Susanne Haun

Selbstbildnisstagebuch 21.5. – 12.6.2019 – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Portraitmalerei, Selbstbildniss Tagebuch 2019, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Juni 2019

 

Wie gut passt mein Portrait Tageskalender zu meinem Fachgespräch Thema.

Während ich in den Gesichertern der Renaissance zu lesen versuche, mir Gedanken über Ähnlichkeit und Formalismus mache,  während ich die Konventionen der Florentiner des 15. Jahrhunderts zu verstehen versuche, entstanden die Tageskalenderbilder.

Weil ich so ausgeruht war, verwendete ich auch einige der Sonderseiten des Kalenders.

 

 

Wann funktioniert Kunst? oder mein Sinnbild von Walt Disney – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Portraitmalerei, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Januar 2016

Zwischen den Jahren lief auf arte die zweiteilige Dokumentation „Walt Disney – Der Zauberer“ (siehe hier) und die .

Mein Sinnbild von Walt Disney (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von Walt Disney (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ebenso wurde die Oper „The Perfect American“, Komponist Philip Glass, Altmeister der Musik des 20. Jahrhunderts und Begründer der Minimal Music, in arte gezeigt (siehe hier).

Der Autor Ron Suskind ( Pulitzer-Preisträger für Fachjournalismus (1995) ), sagt im Laufe der Dokumentation:
„Kunst funktioniert erst bei den großen Themen.“.

Er spricht auf Disneys Enttäuschung an, dass seine Arbeit nicht als Kunst gesehen und sogar belächelt wurde.

Schneewittchen war zwar überaus erfolgreich, ging aber bei der Oskarvergabe leer aus. Disney bekam zwar einen Ehrenoskar für Schneewittchen, ging jedoch ansonsten 1937 bei der Oskarverleihung leer aus. „Im Laufe seines Lebens sowie posthum hat Disney insgesamt 26 Oscars erhalten. Er ist damit der am häufigsten mit diesem Preis ausgezeichnete Filmschaffende. Zudem erhielt er weitere 37 Oscar-Nominierungen, unter anderem 1965 für den „Besten Film“ als Produzent von Mary Poppins (1964).“

Auch mir wäre es so gegangen – ich hätte beim Namen Walt Disney nicht an Kunst gedacht. Seit ich mich mit Disney als Mensch beschäftige, überlege ich, was er dann war, wenn nicht Künstler? Forscher in der Film- und Musikbranche? Marketingspezialist? Organisator? Alles in einem, den Künstler mit einbegriffen? Ein Genie?

Was meint ihr?

Das Kunstwerk ist das bewusste Produzieren eines Äußerlichen.

Das Kunstwerk ist das bewusste Produzieren eines Äußerlichen, schreibt Hegel im ersten Band seiner Vorlesungen über die Ästhetik.²

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

Diese Produktion erfolgt formell, regelmäßig und mechanisch.

Wie kommen wir von dieser mechanischen Tätigkeit zur geistigen Tätigkeit?

Zum einen benötigen wir einen begabten Geist, den Hegel mit Talent und Genie bezeichnet.

Talent ist eine spezifische Gabe während Genie eine allgemeine Befähigung ist. Mit Übung, Fertigkeit und Studium gelangt es durch die Bildung von Gedanken, Talent und Genius hervorzubringen. Ein Kunstwerk kann nur dann hervorgerufen werden, wenn es dem Geistigen entspringt.

Die Seiten des Geistigen und Sinnlichen sollten im künstlerischen Produzieren eines sein und die künstlerische Phantasie bilden. Die Erinnerung soll dabei von der Phatasie getrennt sein. Dazu ist ein angeborenes höheres Kunsttalent nötig.³

Hegel ist schwer zu lesen.
Ich merke, dass die Kunstgeschichtler und die Philosophen im Seminar getrennte Wege gehen. Ich wusste, worauf ich mich bei dem Hegel Seminar einlasse, da ich im Nebenfach Philosophie studierte und die Irritation, die ich bei den Kunstgeschichtlern beobachte, selber im 1. Semester Philosophie gefühlt habe. Nachdem ich alle benötigten Seminare und Vorlesungen Philosophie für meinen Bachelor abgeschlossen habe, befiel mich eine Wehmut und ich war so froh, einen Masterkurs zu finden, der sowohl die Kunstgeschichte als auch die Philosphie beinhaltet.
Jedoch lese ich andere Wichtigkeiten in Hegels Text als Kunstgeschichtlerin als als Philosophin.

Darüber denke ich die Woche über nach.

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

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²Hegel, G.W.F., Werke in 20 Bänden, Band 13, Vorlesung über die Ästhetik I, Frankfurt a.M., 1970, Seite 50.
³Hegel, G.W.F., Werke in 20 Bänden, Band 13, Vorlesung über die Ästhetik I, Frankfurt a.M., 1970, Seite 63.

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