Susanne Haun

Mein Sinnbild von Katharina von Bora – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aus der Vergangenheit, Berühmt, Geschichte, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 21. Juli 2015

Am 3. August werde ich meine Arbeiten bei den Wittenberger Kunstwegen hängen (siehe hier).

Ich berichtete schon, dass ich dafür noch einige Zeichnungen erstellen möchte (siehe hier).

Entstehung Katharina von Bora (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Katharina von Bora (c) Zeichnung von Susanne Haun

Katharina von Bora (c) Zeichnung von Susanne Haun

Katharina von Bora (c) Zeichnung von Susanne Haun

Auch hier wieder die Frage, wann eine Zeichnung fertig ist. Ich habe zwei Tage überlegt, ob die obere Version fertig ist, mich dann aber entschlossen, weiter zu zeichnen und ich bin auch zufrieden mit dem Ergebnis!

Die Zeichnung entstand nach einem Gemälde von Cranach. Zur Zeit der Reformation gab es noch keine Kamera.

Ich finde Katharina von Bora faszinierend. Sie war zuerst Nonne und hat dann nach Auflösung der Klöster im reformierten Teil des Deutschen Reichs römischer Nation Luther geheiratet.

Dieses Semester besuchte ich den Einführungskurs Frühe Neuzeit an der FU. Es war ein sehr interessanter Kurs. Eine Änderung der Reformation war die Verweltlichung der Ehe.

Die Reformatoren kritisierten die Geistlichen, die gegen das Zölibat verstießen genauso wie die lockere Ehe- und Sexualmoral der Laien.
Die Ehelosigkeit des Klerus und der Laien wurde abgewertet und die Ehe aufgewertet. Es wurde die Priesterehe favorisiert. Gleichzeitig wurde der voreheliche Geschlechtsverkehrs, sowie das Konkubinat 1577 durch Reichsgesetz verboten. Die Ehe wurde ein „weltlich Ding“ und fiel auch unter die weltliche Ordnungspolitik mit der Schaffung weltlicher Ehe- und Sittengerichte (Institutionalisierung der Ehegerichtsbarkeit) und mit der Ehescheidung (Ehe verliert sakramentalen Charakter). Die Klöster werden aufgelöst (Abschaffung des geistlichen Standes) und das Kirchengut wird von den reformierten Fürsten übernommen.

Wie muss das für die Nonnen gewesen sein, die ihre Heimat verloren? Wer wollte besonders die älteren Nonnen noch heiraten? Wie konnten sie sich nach der Auflösung der Klöster ernähren? Wo gingen sie hin? Es darf auch nicht vergessen werden, dass es sehr gebildete Frauen waren. Nur im Kloster hatten sie überhaupt die Möglichkeit, Bildung zu erhalten. Ein sehr interessantes Thema, ich behalte es im Kopf, wenn ich mal Zeit habe.

 

 

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