Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 102 – Johan August Strindberg

Posted in Illustration, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 26. Juli 2015

Nichts bindet den Geist so stark wie Besitz.
Die Furcht vor Verlust lässt keinen Frieden, die Hoffnung auf Erwerb keine Ruhe aufkommen.

Johan August Strindberg, schwedischer Schriftsteller und Künstler (1849-1912)

Zitiert nach: Einfach genial entscheiden / Hartmut Walz. – Haufe, 2015

Die Bindung des Geistes (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Bindung des Geistes (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Schon im April fragte mich Jarg, ob ich einen Gastbeitrag für seinen Blog schreiben möchte. Der Anlaß für die Frage war sein 5jähriges Blogjubiläum. Da ich nicht nur seine Filmempfehlungen (siehe hier) sehr schätze sondern auch seine Zitate am Freitag (siehe hier) fand ich die Idee gut, ein von ihm ausgesuchtes Zitat als mein Jubiläumsbeitrag zu illustrieren. Jarg bezeichnet sich selber als jemand, der „das menschliche Leben als geniessenswerte, oft komische Absurdität [betrachtet]“. Ich finde, dass ist eine sehr gute Definition für das Leben, die ich gerne übernehme.

Es hat mir Spaß gemacht, das Zitat Strindbergs zu illustrieren und ich habe einige Zeit darüber nachgedacht, was ich als Besitz ansehe. Auto und Reisen sind herausgefallen, weil sie mir  wie „Verbrauchsbesitz“ scheinen. Auch denke ich, dass das Auto heute in Deutschland lange nicht den Stellenwert hat, wie noch vor 50 Jahren. Es ist kein Statussymbol mehr. Mit dem Schmuck war ich sparsam, denn ich glaube es geht doch sehr um Geld und Grundbesitz. Eine Uhr habe ich weggelassen, weil die Zeichnung sonst zu sehr in die Richtung „Zeitmangel“ gegangen wäre. Die Hände symbolisieren die Bindung, sie schliessen den Kopf und damit das Bewustsein und die Gedanken ein. Die Kette mit den Safeschlüsseln sybolisiet das, was jeder Betrachter für Wert hält in seinen Safe einzuschliessen.

Was ist für euch Besitz?

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 87 – Franz Kafka

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 12. April 2015

An einem Freitag im März fand ich in Jargs Blog ein Zitat von Kafka, dass ich sofort auch auf die bildende Kunst übertragen konnte:

„Ich glaube, man sollte überhaupt nur noch solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? […] Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“

Franz Kafka, deutschsprachiger Schriftsteller (1883-1924)

 

Schädel - 40 x 40 cm - Zeichnung von Susanne Haun

Schädel – 40 x 40 cm – Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Der reissende Fluss – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Februar 2013

Das erste Buch, dass ich von Ketil Bjørnstad hörte, war die Oda (siehe hier) und wenn mir erst einmal ein Buch gefällt, dann ist es wie eine Sucht und ich gebe erst Ruhe, wenn ich möglichst viel von dem Autor gelesen oder gehört habe.

Vindings Spiel hörte ich letzten Sommer im Urlaub in Italien in der Emilia Romana. Der große Vorteil am hören eines Buches ist, dass die Landschaft, in der ich mich befinde, nochmals Einfluss auf das Gehörte nimmt. Beim Hören eines Buches in der Emilia Romagna zu sitzen ist anders als zuhause auf dem Balkon. Im Unbewussten vermischt sich Norwegen mit dem Apenin und der reißende Fluss aus Vindings Geschichte mit dem Motone aus Italien (siehe hier).

Der Wilde Fluss, 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Wilde Fluss, 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

So freue ich mich auch sehr über die Zusammenarbeit dreier Blogger mit Beiträgen zu „Vindings Spiel“ von Ketil Bjørnstad.

Auf Jargs Blog über Bücher und Medien findet ihr den ersten Einstieg zum Buch. Weiter geht es auf Dinas Blog, auf dem Jarg seine Rezession des Buches schreibt. Dazu seht ihr meine Zeichnungen von Händen, die Klavier spielen.

Ich mag Dinas und Jargs Blog und schaue bei beiden regelmäßig vorbei.

Meine heutige Traumlandschaft des wilden, reissenden Flusses warf eine Frage für mich auf. Lasse ich den Hintergrundsberg hell oder ganz dunkel? Das ist eine der grundlegenden Fragen einer Zeichnung. Manchmal treffe ich die Entscheidung intuitiv aus dem Bauch heraus, heute habe ich viel darüber nachgedacht. Ich entschied mich für dunkel, um zu prüfen, ob die Entscheidung richtig war, habe ich auch das Hell fotografiert. Ich kann nicht sagen, ob es richtig oder falsch war, die Wirkung ist eine ganz andere und das finde ich sehr spannend.

The first book that I heard from Ketil Bjørnstad, was Oda (see here) and when I like a book I want to read more and more about the author and I will not rest if I have as much as I can read or heard by the author.

I heard Vindings game last summer on holiday in Italy in the Emilia Romana. The big advantage of an audiobook is that the landscape in which I find myself, once again has an influence on what I hear. To sit while listening to a book in the Emilia Romagna region is different than sitting at home on the balcony. Norway is mixed with the Apenin and the river of Vindings game and the Motone from Italy mixed. (see here).

I am also very pleased with the collaboration of three bloggers with articles on „Vindings game“ by Ketil Bjørnstad.

On Jargs blog about books and media you can find the first entry for the book. Continue on Dinas blog where Jarg writes his discription to the book. On both you see my drawings of hands that play the piano.

I like Dinas and Jargs blog and look back often for both.

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Ketil Bjørnstad. Vindings Spiel. Insel Verlag 2006.

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