Susanne Haun

Ecce Ancilla Domini, Blumen und Museumskataloge – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Engel, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Februar 2012

Immer wenn Familie, Freunde und Bekannte auf Reisen gehen, versuche ich sie zu überzeugen, mir einen schönen Museumskatalog mitzubringen.

Pinkfarbende Blume (c) Zeichnung von Susanne Haun

Pinkfarbende Blume (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sohn hat mir letztes Jahr von seiner London Reise den Katalog „The Art of the PRE  – RAPHAELITES mit gebracht.  Der Katalog enthält neben den Gemälden auch viele Zeichnungen und Detailaufnahmen und ich nehme den Katalog immer wieder gerne zur Hand.

Eine der schillernsten Figuren der Zeit waren Elizabeth Sidall und Dante Rosetti. Ich schrieb hier bei der Entstehung meiner Ophelia darüber. Auf den Gemälden sind neben den Figuren viele Blumen und Pflanzen dargestellt.

Im Bild „Der Engel des Herrn“ von Rosetti, es symbolisiert das Angelusgebet, trägt der Engel weiße Lilien. Das Bild trägt den lateinischen Namen „Ecce Ancilla Domini!„, der mir viel besser gefällt. Ich kann kein Latein aber es heißt laut google:  „Ich bin die Magd des Herrn“. Hier ist ein Link zum Bild aus dem Rossetti Archiv.

Die Lilie ist das Symbol der Reinheit und steht für Marias Junfräulichkeit.

Ich mag die reduzierten Farben des Gemäldes, den ängstlich bedrückten Gesichtsausdruck Marias und den hohen Symbolgehalt des Bildes.

Alle Blumen haben einen Symbolgehalt. Ich kenne ihn nicht immer aber ich finde es sehr interessant.

Ecce Ancilla Domini, Blumen und Museumskataloge – Zeichnungen von Susanne Haun

Nach dem Tod der Hades? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 6. Januar 2011

Bis vor zwei Jahren glaubte ich, dass es irgendwie nach dem Tod weiter geht.

Aber inzwischen glaube ich, dass das, was von uns bleibt die Summe der Erinnerungen an uns in den Gedanken unserer Nachkommen ist.

Persephone - Zeichnung von Susanne Haun - 22 x 17 cm - Tusche auf Bütten

Persephone - Zeichnung von Susanne Haun - 22 x 17 cm - Tusche auf Bütten

Wir hinterlassen als Erbe unsere Gedanken und bereichern damit die Menschheit. Da Vinci, Mozart, Kant, Darwin und viele mehr haben uns ihre Theorien zur Natur, Philosophie, Kunst und Natur hinterlassen. So wird die Menschheit immer ein Stückchen schlauer und das neue Wissen baut auf altem Wissen auf.

Eine der Mythologien, die das Leben nach dem Tod betrifft, ist die Geschichte von Hades dem Gott der Unterwelt. Der Höllenhund Kerberos soll dabei den Eingang zur Unterwelt bewachen. Ich verbinde den Hades auch immer mit Persephone, die er raubte, weil keine Göttin freiwillig mit ihm in der Unterwelt leben wollte.

Vor mehr als 20 Jahren war ich in London in der Tate Gallery und sah dort Persephone von Dante Gabriel Rossetti. Dieses Bild hat sich stark in meinen Kopf festgesetzt wie alle Bilder, die ich dort von den Präraffaeliten sah.

Ich berichtete vom Model Elizabeth Eleanor Siddal schon hier an dieser Stelle.

Ich habe mich heute bei den Zeichnungen Hades und Kerberos ganz von meinem Gefühl leiten lassen und Beschreibungen, die das Aussehen der drei wiedergeben, völlig außer Acht gelassen.

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