Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Norbert Lammert

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 22. März 2020

 

Die sicherste Methode mit einer Meinungsäußerung nicht zur Kenntnis genommen zu werden,

ist etwas vernünftiges zu sagen.

 

Norbert Lammert, Ex-Bundestagspräsident, in der Süddeutschen über Kommunikation in den sozialen Medien

 

Horatio: Die Gräber leer, verhüllte Tote schrien - Zeichnung von Susanne Haun - 70 x 50 cm

Horatio: Die Gräber leer, verhüllte Tote schrien – Zeichnung von Susanne Haun – 70 x 50 cm

 

Ich fand es sehr schwer, für dieses Zitat eine passende Zeichnung von mir zu finden. Ich entschied mich für Hamlet. Wenn ihr mehr von meinen Hamlet Illustrationen/Zeichnungen sehen möchtet, so könnte ihr dem Link innerhalb meines privaten Blogs folgen.

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Zitiert nach Tagesspiegel, Sonntag, der 8. März 2020, Seite 7

Die große Kunst oder Kitsch, ein Weihnachtsstern und der König von Dänemark – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Dezember 2010

Was ist Kunst?
Picasso sagte dazu „Wenn ich wüßte was Kunst ist, würde ich es keinem verraten.“

In regelmäßigen Abständen kommt diese Dikussion zwischen Künstlern, Sammlern, Kunstliebhabern und Interessierten zum Vorschein.

Ich habe mir heute den Weihnachtsstern von meinem Fensterbrett und ein archäologisches Foto mit den Überresten eines Männerkopfes aus einem Grab in Deal bei Kent (2. Jh. v. Chr.) vorgenommen.

Weihnachtsstern - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Weihnachtsstern - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Für beide Motive nahm ich dasselbe Papier, dieselben Tuschen, dieselben Federn.
Ist das eine Kunst und das andere Kitsch? Nur aufgrund des Motives?

Hamlet - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Hamlet - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Im Facebook sagte Lothar Pues: „Früher hat man geglaubt, dass grosse Kunst allein aus Traumata und Depression entsteht. In der aktuellen Phase des Kapitalismus erkennt man in der erotischen und sozialen Frustration die einzig verbliebene ökonomische Kraft.“

Ich stelle mir dazu die Frage „Ist es wichtig, einen Grund für die Entstehung der grossen Kunst zu finden? Entsteht sie nicht aus dem Künstler heraus und könnte auch grosse Kunst nicht einfach aus purer Freude entstehen?“

Lothar Pues meinte daraufhin, das das vielleicht auch irgendwie kitschig klingt, kitsch als etwas dass sich über etwas legt.

Ich denke immer wieder über diese Fragen nach – seid Jahren schon. Ich finde immer wieder Puzzleteile zur Lösung aber ich habe die Lösung noch nicht.

Wie geht es euch? Wißt ihr was Kunst und was Kitsch ist?

Hamlet? Ein Druide? Ein Totenkopf – Fortsetzung der Rolle von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Portraitmalerei, Rolle, Rolle des Lebens, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Dezember 2010

Heute habe ich weiter an der Rolle gearbeitet und mit dem Ende begonnen. Ein guter Meter fehlte noch.

Gertrude Stein, fragte einmal Matisse, ob er eine Tomate, die er esse mit den Augen des Malers betrachte. Seine Antwort:“Nein. Wenn ich eine Tomate essen will, sehe ich sie so, wie jeder andere auch. Will ich sie aber malen, sehe ich sie anders.“

Bei mir ist es wie ein Schalter im Kopf. Ich merke, wenn ich mit dem Auge der Künstlerin schaue. Ich sehe dann die Linien, ich sehe hell dunkel und ich sehe, die Entfernungen der Dinge – die Proportionen. Es ist ein viel anstrengendes sehen, ein sehr konzentriertes sehen. Es ist eine Arbeit und ich kann das gesehene beim Zeichnen abrufen. Anders wenn ich nur etwas betrachte. Dann lasse ich dazu meine Gedanken gleiten. sehe vielleicht Farben, kann aber nichts wiedergeben. Es ist ein entspanntes, erholsames betrachten.

Die Füße ballancieren auf dem SChädel - Zeichnung von Susanne Haun

Die Füße ballancieren auf dem SChädel - Zeichnung von Susanne Haun

So ist es auch heute mit der Rolle gewesen. Der Abschluss bildet ein Skelettkopf. Auf diesem Kopf balancieren die Füße des Engels. Skelette betrachte ich in Museen, Anatomiebücher oder wie in diesem Fall in einem Buch über Kelten. Der Totenschädel soll aus dem 2. Jahundert vor Christus sein und wurde in Kent gefunden. Ob es sich bei der Kopfbedeckung um eine Druidenkrone oder einen Helm handelt ist unklar.

Die Hälfte des Schädels oben fehlt auf Grund des Alters - Zeichnung von Susanne Haun

Die Hälfte des Schädels oben fehlt auf Grund des Alters - Zeichnung von Susanne Haun

Für mich symbolisiert er den Beginn oder, wenn der Betrachter es so sehen will, das Ende der Rolle. Die Kopfbedeckung regt meine Phantasie an – ich sehe auch Hamlet. Der Engel steht auf dem Kopf – hier habe ich übrigens meine Füße als Modell zur Hilfe genommen. Der Engel ballanciert auf dem Tod.

Worauf steht der Totenschädel? 10 cm von den 1000 cm sind noch frei. Diese 10 cm müssen reichen, um den Totenkopf halt zu geben. Morgen werde ich die Rolle schliessen.

Rittersporn um Orphelia – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Blumen und Pflanzen, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Oktober 2010

Eine Zeit lang habe ich es geschafft, nur eine Sache gleichzeitig zu erledigen. Also eine angefangene Zeichnung, Roman, Kunstbuch, Gedanke …

Im Moment scheine ich 1.001 Dinge gleichzeitig zu fabrizieren und mir jeden Tag aus dem bunten Kasten mit Dingen etwas herauszuziehen. Es wird Zeit, dass ich mich wieder ordne.

So habe ich heute beschlossen, weiter an der Ophelia zu arbeiten und diese auch über die nächsten Tage zu beenden! Dazu habe ich morgens einen Rittersporn im Blumenladen gekauft. Das Gesicht der Ophelia, das hatt ich schnell gezeichnet, ihr erinnert euch? Die einzelnen Blüten um ihren Kopf, scheinen eine Ewigkeit zu brauchen. Ich schaue mir die Blüten genaustens an und drapiere sie um ihren Kopf, so wie es in die Zeichnung paßt. Es ist wie ein Blumenpuzzle. Die Größe von 80 x 60 cm faßt auch viele Blüten. Es macht mir Freude, die „realen“ Blüten anzuordnen, zu fotografieren, die Zeichnung vor dem Atelier in das Herbstlaub zu legen, mir die Wirkung anzuschauen und mich später am PC in den Fotos zu vertiefen.

Ausschnitt Zeichnung Ophelia von Susanne Haun

Ausschnitt Zeichnung Ophelia von Susanne Haun

Ich lese gerade unter anderem die Biographie von Klee aus dem rororo Verlag von Carola Giedion-Welcker. Dort schreibt sie: „Im ersten „Bauhausbuch von Weimar“ (1020 – 1923) erscheint sein Vertrag Wege des Naturstudiums (1923), in dem er mit aller Nachdrücklichkeit die Natur als ein „sine qua non“ jeder künstlerischen Arbeit hinstellt; trotz aller freien Umformung soll sie Ausgangspunkt des Künstlers bleiben.“

Ja, das ist es!

Ophelia im Laub - Zeichnung von Susanne Haun - 80 x 60 cm - Tusche auf Bütten

Ophelia im Laub - Zeichnung von Susanne Haun - 80 x 60 cm - Tusche auf Bütten

Schwachheit, dein Name ist Weib! oder Ophelia! – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Blumen und Pflanzen, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Oktober 2010

Nicht nur „Sein oder nicht Sein, das ist hier die Frage!“ ist ein Zitat aus Shakespeares Hamlet. Nein! Auch „Schwachheit, dein Name ist Weib!“ (Frailty, thy name is woman!) stammt aus diesem berühmten Stück.

Ich mit Ophlia - Selbstfoto von Susanne Haun

Ich mit Ophlia - Selbstfoto von Susanne Haun

Als Laertes, Ophelias Bruder, die Königin fragt, wo Ophelia ertrank, antwortete diese:

„Es neigt ein Weidenbaum sich übern Bach
Und zeigt im klaren Strom sein graues Laub,
Mit welchem sie phantastisch Kränze wand
Von Hahnfuß, Nesseln, Maßlieb, Kuckucksblumen, (…) “

Ich wußte nicht, dass Maßliebchen, Gänseblümchen sind und das Kuckucksblumen von Ophelia Totenmännerfinger genannt wurden. Das paßt dann zu der Szene.

Ausschnitt Ophelia Disteln Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt Ophelia Disteln Zeichnung von Susanne Haun

Ich wickelte Ophelia die Blumen um den Kopf, die sich mir gerade boten, Geranien von Marlies, Sonnenblumen von Gerda und eine Distel, die ich heute kaufte. Ich dachte, Disteln stehen für die Stachligkeit, die ihr Leben symbolistierte.

Die Kuckucksblumen werde ich ihr auf jeden Fall noch zeichnen – sie gehören zu Ophelia. Die Zeichnung ist auch noch nicht fertig, denn 80 x 60 cm sind für eine Zeichnerin schon groß!

Chrysamtheme - Zeichnung / Foto von Susanne Haun

Chrysamtheme - Zeichnung / Foto von Susanne Haun

Weiter mit Shakespeares Ophelia – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Oktober 2010

Heute habe ich weiter an meiner Ophelia gearbeitet. Ich hatte Glück – Marlies, eine Malschülerin von Andreas, brachte Gladiolen mit und die paßten mir gerade recht für meine Ophelia.

Marlies Gladiolen um meine Ophelia - Zeichnung von Susanne Haun

Marlies Gladiolen um meine Ophelia - Zeichnung von Susanne Haun

Genauso, wie mir das Zitat von Ilja Repin, dass ich auf dem Harenberg Kalenderblatt von gestern fand, gerade recht kam.

„Unsere Aufgabe ist der Inhalt. Das Gsicht, die Seele des Menschen, das Drame des Lebens, die Eindrücke der Natur, ihr Leben und Sinn, der Atem der Geschichte (…)“ Ilja Repin

So stelle ich mir meine Ophelia vor.

Entstehung Zeichnung Orphelia von Susanne Haun

Entstehung Zeichnung Orphelia von Susanne Haun

Hamlet 2007 – Illustration von Susanne Haun

Posted in Illustration, Shakespeare Hamlet by Susanne Haun on 1. Oktober 2010

2007 illustrierte ich Shakespeares Hamlet auf 70 x 50 cm Bütten Papier. Ich suchte mir eine Reihe von Zitaten aus einem kleinen gelben Reclam Heft, die ich besonders eindrucksvoll fand und ließ den Pinsel über das Papier gleiten.

Ich war so um 1989 herum in Stratford upon Avon, der Geburtsstadt Shakespeares. Wir waren damals auch im Geburtshaus Shakespeares und ich weiss noch, wie mich erstaunte, wie klein das doch ist. Ich habe gerade eine halbe Stunde lang meine Fotokisten durchstöbert und so einiges interessantes gefunden, nicht aber die Fotos aus Stratford.

Das, was mir bei Hamlet sofort durch den Kopf schießt ist natürlich ein Schädel auf der Hand. Also wollte ich auf jeden Fall ein anderes Zitat aber ein Schädel!

Horatio: Die Gräber leer, verhüllte Tote schrien - Zeichnung von Susanne Haun - 70 x 50 cm

Horatio: Die Gräber leer, verhüllte Tote schrien - Zeichnung von Susanne Haun - 70 x 50 cm

Also habe ich mir aus William Shakespears Hamlet folgende Zitate herausgesucht:

Horatio: Die Gräber leer, verhüllte Tote schrien …
König: Jetzt unsre Königin, die hohe Witwe
Und Erbin dieses kriegerischen Staats,…
Laertes: Und, Schwester, wenn die Winde günstig sind
Und Schiffsgeleit sich findet, schlaf nicht, lass
Von dir mich hören.
Ophelia: Als Wächter meiner Brust; doch, lieber Bruder, …
Hamlet: Engel und Boten Gottes, steht uns bei! …
Geist: Mit Saft verfluchten Bilsenkrauts im Fläschchen,
Und träufelt’ in den Eingang meines Ohrs…
Hamlet: Geh in ein Kloster. Warum wolltest du Sünder zur Welt bringen?
Königin: Es neigt ein Weidenbaum sich übern Bach …

Entstehung Ophelia – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 29. September 2010

Ich habe eine Schwäche für Ophelia. Wahrscheinlich durch das Gemälde „Ophelia“ von John Everett Millais.

Elizabeth Eleanor Siddal lag für dieses Bild bekleidet in einer Badewanne Modell. Siddal stand vielen Präraffaeliten Model, heiratete Rosetti, illustrierte Motive aus Mittelalterliche Sagen und brachte sich nach einer Fehlgeburt während ihrer zweiten Schwangerschaft um. Dramatisch und traurig. Gerne würde ich mehr über Sidall lesen, leider habe ich bisher noch kein Buch über sie gefunden. Das läst mir viel Platz für meine Phantasie.

Entstehung Orphelia oder Siddal - Zeichnung von Susanne Haun - 80 x 60 cm - Tusche auf Bütten

Entstehung Orphelia oder Siddal - Zeichnung von Susanne Haun - 80 x 60 cm - Tusche auf Bütten

Rosetti begrub sie mit seinem Gedichtsheft im Haar, weil er glaubte, ohne sie nie wieder dichten zu können. Als er dann seine neuen Gedichte veröffentlichen wollte, lies er Siddal exhumieren und barg sein leicht beschädigtes Heft und veröffentlichte alte und neue Gedichte.

Ich habe sie (eine Mischung aus Orphelia und Siddal) heute begonnen auf einem 80 x 60 cm großen Format zu zeichnen. Die Malschülerin Gerda brachte am Montag eine Sonnenblume mit, die ich meiner Orphelia auf den Kopf zeichne.

Entstehung Orphelia oder Siddal - Zeichnung von Susanne Haun - 80 x 60 cm - Tusche auf Bütten

Entstehung Orphelia oder Siddal - Zeichnung von Susanne Haun - 80 x 60 cm - Tusche auf Bütten

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