Susanne Haun

Le Bagage – KUNSTSOMMER im Atelier Schleuse Nord vom 3. – 12. Juli 2020 – Susanne Haun

Posted in Kunstsommer Kiel, Workshop, Zeichnung by Susanne Haun on 5. März 2020

 

Atelier Schleuse Nord

Atelier Schleuse Nord

 

Unter dem klangvollen Namen Le Bagage (franz. Gepäck, Gesindel) findet vom 3. bis 10. Juli 2020 im Atelier Schleuse Nord in Kiel in der Glücksburger Strasse 5 statt.

 

Der Kunstsommer beginnt am Freitag, den 3. Juli 2020 um 18 Uhr mit der Eröffnung der Ausstellung Le Bagage mit Arbeiten von

Susanne Haun, Kerstin Mempel, Gesa Vögele und Andreas Ziller

Die Ausstellung kann am 6.,8. und 10.Juli 2020 von  10 –16 Uhrbesucht werden.

Wir freuen uns im Atelier Schleuse Nord unseren ersten Kunstsommer anbieten zu können, neben einer abwechslungsreichen Ausstellung mit Arbeiten der Dozenten, erwartet uns ein spannendes Workshopprogramm, ergänzt durch den Freiraum, das Atelier mit seinen Möglichkeiten, in den Zwischenzeiten, zum eigenen Arbeiten zu nutzen. Die Workshops, bzw. Freiräume sind alle einzeln buchbar. Einsteiger und Fortgeschrittene willkommen!

 

Nachfolgend habe ich das vielseitige WORKSHOP Programm von uns vier Dozentinnen / Dozenten

aufgelistet. Ich freue mich, in Kiel zu unterrichten. Wer Hilfe benötigt, eine passende Pension, Hostel, oder Hotel zu finden, wendet sich gerne an die Veranstalterin Kerstin Mempel kunst-kiel@gmx.de oder 0431 9828794.

Hier (Klick) findet ihr das gesamte Programm als pdf ausdruckbar.

 

SUSANNE HAUN

Die Welt der Tuschezeichnung – Zeichnen und Kolorieren

Samstag der 4. und Sonntag der 5. Juli 2020 von 10 – 16 Uhr, inkl. Material, Mittagssnack, Tee/Kaffee

Einstieg in die Tuschezeichnung, Aufbau, Komposition, Kennenlernen der einzelnen Techniken und vielfältigen Möglichkeiten.

Preis: 180,–  € / (170,– € bei Buchung ab zwei Workshops aus dem Kunstsommerprogramm)

Susanne Haun, Berlin, Malerin. Zeichnerin. Buchautorin

http://www.Susannehaun.com

 

 

GESA VÖGELE

  1. Juli von 10 – 16 Uhr

. ‚reiseraum des ichs‘ 

. ‚mit reiseeindrücken und künstlerischen druckverfahren spielen‘

Preis: 90,–  € / (85,– € bei Buchung ab zwei Workshops aus dem Kunstsommerprogramm),

Di von 10 – 16 Uhr, inkl. Material, Mittagssnack, Tee/Kaffee

Gesa Vögele, Kiel, Künstlerin. Architektin. Schreinerin

http://www.gesavoegele.de

Gisela Vögele, Künstlerin, Architektin, Schreinerin

 

KERSTIN MEMPEL

  1. Juli von 10. – 16.00 Uhr

Mit dem Koffer unterwegs – Malen und Skizzieren auf Reisen

Es wird auf Leinwand und mit wasserlöslichen Farben gearbeitet.

Je nach Wetter findet der Kurs drinnen oder draußen statt.

Preis: 90,–  € / (85,– € bei Buchung ab zwei Workshops aus dem Kunstsommerprogramm),

Di von 10 – 16 Uhr, inkl. Material, Mittagssnack, Tee/Kaffee

Kerstin Mempel, Kiel, Künstlerin. Reisemalerin

http://www.kunst-kiel.de

Kerstin Mempel Künstlerin REisemalerin

 

ANDREAS ZILLER

  1. + 12. Juli 10 – 16 Uhr

Wachs & Papier – Enkaustik, eine alte Technik neu entdeckt

Wir malen mit heißem Wachs, Pigmenten und Ölpastellen auf Papier und Holz. In kleinen Experimenten erlernen wir die Grundlagen dieser alten Technik und lassen uns von den vielfältigen Möglichkeiten überraschen.

Preis 180,– / (170,– € bei Buchung ab zwei Workshops aus dem Kunstsommerprogramm)

Sa + So von 10 – 16 Uhr, inkl. Material , Mittagssnack, Tee/Kaffee.

Max. 8 Teilnehmer

Andreas Ziller, Hannover, Künstler. Maler

http://www.atelier-ziller.de

 

Preisübersicht Kieler Kunstsommer

 

Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche Druckgraphik und Zeichnungen aus dem Kupferstichkabinett – Online Ausstellung

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 17. Dezember 2019

 

Werbeplakat der Albrecht Dürer Ausstellung © Staatliche Museen zu Berlin

Archiv: Werbeplakat der Albrecht Dürer Ausstellung © Staatliche Museen zu Berlin

 

2014, in meinem ersten Studienjahr an der Freien Universität, nahm ich an folgendem Seminar teil:

„Albrecht Dürer und die Kunst der Druckgrafik“

Ich zitiere aus dem Vorlesungsverzeichnis Dr. Elke Anna Werner, die Seminarleiterin.
„Vertiefende Einblicke in die museale Praxis und in den Umgang mit Originalen erlangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Vorbereitung einer Studioausstellung, die im Rahmen des Seminars als Kooperation zwischen dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen Berlin mit Dr. Michael Roth und der Kolleg-Forschergruppe „BildEvidenz. Geschichte und Ästhetik“ anlässlich des 500jährigen Jubiläums von Dürers sogn. ‚Meisterstichen‘ 2014 im Ausstellungsraum des Kupferstichkabinetts in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen Berlin vorbereitet und eingerichtet werden soll.“

Hier (Klick) auf meinem privaten Blog berichtete ich von der Hängung der Ausstellung in der Berliner Gemäldegalerie.

Die reale Ausstellung endete schon vor über 5 Jahren am 23.3.2014.

Nun habe ich durch Zufall entdeckt, dass die Ausstellung Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche von Dr. Michael Roth virtuell veröffentlicht wurde.

 

Wenn ihr diesem Link (klick) folgt, gelangt ihr zur virtuellen Ausstellung.

 

Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt virtuelle Ausstellungen auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/journal/ausstellungen. Es sind noch nicht viele Ausstellungen enthalten aber ich denke, das wird sicher wachsen.

Ich habe mich sehr gefreut, die Ausstellung in der Deutschen digitalen Bibliothek zu finden und auch namentlich im Rahmen dessen genannt zu sein.

 

Alle Beteiligten des Studentischen Projekts Ausstellung Albrecht Dürer - 500 Jahre Meiserstiche (c) Foto von Susanne Haun

Alle Beteiligten des Studentischen Projekts Ausstellung Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche (c) Foto von Susanne Haun

 

Keine Interessierten bei der Suppenküche – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Projekt Obdachlos, Querbruch-Obdachlos, Zeichnung by Susanne Haun on 9. November 2018

 

Impressionen von der Suppenküche Ausstellung Querbrüche Obdachlos (c) Foto von Susanne Haun

Impressionen von der Suppenküche Ausstellung Querbrüche Obdachlos (c) Foto von Susanne Haun

 

Vorgestern haben Gabriele und ich im Rahmen unserer Ausstellung Querbrüche Obdachlos vor dem Café Simit Evi am Leopoldplatz, Berlin Wedding, unsere von uns vor Ort gekochte Suppe angeboten.

Leider ist das Angebot nicht angenommen worden. Ein Interessierter kam, der wollte aber lieber 3,50 Euro statt Suppe. Ich sage es immer wieder, Hilfe muss auch angenommen werden, unsere Suppe ist nicht angenommen worden.

Gabriele, die viel Mühe und Liebe schon beim Besorgen der Zutaten und  Vorbereiten gesteckt hatte, war enttäuscht. Gut ist, dass ich mir schon vor langer Zeit abgewöhnt habe, zu große Erwartungen aufzubauen. Das hilft eine Enttäuschung zu vermeiden.

Geholfen habe ich Gabriele mit dem Schälen eines Sacks Kartoffeln und Paprika und Ingwer schneiden. Nach dem Schneiden der Zutaten in Gabrieles Küche haben wir alles in Rollkoffer und Fahrrad zum Kochen zum Simit Evi transportiert. Gabriele hatte nicht nur an die Kochutensilien sondern auch an Servietten und Holzlöffel gedacht. Das Kochen im Freien hat uns Spaß gemacht. Ich habe fleißig gerührt. 🙂

Wir standen von ca. 12 Uhr bis 16 Uhr mit der Suppe, die keiner wollte, draußen auf dem Rathausplatz. Zum Glück schien wenigstens die Sonne.

Viele sprachen uns an und fanden, wir hätten ein gutes Herz. Einer kam und wollte von uns 3,50 Euro aber er wollte keine Suppe. Wir boten die Suppe allen an, aber viele antworteten, sie können sich ihre Suppe auch selber kaufen. Vielleicht hätten wir sie verkaufen und dann das eingenommene Geld spenden sollen. Nun ist dieser Gedanke zu spät.

Dirk Jericho von der Berliner Woche kam zu uns, um uns und die Obdachlosen, die Suppe essen, zu interviewen. Auch er war erstaunt, dass keine Obdachlosen oder Hilfesuchenden da waren. Er interviewte uns beide und ich bin gespannt, was wir am Mittwoch in der Berliner Woche lesen.

Hier (Klick) könnt ihr Dirks Artikel in der Berliner Woche auch online lesen.

Die Suppe haben wir mit Hilfe von Ralph, den wir von der Händlergemeinschaft kennen, letztendlich in die Sozialeinrichtung Unter Druck e.V. gefahren. Dort wird sie heute verteilt. Da die Einrichtung sehr bekannt und angenommen ist, werden dort auch genügend Abnehmer kommen.

 

 

Part II – Ausstellung Querbrüche Obdachlos in der Schiller-Bibliothek

Posted in Ausstellung, Querbruch-Obdachlos, Zeichnung by Susanne Haun on 7. November 2018

 

 Schiller Bibliothek, Ausstellung Querbrüche Obdachlos, Susanne Haun u. Gabriele D.R. Guenther © Foto von M.Fanke

Schiller Bibliothek, Ausstellung Querbrüche Obdachlos, Susanne Haun u. Gabriele D.R. Guenther © Foto von M.Fanke

 

Die Ausstellung Querbrüche Obdachlos wird bis zum 28.12.2018 zusätzlich zum Café Motte auch in der Schiller-Bibliothek gezeigt.

Am Samstag haben wir wieder mit Hilfe von Meike die Ausstellung gehängt.

Die Schillerbibliothek veranstaltet grundsätzlich keine Ausstellungseröffnungen. Der Rahmen ist so oder so ein ganz anderer. Unsere Bilder hängen in einem eigens für Ausstellungen vorgesehenen Bereich in beleuchtetem, angenehm gediegenen Ambiente.  Der Raum sah Anfangs so klein aus, bietet aber für jeden von uns 7 Meter Hängefläche.

 

 

Kurze und langfristige Hilfe bei drohender Obdachlosigkeit — Weddingweiser

Posted in Ausstellung, Projekt Obdachlos, Querbruch-Obdachlos by Susanne Haun on 6. November 2018

 

Gestern ist der Artikel „Kurze und langfristige Hilfe bei drohender Obdachlosigkeit“ von mir im Weddingweiser erschienen.

Ich freue mich, wenn ihr dem Link folgt.

 

Leopoldplatz, Simit Evi, hier findet die Suppenküche am 7.11.18 statt, Foto von Susanne Haun

Leopoldplatz, Simit Evi, hier findet die Suppenküche am 7.11.18 statt, Foto von Susanne Haun

 

Am Mittwoch, den 7. November findet auf dem Platz vor dem Simit Evi in der Müllerstr. 147 ab 14 Uhr eine Suppenküche statt. Organisiert haben diese Verkostung die beiden Künstlerinnen Susanne Haun und Gabriele D.R. Guenther im Rahmen ihrer Ausstellung Querbrüche Obdachlos, der Weddingweiser berichtete bereits. Özlem Özmen-Eren, die Besitzerin des Simit Evi hat den beiden für diese Aktion ihre Küche und den Vorplatz vor dem Café zur Verfügung gestellt.

Weiterlesen unter:

Kurze und langfristige Hilfe bei drohender Obdachlosigkeit

 

Impressionen von der Ausstellungseröffnung Querbrüche – Obdachlos

Posted in Ausstellung, Projekt Obdachlos, Querbruch-Obdachlos, Zeichnung by Susanne Haun on 5. November 2018

 

Die Ausstellungseröffnung Querbrüche – Obdachlos war ausgesprochen gut besucht.

Das Ambiente der Veranstaltung war sehr gemütlich und die Familie Kottmann, Betreiber vom Café Motte waren die perfekten Gastgeber. Dzintra und Jana reichten zum Betrachten der Bilder Flammenkuchen, Oliven mit Aoli, Brot, Kekse, Limonade und Eistee, alles liebevoll dekoriert. Herzlichen Dank für die Beherbung unserer Ausstellung.

 

 

Dem voran ging das Hängen der Bilder der Ausstellung. Hier auch nochmals herzlichen dank an Meike Lander, die als Rednerin, Kuratorin und Helferin beim Hängen dabei war. Meike studiert wie ich an der FU Berlin Kunstgeschichte im Master.

Ich habe mich auch sehr gefreut, dass die Kultur von der Straße e.V. (siehe hier) Unter Druck unsere Ausstellung besuchte und mit einer Gesangeinlage bereicherte!

 

Café Motte, Impressionen Ausstellungseröffnung Querbrüche Obdachlos, Jan Markowsky und sein Team vom Verein Kultur von der Strasse e.V. © Foto von M.Fanke

Café Motte, Impressionen Ausstellungseröffnung Querbrüche Obdachlos, Jan Markowsky und sein Team vom Verein Kultur von der Strasse e.V. © Foto von M.Fanke

 

Die Ausstellung im Café Motte ist vom 2. – 11. November zu besichtigen. Öffnungszeiten von 12 bis zum letzten Gast.

Gleichzeitig werden Werke von uns in der Schiller-Bibliothek, Müllerstraße 149, 13347 Berlin in der Galerie im 1. OG vom 5.11. – 28.12.2018 gezeigt, Öffnungszeiten Mo – Fr 10:00 – 19:30, Sa 10:00 – 14:00 Uhr.

Am Mittwoch, den 7.11.2018 findet um 14 Uhr eine Suppenküche vor dem Café Simit Evi, Müllerstraße 147, 13353 Berlin statt.

Ebenfalls am Mittwoch ab 19 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit mit Betroffenen zu diskutieren.

Am Freitag, den 9.11.2018 findet um 17 Uhr eine Führung durch die Ausstellung statt. Treffpunkt ist die Schiller-Bibliothek und wir laufen danach gemeinsam in die Ausstellung zum zum Café Motte.

Micha hatte bei dieser Ausstellung beim Fotografieren mit den Lichtbedingungen zu kämpfen. Sicher, ich hätte alle Fotos bearbeiten können, wollte aber die Atmosphäre, die bei den Fotos so gut herrüberkommt, nicht zerstören. Bei einer Ausstellungseröffnung mit großem Blitz arbeiten, kam für Micha nicht in Frage. Das hätte die gesamte Stimmung zerstört und so manch‘ ein Moment hätte nicht eingefangen werden können.

 

 

Im Tunnel – Obdachlos – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Projekt Obdachlos, Querbruch-Obdachlos, Zeichnung by Susanne Haun on 1. November 2018

 

Der Tag der Eröffnung der Ausstellung Querbrüche Obdachlos nähert sich. Morgen ist es schon soweit (siehe hier).

Ich möchte euch nicht meine Arbeiten der letzten Woche für die Ausstellung vorenthalten. Alle ausgewählten Arbeiten sind inzwischen gerahmt, es war nicht so einfach zu entscheiden, welche Arbeiten in in das Café Motte und welche ich in der Schillerbibliothek hängen werde.

 

 

 

Die Austellung Querbrüche Obdachlos wird am 2. November 2018  im  Café Motte , Nazarethkirchstraße 40, 13347 Berlin ab 19 Uhr eröffnet.

Das Café Motte ist gleichzeitig Café, Bar und Galerie und wurde im Mai diesen Jahres von der Familie Kottmann eröffnet. Hier im Weddingweiser erfahrt ihr mehr über dieses ungewöhnliche Café darüber.

Die Kunsthistorikerin Meike Lander wird eine Einführung in die Ausstellung geben.

Die Ausstellung im Café Motte ist vom 2. – 11. November zu besichtigen. Öffnungszeiten von 12 bis 0 Uhr.

Gleichzeitig werden Werke von uns in der Schiller-Bibliothek, Müllerstraße 149, 13347 Berlin in der Galerie im 1. OG vom 5.11. – 28.12.2018 gezeigt.
Öffnungszeiten
Mo – Fr 10:00 – 19:30, Sa 10:00 – 14:00 Uhr

Obdachlos in der Stadt – Collage von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Collage, Querbruch-Obdachlos by Susanne Haun on 26. Oktober 2018

 

 

Obdachlos in der Stadt - 20 x 30 cm - Collage von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

Obdachlos in der Stadt – 20 x 30 cm – Collage von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

Gestern habe ich die Arbeiten für die Ausstellung Querbrüche Obdachlos gerahmt. Es ist nicht mehr weit bis zur Ausstellungseröffnung,  in einer Woche geht es los. Heute habe ich die oben gezeigte kleine Collage geklebt, bzw. gezeichnet. Bei all den vielen Wohnungen in der Stadt sollte man doch eigentlich meinen, dass es auch ein Plätzchen für die Wohnungslosen gibt.

Heute habe ich Jörg, den Obdachlosen, der vor dem Karstadt in der Müllerstraße sitzt, eine Einladung gebracht. Er stand Modell für das von mir gezeichnete Portrait, das auch auf der Einladungskarte abgebildet ist, gestanden. Inzwischen hängen im Wedding einige Plakate zur Ausstellung und die „Obdachlosenszene“ haben Jörg erkannt und auch Jörg selber hat sich erkannt.

Wenn ihr dem Link folgt findet ihr die genauen Daten zur Ausstellung und zu den Ausstellungsevents.

 

 

U-Bahnhof Seestraße vor Penny – Obdachlos – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Projekt Obdachlos, Querbruch-Obdachlos, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Oktober 2018

 

Obdachlos - 20 x 30 cm - Zeichnung von Susanne Haun © VG Bild Kunst, Bonn 2018

Obdachlos – 20 x 30 cm – Zeichnung von Susanne Haun © VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

Zwischen dem zur Zeit geschlossenen Eingang U-Bahnhof Seestraße und dem Penny sitzen zwei junge Männer.

Ich fragte, ob sie auf der Straße leben. Ich habe den Eindruck, nur der eine der Beiden nimmt mich war, der antwortet dann auch: „Ja, wir kommen aus Polen und haben keinen Ausweis, keine Wohnung und keine Arbeit.“ Als ich den Gesprächigen frage, warum sie in Berlin sind, antwortet er mir, dass es ihnen als Obdachlose in Berlin besser gehe als in Polen. Sie würden mit einem Schlafsack im Schillerpark schlafen. Damit sind auch die Deutschkentnisse des Gesprächigen erschöpft, ich denke, das der Ruhige gar kein Deutsch kann und deshalb mit starrem Blick gerade aus schaut.

„Ist das Leben schön?“ frage ich, „Ein bißchen schon!“ antwortet er.

Wie verzweifelt muß ein Mensch sein, wenn er ohne Sprachkenntnisse lieber auf deutschen statt auf polnischen Straßen lebt?

Im Juni diesen Jahres berichtete rbb Inforadio, dass nach Schätzung der Regierung in Warschau etwa 2.000 polnische Obdachlose in Berlin leben. Nach Schätzung der Hilfsorganisatoren dürften es um die 6.000 sein. (hier ist der Artikel zu lesen) Auch die taz berichtete unter der Überschrift Obdachlose Polen in Berlin, no help, no life (siehe hier).

„Natürlich gebe es Menschen, die schon in Polen obdachlos gewesen und für bessere Unterkünfte nach Berlin gekommen seien. Es gebe aber noch zwei andere Gruppen. Das seien einerseits junge Erwachsene, denen auf ihrer Entdeckungsreise in Berlin das Geld ausgehe. Andererseits gehörten dazu auch Menschen, die schon länger in Deutschland leben und arbeiten und durch einen Schicksalsschlag obdachlos werden. Wenn jemand Job und Partnerin gleichzeitig verliere und sich im deutschen Behördendschungel nicht gut auskenne, könne er schnell auf der Straße landen.“ kann auf der Seite http://obdachlosinberlin.de/osteuropaeisch/ zu lesen.

Mir gehen die beiden nicht aus dem Kopf. Sie waren so jung, eigentlich viel zu jung, um ohne Perspektive auf der Straße zu leben.

 

 

Am 2. November 2018 ist es soweit, die Ausstellung Querbrüche – Obdachlos wird im  Café Motte , Nazarethkirchstraße 40, 13347 Berlin ab 19 Uhr eröffnet.

Das Café Motte ist gleichzeitig Café, Bar und Galerie und wurde im Mai diesen Jahres von der Familie Kottmann eröffnet. Hier im Weddingweiser erfahrt ihr mehr über dieses ungewöhnliche Café darüber.

Die Kunsthistorikerin Meike Lander wird eine Einführung in die Ausstellung geben.

Die Ausstellung im Café Motte ist vom 2. – 11. November zu besichtigen. Öffnungszeiten von 12 bis 0 Uhr.

Gleichzeitig werden Werke von uns in der Schiller-Bibliothek, Müllerstraße 149, 13347 Berlin in der Galerie im 1. OG vom 5.11. – 28.12.2018 gezeigt.
Öffnungszeiten
Mo – Fr 10:00 – 19:30, Sa 10:00 – 14:00 Uhr

Die Ausstellung wird vom Gebietfond 2018 unterstützt: „Mit dem Gebietsfonds können für das Aktive Zentrum Müllerstraße kleine und große Ideen, Projekte, Aktionen unterstützt werden, die positive Effekte für das Aktive Zentrum Gebiet Müllerstraße haben. Bürgerinnen und Bürger, aktive Interessierte, Engagierte und Neugierige können ihre Ideen einreichen und so spannende Projekte sowie die Entwicklung vor der eigenen Haustür mitgestalten.Nach dem Aufruf, der in der Regel im Herbst stattfindet, entscheidet eine Jury über die Projekte, die im darauffolgenden Jahr aus Fördermitteln des Aktiven Zentrums mit 50% der Kosten unterstützt werden.“ heisst es auf der Internetpräsentation der Müllerstraße (siehe hier).

Beim Entwurf der Einladungskarte haben Gabriele und ich uns an die Einladung Querbrüche vom letzten Jahr gehalten (siehe hier).

Programm während der Ausstellungsdauerim Café Motte:

Freitag, den 2.11.2018

19 Uhr Eröffnung im Café Motte

Einführung
in die Ausstellung durch
Meike Lander, Kunsthistorikerin

Mittwoch, den 7.11.2018

14 Uhr Suppenküche
Simit Evi
Café und Simit House
Müllerstraße 147, 13353 Berlin

19 Uhr Diskussionen mit Betroffenen
im Café Motte

Freitag, den 9.11.2018

17 Uhr Führung durch die Ausstellung
Treffpunkt:
Schiller-Bibliothek
zum Café Motte

Wirklich keinen Stolz? Wohnungslos oder Berber?

Posted in Projekt Obdachlos, Querbruch-Obdachlos, Zeichnung by Susanne Haun on 28. September 2018

 

Im Zelt - Obdachlos - 30 x 40 cm - Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

Im Zelt – Obdachlos – 30 x 40 cm – Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

Als erstes kaufte ich mir einige Bücher, um mich über das Thema Obdachlosigkeit zu informieren.

Beim Googeln fand ich zuerst das Buch von Richard Brox, Kein Dach über dem Leben. Richard Brox ist durch sein Buch und seinen Blog http://ohnewohnung-wasnun.blospot.com/ in Deutschland bekannt geworden.

Sein Buch habe ich mit Interesse gelesen und einiges über die Obdachlosigkeit erfahren. Ich habe großen Respekt und Hochachtung vor seiner Leistung, die er innerhalb seiner Möglichkeiten erbrachte.

 

Ich denke besonders über Richard Brox Umgang mit Frauen, der im Buch durchklingt, nach. Ich kann mir gut vorstellen, wie gut es tut, eine Weile seßhaft zu sein und bei einer Frau zu wohnen. Ich vermute, jede der Frauen, bei denen Richard Brox lebte, hatte die Hoffnung, er würde bleiben. Ich glaube auch, dass Herr Brox nicht verschwiegen hat, wer er ist und das er nicht bleiben wird. Aber Frauen (und auch Männer) denken oft, sie könnten die Männer (die Frauen) ändern … Ein Mensch kann sich jedoch nur selber ändern und nur, wenn er/sie es für richtig hält. Diesen Änderungswille beobachte ich auch immer wieder bei mir selber. Ich denke genau darüber nach, was ich ändern will und was nicht. Änderungen sind immer mit großen Kraftanstrengungen verbunden und diese Kraft muss erstmal gesammelt werden.

Es ist natürlich auch umgekehrt eine gängige Praxis, dass gerade alleinerziehende Mütter wie eine Nomadin von Mann zu Mann ziehen, um der Armut und Obdachlosigkeit zu entkommen und nur so lange bleiben, wie es ihre Schmerzgrenze zulässt und dann weiterwandern.

Ich möchte mich nicht in Allgemeinplätze verlieren. Ich spreche Situationen an, in die keiner geraten möchte, in die jedoch (versteckt) viel mehr Menschen stecken als wir glauben.

 

 

Eigentlich wollte ich auf etwas anderes heraus. Richard Brox bezeichnet sich als Berber und merkt an, dass weder Obdachlose noch Berber das Gefühl Stolz kennen (Seite 103). Das fand ich traurig. Die Bedeutung von Berbern innerhalb der Obdachlosen-Szene möchte ich noch näher erkunden. So ein wenig glaube ich, dass die Berber doch stolz auf ihr leben sind.

Wer Richard Brox life bei Anne Will erleben möchte, kann folgenden youtube Link klicken.

Die Zeichnungen für die Ausstellung „Querbrüche – Obdachlos“ (siehe hier) entstehen aus dem, was ich auf den Straßen sehe und aus der Visualisierung der Fragen, die ich mir zum Thema immer wieder stelle. Ich kann nicht verheimlichen, dass das Thema mich sehr beschäftigt.

 

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