Susanne Haun

Toskana 2019 – Bagni di Lucca – Susanne Haun

Posted in Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, St.Andrea di Compito, Toskana, Zeichnung by Susanne Haun on 16. August 2019

 

Toskana, Bagni di Lucca, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019 2280

Toskana, Bagni di Lucca, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Es ist schon fast ein Vierteljahr her, dass wir unsere Zeit in den Pisaner Bergen der Toskana verbrachten und ich habe meine Skizzenbücher und mein Tagebuch zwar eingescant aber kaum geblogt.

Jedoch findet sich immer wieder eine Gelegenheit, die Fotos zu sortieren und die Skizzen zu scannen. Ob ich den Urlaub vor unserem nächsten Urlaub wohl aufgearbeitet habe? Ich weiss es nicht.

Da ich in drei Skizzenbücher arbeitete, fiel es mir schwer, die Skizzen trotz der sporadischen Ortsbezeichnungen zuzuordenen. Ich nehme mir zum wiederholten male vor, meine Skizzen ordentlicher zu bezeichnen.

 

 

 

Unter diesem Link (Klick) findet ihr alle Beiträge der Toskanareise, der neuste Beitrag, also dieser, erfolgt dabei an erster Stelle, so dass ihr viel zum scrollen habt.

 

Hier mein im Urlaub geschriebener Tagebucheintrag:

 

27.5.2019

Bagni di Lucca besitzt neunzehn 40 – 47 Grad heiße Quellen, die schon im Mittelalter bekannt waren.

Beim Lesen der Geschichte des Ortes dachte ich sofort an Birgit von Sätze&Schätze, die in Abständen literarische Orte bloggt. So ein Ort liegt tatsächlich auch mit dem Kurort Bagni di Lucca vor und wir wandelten auf den Spuren von Monteigne, Lord Byron, Mary Shelley, Heine und vielen mehr. Bekannt wurde der Ort durch Napoleons Mutter Laetizia und ihre beiden Töchter Pauline und Elisa, die regelmäßig hier verkehrten. Von Elisa hörten wir schon im Zusammenhang mit der Renaissancevilla gestern.

Heinrich Heine schrieb in seinem Reisebild:

„Ich habe nie ein reizenderes Tal gesehen, besonders wenn man von der Terrasse des oberen Bades, wo die ernstgrünen Zypressen stehen, ins Dorf hinabschaut. Man sieht dort die Brücke, die über ein Flüsschen führt, welches Lima heißt, und, das Dorf in zwei Teile durchschneidend, an beiden Enden in mäßigen Wasserfällen, über Felsenstücke dahinstürzt und ein Geräusch hervorbringt, als wolle es die angenehmsten Dinge sagen und könne vor dem allseitig plaudernden Echo nicht zu Worten kommen.“

Ich mochte am liebsten die Brücken über den Lima, den Fluß, der durch Bagni di Lucca fließt. Vom ehemaligem Casino, die Lizenz hierfür wurde vor gut 50 Jahren nach Venedig verkauft, bis zum Rundtempel des Dimidoff zu den Brücken besitzt alles ein morbider Charme. Es scheint als ob mit dem Casino auch das Geld für die Pflege der Architekturen verloren ging.

Der morbide Charme beflügelte meine Phantasie und ich sah vor meinem geistigen Auge die Damen in ihren langen Kleidern und Herren in Frack des ausgehenden 19. Jahrhunderts zum Casino wandeln, sich über die neusten Literaten unterhalten und die Schönheit des Ortes geniessen.

 

 

 

Flamingos offen zur Interpretation – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Engel, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 7. November 2011

Sir Andrew Marbot erschoss sich im Alter von 28 Jahren.

Er war der Meinung , dass seine Möglichkeiten erschöpft waren und er sah ein Leben voller Wiederholungen vor sich.
Marbot war einer der erste Kunstpsychologe und wurde 1801 geboren. Er traf mit vielen bekannten Größen seiner Zeit  wie William Turner, William Blake, Goethe, Schopenhauer, Lord Byron, Delacroix , Berlioz und vielen mehr zusammen.

Zuerst mache ich mir eine kleine Skizze für mein weiteres Vorgehen - Susanne Haun

Zuerst mache ich mir eine kleine Skizze für mein weiteres Vorgehen - Susanne Haun

Ich las das erste mal in Wolfgang Hildesheimers „Schule des Sehens“ von Marbot. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat von ihm. Dem Kapitel von Francis Bacon steht folgenes voran:

„… Die Betrachtung des Bildes nötigt uns auf ein Gebiet, das kein anderes Kunstwerk für sich beanspruchen darf. Hier ist nichts mehr in Bewegung, wir sehen das Werk so, als habe der Künstler soeben erst den Pinsel abgelegt. Nun steht es da, offen zur Interpretation, die, wenn sie einmal erschöpfend gegeben ist, sich niemals mehr ändern wird.“

Der erste Flamingo sitzt auf seinen Beinen - Susanne Haun

Der erste Flamingo sitzt auf seinen Beinen - Susanne Haun

Ehrlich gesagt, verstehe ich das nicht, wieso niemals mehr ändern? Wird nicht jeder, der eine Interpretation abgibt seine Sicht der Dinge auf das Bild beschreiben.  Und wird nicht derjenige morgen oder nächsten Monat oder in 10 Jahren durch seine Erfahrung wieder andere Dinge im Bild entdecken?

Flamingos und andere Zeichnungen von Susanne Haun

Flamingos und andere Zeichnungen von Susanne Haun

Einer meiner Sammler möchte gerne Zeilen zu meinen heute gezeigten Flamingos schreiben. Ich freue mich darauf zu lesen, was er in diesem Bild sieht, das sehr vielschichtig ist und eben nicht nur aus Flamingos besteht.

Ich freue mich auch sehr, wenn der eine oder andere von euch liebe Leser eure Gedanken zu diesem Bild schreibt.

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