Susanne Haun

Nach dem Tod der Hades? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 6. Januar 2011

Bis vor zwei Jahren glaubte ich, dass es irgendwie nach dem Tod weiter geht.

Aber inzwischen glaube ich, dass das, was von uns bleibt die Summe der Erinnerungen an uns in den Gedanken unserer Nachkommen ist.

Persephone - Zeichnung von Susanne Haun - 22 x 17 cm - Tusche auf Bütten

Persephone - Zeichnung von Susanne Haun - 22 x 17 cm - Tusche auf Bütten

Wir hinterlassen als Erbe unsere Gedanken und bereichern damit die Menschheit. Da Vinci, Mozart, Kant, Darwin und viele mehr haben uns ihre Theorien zur Natur, Philosophie, Kunst und Natur hinterlassen. So wird die Menschheit immer ein Stückchen schlauer und das neue Wissen baut auf altem Wissen auf.

Eine der Mythologien, die das Leben nach dem Tod betrifft, ist die Geschichte von Hades dem Gott der Unterwelt. Der Höllenhund Kerberos soll dabei den Eingang zur Unterwelt bewachen. Ich verbinde den Hades auch immer mit Persephone, die er raubte, weil keine Göttin freiwillig mit ihm in der Unterwelt leben wollte.

Vor mehr als 20 Jahren war ich in London in der Tate Gallery und sah dort Persephone von Dante Gabriel Rossetti. Dieses Bild hat sich stark in meinen Kopf festgesetzt wie alle Bilder, die ich dort von den Präraffaeliten sah.

Ich berichtete vom Model Elizabeth Eleanor Siddal schon hier an dieser Stelle.

Ich habe mich heute bei den Zeichnungen Hades und Kerberos ganz von meinem Gefühl leiten lassen und Beschreibungen, die das Aussehen der drei wiedergeben, völlig außer Acht gelassen.

9 Responses

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  2. frank8233 said, on 6. Januar 2011 at 23:30

    Hallo Susanne,
    ein interessantes Thema und Deine heutige Position kann ich mittragen.
    Nur – eines habe ich aber auch gelernt, die Dummheit stirbt nie aus und oft verdrängen wir wichtige Dinge.

    Beste Grüße – Frank

  3. itha said, on 6. Januar 2011 at 23:54

    wir leben fort in der erinnerung. oft wird aber auch vergessen, was wir hinterlassen haben – es kommt darauf an, ob das, was wir hinterlassen, für die lebenden von belang ist. ganz viele „erkenntnisse“ werden wieder vergessen, weshalb ich auch nicht an einen „stetigen fortschritt“ zum besseren glaube. viele dinge, die schon mal da waren, kommen später wieder hoch – oder auch nicht. das ganze hängt von so vielen dingen ab – manchmal scheitert es einfach an der prämisse der zeit, weshalb auch nur manche schriftsteller posthum gelesen werden (diejenigen, die gerade irgendwie passen) und ganz viele nicht.

  4. Elke T. said, on 7. Januar 2011 at 09:12

    Liebe Susanne, Deine Darstellung der Persephone berührt mich sehr! Bei dieser Gelegenheit, wenn auch etwas verspätet, die allerbesten Wünsche für Dich aus Anlass des Jahresbeginns. Möge es ein Jahr voller Glück für Dich werden!
    Viele Grüße
    Elke

  5. susannehaun said, on 7. Januar 2011 at 09:44

    Wieder ein Thema, was verschiedene Ansichten zum Vorschein bringt!
    Ich gebe dir Recht, Frank! Die Dummheit der Menschen stirbt nicht! Da kann ich auch immer wieder nur den Kopf schütteln!

    Itha, vor 300 Jahren, hätte ich nicht einmal die Möglichkeit gehabt, lesen und schreiben zu lernen. So denke ich die Fortschritte sind langsam aber stetig. Ich beziehe diese Erinnerung zuerst einmal auf mein unmittelbares Umfeld, Familie, Freunde und Bekannte. Dort hinterlassen wir auf jeden Fall eine Spur. Meine Oma hat jedenfalls eine solche Spur in mir hinterlassen. Und Itha auch du hinterläßt eine Spur bei mir, die du hoffentlich noch lange austritts und vergrößerst.
    Wie die Dinge dann bezogen auf die gesamte Menschheit zu sehen sind, dass weiss ich nicht. Ich hoffe, dass sich alles auch schon im kleinsten auf die gesamte Menschheit auswirkt, auch wenn diese vielleicht gar nichts davon erfährt.

    Liebe Elke, ich wünsche dir auch ein schönes Neues Jahr! Glück, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit! Ja, ich denke die Persephone muss doch die erste Zeit beim Hades verzweifelt gewesen sein. Aber bald bekam sie ja „Besuchsrecht“ bei ihrer Mutter Demeter!

    Einen schönen Tag wünscht euch allen Susanne

  6. Patrick Hanke said, on 7. Januar 2011 at 11:53

    blumen sind auch nur menschen. sie leben und sterben. sie blühen, bilden blätter aus und tragen nach einer zeit früchte. ebenso wie es menschen tun. wenn aber die blume verwelkt und schließlich stirbt, ist sie da ganz weg? hinterlässt sie nicht den keim, aus dem wieder die gleiche blume entstehen kann?

    wenn schon die pflanze wieder und wieder und wieder geboren werden kann, warum sollte es der mensch nicht auch, der doch um so vieles mehr ist als die pflanze?

    wenn man wissen will, was man nicht wissen kann, dann muss man zu denen gehen, die das höchste wissen. und diese menschen haben immer das gleiche gesagt , es nur unterschiedlich und zeitbedingt ausgedrückt. man muss denjenigen zuhören, denen man ein solches wissen am meisten zutraut.

  7. susannehaun said, on 7. Januar 2011 at 17:39

    Vielleicht wird der Mensch in seinen Kindern wiedergeboren. Ich finde es jedesmal wieder erstaunlich, welche Eigenarten mein Kind sowohl von seinem Vater wie von mir hat, ohne dass es anerzogen ist. Es fängt beim Gang oder Gesten an und hört bei Wesenszügen auf.

    Ansonsten finde ich eine Wiedergeburt nachdenkenswert. Vielleicht eine Wiedergeburt ohne unser bewußtes Ich.

    Was ich mir schwer vorstellen kann, ist, dass für mich persönlich nach dem Tod etwas folgt. Als ich durch Krankheit vor 3 Jahren kurz vor dem Tod stand, da war da nichts, kein Tunnel, kein Licht es war nur Dunkelheit, eben ein Nichts. Und je mehr ich über den Tag nachdenke, desto mehr ärgere ich mich, weil es ist eben NICHTS da.

    • Patrick Hanke said, on 7. Januar 2011 at 19:07

      ich finde es nachdenkenswert, das dein verstand sagt: so etwas gibt es nicht. ich kann daran nicht glauben. und doch begeisterst du dich für sagen, mythologien, legenden, in denen genau dieses thema in vielen bildern beschrieben wird. warum solltest du dich gerade dafür begeistern? kann es nicht so sein, daß du eigentlich doch daran glaubst. nur es entzieht sich dir jede möglichkeit es zu verstehen. sodaß dein verstand aufgibt und sagt: ich kann´s mir nicht vorstellen. dein glaube aber nach zeugnissen sucht, die du aus der vorstellung zeichnest um sie dem verstand beizubringen.

  8. susannehaun said, on 7. Januar 2011 at 22:47

    Das ist sehr interessant, Patrick!
    Du könntest recht haben.
    Und ich bin natürlich auch neugierig.
    Mein Glaube führt Kämpfe gegen meinen Verstand! Wirklich ein interessanter Gedanke!
    Das gefällt mir, danke.


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