Susanne Haun

Ein Tag ohne Masterarbeit – Susanne Haun

Posted in Foto, Kunstgeschichte by Susanne Haun on 27. November 2018

 

 

Master-Pause!

Ich habe meine Masterarbeit beendet und sie ist nun zum Korrekturlesen unterwegs. Ich bin inzwischen völlig betriebsblind und brauche auch ein wenig Abstand von meinem Geschriebenen, um dann den Text mit neuer Kraft den letzten Schliff zu geben.

Die Bücherstapel habe ich sortiert, sie haben mein ganzes Atelierzimmer eingenommen. Und das sind nur die Bücher, die ich gekauft habe, nicht die Bücher, die ich in der Bibliothek gelesen habe.

 

 

Erinnerungslandschaften – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Oktober 2018

 

Erinnerungslandschaft vom 2.10.2018, Zeichnung (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

Erinnerungslandschaft vom 2.10.2018, Zeichnung (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

Zur Zeit schaffe ich  es gerade einmal bei Instagram meine (schon vorhandenen Zeichnungen) zum #inktober #inktober2018 (siehe hier) zu posten.

Neben dem Showdown im 5. Kapitel meiner Masterarbeit nehme ich mir für nichts anderes Zeit. Es ist beschwingend, die bisher gespannten Fäden zusammenzuführen und einen Höhepunkt in der kunsthistorischen Betrachtung zu schaffen.

Mein Protagonist, Franz Theobald Horny, zeichnete Erinnerungslandschaften. Schon im Januar 1815 in Weimar erwähnt Horny in seinem Tagebuch, dass er tagsüber das Vorbild (Motiv) mit der anstrengendsten Aufmerksamkeit betrachte und dann am Abend aus dem Kopf zeichne. Die Idee dazu bekam Horny bei der Lektüre der Biographie Asmussen Jakob Carsten von Carsten Fernow. Im Kapitel Kunststreben formulierte er, dass Carsten danach strebte mit dem Umsetzen des Gesehenen in eigenen Erfindungen, statt durch langwierige Nachahmung zum Ziel zu kommen.[1]

Ich habe gestern nach meinem Einkauf in einem großen Outdoorbekleidungsladen Erinnerungslandschaften in mein Skizzenbuch gezeichnet. Das war sehr schwer, denn ich habe es mir vorher nicht vorgenommen und mir den Straßenzug nicht genau angeschaut. Offensichtlich interessieren mich Straßenzüge sehr viel weniger als Landschaften, Tiere und Blumen in den Bergen. 😉

 

 

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[1]

Horny, Franz Theobald, Tagebucheintragung vom 25. Januar 1815, in Fabritius, Heinke, Die italienischen Landschaftszeichnungen Franz Hornys, Berlin 2006, S. 277.

Fabritius, Heinke, Die italienischen Landschaftszeichnungen Franz Hornys, Berlin 2006, S. 63 – 67.

Freude an Instagram und am Querdenken – Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte by Susanne Haun on 11. Juni 2018

Quer Denken (c) Susanne Haun

 

 

 

Wie komme ich zu einem Text?

Ich agiere gerade mit viel Freude auf Instagram und probiere die Möglichkeiten aus. @susanne_haun werde ich dort genannt. Beim Ausprobieren entstehen natürlich auch Dinge, die ich mir anders vorgestellt habe. Dafür ist Ausprobieren da!

Texte in der Kunst sind interessant und schon früh in der Kunstgeschichte zu beobachten. Albrecht Dürer schreibt auf seinem Selbstbildnis im Pelzrock, das um 1500 entstand rechts von seinem Gesicht auf Augenhöhe: „Ich, Albrecht Dürer von Nürnberg, habe mich selbst mit unvergänglichen Farben so gemalt, im 28. Jahr meines Lebens.“

 

Manchmal ist

Quer
denken

GUT

und führt zu neuen Ergebnissen.

 

 

Wenn die Historikerin mit der Künstlerin streitet – ein Seelenbericht von Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Was ich gerade lese by Susanne Haun on 13. November 2017

 

Gerade habe ich meine Hausarbeit „Bedeutungsaspekte in Géricaults Gemälde Das Floß der Medusa“ abgeschlossen und vor allem auch abgegeben.

Als Historikerin sollte jeder meiner Gedanken belegt und neue Gedanken logisch konstruiert sein. Mein künstlerisches Selbst tritt in den Hintergrund. Wie sehr ich in der Lage bin meine beiden Selbst – die Künstlerin und die Historikerin – zu trennen, hat mich selber überrascht.  Birgit von Sätze & Schätze schrieb eine Rezension über die literarische Adaption des Floßes der Medusa von Franzobel (siehe hier). In meinem Historikerinnen-Dasein versponnen, habe ich nicht begriffen, wozu dieses Buch dient. Es gibt doch schließlich einen Bericht der Leidensfahrt der Medusa von zwei Schiffbrüchigen des Floßes, also von Augenzeugen, dem Wundarzt Savigny und dem Geologe Corréard (siehe hier)!

Ich fragte also Birgit, wozu dieses Buch von Franzobel notwendig sei und was es aus dem Pool der Historienromane so heraushebe und bekam eine wirklich gute Antwort von ihr, die mich auflachen lies und mich für meine weitere Arbeit an meiner Hausarbeit lockerte. Natürlich kann ich auch als Historikerin kreativ sein! Mir fehlt beim Schreiben nur noch die Lockerheit, die ich beim Skizzieren habe, ein Thema mit einer Linie so einfach wie möglich darzustellen.

Hier also Birgits Antwort auf meine Frage nach dem warum:

Birgit Böllinger:
„Liebe Susanne, ich finde Deine Fragen nicht ketzerisch – aber es wundert mich ein wenig, dass Du als Künstlerin sie stellst: Wozu braucht es Kunst? Natürlich kann man auch andere Texte über diesen Schiffbruch lesen, natürlich kann man auch historische Bücher lesen. Aber die Frage, ob es nun genau dieses Buch braucht, die stellt sich mir eigentlich nicht: Ein Schriftsteller hat es geschaffen so wie ein Maler ein Bild schafft – aus einer eigenen inneren Notwendigkeit oder Lust heraus. Nun ist es in der Welt: Nach der Brauchbarkeit könnte man bei jedem Buch fragen – dann wäre aber die Literatur an sich obsolet. Frei nach Schiller: „Der Nutzen ist das große Idol der Zeit, dem alle Kräfte fronen und alle Talente huldigen sollen.“ Viel Spaß mit Deiner Hausarbeit – und ich bin gespannt auf deinen Blogbeitrag, liebe Grüße Birgit“

Und hier meine ersten beiden Absätze der Hausarbeit:

Man denke sich fünfzehn Unglückliche fast ohne alle Bekleidung, am ganzen Leibe und im Gesicht von der Sonne fürchterlich verbrannt; zehn davon konnten sich kaum rühren; die Haut von allen unseren Gliedern abgeschunden; alle unsere Züge zum Entsetzen verzerrt! Unsere hohlen und fast wilden Augen, unsere langen Bärte gaben uns ein noch scheußlicheres Ansehen; wir waren nur noch Schatten von Menschen.“[1]

Mit diesen Worten schilderte der Geologe und Augenzeuge Alexandre Corréards die Situation auf dem Floß der Medusa (Abb. 1), das der Maler Théodore Géricault zum Hauptthema seines 4,91 x 7,16 Meter großen Gemäldes wählte. Géricault schloss 1819 die letzten Arbeiten an dem in Öl im Stil des Realismus[2] erstellten Bild ab, es wurde noch im gleichen Jahr im Pariser Salon gezeigt. Heute ist das Gemälde als eines der Hauptwerke der französischen Romantik[3] im Louvre zu besichtigen.[4]

Auch nach einer Diskussion mit Birgt entstand meine neue Beitrag Rubrik „Was lese ich gerade“ (siehe hier).  Deshalb habe ich meine Literaturliste am Ende des Beitrags gesetzt. So bekommt ihr eine Vorstellung, warum ich neben meinem Studium höchsten noch Hörbücher zum Einschlafen höre.

Gerda (siehe hier) regte mich dazu an, mein Kunsthistorikerin Dasein mehr im Blog zu postulieren. Bisher habe ich das kaum gemacht aber ich werde mal schauen, ob ich öfter solche einen Beitrag wie heute einstreue. Es ist einer der wenigen Beiträge, wo ich keine Zeichnung von mir zeige. Ich zeige aus lizenzrechtlichen Gründen auch kein Foto von Géricaults Floß der Medusa. Ihr könnte es hier sehen.

Ach ja, hier die Rezension vom Tagesspiegel von Franzobels Roman.

Aus diesem ganzen Dilemma heraus ist die Zeichnung von Freitag „Die Bedrohung durch das Meer“ entstanden (siehe hier).

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[1] Savigny, Jean-Baptiste Henri, Corréard, Alexandre, Berlin 2005, Seite 72 – 73.

[2] Zimmermann, Anja, Stuttgart/Weimar 2011, S. 370-373. Der Realismus im historischen Sinn entstand im 19. Jhd. als neue Richtung in der Literatur, Malerei und Grafik, deren Ziel eine sachliche und nüchterne Darstellungsweise war. Schon während der Entstehungszeit konnte sich auf Grund der komplexen und heterogenen Form und des kontroversen Verständnisses der dem Realismus zugeordneten Kunst keine allgemein gültige Begriffsdefinition durchsetzen.

[3] Wolf, Norbert, Stuttgart 2002, S. 29 – 31. Die Romantik ist eine gesamteuropäische Erscheinung am Ende des 18. Jahrhunderts und im Übergang zur Industriegesellschaft des 19. Jahrhunderts. In ihr sollte das menschliche Subjekt emanzipiert werden und einen Sinn in einer Gegenwart finden, die von politischen und industriellen Neuerungen geartet war. Sie ist geprägt vom Optimismus einer Aufbruchsstimmung, die in Religion, Philosophie, Politik, Kunst, Psychologie und auch im Einzelschicksal Ausdruck fand. Die Romantiker suchten Anleihen in früheren Epochen, kamen jedoch zu anderen geistigen Ergebnissen.

[4] Wedekind, Gregor, Frankfurt am Main, S. 73.

 

Quellenverzeichnis

SAVIGNY, JEAN-BAPTISTE HENRI, CORRÉARD, ALEXANDRE. Der Schiffbruch der Fregatte Medusa, Berlin 2005.

VAHLAND, KIA. Vom Schrecken des Schiffsbruchs, in: Süddeutsche Zeitung, München 2015.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/gericaults-floss-der-medusa-vom-schrecken-des-schiffbruchs-1.2439606#redirectedFromLandingpage, 25.10.2017, 9:40 Uhr.

KOSMALLA, MARINA. Forschung zu Meer und Seefahrt, Schiffbruch aus dem Fernsehsessel betrachtet, in: Tagesspiegel, Berlin 2016.

http://www.tagesspiegel.de/themen/freie-universitaet-berlin/forschung-zu-meer-und-seefahrt-schiffbruch-aus-dem-fernsehsessel-betrachtet/12963920.html, 29.10.2017, 14:24 Uhr.

Literaturverzeichnis

ALHADEFF, ALBERT. The Raft of the Medusa, Géricault, art and race, Munich 2002.

ALHADEFF, ALBERT. Julian Barnes and the „Raft of the Medusa“, in: The French Review, Band 82, Nr. 2, Marion, Illinois 2008, S. 276-291.

BUCH, ASTA VON. „Quel spectacle hideux! mais quel beau tableau!“, die Ästhetik des Erhabenen in Géricaults „Floß der Medusa“, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte, Band 69, München/Berlin 2006, S. 342 – 357.

CHENIQUE, BRUNO. Ein kannibalisches Kaiserreich, politische Symbole in Thédore Géricaults „Floß der Medusa“, in: Idea, Jahrbuch der Hamburger Kunsthalle, Bremen/Hamburg 2009, S. 61 – 77.

CORBIN, ALAIN. Meereslust, Das Abendland und die Entdeckung der Küste, Frankfurt am Main 1999.

EITNER, LORENZ E.A. Géricault’s Raft of the Medusa, London 1972.

HEINRICH, KLAUS. Das Floß der Medusa, in: Schlesiger, Renate (Hrsg.), Faszination des Mythos, Basel und Frankfurt am Main 1991, S. 335 – 398.

LESSING, GOTTHOLD EPHRAIM. Laokoon oder über die Grenzen der Malerei und Poesie. Mit beiläufigen Erläuterungen verschiedener Punkte der alten Kunstgeschichte, Stuttgart 1987.

MERTENS, SABINE. Seesturm und Schiffbruch. Eine motivgeschichtliche Studie, Hamburg 1987.

MICHEL, RÉGIS. Le Radeau de la Medusa, in Laveissière, Sylvain (Hrsg.). Géricault: Galeries Nationales du Grand Palais, Paris, 10 octobre 1991 – 6 janvier 1992, Paris 1991, S. 136 – 171.

RICHTER, DIETER. Das Meer, Geschichte der ältesten Landschaft, Berlin 2014.

TOURNIER, MICHEL. Das Floß der Medusa, in: Savigny, Jean-Baptiste Henri, Corréard, Alexandre. Der Schiffbruch der Fregatte Medusa, Berlin 2005, S. 5 – 9.

TREMPLER, JÖRG. Der Stil des Augenblicks, Das Bild zum Bericht, in: Savigny, Jean-Baptiste Henri, Corréard, Alexandre. Der Schiffbruch der Fregatte Medusa, Berlin 2005, S. 191 – 238.

TREMPLER, JÖRG. Katastrophen, Ihre Entstehung aus dem Bild, Berlin 2013.

WEDEKIND, GREGOR. Körper, in: Wedekind, Gregor, Hollein, Max, (Hrgs). Gericault. Bilder auf Leben und Tod. Frankfurt am Main 2013, S. 51 – 94.

WOLF, NORBERT. Théodore Géricault, Das Floß der Medusa, in: Kunstepochen, Band 9, Klassizismus und Romantik, Stuttgart 2002, S. 161 – 164.

Nachschlagewerk

THEODORE, JEAN LOIS. Géricault, In: Bazin, Germain (Hrsg.), Kindlers Malerei Lexikon, Band 4 FR – GY, München 1982, S. 1449 – 1455.

PLETICHA, HEINRICH (Hrsg.). Geschichtslexikon, Art: Französische Revolution, S. 117 – 120.

ZIMMERMANN, ANJA. Realismus, in: Pfisterer, Ulrich (Hrsg.) Metzler Lexikon Kunstwissenschaft. Ideen, Methoden, Begriffe, Stuttgart/Weimar 2011, S. 370-373.

 

 

 

 

Das prometheus Bildarchiv und wann darf ich ein Bild veröffentlichen?

Posted in Künstlerische Forschung, Kunstgeschichte by Susanne Haun on 16. Mai 2017

 

Ich bin eine regelmäßige Benutzerin des Bildarchivs prometheus, das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung & Lehre prometheus-bildarchiv.de .

Regelmäßig erhalte ich den Newsletter des Archivs und habe so schon des öfteren auf Grund der dort erhaltenen Hinweise interessante visuelle Stunden im Netz verbracht. Als Studentin der FU Berlin habe ich freien Zugang zum Archiv, ansonsten kostet der private Einzelzugriff 30 Euro / Jahr. Für meine Hausarbeiten benutze ich dieses reichhaltige Bildarchiv regelmäßig.

Im aktuellen Newsletter des prometheus Archivs habe ich Erläuterungen zur Veröffentlichung von Bildern gefunden, die ich sehr interessant finde, und die ich mir  gerne merken möchte.

Übrigens! Die Rechte an den Fotos von meinen Zeichnungen sind NICHT gemeinfrei. Bei Verwendung erhebe ich eine Lizenzgebühr.

Hier nun das Zitat aus dem prometheus Newsletter (siehe hier):

Gemeinfrei, Public Domain, CC-Lizenzen aus dem Newsletter des Prometheus Bildarchivs:

„Bei der Arbeit im Bildarchiv, dem Umgang und der Nutzung von Bildern für die Wissenschaft und die Lehre sowie darüber hinaus, müssen wir uns auch (immer wieder) mit dem Urheberrecht, dem Bildrecht beschäftigen. Dabei begegnen uns an verschiedenen Stellen die Creative Commons Urheberrechtslizenzen, eine standardisierte Methode, um urheberrechtliche Erlaubnisse an Werken zu geben.
Beginnen wir mit der CC0-Lizenz. Werke mit dieser Lizenz versehen, sind in die Gemeinfreiheit oder auch Public Domain entlassen. Da in prometheus heterogene Bilddatenbanken integriert sind, können Sie nach diesen Bildern unterschiedlich suchen. Suchen Sie in der erweiterten Suche beispielsweise in dem Feld „Bildrecht Fotografie“ nach „public domain“ oder „gemeinfrei“, dann werden rund 65.000 Datensätze vom Amsterdam Museum (Public Domain), der Historischen Glasdiasammlung (Public Domain Mark 1.0) und von Imago (gemeinfrei) angezeigt. In der Sammlung des Rijksmuseums finden Sie in diesem Feld den direkten Link zu den Creative Commons, publicdomain.
Wie sehen die anderen CC-Lizenzen aus?
CC BY macht die Namensnennung des Urhebers, der Urheberin zur Bedingung: „Diese Lizenz erlaubt anderen, Ihr Werk zu verbreiten, zu remixen, zu verbessern und darauf aufzubauen, auch kommerziell, solange Sie als Urheber des Originals genannt werden.“ Bei CC BY-SA kommt zur Namensnennung die Weitergabe unter gleichen Bedingungen dazu: „…und die auf Ihrem Werk basierenden neuen Werke unter denselben Bedingungen veröffentlicht werden.“ Die CC BY-ND erlaubt neben der Namensnennung keine Bearbeitung und die CC BY-NC keine kommerzielle Nutzung.
Suchen Sie in prometheus im Feld „Bildrecht Fotografie“ nach „CC“ oder „Creative Commons“, dann finden Sie über 1.500 Datensätze mit der CC-BY-SA 3.0 in der Pictura Paedagogica Online oder CC-BY-SA in HeidICON – Britische Karikaturen oder Creative Commons BY-SA in Imago. Im Feld „Bildnachweis“ wird im Archive of Digital Art (ADA) für einige Datensätze „Creative Commons (Share-Alike License)“ angegeben.
Darüber hinaus lässt sich mit der CC Search außerhalb von prometheus nach Bildern unter CC-Lizenzen suchen. Die Gesamtzahl der CC-lizenzierten Werke im Jahr 2016 liegt bei 1,2 Milliarden, so der Ende des Monats veröffentliche Bericht.“

So einen langen Text habe ich noch nie zitiert. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, ob ein so langes Zitat gestattet ist!

Aktivieren, Kuratieren und Vermitteln – Die Kunsthistorikerin Nina Alice Schuchardt

Posted in Ausstellungstip, Kunstgeschichte by Susanne Haun on 18. April 2017

 

Seit Anfang des Jahres bekomme ich das Kunstforum International ins Haus geschickt. Ich hinke mit dem Lesen immer etwas hinterher, aber nichtsdestotrotz lese ich sie (manchmal auch quer)  Seite für Seite und habe mich gefreut, im Heft 244, 2017, Die Neue Auftragskunst, in einem Interview von Sabine B. Vogel mit der Stadtkuratorin Hamburg, Sophie Goltz, drei treffende Tätigkeiten auf Seite 120 zum Karatieren zu finden:

Aktivieren
Kuratieren
Vermitteln

Genau diesen Tätigkeiten geht die Kunsthistorikerin Nina Alice Schuchardt nach. Sie bespielt die Dorfkirche Roddahn. Als ich die vielfältigen Veranstaltungen der Jahres 2017 auf dem Programm der offenen Kirche Roddahn las, wuchs mein Respekt vor Nina noch mehr. Sie aktivierte viele Kreative, um ein buntes, interessantes Programm zusammenzustellen. Sie aktivierte Künstler und Veranstalter. Herzlichen Glückwunsch, Nina.

Die letzten beiden Jahre kuratierte Nina auch die Ausstellungen in der Kirche. Erinnert ihr euch, ich stellte 2015 in einer Solo-Show aus (siehe hier), 2016 war ich Teil einer Gruppenausstellung in der Kirche, die viele Gäste anzog (siehe hier).

Ich denke, es kann hier kaum von nebenbei gesprochen werden, dass Nina in diesem Jahr zusätzlich zu ihrer Arbeit in der offenen Kirche Roddahn auch einen Verlag für Kunst und Kinder gründete. Auf ihrer Homepage (siehe hier) kann ausführlich ihr Programm zur Vermittlung von Inhalten gelesen werden.

Wer Interesse an die eine oder andere Veranstaltung hat, der kann den Flyer der  Offenen Kirche Roddahn mit den Veranstaltungen für 2017 hier herunterladen.

Veranstaltungsflyer offene Kirche Roddahn 2017 (c) Nina Alice Schuhardt – Kunsthistorikerin

 

Offene Kirche Roddahn - Veranstaltungen 2017 - Seite 1 (c) Nina Alice Schuchardt

Offene Kirche Roddahn – Veranstaltungen 2017 – Seite 1 (c) Nina Alice Schuchardt

 

Offene Kirche Roddahn - Veranstaltungen 2017 - Seite 2 (c) Nina Alice Schuchardt

Offene Kirche Roddahn – Veranstaltungen 2017 – Seite 2 (c) Nina Alice Schuchardt

 

Die Verschollene Generation – Bericht vom KunstSalon am Dienstag – Gast Birgit Böllinger und Regine Sondermann bei Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Literatur, Salon by Susanne Haun on 29. März 2017

 

Gestern waren wir beim 13. KunstSalon am Dienstag in großer Runde.

 

Kunstsalon am Dienstag zum Thema verschollene Generation (c) Foto von Susanne Haun

Kunstsalon am Dienstag zum Thema verschollene Generation (c) Foto von Susanne Haun

 

Um Struktur in den Ablauf des Salons zu bekommen, habe ich dieses Mal mit Birgit ein Programm ausgearbeitet, das ich gerne hier im Blog festhalten möchte:

KunstSalon am Dienstag, 28.3.2017, Thema „Verschollene Generation“

Birgit Böllinger              https://saetzeundschaetze.com/
Regine Sondermann     https://www.reginesondermann.de/
Susanne Haun                http://www.susannehaun.com

Susanne
Grußwort
Vorstellung Birgit und Regine
Vorstellung Susanne

Birgit
Verschollene (vergessene) Generation
Literatin Lili Grün
Mädchenhimmel / Alles ist Jazz – Lebensgefühl der Frauen in der Weimarer Republik
UPDATE 2.4.2017: Hier könnt ihr einen ausführlichen Beitrag von Birgit zu Lili Grün auf ihrem Blog Sätze&Schätze lesen.
Jüdische Journalistin Mala Laaser, die im Kreis von Jacob Picard und
Gertraud Kolmar verkehrte
Gründe für das Vergessen:
Jüdischer Herkunft, psychisch erkrankt, Kommunist, Homosexuell oder als entartete Kunst gebrandmarkt

Susanne
Innere Emigration Friedrich Allers-Hestermann -> Bezug zu Nolde
Verhinderte Karriere Willi Ulfig –> Bezug zum Expressionismus

Birgit
Malerin Elfriede Lohse-Wächtler
Genialität und Wahnsinn
Dada

Regine
Über das Buch
Kunst ohne Kompromiss – Die Malerin Elfriede Lohse-Wächtler
Kleine Lesung

Susanne
Schlusswort
Dante und der Expressionismus

 

Ich habe mich sehr gefreut, dass aus dem Vortrag eine lebhafte Diskussion erwuchs, in der kritisch über unterbrochene und verhinderte Künstlerkarrieren durch den Nationalsozialismus gesprochen wurde.  In der Runde wurde auch überlegt, welche Gründe Familien wie zum Beispiel die von Elfriede Lohse-Wächtler hatten, ihre kranken Angehörigen psychatriche Anstalten anzuvertrauen und ob sie nicht vorhersehen konnten, dass sie dort ermordet werden.

 

 

 

Termine 2017  für den Salon am Dienstag bei Susanne Haun

15. August 2017, 18 Uhr

Gast: Peter Mück

Initiator von crossart (http://crossart.ning.com/), das lebendige Ausstellungsportal für Künstler und Kunstraumbetreiber

Peter wird von seiner Arbeit über das Ausstellungsportal berichten und welche Vermittlungsarbeit das Portal crossart für KünstlerInnen, Ausstellungsflächen und Galerien bietet.

10. Oktober 2017, 18 Uhr

Gast: Nina Alice Schuchardt

Besitzerin des Eichhörnchenverlags (http://www.eichhoernchenverlag.de)

Der Eichhörnchenverlag ist ein Buchverlag, der sich auf von Künstlern gestaltete Bilderbücher für Babys und Kleinkinder spezialisiert hat. Nina wird von ihrem Verlagskonzept und ihre Arbeit mit KünstlerInnen und Kindern berichten.

November (genauer Termin wird noch bekannt gegeben)

Gäste: Roswitha Mecke und Martin Häusler

Roswitha Mecke ist Fotografin (https://photolaboratorium.wordpress.com/) und Martin Historiker (https://rumgekritzelt.wordpress.com/). Sie werden sich mit uns über die Mythen der Arktis auseinandersetzen.

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 176 – Heinrich Wölfflin

Posted in Kunstgeschichte, Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 5. Februar 2017

 

„Kunstgeschichte zu treiben, ohne selbst Zu zeichnen, erscheint Mir unmöglich.“²
Heinrich Wölfflin

 

Romanisch (c) Zeichnung von Susanne Haun

Romanisch (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Heinrich Wolfflin ist am21.6.1864 in Winterthur geboren und am 19.7.1945 in Zürich gestorben. Er war Kunsthistoriker; Ordinarius für Kunstgeschichte und Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.  Im Studium der Kunstgeschichte war Wölfflin einer der ersten, den wir im Grundkurs kennenlernten.

Zur Zeit schreibe ich eine Hausarbeit über Menzel und eine Skizze zum Kassler Karton. Beim Recherchieren fand ich im Buch Adolphe Menzel und Lois Renner, das Künstleratelier  dieses Zitat, das ein Lächeln auf mein Gesicht zauberte.

 

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² Gaßner, Hubertus; Howoldt, Jenns, Adolphe Menzel und Lois Renner, das Künstleratelier, Hamburg 2008, S. 3.

Venedig – Arsenal – Zeichnungen von Susanne Haun – Fotos von M.Fanke

Posted in Kunstgeschichte, Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, Venedig, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Januar 2017

 

Arsenal, Venedig war im 15. Jahrhundert mit 16.000 Arbeitern die größte Schiffbaustädte der Welt.

 

1 Einfahrt des alten venezianischen Hafen Arsenal (c) Foto von Michael Fanke

Einfahrt des alten venezianischen Hafen Arsenal (c) Foto von Michael Fanke

 

In der kleinen Welt um Arsenal wurden Alte und Kranke versorgt und es gab ein eigenes Schulsystem. Es standen sogar Werkswohnungen für die Beschäftigten zur Verfügung. Es wurden neben den Schiffen auch Waffen und Reiseproviant hergestellt.

 

Venedig 2016 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Venedig 2016 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Heute ist Arsenal eine Industrieruine, der Zugang zum Gelände ist nichtsdestotrotz sehenswert, das Tor ist 1460 gebaut worden und eines der ersten Renaissancebauten Venedigs. Die Marmorlöwen wurden aus Piräus, Athen und Delos erbeutet.

 

 

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Quelle: Henning, Christoph, Venedig, Ostfildern 2015, S. 74.

Das Stundenbuch – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Kunstgeschichte, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 22. November 2016

 

Manches Wissen, was einmal für jeden christlichen Gläubigen selbstverständlich war, geht im Laufe der Zeit verloren. So auch der Inhalt und Nutzen eines Stundenbuchs. Heute erfreuen wir uns in der Regel am reichhaltigen Bildprogramm dieser Handschriften.

 

Flucht nach Ägypten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Flucht nach Ägypten (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Das Kernstück eines jeden Stundenbuchs ist das kleine Marienofficium. Es wird eingeteilt in das Matutin, das um Mitternacht gebetet wird und den Gebetstag einleitet. Es folgt das Laudes, das Morgenlob vor Sonnenaufgang. Zur ersten, dritten, sechsten und neunten Stunde des Tages schließen Prim, Terz, Sext und Non an. Am Abend reiht sich die Vesper, das Abendgebet an; das Complet als Nachtgebet, beendet den Gebetstag. Diese Einteilung gab dem Stundenbuch, Livres d’heures, seinen Namen. Die theologische Grundlage der Stundengebete ist im Brief des Paulus an die Thessalonicher zu finden, in dem es „Betet ohne Unterlass.“ heißt. Das Ziel des Stundengebets ist die Heiligung des Tages.

Die ersten privaten Stundenbücher entstanden um 1300 und die letzen handgeschriebenen um 1600. Die Laien, die diese Bücher nutzen waren sehr findig, wenn es darum ging, Lösungen zu finden, nicht zu den vorgegebenen Tageszeiten beten zu müssen. Sie beteten schon einmal einen ganzen Tag vor. Ich habe mich amüsiert, als unsere Professorin davon erzählte.

Ich erfreue mich beim Durchblättern der zahlreichen Faksimile, die die Bücherei der FU von Gebetbüchern besitzt, ebenfalls am meisten am Bildprogramm und habe neben Exzerpten von Beschreibungen von Stundenbücher mich zeichnerisch dem Stundenbuch genährt. Dazu habe ich in einfachen Linien die Flucht aus Ägypten festgehalten, die zur Vesper des Marienoffizium gebetet wurde.

Es war nicht einfach und ich war erst im 5. Anlauf mit der Zeichnung auf 15 x 15 cm zufrieden.

 

 

 

 

 

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Matutin: (lat. (hora) matutina von matutinus: „morgendlich“
Laudes Plural von lat. laus ‚Lob, Lobgesang‘
Prim von lat. prima [hora] ‚die erste [Stunde]
Terz von lat. tertia hora = dritte Stunde
Sext von lat. sexta hora = sechste Stunde
Non von lat. nona hora = neunte Stunde
Vesper (lat. vespera „Abend“
Complet lat. completorium ‚Schlussandacht‘

 

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