Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Ulises Carrión – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 8. Juli 2018

 

„ein buch ist eine folge von räumen.
jeder dieser räume wird in einem bestimmten moment wahrgenommen –
ein buch ist auch eine bestimmte folge von momenten.“

Ulises Carrión, 1975 in seinem Manifest Die neue Kunst des Büchermachens

 

Auf Marlenes Blog „das Kunstbuch“ habe ich dieses Zitat des mexikanischen Künstlers Carrión gefunden. Der Artikel zum Zitat ist sehr lesenswert.

 

Ich zeige heute eines von Jürgen und meinen Unikat-Künstler-Bücher aus dem Projekt Wegschütten. Die gesamten Heftchen könnt ihr unterfolgendem Link (Link) sehen.

 

 

Zur Zeit arbeite ich an einem Künstlerbuch mit Doreen Trittel  zu unserem Projekt / Installation Erinnerung (siehe hier).

 

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Ulises Carrión, „Die neue Kunst des Büchermachens“, übersetzt aus dem Englischen von Hubert Kretschmer, Wolkenkratzer 3 (1982).

 

Anna – mach mal ein Foto von mir!

Posted in Ausstellungstip, Berlin, Betrachtungen zur Kunst by Susanne Haun on 30. Juli 2015

Gestern war ich mit Anna von Augenzeuge Kunst und mit Jürgen im Hamburger Bahnhof und wir haben uns die Ausstellungen „Sturtevant: Drawing Double Reversal“ und „Michael Beutler. Moby Dick“ angeschaut.

Ich mag die Zeichnungen und das Konzept von Elaine Sturtevant aber fasziniert haben mich die Räume in den Räumen von Beutler. Mein erster Eindruck beim Betreten der Ausstellung war eine Enge in der Weite. „Das ist mir zu voll!“ dachte ich und fühlte mein gesamtes Denken zerstört.

Kunstgenuss im Hamburger Bahnhof (c) Foto von Susanne Haun

Kunstgenuss im Hamburger Bahnhof (c) Foto von Susanne Haun

 

Aber je länger ich mit Anna und Jürgen durch die Halle streifte, desto mehr Räume ich begriff und entdeckte, desto zufriedener und ruhiger wurde ich. Die Räume zogen mich an und die einfachen Materialien hätte ich gerne berührt – aber das war natürlich nicht möglich! Beutler hat aber zum Glück Prototypen von Banken aufgestellt. Auf einer entstand der Dreierselfie von Anna, Jürgen und mir.

 

Kunstgenuss im Hamburger Bahnhof (c) Foto von Susanne Haun

Kunstgenuss im Hamburger Bahnhof (c) Foto von Susanne Haun

Jürgen wollte es natürlich wieder ganz genau wissen: Kunst betrachten, was bedeutet das Anna und mir. Anna bedeutet es, sich verstanden zu fühlen und Gleichgesinnte, Seelenverwandte in den Künstlern zu treffen und die Zusammenhänge zu begreifen. Während dieses Gespräches saßen wir im Werk „PEQUOD“ von 2015. Und Jürgen sagte „Anna – mach mal ein Foto von mir!“.

Ich nehme das Gesehene sinnlich war, lasse mich fallen und fühle die Kunst. Nach dem sinnlichen Eindruck möchte ich mehr vom Künstler und seiner Motivation wissen.

Dazu habe ich mir den Film zur Ausstellung auf youtube angeschaut. Darin erfahre ich, dass die Arbeit vom prozeßhaften getragen ist und nicht statisch bleibt sondern immer in Bewegung ist. Beutler verändert die Arbeit immer wieder und es lohnt sich öfter zur Ausstellung zu gehen.

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