Susanne Haun

Gib mir Asyl im Paradies – Gemälde von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Leinwand, Portraitmalerei by Susanne Haun on 7. September 2020

 

Atelieransicht, Herbst, Asyl im Paradies, Gemälde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Atelieransicht, Herbst, Asyl im Paradies, Gemälde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Dieses Gemälde von Susanne Haun ist sehr persönlich. Während die Künstlerin das Bild malte, hörte sie die Musik von der Band Silly speziel das Lied „Asyl im Paradies“. Die Sängerin Tamara Danz wusste zu der Zeit als sie das Lied sang schon, dass ihr Tod nahte. Den Text hörend weinte die Künstlerin beim Erstellen des Bildes. Die Tränen übertrugen sich sinnbildlich in die auf dem Bild laufende sepiafarbende Tusche.

steht es in der Objektbeschreibung der Pariser Galerie Singulart (-> Klick)

Noch heute kann ich das Lied von Tamara Danz nicht hören, ohne zu weinen und zu trauern. Hier könnt ihr das Lied auf youtube hören (-> klick)

Vor kurzem habe ich in der Augsburger Allgemeine Zeitung einen Artikel über die Performance Künstlerin Marina Abramovic gelesen.

Abramovics hat ihr Begräbnis schon geplant. Hier (-> Klick) könnt ihr den Artikel lesen. Wenn ich an meine Beerdigung denke, dann möchte ich das Lied hören. Naja, ich höre dann ja nichts mehr. Aber ich stelle es mir schön vor, wenn dieses Lied gespielt wird.

 

Die Kunst der Grabgestaltung – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Kunst der Grabgestaltung, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Oktober 2016

Ich spaziere schon immer gerne über Friedhöfe und schaue mir dabei die Gräber und Steine interessiert an.

Das hat sich bis heute nicht geändert, ich spaziere immer noch gerne über Friedhöfe, habe aber einen ganz anderen Bezug dazu. Meine Mutter liegt auf dem Domfriedhof 2, ein sehr schöner, gepflegter und zum Teil auch sonniger Friedhof. Mein Vater hat dort eine Doppelgrabstelle gekauft. Auf dem Domfriedhof ist eine Doppelgrabstelle 240 x 240  cm groß und es gibt einen Sack voll Friedhofregeln, die alle bei der Gestaltung des Grabs beachtet werden müssen. Darüber werde ich mir in der nächsten Zeit Gedanken machen.

Es gibt 2 1/2 Jahre alte Zeichnungen von mir vom Domfriedhof 2. Damals wusste ich noch nicht, dass Mama sich diesen Friedhof für ihr Grab aussuchen würde.

 

 

Nach der Beerdigung muß sich ein Grab erst setzen. Nach vier Monaten können die Angehörigen mit dem Gestalten des Grabs beginnen. Da bleibt uns noch viel Zeit. Wir haben ersteinmal für den Übergang eine bepflanzte Schale auf Mamas Grab gestellt. Laut Friedhofsordnung darf eine Schale nicht größer als 34 cm im Durchmesser sein. Bei einem Rundgang über den Friedhof habe ich jedoch bemerkt, dass diese Vorschrift nicht ganz genau genommen wird. Trotzdem haben wir uns schon aus Transportgründen für eine kleine Schale mit einer Rose, 2 Buchsbäumchen und Gräsern entschieden. Mein Bruder hat die Gräser ausgesucht, sie stehen stellvertretend für Büsum, wo meine Eltern viele schöne Urlaube verbracht haben. Rosen waren meine Mamas Lieblingsblumen und die Buchsbäume werden wir für die Gestaltung des Grabes in vier Monate verwenden.

 

 

Kastanien fallen, Erde zu Erde – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Oktober 2013

Es ist Herbst, die Kastanien fallen von den Bäumen und beginnen mit den Kastanienbaumblättern am Boden zu verwesen.

Die Vergänglichkeit ist bei den Pflanzen Jahr für Jahr wieder zu beobachten.

Die Blätter fallen zu Boden und werden im Laufe der Zeit wieder zu Erde. Gestern habe ich einige Kastanienschalen gefunden, die schon fast alle Feuchtigkeit verloren und dadurch bizarre, braune Stacheln gebildet haben.

Entstehung Zeichnung -  Die Endlichkeit des Schafes (c) Susanne Haun

Entstehung Zeichnung – Die Endlichkeit des Schafes (c) Susanne Haun

Die Zeichnung der Schalen bildet den Sockel für mein nächstes Bild zur Vergänglichkeit. Ich habe wieder das große Format 65 x 50 cm gewählt. Über die Farbe der Tusche habe ich einige Zeit nachgedacht. Eigentlich wollte ich die Serie in Blautönen fortsetzen, aber ich werde das Thema „Guillotinierter Schafskopf“ mit der heute begonnen Arbeit fortsetzen und habe so zum Bordeaux gegriffen.

Entstehung Zeichnung -  Die Endlichkeit des Schafes (c) Susanne Haun

Entstehung Zeichnung – Die Endlichkeit des Schafes (c) Susanne Haun

„Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub …“

sind die Worte unserer Beerdigungszeremonie. Dabei wirft jeder der zur Beerdigung erschienenen Erde ins frische Grab. Wenn ich bei einer Beerdigung bin, benutze ich meine Hände um Erde ins Grab zu werfen, drei Mal werfe ich Erde in das Grab; für den Vater, den Sohn und den heiligen Geist. So habe ich es als Kind gelernt und ich behalte es traditionell bei, obwohl ich stark am Glauben zweifel und mich den Naturwissenschaften zugewandt habe. Das Grab wird damit für den Verstorbenen zum Ort der natürlichen Rückverwandlung, zur Verwesung wie alles irdischen Leben irgendwann wieder zu Erde wird. Es ist der Moment des Abschieds und des Abschlusses mit einem Leben. Hier ist die Vergänglichkeit am dominantesten.

Es ist der Weg alles Irdischen, den auch Gartenabfälle oder Obst- und Gemüsereste gehen. So ist der Herbst für mich auch immer wie die Beendigung einer blumigen, farbenfrohen Zeit.

Ich mag die Veränderung der Landschaft, die mit den vier Jahreszeiten einher geht.

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