Ein Besuch bei Baum & Zeit – Baumkronenpfad Beelitz Heilstätten – Tip von Susanne Haun
Susanne Haun
Am Wochenende machten wir eine Zeitreise, tauchten in die Vergangenheit der Beelitz Heilstätten ein und besuchten den Natur- und Architekturpark Baum und Zeit. „Die zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz-Heilstätten bilden einen der größten Krankenhauskomplexe im Berliner Umland. Es ist ein denkmalgeschütztes Ensemble von 60 Gebäuden auf einer Gesamtfläche von ca. 200 ha.“²
Beelitz Heilstätten – Zeichnung von Susanne Haun
Ich hatte eine falsche Vorstellung von diesem Denkmal. Die Ruinen der ehemaligen Tuberkulose-Lungenheilstätte strahlen einen morbiden Charme aus. Ich habe mir sagen lassen, dass die Besucher bis vor drei Jahren noch alleine in den Ruinen stöbern konnten, heute sind sie eingezäunt und nur noch mit Führungen zu besuchen. Es ist erstaunlich, wie weit die Medizin für ihre Zeit war. Da lange Aufenthalte an der frischen Lust als Therapie für Tuberkulose galt, wurde noch vor Fertigstellung der Gebäude mit Hilfe der Gärtner aus den kaiserlichen Parkanlagen Potsdam für die Patienten ein Park angelegt, der 65 verschiedene Baum und Straucharten enthielt.
Beelitz Heilstätten – Zeichnung von Susanne Haun
Im Wikipedia erfuhr ich, dass seit Mai 2016 auf dem Gelände des ehemaligen Frauen-Sanatoriums Umbauarbeiten laufen. Im Pavillon sowie im alten Küchen- und Wäschereigebäude will ein Investor unter dem Namen Refugium Beelitz-Heilstätten in den denkmalgeschützten Gebäuden ein sogenanntes Creative Villageinstallieren. Die Atelier- und Mietwohnungen sind ausschließlich für Kreativschaffende vorgesehen. Die ersten Wohnungen sollen wohl schon 2017 bezugsfertig werden.