Landschaft · Projekt Afrika erforschen · Tiere · Zeichnung

Afrika verarbeiten – Greenpoint Kapstadt – Zeichnung von Susanne Haun

 

Das zweite Blatt der Serie entsteht auf Aquarellkarton „Veneto“ von Hahnemühle in der Größe 50 x 65 cm. Auf dem ersten Blatt habe ich mich mit den Elefanten Afrikas beschäftigt (siehe hier).

 

Entstehung Green Point Kapstadt (c) Zeichnung von Susanne Haun
Entstehung Green Point Kapstadt (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

England · Foto · Reiseberichte · Skizzen · Skizzenbuch · Stillleben · Zeichnung

Slow travel in Norfolk mit Hanne und Klausbernd – Susanne Haun

Wir haben die Zeit bei Klausbernd und Hanne in England, Norfolk sehr genossen.

Die beiden habe ich schon vor ca. 5 Jahren in der Bloggerwelt kennengelernt. Heute führen beide gemeinsam den Blog The World According to Dina (siehe hier).

 

Happisburgh Strand (c) Foto von Susanne Haun
Happisburgh Strand (c) Foto von Susanne Haun

„Wir bloggen über alles, was wir mit dem Norden verbinden von Natur bis Kultur. „Norden“ heißt für uns Skandinavien, die Arktis, aber auch das idyllische Norfolk, ein altes Zentrum der Wikinger, wo wir liebklugen Buchfeen Siri und Selma im kleinen Dorf am großen Meer wohnen. Aber ganz so eng sehen wir das mit dem Norden auch nun wieder nicht, kurzum, wir fassen den Begriff „Norden“ als freiheitsliebende Buchfeen so weit, wie es uns gefällt. „Jede Grenze wird durch ihre Überschreitung geehrt“, meine ich, die liebkluge Siri.“ schreiben die beiden zu ihrer Intention des Bloggens.

 

An einem Tag unseres Aufenthalts haben wir einen langen Ausflug unternommen, von dem ich hier in zwei Teilen berichte.

Wir besichtigten am Morgen St. Mary’s Church in Happisburgh, die früher die Seefahrer vor Sandbänken warnte. Mir gefiel besonders das Taufbecken, dass aus dem 15. Jahrhundert stammt.

Auch der Leuchtturm ist schon sehr alt, er stammt aus dem Jahr 1790 und ist der älteste Leuchtturm von Ost-England, der noch in Betrieb ist.

Wir wandern lange an der Küste lang und sammeln Steine. Am Ende unserer Strandwanderung kehren wir ins Wirtshaus The Hill House Inn ein, dass Arthur Canon Doyle zu seinem Sherlock Holmes Roman Die tanzenden Männchen (The Adventure of the dancing man) inspirierte.

Wieder in Berlin angekommen, habe ich die Fundstücke zum Zeichnen auf meinen Arbeitstisch gelegt und die ersten Eindrücke des Stilllebens auch gleich festgehalten. Nun erinnert mich die kleine Sammlung täglich an unseren Englansaufenthalt.

 

Betrachtungen zur Kunst · Blumen und Pflanzen · Dänemark · Tiere · Zeichnung

Dänemarks südlichster Punkt und ein Gespräch über Zeichnung – Susanne Haun

Etwas vor dem südlichsten Punkt von Dänemark steht ein typischer weißer Ostseeleuchtturm. Der etwas vom Turm entfernte Südstein, den ich verpaßt habe zu fotografieren, markiert nicht nur der südlichste Punkt Dänemarks sondern ganz Skandinaviens.

Der Gedser Leuchtturm (c) Foto von Susanne Haun
Der Gedser Leuchtturm (c) Foto von Susanne Haun

Der frisch gepflügte Acker war voller Möwen, die sicher nach Würmern suchten. Hier konnte ich den Vogelflug gut beobachten. Erstanunlich finde ich, dass nach dem Spaziergang zum Südstein keine einzige Möwe mehr auf dem Acker war.
Ob die Würmer alle waren?

Ich mag es sehr, die Bewegung von Vögeln zu beobachten, aber es regnete und regnete, so dass ich schon nach kürzester Zeit zu durchnäßt zum Zeichnen war. Ein Glück, dass ich einigen Lesestoff mit nach Dänemark genommen hatte, so konnte ich in Ruhe ein Gespräch über die Zeichnung im Kunstforum Band 196 lesen.

Beobachtungen der Möwen am Gedster (c) Skizzen von Susanne Haun
Beobachtungen der Möwen am Gedster (c) Skizzen von Susanne Haun

Ist das Zeichnen ein Hauptberuf? So beginnt die Diskussion  und mir gefällt Alexander Roobs Antwort:
„Das Zeichnen ist das bei mir nicht, denn das war: und ist eine sporadisch ausgeübte Beschäftigung, die für mich erst im Wechselrhythmus mit anderen Aktivitäten einen Sinn und eine Notwendigkeit ergibt.“

Ich kann diese Frage weder mit Ja noch mit Nein beantworten, also mit einem schönen vielleicht. Die KUNST ist mein Beruf, aber ja, ich brauche natürlich auch die Inspiration, den Wechsel zwischen Dinge, das Erleben und darüber Nachdenken und Schreiben und dann das zeichnen, den Kontakt mit dem Publikum bei Ausstellungen und im Netz.

Zeichnerisch erlebe ich meine Umwelt jedoch am intensivsten und dringe den Dingen am meisten auf den Grund, das erfordert das vorige Schreiben. Um meine Gedanken und das Erlebte flüssig in Zeichnungen umsetzen zu können, bedarf es dem ständigen Tun wie bei einem Musiker.

Pflanzen noch aus Kopenhagen (c) Zeichnung von Susanne Haun
Pflanzen noch aus Kopenhagen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ein großer Plus für die Zeichnung ist auf jeden Fall die Lagerhaltung, die Größe des Ateliers und die Logistik. Als ich begann, mich ganz auf die Zeichnung zu konzentrieren, waren diese Punkte zuerst nicht mein Hauptgrund. Inzwischen weiss ich es sehr zu schätzen, mit 40qm Atelier auszukommen und meine Ausstellungen zum Teil im Zug transportieren zu können. Es sind enorme Kosten, die der Zeichner dadurch spart. Es hat mir gefallen, dass Herr Roob diesen praktischen Punkt anspricht, denn oft wird dem Künstler diese Meinung übel genommen, ja, soll er doch lieber in Schulden und Armut, aber für seine Kunst alleine Leben.

For my english reader:
Something before the southernmost tip of Denmark is a typical white Baltic lighthouse. The somewhat distant from the tower south stone I’ve missed photographing marked not only the southernmost tip of Denmark, but the whole of Scandinavia.
I recorded the movement of the gulls. I like drawing movement but it was raining so much that I did not have much time for it, without completely wet.

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Kunstforum Band 196, April – Mai 2009, Die umfassenste oder offenste Gattung der Gegenwart, Seite 56 ff.