Susanne Haun

69. Berlinale in der neuen Betonhalle des silent green Kulturquartiers

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 14. Februar 2019

 

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier

 

Wer die Berlinale ohne Anstehen und feste Vorstellungszeiten besuchen möchte, der kann noch bis zum 17. Februar 2019 in der fertiggestellten Betonhalle des silent green Kulturquartier, Gerichtsstr. 35, 13347 Berlin das 14. Forum Expanded: ANTIKINO (THE SIREN’S ECHO CHAMBER) genießen. Die Ausstellung und das Screening im Rahmen der 69. Berlinale bereichern die Kulturwelt des Weddings.

 

 

 

Die neue, 1600 qm große, unterirdisch gelegene Betonhalle des silent green ist beeindruckend. Allein die Rampe, die in die unterirdischen Räume führt, ist ein Besuch wert. Noch vor 3 Jahren beim Tag des offenen Denkmals konnte die interessierte Weddingerin / Weddinger dort die Räume des ehemaligen Krematorium besichtigen. Was heute wie ein futuristischer Bau anmutet war damals noch ganz im Sinne eines Krematoriums eingerichtet. Der geschickte Umbau lässt heute nicht mehr vermuten, welche Funktion die unterirdische Halle früher beinhaltete. An dieser Stelle möchte ich den Betreibern zum gelungenem Umbau gratulieren. Eine Vision in diesem Stil zu verwirklichen kostet viel persönliches Engagement, Kraft, Zeit und Geld.

 

 

Die Ausstellung beschäftigt sich mit zeitgenössischen Wertesystemen des Kinos und stellt dabei eine Beziehung zwischen gelebtem Leben und bewegtem Bild her. Nach passieren der Rampe erreicht der Besucher einen kleinen Vorraum, der rechts in den eigentlichen Ausstellungsbereich führt. Links findet sich das obligatorische Café bespielter Kunsträume, kundige Weddingerinnen und Weddinger kennen das Mars schon überirdisch und können jetzt mit Kaffee und Kuchen auch unterirdisch in gewohnter Qualität verwöhnt werden.

 

 

Beim Betreten der Ausstellung wird man von der Waters – Deep Implicancy von Denise Ferreira da Silva und Arjuna Neumann empfangen. Die Dauer der Präsentation kann in bequemen Sitzsäcken verbracht werden, die Leinwand ist gebogen und groß und lässt das Filmprojekt, das Fragmente, Töne und Geschichten des Wassers zeigt, eindrücklich an die Besucherin, den Besucher vorüberziehen. Ein kostenloser ausführlicher Katalog, FORUM / FORUM / EXPANDED, der unter dem Label der 69. Berlinale erschienen ist, erläutert die gezeigten Projekte und vereinfacht es somit, die Intentionen der Künstlerinnen und Künstler zu verstehen. Man sollte genügend Zeit mitbringen, um die gesamte Ausstellung anzuschauen. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

 

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke

 

Dieser Artikel erschien in ähnlicher Form im Weddingweiser vom (siehe hier).

Berlinale 2017 – Filmtip von Susanne Haun

Posted in Berlin by Susanne Haun on 23. Februar 2017

 

Dieses Jahr haben wir einen Film der Berlinale geschaut.  Es ist mir normalerweise zu aufwendig, mich für Karten anzustellen, jedoch gibt es seit drei Jahren den Programmpunkt „Berlinale Goes Kiez“, an dem auch das City Kino Wedding (siehe hier) beteiligt ist. Das besondere ist, dass die Karten online bestellt werden können und so saß ich schon 5 Minuten vor Verkaufsbeginn am Rechner und drückte sofort den Kaufen-Button und war dann stolze Besitzerin zweier Eintrittskarten.

 

City Kino Berlin Wedding zur Berlinale 2017 (c) Foto von Susanne Haun

City Kino Berlin Wedding zur Berlinale 2017 (c) Foto von Susanne Haun

 

Der Film Tiere von Greg Zglinski (siehe hier mit Trailer auf Programm der Berlinale) war sehr sehenswert. Er spielt mit Realitäts- bzw. Traumebenen. Auf dem Weddingweiser (siehe hier) kann der interessierte Leser einen Bericht zur Veranstaltung lesen.

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