Susanne Haun

Ich im Badezimmerspiegel – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Mai 2017

 

Vorgestern las ich bei der Zeichnerin Martina Wald den Beitrag „Martina im Spiegel“ (siehe hier). In nur einer Minute hat sie sich vor dem morgendlichen Kämmen gezeichnet. „Eitel darf man halt nicht sein.“ ist ihr Kommentar zur eigenen Zeichnung.

Ich habe Martinas Idee aufgegriffen und ebenso zum Füller im Bad gegriffen. Erst noch am selben Abend und am Morgen des nächsten Tages.

 

Ich im Badezimmerspiegel am Morgen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich im Badezimmerspiegel am Morgen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Natürlich konnte ich mich nicht mit einer Zeichnung begnügen. Die einzelnen Zeichnungen fertigte ich auch schneller als in einer Minute 🙂 an. Ich bin immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich meine Linie am Morgen und am Abend auf das Papier steht. Ich bin ein Morgenmensch, es ist gut an den Zeichnungen zu sehen.

Das wichtigste beim Porträtzeichnen ist, keine Hemmungen zu haben. Deshalb ist man selber auch das beste Modell. Wir sind uns selber wohlgesonnen und schimpfen nicht über zu große oder zu kleine Nasen und wie Martina schon schrieb, es ist besser, nicht eitel zu sein.

Wer möchte bei einem kleinen Projekt mitmachen? Wir könnten es Mein Selbstbildnis im Badezimmerspiegel nennen.

Entweder setzt ihr in eurem Blog einen Trackback (das heisst ihr verlinkt diesen Beitrag auf eurem Blog) oder ihr schreibt hier in den Kommentaren einen LINK zu eurem 1 Minuten Portrait im Badezimmer. Bitte nur einen Link in den Kommentaren setzen. Bei mehr als einen Link wandern eure Kommentare in meine Spamliste.

Jetzt sage ich „Nur Mut“ und freue mich über eure Zeichnungen. Am meisten lernt die Zeichnerin, der Zeichner beim tun.

 

 

 

Projekt ohne Namen – Fröhlichkeit – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Projekt ohne Namen, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 19. April 2017

#10

J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“

S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

 ... und dabei sehr fröhlich und sorglos - 30 x 40 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

… und dabei sehr fröhlich und sorglos – 30 x 40 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Es ist lange her, dass ich am Projekt ohne Namen gearbeitet habe; Jürgen ist inzwischen schon wieder auf großer Tour aber ich hoffe, er schaut mal zwischendurch vorbei und findet mein Satzende und meinen Satzanfang. Noch in Gedanken bei Jürgen denke ich an die Ferne und was ich damit verbinde und so geht mir der Satzanfang locker von der Hand.

Jürgen, du da in der Ferne, was lockt dich denn am meisten an der Ferne? Hier auch gleich mein Satzanfang:

#11 „Die Ferne lockt mit fremden Gerüchen, Farben und Tönen…“

 

 Ausschnitt - ... und dabei sehr fröhlich und sorglos - 30 x 40 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt – … und dabei sehr fröhlich und sorglos – 30 x 40 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Was bisher geschah:

#9 (siehe hier)

S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)

J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)

S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)

J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)

S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)

J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)

S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):

J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):

S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Alle Jahre wieder – Selbstportrait – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 8. April 2017

 

Es ist wieder so weit, zum 52. mal feier ich meinen Geburtstag, dieses mal sogar mit meiner gesamten Familie zusammen.

Die letzten Jahre war ich immer unterwegs – dafür suchte ich mir eine Wunschstadt aus, die ich schon immer gerne sehen wollte. Vielleicht habe ich durch den Tod meiner Mutter letztes Jahr das Bedürfnis, mit meiner Familie zu feiern, sie um mich zu scharen und die Nähe zu geniessen. Ich weiss es nicht.

Wichtig war mir meine neue Brille zu zeichnen, meine Sehkraft lies (ja lässt) immer mehr nach und ich brauche nun eine Gleitsichtbrille, um das Kleingedruckte zu lesen und um zu zeichnen. Es ist ein Genuss, wieder die kleinen Buchstaben mit Entstehungszeien der Labels auf Musik CD’s zu lesen.

 

1. Etappe Portrait Selbst 8.4.2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

1. Etappe Portrait Selbst 8.4.2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Von der Seite kann man sich selber nur aus den Augenwinkel mit Hilfe mehrerer Spiegel sehen, die Benutzung von einem Handy ist dabei auch von Vorteil. Die vielen Falten, die ich letztes Jahr so mühelos gezeichnet habe, wollen mir dieses Jahr nich von der Hand gehen. Ich sehe jung aus auf meinem Portrait. Dafür habe ich die verwelkten Tulpen von gestern, die so viele Linien bildeten, neben mir platziert. Oft werden Frauen mit welkenden Blumen verglichen. Das lasse ich mal so im Raum stehen…

 

2. Etappe Portrait Selbst 8.4.2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

2. Etappe Portrait Selbst 8.4.2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Das Portrait entstand in Etapen, erst war nur meine Silhouette zu sehen, dann die Tulpen, die Kette, in der sich übrigens ganz in niederländischer Tradition die Spiegelung des Fensters findet, stilisiert, versteht sich, als Hinweis auf meine Leidenschaft zur Kunstgeschichte. Der Hintergrund bereitete mir am meisten Probleme: weiß, weiß mit Rahmen, Türkis oder Phtaloblau? Ja, ein Künstler muss bei jedem Bild immer wieder Entscheidungen treffen. Das schult für das Leben und man lernt, Risiken einzugehen. 🙂

 

Portrait Selbst 8.4.2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Portrait Selbst 8.4.2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Selbstportraits der letzen Jahre:

8. April 2009 —> Link hier

8. April 2011 —> Link hier

8. April 2013 –> Link hier

8. April 2014 –> Link hier

8. April 2015 –> Link hier

8. April 2016 -> Link hier

 

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 176 – Heinrich Wölfflin

Posted in Kunstgeschichte, Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 5. Februar 2017

 

„Kunstgeschichte zu treiben, ohne selbst Zu zeichnen, erscheint Mir unmöglich.“²
Heinrich Wölfflin

 

Romanisch (c) Zeichnung von Susanne Haun

Romanisch (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Heinrich Wolfflin ist am21.6.1864 in Winterthur geboren und am 19.7.1945 in Zürich gestorben. Er war Kunsthistoriker; Ordinarius für Kunstgeschichte und Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.  Im Studium der Kunstgeschichte war Wölfflin einer der ersten, den wir im Grundkurs kennenlernten.

Zur Zeit schreibe ich eine Hausarbeit über Menzel und eine Skizze zum Kassler Karton. Beim Recherchieren fand ich im Buch Adolphe Menzel und Lois Renner, das Künstleratelier  dieses Zitat, das ein Lächeln auf mein Gesicht zauberte.

 

_______________________

² Gaßner, Hubertus; Howoldt, Jenns, Adolphe Menzel und Lois Renner, das Künstleratelier, Hamburg 2008, S. 3.

Betrachtung des Ichs – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 6. Oktober 2016

 

Es war wieder einmal an der Zeit, mich selbst zu betrachten. Wie immer wählte ich Lotusgrün.

 

Selbst im Oktober 2016 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Selbst im Oktober 2016 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es war für mich interessant, eine Auswahl meiner Portraits der letzten Jahre zu betrachten. Gut, dass ich die Zeichnungen, die ich hier im Blog hochlade, sprechend benenne. So kann ich sie in der Mediathek immer wieder finden.

 

Der neue Künstlertyp – was zeichnet heute den Künstler aus? – Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 3. September 2016

 

Weihnachten bekam ich ein Jahresabo des art magazines (siehe hier) geschenkt.

 

Selbst - Streifend - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

Selbst – Streifend – Zeichnung von Susanne Haun – 25 x 25 cm – Tusche auf Bütten

 

Ich schaffe es nicht immer, das Heft sofort zu lesen. So habe ich erst heute die Folie vom neuen September Heft aufgerissen. Grundsätzlich lese ich immer zuerst das Editorial. Es ist für mich wie die Einleitung einer Hausarbeit, die mich auf den kommenden Text, in dem Fall die vorliegende Ausgabe des art magazine, vorbereitet.

Dieses mal habe ich nach dem Editorial  gleich zum Artikel Fitte Künstler Saufen und Rauchen war gestern  von Kolja Reichert vorgeblättert.

Was zeichnet heute den Künstler aus? ist eine der Fragen, die Reichert im Artikel stellt. Unter anderem schreibt Reichert, dass das Modell für den Künstler heute „der Start-up-Gründer, der originelle Nerd, der mit disruptiven Innovationen seinen Investoren das rare, wertvolle Angebot macht (…).“².

Ganz ernst meint das Reichert sicher nicht, aber es liegt trotzdem viel Wahrheit in den Worten.

Ersteinmal habe ich das  Wort disruptive betrachtet. Im Duden ist unter  disruptive (englisch) „störend, zerstörerisch, zu: to disrupt = stören, unterbrechen < lateinisch disruptum, 2. Partizip von: di(s)rumpere= zerreißen“  zu finden.

Ich bin das alles, was Reichert schreibt, ich vermarkte mich selber, kontakte, organisiere Ausstellungen, spreche Sammler an, versuche Sponsoren zu finden usw. Ich mache faktisch zwei Dinge gleichzeitig: ich bin Künstlerin und meine eigene Galeristin.

Habe ich mir das so vorgestellt, als ich mich für das Künstlerinnendasein entschied?

Ich kann mit einem entschiedenen „JEIN“ antworten.  Ich möchte eigentlich nur zeichnen, gerne in Ruhe und Ausgeglichenheit ein Thema erforschen und festhalten. Ich habe das Gefühl, da kommen im Moment immer wieder dringende Vermarktungsarbeiten dazwischen. Das gefällt mir nicht. Ich wünsche mir also wieder einmal eine gute Galerievertretung. Dafür muss ich jedoch ersteinmal bewerbungstechnisch tätig werden und das macht viel Arbeit, die mir dann wiederum beim Zeichnen fehlt. Nein – keine Ausrede, ich bin dran und war gestern gerade erst bei einem Gespräch in einer Galerie…..

Vorerst werde ich die Prioritäten ein bißchen von hier nach dort verschieben und wie durch Zaubershand wird am Ende mehr Zeit zum Zeichnen übrig bleiben.

 

Selbst im Kosmos (c) Zeichnung von Susanne Haun

Selbst im Kosmos (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

________________________

² Reichert, Kolja. Fitte Künstler Saufen und Rauchen war gestern, in: art magazine, Hamburg September 2016, S. 38 – 41.

Ein Selbstportrait von 2004 verschwindet – Susanne Haun

Posted in Leinwand, Portraitmalerei, Selbstbildnisse by Susanne Haun on 29. Juli 2016

 

Ein Selbstportrait von 2004 verschwindet .

 

 

 

Hinweis auf Weltweite Lesung am 7.September 2016 gegen Populismus – Susanne Haun

Posted in Literatur, Marker, Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 29. Juni 2016

Per Mail habe ich von der weltweiten Lesung am 7. September 2016 (siehe hier) gegen Populismus erfahren.

„Das internationale literaturfestival berlin (ilb) ruft alle Menschen, Institutionen und Medien, denen Demokratie wichtig ist, dazu auf, am 7. September 2016 an einer weltweiten Lesung ausgewählter Texte für die Demokratie und gegen den Populismus teilzunehmen.

Populismus ist eine politische Position, die sich den vorherrschenden Gefühlen, Vorurteilen und Ängsten der Bevölkerung anpasst und diese ausnutzt, um eine politische Agenda zu definieren, die die einfache und schnelle Lösung aller Probleme verspricht.

Es wird von einigen argumentiert, dass Populismus als Kraft der Politik grundsätzlich innewohne, zu einem gewissen Maße in jeder Gesellschaft existiere und eine positive Kraft sei. Das mag zwar stimmen. Aber die Geschichte zeigt, dass populistische Gefühle schnell von skrupellosen Führern, mögen sie dem rechten oder linken Spektrum angehören, für grausame Zwecke manipuliert werden können.“

schreibt Ulrich Schreiber vom internationales literaturfestival berlin, Chausseestraße 5, 10115 Berlin, Germany in der Mail.

Ich überlegte sofort, welchen Text ich wo gegen Populismus lesen könnte und stelle fest, dass wir zum Termin verreist sind. Ich werde mir jedoch das Thema Populismus für einen Salon merken.

 

Selbst (c) Zeichnung mit Marker von Susanne Haun

Selbst (c) Zeichnung mit Marker von Susanne Haun

Selbst – Neudeutsch: Selfie – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 9. April 2016

 

An meinem gestrigen Geburtstag zeichnete ich mich mit Pastellkreiden

und fühlte mich damit zu jung!

 

Susanne Haun -- Ich 2016 - 24 x 36 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Susanne Haun — Ich 2016 – 24 x 36 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Pastellkreiden sind weich und gefällig, eine Eigenschaft die besonders geeignet für Portraits scheint.  Die Tusche überzeugt mich für mich persönlich mehr, ich bin zur Zeit aus familiären Gründen sehr müde und bin der Ansicht, dass diese Müdigkeit beim heutigen Portrait deutlich ins Auge sticht! Ich bin zufrieden mit meinem heutigen gezeichneten Selbst.

 

 

 

Und wieder ist es soweit: Geburtstag – und wie jedes Jahr ein Selbstportrait – Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 8. April 2016

 

Wieder und wieder zeichne ich Selbstportraits.
Mein Geburtstag ist jedes Jahr ein guter Anlaß, mich zu betrachten.

 

Ich - Pastell - 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich – Pastell – 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Dieses Jahr war es mir wichtig, ein anderes Medium als Tusche für mein Portrait zu benutzen. Als ich dann das fertige Portrait vor mir sah, war ich nicht so begeistert, wie ich das dachte. Ich hatte zu Beginn der Arbeit den Gedanken, dass für eine 51 jährige Frau Pastell ein weicheres, gefälligeres Medium ist. Jedoch mag ich mich nicht weich und gefällig. Ich mag das, was ich im Spiegel sehe mit allen Falten und so habe ich mir vorgenommen, morgen erneut ein Portrait in meinem Medium der Tusche zu zeichnen.

Beim heutigen Pastell mag ich den oben gezeichneten „Zwischenstand“ am liebsten.

Für die, die Lust haben meine Arbeitsschritte nachzuvollziehen, habe ich Schritt für Schritt Fotos als Anleitung gemacht. Ich empfehle jedoch nicht mich „nachzuzeichnen“ sondern einen Spiegel zur Hand zu nehmen und ein Selbstportrait zu zeichnen.

Ach ja! Noch etwas wichtiges! Die Anleitungen (auch in meinen Büchern) sollen Arbeitsschritte verdeutlichen, Lernmaterial zur Verfügung stellen und helfen, den eigenen Stil zu finden. In der frühen Neuzeit (Renaissance) gehörte es zur Ausbildung eines jeden Malers, Kopien von anderen Meistern zu erstellen und daraus zu lernen. Vor kurzem habe ich in einer Galerie ein nachgezeichnetes Selbstportrait von mir in einer Ausstellung gefunden. Es war mit einem mir unbekannten Namen signiert. Wie frech, dachte ich und nahm Kontakt zur Galeristin auf. Es kam noch schlimmer als gedacht, mein nachgezeichnetes Selbsportrait war eine Abschlußarbeit von einer Absolventin einer Kunstschule. Ich nahm auch mit der Dozentin der Studentin Kontakt auf. Die Dozentin war über die Platte Kopie entsetzt und hat mit der Studentin gesprochen und sich vorgenommen, ihre Schüler besser auf Plagiate hinzuweisen.

Selbstportraits der letzen Jahre:

8. April 2009 —>

8. April 2011 —>

8. April 2013 –>

8. April 2014 –>

8. April 2015 –>

 

 

%d Bloggern gefällt das: