun

„… und auf die Fürbitten jener, die, einst sterblich wie wir, ihm zum Wohlgefallen lebeten und jetzt mit ihm der “
Boccacio, Giovanne, Das Dekameron, Band 1, Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, Berlin 1985, Seite 39.
Die Verarbeitung der Geschichte in Zeichnungen von Susanne Haun.

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Susanne Haun und Tanja Bethke vor der Buchhandlung am Schäfersee - Lettekietz liest, Foto von Utz Benkel

Lettekiez liest – Kalenderpräsentation Literaten im Utz Benkel Verlag

Literaten-Kalender 2022 im Utz Benkel Verlag mit Beteiligung von Susanne Haun

Das Jahr neigt sich schon wieder seinem Ende zu, ich merke es immer daran, wenn die jährliche Kalenderpräsentation der Wilden 13 aus dem Utz Benkel Verlag ansteht.
Vorstellung des Kalenders im Rahmen von Lettekietz liest

24. September 2021, 19 Uhr

Buchhandlung am Schäfersee
(in Kooperation mit dem M5)
Markstraße 5/6
13409 Berlin
Sylvia Plath

Dieses Jahr suchte Utz Kunstwerke von Literatinnen und Litaraten. Ich entschied mich, Sylvia Plath zu zeichnen. Nach ihrem Selbstmord wurde sie eine Symbolfigur der Frauenbewegung. Ich muss ehrlich sagen, nach stichwortartiger Lektüre ihrer Biographie von Anne Stefenson und lesen der Glasglocke, ihrem einzigen Roman, sehe ich in ihr eher eine Frau, die ihrer Zeit entsprechend nicht korrekt gegen Depressionen behandelt wurde.

Noch heute wird diese Krankheit oft heruntergespielt, es wird gesagt „du hast wohl wieder einen moralischen“. Es wird verkannt, wie gefährlich und lebensbedrohlich diese Krankheit ist. Ich würde eher sagen, dass Sylvia Plath eine Symbolfigur dafür ist, welche Auswirkungen Depressionen haben und wie schlecht sie behandelt werden können.

Ich werde im Rahmen der Vorstellung des Kalenders eine kleine Auswahl Sylvia Plaths Lyrik vortragen und aus ihrer Biografie erzählen.

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