Susanne Haun

Berlin Wedding – ein Stadt Spaziergang im Grünen – Susanne Haun

Posted in Berlin, Landschaft, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 26. Mai 2017

 

Angeregt durch die vorgeschlagenen Spazierwanderungen durch den Wedding auf dem Weddingweiser (siehe hier) haben wir uns aufgemacht, unseren eigenen Weg durch den Wedding zu laufen.

 

Susanne Haun beim Skizzieren am Ausgang Schillerpark Berlin Wedding (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun beim Skizzieren am Ausgang Schillerpark Berlin Wedding (c) Foto von M.Fanke

 

Wie finden wir  eine Wanderstrecke durch den Wedding?

Meine Atelierwohnung liegt keine 500 Meter vom Schillerpark entfernt, so dass dieser schöne Park, in dem schon meine Mutter mit mir als Baby spazieren ging (siehe hier), der Ausgangspunkt unserer Stadtwanderung ist.

Diese Wanderung ist auch eine Wanderung durch unsere Kindheit. Manche Orte haben wir lange nicht besucht und sind erstaunt über die Veränderungen. Wir haben den Vorteil des „Einheimischen“, des in Berlin Wedding geborenen. Wir brauchen keine Karte unser Gefühl und auch unsere Kraft, die wir zum Wandern haben, leiten uns. Am Ende der Rundtour kürzen wir ab – es ist genug für einen Tag.

Was wäre eine anständige Wanderung und wir wollen sie nicht ohne einen leckeren Kaffee zum Abschluss beschliessen. In der Triftstrasse 58 liegt die Kleinen Mensa, unser Stammkaffee. Hier gibt es leckeren N.Y.Cheesecake und Cappucino. Es lohnt sich, dort einzukehren (siehe hier).

Ich habe bewusst nur mein Skizzenbuch und keinen Fotoapparat dabei, M. übernimmt den Part des fotografierens. Die Skizzen zeichne ich schnell, um den Fluß des Laufens nicht zu sehr zu unterbrechen. M. braucht länger für seine Fotos.

 

 

 

Aus einem Foto – England / Bathampton – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Mai 2017

 

2016 waren wir in Bath, England.

 
Ich denke gerne an die schöne Landschaft Englands zurück. Da ich mich im Moment kunsthistorisch mit dem Typus Landschaft in der Romantik beschäftige, hatte ich das Bedürfnis, mir zu überlegen, wie ich am besten eine Landschaft darstelle.

Dazu habe ich mir aus den vielen Fotos aus Bathampton ein unspektakuläres herausgesucht und auf Grund des Fotos vier Landschaftsszenarien entworfen. Es hat mir Spaß gemacht und ich war erstaunt, wie vielseitig ich das doch so einfache Foto auswerten konnte.

 

Bathampton (c) Zeichnung von Susanne Haun

England, Bathampton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Was verbindet den Menschen mit der Natur? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 5. April 2017

 

„Der Hüter der Natur“ oder doch lieber „Wächter…“ oder „Behüter…“ oder doch wieder ganz anders? „Naturgewalt Berg“?

Ich bin bei der Titelfindung für meine folgende Zeichnung. Es fällt mir schwer, ich muss meine Gedanken weiter gleiten lassen.

 

Behüter der Natur - Zeichnung von Susanne Haun - 48 x 36 cm - Tusche auf Bütten

Behüter der Natur (Vorläufiger Titel) – 48 x 36 cm – Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es ist ein paar Geburtstage her, dass ich von meiner Schulfreundin die Lektüre für Minuten von Herman Hesse bekam, in der Rubrik Kunst und Künstler ist folgende Weisheit zu finden:

„Es gehört zum Wesen der Kunst, dass sie Realität zu gesteigertem Ausdruck bringt und einen geheimen Sinn der Natur enthüllt, den zu finden oder zu erdichten dem Menschen ein uraltes Bedürfnis ist.“²

 

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²Hesse, Hermann, Lektüre für Minuten, Gedanken aus seinen Büchern und Briefen, Auswahl und Nachwort von Volker Michels, Ulm 1999, S. 197.
Zitiert nach Prosa aus dem Nachlass (Hrsg. Hesse, Nino)

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 183 – William Shakespeare

Posted in Landschaft, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 26. März 2017

 

O träge, lange Nacht, verkürze dich!
Und Tageslicht, laß mich nicht länger schmachten.

O weary night, O long and tedious night,
Abate thy hours!

William Shakespeare im Sommernachtstraum III,2

 

Reiseimpressionen Toskana (c) Zeichnung von Susanne Haun

Reiseimpressionen Toskana (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

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Zitiert nach Fischer, Katrin (Hrsg.). Reclams Lexikon der Shakespeare Zitate, Stuttgart 2014², S.233.

Salzkristalle aus Bayern – Beute von der ITB Berlin – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berlin, Landschaft, Reiseberichte, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 15. März 2017

 

Am Wochenende waren wir auf der ITB, wir tun uns die Menschenmengen der Messe jedes Jahr an und jedes Jahr werden wir versierter.

Messegelände Berlin - ITB - Foto von Susanne Haun

Messegelände Berlin – ITB – Foto von Susanne Haun

 

Schon am Morgen habe ich mir die Hallen der drei Regionen aufgeschrieben, die wir besuchen wollten: Südafrika, Sizilien und Berchtesgardener Land. Wir haben auch nur diese drei Regionen besucht. Ich frage dort immer nach „Geheimtipps“, wir haben vor allem vor 2 Jahren in Portugal mit diesen Tipps große Entdeckungen fernab der üblichen Touristenrouten gemacht.

In Bayern konnte sich der Besucher Salzkristalle mit nach Hause nehmen. Diese Kristalle leuchten durchsichtig in der Sonne und am Sonntag schien die Sonne extrem hell auf meinen Arbeitstisch und so konnte ich immer wieder neue Kombinationen der Steine und vor allem der Schatten zeichnen. Das hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich es auch filmisch festgehalten habe. Anna-Maria Weber, die mich ans Filmen herangeführt hat, wird ihren Kopf über diese Improvisation schütteln. Ich wollte den Schatten der Steine und habe deshalb auf besseres Licht verzichtet. Die winterliche Nachmichtagssonne, die im vierten Stock in mein Atelier schien, färbte alles golden.

 

 

Der Film zu meiner Arbeit mit den Bergkristallen ist improvisiert, aus der Stimmung und Freude mit den Bergkristallen aufgenommen. Ich hatte nicht geplant, die Kristalle zu zeichnen oder auch zu filmen.

 

 

Projekt ohne Namen – Der AlleineInsWasserGeher – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 25. Januar 2017

 

#8

J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“

S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

 

3 Alleine durch das Wasser - 30 x 35 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Alleine durch das Wasser – 30 x 35 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Durch unseren Besuch im Neanderthal, von dem ich später in der Woche berichte, habe ich über die Evolution des Menschen nachgedacht und bin zu folgendem Satzanfang für Jürgen gekommen:

#9

„Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft…“

 

 

Was bisher geschah:

#1 Projektauftakt (siehe hier):

S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

#2 (siehe hier):

J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#3 (siehe hier)

S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#4 (siehe hier)

J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#5 (siehe hier)

S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#6 (siehe hier)

J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#7 (siehe hier)

S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

Rückgriffe auf die Küste Englands in Mauriziusblau – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Boesner Berlin, Landschaft, Workshop Zeichnungen, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Dezember 2016

 

Am 6. Mai 2017 werde ich bei Boesner Berlin Marienfelde den Workshop Postkarten mit Tusche zeichnen und kolorieren halten:

 

Die Küste Englands - 10 x 15 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Küste Englands – 10 x 15 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Die Künstlerpostkarte ist eine selbst gestaltete Postkarte. Im digitalen Zeitalter ist es besonders, eine solche Postkarte statt einer Mail an Künstlerkollegen, Freunde und Familie zu versenden. Als Motive sind Landschaften, Blumen, Tiere sowie auch das Selbstportrait denkbar. Auch Abstrakte Farbmuster sind gelungene Motive für Postkarten. Wir zeichnen mit Tusche, Feder und Pinsel auf Aquarellpapier der Größen 10 x 15 cm, 13 x 18 cm oder 20 x 30 cm mit Postkartenaufdruck auf der Rückseite. Dabei überlegen wir uns zuerst in Skizzen verschiedene Möglichkeiten der Komposition, um unsere ausgewählten Gegenstände bestmöglich in Szene zu setzen und die reduzierte Größe des Formats zu bewältigen. Die Zeichnerinnen und Zeichner lernen in dem Workshop die Eigenschaften der verschiedenen Tuschen und Federn kennen. Schon mit einer Tuschefarbe können durch Ausnutzung der unterschiedlichen Tonwerte einer Tusche beim Verdünnen mit Wasser, spannungsvolle Zeichnungen entstehen. Wer seine Karte gleich in den Briefkasten stecken möchte, der bringt am besten eine Briefmarke mit. Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Ab dem 28.2.2017 kann der Workshop auf der Boesner Webseite gebucht werden. Die Anmeldung erfolgt nur über den Veranstalter.

Als Einstimmung hier einige Postkarten mit Rückgriffen auf die Küste Norfolks in England.

 

 

12 U-Bahnminuten entfernt – Susanne Haun

Posted in Berlin, Landschaft, Vergänglichkeit, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Dezember 2016

Die Gewalt rückt an einen Ort vor, den ich seit meiner Kindheit besuche, wo ich hingehe, um Kaffee zu trinken, um mich mit Freunden zu treffen und wo eines der Kinos meiner Kindheit liegt. 12 U-Bahn-Minuten benötige ich mit der U9 von zuhause zum U-Bahnhof Zoo und zum Breitscheidplatz.

Sehr ungläubig habe ich gestern Abend im Fernsehen die Ereignisse verfolgt und ob der Dimension für die Angehörigen der Verstorbenen und der Verletzten und letztendlich auch ob der Dimension für unser Berlin konnte ich nicht verhindern, still vor mich hin zu weinen.

War ich nicht erst letzte Woche im Bikinihaus? Und bin ich nicht das ganze vorige Semester Bahnhof Zoo ausgestiegen, um  zu meinem Seminar an der udk zu gelangen? Hat Mama mich nicht als Kind an die Hand genommen und mir erklärt, warum die Gedächtniskirche keine Spitze hat und was es mit dem Gedächtnis vor dem Wort Kirche auf sich hat?

Ich bin traurig und bewegt, werde mein Leben jedoch nicht ändern. Ich werde weiter im Zoopalast auf der großen Leinwand Filme schauen, werde weiter über Weihnachtmärkten laufen, werde weiter U-Bahn fahren und zu anderen Orten fliegen und werde weiter mein Leben in Freiheit leben.

 

Ich sende den Angehörigen der Betroffenen Kraft, diese Situation zu bewältigen.

 

Entstehung Feurige Blumen auf dem Kreuz (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Feurige Blumen auf dem Kreuz (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Venedig – Santa Maria dela Salute – Zeichnungen von Susanne Haun – Fotos von M.Fanke

Posted in Landschaft, Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, Venedig, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Dezember 2016

 

Unser zweiter Tag in Venedig begann stürmisch mit Nieselregen, was uns nicht daran hinderte von unserer Unterkunft, einem ehemaligen Nonnenkonvent, zur Santa Maria dela Salute zu laufen.

 

14 Ausblick am Zipfel Venedigs an der Punta della Dogana (c) Foto von M.Fanke

Ausblick am Zipfel Venedigs an der Punta della Dogana (c) Foto von M.Fanke

 

So spektakulär die Lage dieser Kirche ist, so unspektakulär habe ich das Innere der Kirche empfunden. Es war jedoch sofort ersichtlich, dass diese Kirche von Gläubigen rege besucht wird. Benutzt, ist hier nicht das richtige Wort, Gegenstände werden benutzt und es ist ein Unterschied, ob der Betrachter auf einen benutzen oder unbenutzen Gegenstand schaut. Schon die Atmosphäre ist eine andere.

Micha lässt sich immer sehr viel Zeit für seine Fotos, in der Zeit, wo er einen Augenblick in der richtigen Belichtung und im richtigen Ausschnitt fokusiert, entstehen in meinem Skizzenbuch viele Zeichnungen, die viele Augenblicke einfangen.

 

1 Venedig - Fassade Santa Maria dello Salute (c) Zeichnung von Susanne Haun

Venedig – Fassade Santa Maria dello Salute (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Die Skulpturen der Santa Maria Salute sind zum Teil beschädigt, dicke Eisenstäbe stützen sie. Auch ist es nicht einfach, sie von unten in allen Einzelheiten wahrzunehmen. Ich frage mich, ob ich eine stärkere Brille brauche.

Der Ausblick vom Zipfel Venedigs steht selten in den Reiseführern. Ich wollte dort wenigstens einmal im Leben stehen, mir hat es ausgesprochen gut gefallen. Ich habe eine kleine Skizze von der Lage gefertigt, sehr abstrakt.

 

Die erste Stunde Venedig nach der Ankunft am Piazzale Roma – Zeichnung und Foto von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Reiseberichte, Venedig, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Dezember 2016

 

Vom Flugplatz Venedig Marco Polo ist es einfach und Preiswert (7 €) mit den öffentlichen venizianischen Verkehrsbetrieben zum Piazzale Roma zu fahren. Die meisten Venedig Besucher steigen dann in ein Vaporetto und fahren den Canal Grande herunter.

 

19 Erste Eindrücke in Venedig (c) Foto von M.Fanke

Erste Eindrücke in Venedig (c) Foto von M.Fanke

 

Dieses Erlebnis wollten wir uns für später ohne Rucksack und erholt aufheben. Wir sind lieber quer die Schleife des Canal Grande schneidend die kleinen Kanäle zu unserer Unterkunft gelaufen. Ich mag diese erste Stunde an einem neuen Ort. Sie sind die aufregensten. Jede Kleinigkeit, die nach einem längeren Aufenthalt selbstverständlich wird, ist festhaltenswert.

Die Zeichnungen entstehen schnell und flüchtig, ich möchte mir nicht die Zeit nehmen, länger an einer Stelle zu stehen, es regnet immer heftiger und der Rucksack wird immer schwerer.

 

 

 

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