Susanne Haun

Signierstunde auf der Leipziger Buchmesse – Susanne Haun im Eichhörnchen Verlag

Posted in Ausstellungstip, Buchtip, Collage, Zeichnung by Susanne Haun on 12. März 2019

 

Susanne Haun vor den Landtiere in Originalgröße (c) Foto von Nina Alice Schuchard

Susanne Haun vor den Landtiere in Originalgröße (c) Foto von Nina Alice Schuchard

 

 

Am Sonntag den, 24. März 2019, 15 Uhr werde ich auf der Leipziger Buchmesse in der Halle 2, Stand G109 das Buch Landtiere aus dem Eichhörnchen Verlag signieren.

Ich freue mich schon sehr darauf und hoffe, das viele Intressierte den Weg zum Stand des Eichhörnchenverlags finden werde.

Die Geschäftsführerin, bzw. Verlegerin Nina wird neben den Landtieren, Monsterkindern und die Geschichte von Tui-Tiu ihr viertes Buch im Verlag vorstellen:

Kleine Vogel-Wunderkammer, ISBN 978-3-9818726-3-7 und Kleine Vogel-Wunderkammer – Begleitbuch mit Namen, ISBN 978-3-9818726-4-4 (siehe hier).

 

 

Mehr über die Leipziger Buchmesse erfahrt ihr hier (klick) auf der Hompage der Messe.

 

Eichhörnchenverlag_Landtiere_Umschlag (c) Nina Alicke Schuchard

Das Bilderbuch „Landtiere“ richtet sich an Babys und Kleinkinder und stellt ihnen einige Tiere vor, die den Kindern in ihrem Alltag – zum Beispiel als Haustiere oder bei einem Bauernhofbesuch – begegnen können.
Es wurde Wert darauf gelegt, die Tiere in ihrem alltäglichen Umfeld zu zeigen und keine aus dem Kontext gerissenen Stockfotografien zu verwenden. Die Tiere wurden statt dessen mit Blick für ihre individuelle Schönheit ohne Plüsch und Pathos, ohne vorhergehendes Herrichten oder nachträgliche Retusche in ihrem alltäglichen Leben fotografiert.
Anschließend wurden die fotografischen Tierporträts zum Ausgangspunkt für Collagen genommen und zeichnerisch fortgeführt. Mit Rücksicht auf das kindliche Sehen hat sich die Illustratorin dabei der schönsten und leuchtensten Farben und besonders klarer Formen bedient. Der herausragende zeichnerische Stil der Illustratorin lässt dabei immer die individuellen Züge der tierischen Vorbilder sichtbar.
Wie bei den Bildern wurde auch bei den Texten darauf geachtet, eine für Kinder und Erwachsene gleichermaßen reizvolle Form zu finden. Auch bei der vielfach wiederholten Betrachtung, die solche frühen Bilderbücher leicht erfahren, soll das Bilderbuch noch allen Beteiligten Freude machen. Für die textliche Darstellung der Wesenhaftigkeit der Tiere fand der Autor darum eine einfache wie ansprechende rhythmische Sprache.
Die gezeigten Tiere leben in Demeter Landwirtschaftsbetrieben, auf privaten Höfen und im Tierpark Kunsterspring in der Ostprignitz in Brandenburg.

Text: Gerd Knappe
Illustration: Susanne Haun
Fotografie: Thomas Lemnitzer
Landtiere erschien als Pappebuch am 16. September 2017.
ISBN 978-3-9818726-0-6

Das Buch kann direkt beim Eichhörnchenverlag bestellt werden (Klick)

In der Buchhandlung am Schäfersee, Markstraße 6, 13409 Berlin ist das Buch vorrätig und kann vor dem Kauf angeschaut werden. (Klick)

Wer nicht auf Amazon verzichten kann, erhält das Buch selbstverständlich auch bei Amazon (klick).

Erstklässler in der Ausstellung BilderBuchBanden – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Collage, Kinderkunst, Workshop by Susanne Haun on 17. Dezember 2018

 

Am 26. November eröffnete die Ausstellung BilderBuchBanden in der Bibliothek am Schäfersee. Zwei Wochen später empfingen Nina Alice Schuchardt, die Verlegerin des Eichhörnchenverlags und ich eine erste Klasse, um mit Ihnen 2 Stunden in der Ausstellung zu verbringen.

 

 

Nina laß den Kleinen zuerst vom Hahn aus den Landtieren vor und anschliessend verbrachten wir eine Stunde damit, den Kleinen die Collage näher zu bringen. Sowohl die Lehrerinnen als auch wir waren erstaunt, wie eifrig und lange die Kinder schnitten, malten und zeichneten. Viele Collagen sind entstanden.

Nina und ich haben im Vorfeld lange und ausführlich besprochen, was für Materialien wir den Kindern für die Collagen zur Verfügung stellen. Als Grundlage für die Collagen hatten wir drei verschiedene Papiersorten:

Lana Dessin 220 Drawing Paper, 220 g/m²‎ in der Größe 21 x 29,7 cm, einen Creativblock von Hahnemühle und für die gezeichneten und geklebten Notizen Travel Journals auch von Hahnemühle.

Als Farben standen den jungen Künstlerinnen und Künstlern Tuschkästen, Bunt- und Kohlestifte und Filzer zur Verfügung.

Nina hatte eine Unmenge an Zeitschriften mitgebracht und sogar ein dickes Pferdebuch als Collagenmaterial zerrissen.

Bisher hatte ich noch nie so junge Schülerinnen und Schüler und natürlich haben sie weniger Interesse daran, wie Lichtecht die Farben sind 🙂 Sie erfreuten sich einfach an der Tatsache, soviel Papier benutzen zu können wie sie wollen und an die Galerie, die wir mit ihren Collagen erstellten.

Als nach einer Stunde die Konzentration der Kleinen nachließ, nahm Nina alle mit in die Leseecke der Bücherei und las ihnen die Geschichte von Tui-Tiu  und den Monsterkindern vor.

Am 18. Dezember wird eine weitere 1. Klasse in die Ausstellung kommen und mit uns Collagen erstellen. Ich bin schon sehr neugierig, was die Kinder alles Kleben, Zeichnen und Malen werden.

 

 

Obdachlos in der Stadt – Collage von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Collage, Querbruch-Obdachlos by Susanne Haun on 26. Oktober 2018

 

 

Obdachlos in der Stadt - 20 x 30 cm - Collage von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

Obdachlos in der Stadt – 20 x 30 cm – Collage von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

Gestern habe ich die Arbeiten für die Ausstellung Querbrüche Obdachlos gerahmt. Es ist nicht mehr weit bis zur Ausstellungseröffnung,  in einer Woche geht es los. Heute habe ich die oben gezeigte kleine Collage geklebt, bzw. gezeichnet. Bei all den vielen Wohnungen in der Stadt sollte man doch eigentlich meinen, dass es auch ein Plätzchen für die Wohnungslosen gibt.

Heute habe ich Jörg, den Obdachlosen, der vor dem Karstadt in der Müllerstraße sitzt, eine Einladung gebracht. Er stand Modell für das von mir gezeichnete Portrait, das auch auf der Einladungskarte abgebildet ist, gestanden. Inzwischen hängen im Wedding einige Plakate zur Ausstellung und die „Obdachlosenszene“ haben Jörg erkannt und auch Jörg selber hat sich erkannt.

Wenn ihr dem Link folgt findet ihr die genauen Daten zur Ausstellung und zu den Ausstellungsevents.

 

 

Eichhörnchen für den Eichhörnchenverlag – Zeichnung und Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 1. August 2018

 

Das Eichhörnchen schaut uns an (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Eichhörnchen schaut uns an (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Regelmäßig telefonieren Nina Alice Schuchardt vom Eichhörnchen Verlag und ich und tauschen unsere Gedanken aus.

Als Nina die Idee der Erstellung von Postkarten hatte, da habe ich gesagt, dass da natürlich auch Eichhörnchencollagen dazu gehörten. Aus diesem Gespräch sind dann die folgenden Arbeiten entstanden.

Ich mag besonders die reine Zeichnung vom Eichhörnchen, hier habe ich die Dynamik und den Charakter des Eichhörnchens besonders festgehalten, ohne dass die Betrachterin, der Betrachter von Nebenschauplätzen abgelenkt wird.

Nun liegt es an Nina, was sie daraus macht. 🙂

 

 

Postkarten aus dem Eichhörnchenverlag

Posted in Collage, Publikationen, Zeichnung by Susanne Haun on 2. Juni 2018

Das nächste Projekt von Nina Alice Schuchardt aus dem Eichhörnchenverlag beschäftigt sich mit Postkarten.

Es lohnt sich, Ninas Auseinandersetzung mit meiner Katzencollage zu lesen. Das Foto von der Katze ist vom Tierfotografien von Thomas Lemnitzer

In dieser Miniserie stellen wir euch einige Motive unserer neuen Postkarten vor. Die Serie beschäftigt sich mit sechs Motiven, die nicht oder nur unvollständig in unseren drei Büchern zu finden sind, obwohl sie doch bildschön und sehenswert sind! 1.035 weitere Wörter

über Bildschön und trotzdem nicht im Buch?! (Nr. 1: Die Katze) — Eichhörnchenverlag

Forever Young – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Eindrucksvolle Worte, Erinnerung by Susanne Haun on 14. Februar 2018

 

Bei unserem letzten Treffen zur Vorbereitung des Salons Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen (siehe Einladung) haben Doreen und ich kurz über das Private und das Persönliche gesprochen.

Selbstbildnis im Gespräch mit Doreen (c) Foto von Susanne Haun

Selbstbildnis im Gespräch mit Doreen (c) Foto von Susanne Haun

 

Unsere Arbeiten sind immer persönlich und damit authentisch aber nicht privat. Was aber sind die Unterschiede zwischen privat und persönlich?

Laut Duden stammt privat von lateinisch privatus = (der Herrschaft) beraubt; gesondert, für sich stehend; nicht öffentlich, adjektivisches 2. Partizip von: privare = berauben; befreien, (ab)sondern, zu: privus = für sich stehend, einzeln.

zur Bedeutung von privat: Nur die eigene Person angehend, betreffend; jemandes private Sphäre; ihr privates Glück; er sprach über seine privatesten Gefühle, über private Dinge; die Gründe sind rein privat. Durch vertraute Atmosphäre geprägt; familiären, zwanglosen Charakter aufweisend; ungezwungen, vertraut; eine Feier in privatem Kreis; es herrschte ein privater Ton.

Laut Duden ist die Verwendung von persönlich nicht ganz so einfach wie man sich das vielleicht vorstellt. Das Wort ist rechtschreiblich schwierig und gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch. Eine interessante Thematik, mit der ich nicht vertraut war.
Persönlich steht für jemandes Person kennzeichnend, charakteristisch, in der Art einer Person [existierend] (Philosophie, Religion), in der ersten, zweiten, dritten Person vorkommend (Sprachwissenschaft) ,zwischen einzelnen Personen selbst, unmittelbar zustande kommend, von der einzelnen Person ausgehend und durch ihr Erleben, [Mit]fühlen, ihre Interessen usw. bestimmt; menschlich, gegen eine einzelne Person gerichtet,in [eigener] Person, selbst,eigen, die eigene Person betreffend.

Ich kann die Bedeutungen des Wortes persönlich auf meine Collage Forever Young beziehen. Die Collage ist folglich persönlich aber nicht privat!

 

Forever Young - 30 x 40 cm - 2018 (c) Collage von Susanne Haun

Forever Young – 30 x 40 cm – 2018 (c) Collage von Susanne Haun

 

Zitat am Sonntag – Wolfgang Hildesheimer – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 4. Februar 2018

 

… das Schreiben zwingt permanent zum Nachdenken über unser Leben, über unsere Vergangenheit, vor allem aber über unsere Zukunft, in der die Rezeption stattfinden soll.

Die Collage dagegen zwingt zum Nachdenken über Farbtöne, Schnittflächen, Papierstärke und ein sehr allmählich entstehendes Gebilde reiner aktiver Phantasie. Das heißt, daß Zeit und reale Welt ausgeschaltet bleiben …

Wolfgang Hildesheimer

 

Blatt 34 - Zum Andenken an Eure Ingeborg - 25 x 25 cm - Collage von Susanne Haun

Blatt 34 – Zum Andenken an Eure Ingeborg – 25 x 25 cm – Collage von Susanne Haun

 

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Hildesheimer, Wolfgang, Hildesheimer in Erwartung der Nacht, Collagen, Mit einer Einführung des Künstlers: Zu meinen neuen Collagen, Frankfurt am Main 1987, S. 2.

 

Geborgenheit und Freiheit – Collage von Susanne Haun

Posted in Atelier, Ausstellung, Collage, Erinnerung, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Januar 2018

 

Natürlich sind meine Zeichnungen immer persönlich aber in der Regel  nicht privat.  Meine Persönlichkeit liegt in der Kunst selber verborgen und kann vom Betrachter entdeckt werden.

Die Collage Geborgenheit und Freiheit, die ich für Ausstellung innerhalb des Salons mit Doreen (siehe hier eine Collage von Doreen) erstellt habe, führt mich in die Tiefen meiner Erinnerungen, vielleicht sogar meines Seins. Diese Collage ist zutiefst privat, ich empfinde sie im Augenblick privater als jedes gezeichnete Selbstportrait von mir.

 

Geborgenheit und Freiheit - 30 x 40 cm - 2018 (c) Collage von Susanne Haun

Geborgenheit und Freiheit – 30 x 40 cm – 2018 (c) Collage von Susanne Haun

Ich habe mit dieser Collage intensiv wahrgenommen, dass meine Mutter mir seit meiner Geburt Geborgenheit und Freiheit gab. In der Collage Geborgenheit und Freiheit habe ich Fotos verarbeitet, die mich zeigen, wie ich am Rathaus Wedding in Berlin laufen lerne. An den Fotos ist zu erkennen, dass meine Mutter mich auf der Wiese laufen lies, sie gab mir die Möglichkeit zu fallen und wieder aufzustehen. Und ich bin gefallen und wieder aufgestanden, mein ganzes bisheriges Leben lang. Ich bin neugierig, probiere vieles aus, falle, stehe wieder auf, probiere Neues, falle… Es ist ein ewiger Kreislauf.

Meine schicke Mama, die mit Pfennigabsatzschuhen, Kostüm und Jacky Kennedy Frisur, die ihrer Tochter im Kleidchen laufenbeibrachte. Es ist verrückt. Das Rathaus, an dem ich fast täglich vorbeikomme, veranlasst mich, uns dort zu sehen, Mutter und Tochter. Meine Mutter, deren letzte Worte an mich bekundeten, wie stolz mein Vater und sie auf mich wären.

Im Salon (Einladung und Informationen erhaltet ihr in den nächsten Tagen) werden Doreen und ich unsere Erinnerungen zu einer Installation verweben. Die heute gezeigte Collage wird auf jeden Fall dabei sein.

 

 

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun
inklusive Ausstellungseröffnung Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen

20. März 2018 um 18 Uhr, Groninger Str. 22, 13347 Berlin, info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72 M 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

Meine Schnipsel in Gerdas Händen – Susanne Haun

Posted in Collage, Schnitt- / Legearbeiten, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Januar 2018

 

Liebe Gerda!

Unglaublich!

Tag um Tag sehe ich, wie „meine“ Schnipsel immer neue Gestalten annehmen. Ich habe deine gesamten Legearbeiten mit „meinen“ Schnipseln in einem Ordner gespeichert und bin nur am Staunen.

Nur ein einziges Bild habe ich gelegt, das ich dir nun heute endlich zeigen möchte. Es entstand, bevor ich dir die Schnipsel sendete (logisch 🙂 ).

Hier könnt ihr meinen Beitrag zu der Erstellung der Schnipsel sehen (Klick).

 

Zirkus im Sonnenschein (c) Collage von Susanne Haun

Zirkus im Sonnenschein (c) Collage von Susanne Haun

 

Vielen, vielen Dank für deine Analyse und Arbeit mit meinen Schnipseln.
Die Form dominiert — ja, ich sehe es jetzt auch. Die Größe ist relativ einheitlich, ja… darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, als ich das Bild zerschnitt.

Eine Übersicht über Gerdas Legearbeiten mit meinen Schnipseln findet ihr hier (KLICK).

 

 

Wandeln auf Gerda Kazakous Spuren – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Schnitt- / Legearbeiten, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Dezember 2017

 

Als ich das erste Mal Gerdas Collagen (siehe hier) im Netz betrachtete, tat ich mich etwas schwer damit. Erst die konstante Beschäftigung mit ihrer Legekunst und die Gespräche mit ihr im Netz und in Athen brachten mich ihrer Arbeitsweise immer näher.

 

Schnipsel aus der unteren Hälfte von Versunken - Acryl und Tusche auf Aquarellkarton - Originalgröße 70 x 50 cm - 2006 - Foto von Susanne Haun

Schnipsel aus der unteren Hälfte von Versunken – Acryl und Tusche auf Aquarellkarton – Originalgröße 70 x 50 cm – 2006 – Foto von Susanne Haun

 

Es erfordert Mut, die eigenen Arbeiten zu zerschneiden und Neues daraus zu schaffen. Es ist dabei egal, wie alt die Arbeiten sind, das eigene Ich steckt in jedem der zerschnittenen Schnipsel. Gerda legt die Collagen (siehe hier ein Beispiel) aus ihren eigenen Schnipseln, fotografiert und blogt sie und nimmt die Schnipsel wieder zusammen. Das Werk ist nur flüchtig, es vervollständigt sich durch ihre Texte im Internet zur jeweiligen Collage.

Vor einigen Wochen wurde ihr Atelier überschwemmt, das Wasser zerstörte ihre sorgsam aufbewarten Arbeiten und Schnipsel (siehe hier). Ich bin froh, dass Gerda ihre Arbeit so gut im Blog dokumentiert hat.

Während unsere Gespräche fragte ich sie, ob ich ihr von mir Schnipsel senden könne. Sie schaute mich in ihrer eigenen lächelnden Art an und meinte, sie hätte noch nie mit fremden Schnipseln gearbeitet, könne es aber probieren.

So holte ich aus meinem Lager mehrere Arbeiten von 2006. Wie ich zu dieser Auswahl kam? Die Mappe 2006 war einfach die erste, die ich griff, also purer Zufall. Ich stellte fest, dass die Arbeiten, die ich als schlecht ansah auch nichts zum Zerschneiden für Schnipsel waren. Ich zerriss sie und warf sie weg. Fünf weitere Arbeiten empfand ich als gut, sie werden wieder in die Mappe 2006 wandern. Dann gab es eine Zeichnung, da störte mich die untere Hälfte, die Proportionen bereiteten mir ein unangenehmes Gefühl. Jedoch mag ich die Farben und Linien. „Perfekt!“, dachte ich, genau diese Arbeit ist richtig, um Schnipsel zu schneiden.

Das Schneiden war eine völlig neue Erfahrung für mich. Ich habe festgestellt, dass ich manche Linien nicht zerschneiden konnte, so musste ich mit der Schere mit den Linien gehen. Oft entschied ich auch, innerhalb bestimmter Farbschemen zu schneiden. Die Formen entstanden so aus meiner Zeichnung. Und plötzlich war Schluß. Den oberen Teil der Arbeit konnte und wollte ich nicht mehr zerschneiden. Ich werde ihn ebenso in die Mappe von 2006 zurücklegen. Außerdem habe ich entschieden, zu den fünf weiteren Arbeiten, die ich aus der Mappe geholt habe Zitate zu suchen. Im Gegensatz zu sonst werden erst Bilder und dann Worte folgen. Ich bin gespannt, wie das auf mich wirkt.

Als nächstes werde ich mit den Schnipseln eine Collage legen, sie dann verpacken und Gerda senden. Ich bin sehr neugierig, was Gerda aus den Schnipseln legen wird, zu welchen Texten sie sie inspirieren. Erst wenn auch Gerdas Collage fertig ist, werde ich meine Collage zeigen, damit sie frei von meinen Gedanken arbeiten kann.

 

 

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