Susanne Haun

Wer sind wir? – Portrait Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 6. März 2013

Am letzen Samstag stand dazu ein sehr gelungener Artikel von Adelheid Müller-Lissner im Berliner Tagesspiegel. Laut Frau M.-L. befinden wir uns in der „vierten Welle“ des Feminismus und diese beinhaltet, dass die Lebensentwürfe anderer Frauen zu respektieren sind.
Das gefällt mir sehr, denn mein Lebensentwurf wurde in der Vergangenheit mehr von Frauen als von Männern kritisiert.

Blatt 1 -  Mein Sinnbild von  Alice Schwarzer - Tusche auf Bütten - 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 1 – Mein Sinnbild von Alice Schwarzer – Tusche auf Bütten – 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich arbeite gerade an meinem Sinnbild von Alice Schwarzer für den Kalender „Die wilden 13“ für 2014 mit dem Thema „Starke Frauen“ und so hat es mich zum Thema Emanzipation verschlagen.

Beim ersten Sinnbild von Alice Schwarzer dachte ich nicht nach und wählte ein Querformat. Als ich mich zufrieden, noch die Feder in der Hand, zurücklehnte, wurde mir klar, das Kalender mit Portraits Hochkant gestaltet werden.
Aber aller guten Dinge sind zwei und so hörte ich mir das Interview von Alice Schwarzer in der Mediathek von Phoenix an und zeichnete Sinnbild Nr. 2.

Blatt 2 - Mein Sinnbild von Alice Schwarzer - Tusche auf Bütten - 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 2 – Mein Sinnbild von Alice Schwarzer – Tusche auf Bütten – 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Emanzipation? Was ist das heute?

For my English-speaking readers:
Emancipation? What is it today?
Last Saturday I read a very successful report by Adelheid Müller-Lissner in the newspaper „Berliner Tagesspiegel“. According to Ms. M.-L. we are in the „fourth wave“ of feminism and this implies that the ways of life of other women are to be respected.
I really like it, because my life has been criticized in the past more by women than by men.

Blumenstücke und von 1647 zu 1966 – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Dezember 2011

Ich fühle mich als Frau genauso in der Kunstszene akzeptiert wie ein Mann, Emanzipation findet im eigenen Kopf statt.

Ich will damit nicht sagen, dass es in der Geschichte keine Unterschiede gab. Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Maria Sibylla Marian (siehe Artikel hier) und mit der Nürberger Mahlerordnung (siehe Artikel hier), der es der Künstlerin verbat mit Öl auf Leinwand zu malen.

Rose - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Fabriano Bütten - 17 x 28 cm

Rose - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Fabriano Bütten - 17 x 28 cm

Im Zuge dessen habe ich mir natürlich auch einige Fachliteratur gekauft. Unter anderem auch das Insel Taschenbuch „Neues Blumenbuch„, ein Nachdruck von 1966. Im Impressum steht auch ausdrücklich, dass die Texte aus jener Zeit stammen.

Ich las das Impressum erst, nachdem ich mir diesen Satz auf der Zunge zergehen ließ und mir dachte, dass kann heute keiner mehr schreiben:
„Das was ihre Bilder so anziehend macht, ist nicht so sehr die kunstvoll stilisierte Note, auch nicht die Großartigkeit der Darstellung, sondern das naturhaft Echte und Schlichte und dabei doch geschickt und dekorativ Zusammengeordnete, jene typisch frauliche Begabung und praktisch-künstlerische Wesenserschliessung.“ Zitat von Helmut Deckert. Herr Google bringt Herrn Deckert zum Glück nur in Zusammenhang mit diesem Insel Buch.

Maria Sibylla Merian wurde also zweifach gestraft, in ihrer Zeit verbot ihr die Zunft das Malen von Ölgemälden und 1966 wurde auch noch ihre grafische Leistung als frauliches Talent geschmälert. Meine Herren!

Was bin ich froh, jetzt und heute und hier zu leben!

Amaryllis - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Leonardo Bütten - 35 x 9 cm

Amaryllis - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Leonardo Bütten - 35 x 9 cm

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