Susanne Haun

Wann funktioniert Kunst? oder mein Sinnbild von Walt Disney – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Portraitmalerei, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Januar 2016

Zwischen den Jahren lief auf arte die zweiteilige Dokumentation „Walt Disney – Der Zauberer“ (siehe hier) und die .

Mein Sinnbild von Walt Disney (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von Walt Disney (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ebenso wurde die Oper „The Perfect American“, Komponist Philip Glass, Altmeister der Musik des 20. Jahrhunderts und Begründer der Minimal Music, in arte gezeigt (siehe hier).

Der Autor Ron Suskind ( Pulitzer-Preisträger für Fachjournalismus (1995) ), sagt im Laufe der Dokumentation:
„Kunst funktioniert erst bei den großen Themen.“.

Er spricht auf Disneys Enttäuschung an, dass seine Arbeit nicht als Kunst gesehen und sogar belächelt wurde.

Schneewittchen war zwar überaus erfolgreich, ging aber bei der Oskarvergabe leer aus. Disney bekam zwar einen Ehrenoskar für Schneewittchen, ging jedoch ansonsten 1937 bei der Oskarverleihung leer aus. „Im Laufe seines Lebens sowie posthum hat Disney insgesamt 26 Oscars erhalten. Er ist damit der am häufigsten mit diesem Preis ausgezeichnete Filmschaffende. Zudem erhielt er weitere 37 Oscar-Nominierungen, unter anderem 1965 für den „Besten Film“ als Produzent von Mary Poppins (1964).“

Auch mir wäre es so gegangen – ich hätte beim Namen Walt Disney nicht an Kunst gedacht. Seit ich mich mit Disney als Mensch beschäftige, überlege ich, was er dann war, wenn nicht Künstler? Forscher in der Film- und Musikbranche? Marketingspezialist? Organisator? Alles in einem, den Künstler mit einbegriffen? Ein Genie?

Was meint ihr?

10 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Ulli said, on 4. Januar 2016 at 18:54

    Liebe Susanne,
    als Künstler habe ich ihn in dem Sinne auch noch nie wahrgenommen, als Filmemacher und Produzent sehr wohl- -m- da wären wir wieder einmal bei der Gretchenfrage angekommen, ist das Kunst und was ist es, wenn nicht …
    herzliche Grüsse
    Ulli

    • Susanne Haun said, on 5. Januar 2016 at 09:14

      Liebe Ulli, genau, das ist die berühmte Gretchenfrage! Im Sinne von Kreativität und Innovation ist Disney auf jeden Fall ein Künstler. In der Dokumentation wurde auch sehr deutlich, dass er Gefühle beim Publikum mit den Trickfilmen hervorrufen konnte. Selbst bei einem kleinen Ausschnitt von Schneewittchen kamen mir die Tränen. Er konnte das also wirklich.
      Liebe Grüße von Susanne

      • Ulli said, on 5. Januar 2016 at 19:45

        Susanne, da sagst du was, Kunst darf und soll berühren und ich frage mich gerade ob ich je bei einem Bild oder einer Skulptur spontan geweint habe- gelacht , ja und betroffen war ich auch oft, aber geweint? Das passiert mir nur bei Filmen und Musik … find ich gerade interessant- danke dir, da spinne ich noch ein bisschen dran weiter …

  2. barbarabosshard said, on 4. Januar 2016 at 21:52

    ich war immer erstaunt, dass es möglich ist, durch ein aneinandergereihte zeichnungen, figuren so lebendig werden zu lassen. dies fand ich schon immer eine kunst. aber als künstler (im von mir definierten sinn), habe ich ihn ebenfalls lange zeit nicht wahrgenommen. liebe grüsse. barbara

  3. emhaeu said, on 4. Januar 2016 at 22:27

    Interessant: Die deutsche Wikipedia nennt Disney nur einen Filmproduzenten, die englische Version hingegen sagt: Disney was an American entrepreneur, cartoonist, animator, voice actor, and film producer.
    LG Martin

    • Susanne Haun said, on 5. Januar 2016 at 08:59

      Vielleicht sind die Deutschen einfach sehr streng in ihrer Definition von Künstler und Kunst und auch deren Ausbildung, Martin.
      Aber was war er nun? Habt ihr die Doku auch gesehen? Die Oper von Phillip Glas haben wir nicht ganz geschafft, aber wir haben einen Teil gehört.
      LG Susanne

      • emhaeu said, on 5. Januar 2016 at 19:49

        Ich habe eine ganze Weile ohne großen Erfolg versucht, Zeichnungen zu finden, die wirklich von Walt Disney sind und nicht von einem seiner Mitarbeiter. – Die Doku haben wir nicht gesehen – vielleicht sollte man da wirklich nicht so streng sein mit dem Begriff Künstler.
        Schönen Abend, Martin

        • Susanne Haun said, on 6. Januar 2016 at 19:58

          Ich denke auch Martin, dass er selber kaum gezeichnet hat. Er wusste, dass er nur ein mittelmäßiger Zeichner war. Aber das widerspricht nicht der Definition vom Künstler, die Konzeptkünstler haben auch die Idee selber als Kunst propagandiert. Die Ausführung konnte dann von jedem beliebigen erfolgen. Kosuth ist mein fovorisierte Konzeptkünstler. Ich denke das auch, ich frage mich, ob die Deutschen da in der Tradition von Hegel wirklich besonders streng sind?
          Dir auch einen schönen Abend von Susanne


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: