Susanne Haun -> Drawing -> Zeichnung -> Dibujo -> 水彩画

Der An – Schein – Oscar Wilde und das Jahr 2009 – Zeichnungen von Susanne Haun

Veröffentlicht in Portraitmalerei, Was es sonst so gibt!, Zeichnung von Susanne Haun am 30. Januar 2012

2009 erfaßte ich Tag für Tag Menschen auf Büttenpapier.

Es wird gesagt, die ersten 10 Sekunden einer Begegnung zwischen Menschen sollen über Symphatie oder Unbehagen entscheiden.

Tagebucheintragung 2009 01 17 - 2 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten

Tagebucheintragung 2009 01 17 - 2 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten

“Nur oberflächliche Leute urteilen nicht nach dem Aussehen. Das Geheimnis der Welt ist das Sichtbare, nicht das Unsichtbare.” sagte Oscar Wilde

Die Historie der Portraitkunst: Eisbär Fan – Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Betrachtungen zur Kunst, Portraitmalerei, Zeichnung von Susanne Haun am 23. Dezember 2011

Die Portraitkunst hat eine lange Vergangenheit und es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Menschen darzustellen.

Anfang Dezember zeichnete ich eine junge Frau, die erfolgreich Eishockey bei den Eisbären spielt, schon Pokale gewonnen hat und deren Großeltern gerne ein Portrait wollten, dass dieses auch zum Ausdruck bringt.

Beginnend mit den Augen - Detail - Entstehung Enkelin - Zeichnung von Susanne Haun

Beginnend mit den Augen - Detail - Entstehung Enkelin - Zeichnung von Susanne Haun

Das Portrait ist ein traditionelles Thema und ich mußte Entscheidungen treffen, wie ich die junge Dame darstellen möchte: als ganze Figur oder im Ausschnitt, nach vorne schauend oder zur Seite in Eishockey Kleidung, mit Pokal, ohne Pokal.

Zu Rembrandts Zeiten wurden Portraits öfter in Historiendarstellungen übernommen, was als höchste Kunstform galt. Auch Rembrandt selbst stellte sich in biblischen, mythologischen oder Phantasiekostüme dar.

Holm Bevers schreibt im Katalog zur Ausstellung “Aus Rembrandts Zeit“, dass die Portraitkunst zwar von den bedeutesten Meistern ausgeübt wurde, weil es darauf ankam, dass die Personen möglichst ähnlich dargestellt wurden, aber in der Wertigkeit der Kunst standen Portraits an niedriger Stelle, da der eigene Erfindungsreichtum des Malers nicht in das Kunstwerk einfliessen konnte.

Portrait "Enkelin" - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Leonardo Büttenpapier

Portrait "Enkelin" - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Leonardo Büttenpapier

In der Portraitkunst heute kommt es auf beides an, auf eine gewisse Ähnlichkeit und auch auf die Handschrift des Künstlers. Ich persönlich möchte den Charakter, das Wesen des Portraitierten darstellen.

Wer kennt übrigens nicht die Ahnengalerie der Altkanzler im Bundeskanzleramt? Und wer erinnert sich nicht an das Aufheben, das von Immendorfs goldenem Schröder gemacht wurde?

Hier ist eine Übersicht der bisherigen Gemälde:

Die Porträts der bisherigen Bundeskanzler und die Künstler:

- Konrad Adenauer, CDU (Hans-Jürgen Kallmann) – Ludwig Erhard, CDU (Günter Rittner) – Kurt Georg Kiesinger, CDU (Günter Rittner) – Willy Brandt, SPD (Olaf Petersen) – Helmut Schmidt, SPD (Bernhard Heisig) – Helmut Kohl, CDU (Albrecht Gehse) – Gerhard Schröder, SPD (Jörg Immendorff)

Die Großeltern haben inzwischen das Portrait ihrer Enkeltochter geschenkt. Meine Intention in der Darstellung war, dass sie sich auch in 40 Jahren noch diesem 18 jährige Mädchen auf dem Portrait erinnern und stellen kann. Erinnert ihr euch, wie es war, als ihr 18 wart?

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