Susanne Haun

Mein Sinnbild von Correggios Madonna del Latte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 14. September 2020

 

 

Ausschnitt - Madonne del Latte nach Corregio, 69 x 57 cm, Tusche auf William Turner Hahnemühle Papier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Ausschnitt – Madonne del Latte nach Corregio, 69 x 57 cm, Tusche auf William Turner Hahnemühle Papier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Madonna del Latte wurde von Correggio in der Größe 69 cm x  57 cm um 1524 gemalt. Das Bild befindet sich im Szépművészeti Múzeum in Budapest.

Ich war ganz erstaunt als ich in meinem Blog nach meiner Madonna de Latte nach Correggio suchte und sie nicht fand.

 

Madonne del Latte nach Corregio, 50 x 65 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Madonne del Latte nach Corregio, 50 x 65 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Langsam kramte ich in meinem Gedächtnis nach Erinnerungen der „vor-Corona-Covid-19-Zeit“ und fand darin die Vorbereitungen für die Ausstellung, die ich mit Cristina (siehe hier) plante und die nicht mehr realisiert wird. Die Ausstellung war Cristinas Kind, sie interessierte sich dafür, wie ich alte Meister interpretieren würde. Zu dieser Serie gehört auch das Mädchen mit dem Perlenohrring von Vermeer (siehe hier). Cris wollte die Vorbereitungen geheim halten und die Ergebnisse in der Ausstellung mit Pauken und Trompeten präsentieren. Deshalb befindet sich meine Madonna auch noch nocht hier auf dem Blog, obwohl es fast ein Jahr her ist als ich sie zeichnete.

Der Gedanke, mich zeichnerisch den alten Meistern zu nähern, schreckte mich erst einmal ab, aber dann fand ich immer mehr gefallen daran. Zu den Aufgaben einer Kunsthistorikerin gehört es, Bilder zu beschreiben. Warum also  nicht einmal den alten Meistern zeichnerisch auf den Grund gehen. Beim Zeichnen habe ich festgestellt, dass ich die Komposition Correggios gerne ändern möchte und habe dem Engel „anständige“ Flügel an den Rücken gezeichnet. Ein gutes Gefühl war das und ich baute zur Madonna eine innige Beziehung auf.

Mütter und Kinder habe ich schon immer gerne dargestellt, so auch hier gezeigt (-> Klick)  in der Galerie Vinogradov in der Ausstellung Ideale der Schönheit.

Cristina hat sich seit Corona ganz dem Backen verschrieben, ihr findet sie hier auf Instagram @bakingcris. Sind diese Torten- und Backkreationen nicht auch Kunst?

Ich habe noch eine große Leinwand auf meinem Tisch zu liegen, auf der meine eine Interpretation eines Tizians am Entstehen ist. Mal schauen, wo ich die Serie zeigen kann?

Hier in der Bildergalerie auf dem Blog seht ihr die Madonna mit Engel ohne Flügel hängen. 🙂

Findet ihr nicht auch? Der Flügel muss sein!

 

 

Der Engel kann auch käuflich bei singulart erworben werden.

Ihr findet ihn auf der Plattform der Pariser Galerie singulart, wenn ihr dem Link (-> klick) folgt.

 

 

Projekt ohne Namen – Die Welt ist trotz allem Chaos noch schön – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 1. September 2020

 

#56

„Mir wachsen Flügel, glaube ich, denn …“ schrieb Jürgen mir im Rahmen unseres Projekts ohne Namen.

Ich als sehr große Optimistin beendete den Satz mit

„…die Welt ist troz allem Chaos noch schön.“

 

Die ist trotz allem Chaos noch schön, , 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die ist trotz allem Chaos noch schön, , 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Meistens fällt mir schon während des Lesens von Jürgens Beitrag zum Projekt ohne Name eine Satzfortsetzung und ein Satzanfang ein. Heute sieht das anders aus. Ich habe spontan beim Schreiben des Blogbeitrags den Satz beendet, das Schreiben des Blogbeitrags unterbrochen, gezeichnet und nun frage ich mich, was ich denn Jürgen für einen Satzanfang sende.

#57 S: „Mein Lebenslauf ist bunt, …“

Mein Blick fiel auf meinen Lebenslauf, den ich gerade für die neue Immatrikulation an der udk schreiben musste. Das war nicht einfach. Natürlich musste ich auch bei der Immatrikulation zur Promotion an der FU einen Lebenslauf schreiben. Da war ich aber schlampig, denn da kannte mich nach 5 Jahre Studium doch jeder. An der udk bin ich unbekannt also brauche ich da einen aussagekräftigen Lebenslauf.

Michas Tochter hat mir dabei geholfen. Ein herzliches Dankeschön an sie 🙂 Ich war doch aus der Übung, einen anderen Lebenslauf als meinen Künstlerischen zu schreiben.

Auf Instagram kann man dem Projekt ohne Name auch hier verfolgen: >>> xxx<<<<

Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick).

__________________________________________________________

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Projekt ohne Namen – Die Gegenwart des Anderen spüren – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Engel, Marker, Projekt ohne Namen, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Juli 2020

 

Der Transformator, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Der Transformator, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Zwei Halbsätze sendete Jürgen mir zu (-> Klick).

Das ist eine neue Dimension des Projekts, bisher gab es immer nur einen Satz. Da muss ich mich tatsächlich erstmal sortieren.;-)

#53

J: “Ich glaube an Dich, mein Engel…“

S: „… weswegen ich im Hof meinen Transformator aufstelle und eine Verbindung zu deinen herstelle.“

#54

J:„Wenn ich über das Wasser der Förde sah, konnte ich dich zwar nicht sehen, …“

S: „… aber wir wussten beide, dass der andere da war.“

Juergen schrieb, dass er nun sehr gespannt sei, ob Susanne nur einen Halbsatz aufgreife und beantwortet, oder ob beide Sätze etwas in Gang setzen können.

Selbstverständlich beantworte ich beide Sätze, lieber Jürgen. 🙂

 

Die Fjorde von Kiel, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Fjorde von Kiel, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Auch neu waren zwei Halbsätze zur Vollendung meines Einen!

#52 (-> siehe hier)

S: „Endlich werden wir EINZELNE aufgefordert, …”

J: Variante 1: „Endlich werden wir EINZELNE aufgefordert, in die Gartenlaube zu gehen und den Transformator anzuwerfen.“

J: Variante 2: „Endlich werden wir EINZELNE aufgefordert, nackt auf einem Bein zu stehen und uns frei zu fühlen.“

Nun aber der neue Satzanfang für Jürgen!

#55: „Ein Dorf ohne Baum, …“

 

 

 

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Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick).

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Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

 

Projekt ohne Namen – Mächtige Worte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Juni 2020

 

#51

J: „Die Zecke, die Strecke, die Macht, …“

S: „…sind mächtige Worte, die das gesamte menschliche Emotionsspektrum beinhalten und als Schlachtruf gelten“.

 

 

Die Zecke, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Zecke, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Nach unserem 50. Jubelsatz, den Jürgen so eindrucksvoll drucktechnisch festgehalten hat (-> klick) gibt er mir einen „Schlachtruf“ als Wortanfang.

#50 (siehe hier)
S: „Der Jubel-Satz ist auch nur ein Satz, …“
J: „… der wie das Halali im Wald am Ende der Strecke verhallen wird.“

Der die Welt scheinbar leicht nehmende Jürgen ist ein guter Gegenpart zu der die Welt scheinbar schwer nehmenden Susanne. Gegensätze inspirieren und lassen unsere Kunst zur Höchstform auflaufen.

Zur Zeit bin ich sehr beunruhigt. Alle gesellschaftlichen Probleme, die auch vor Corona schon im Hintergrund schwelten, treten mit Macht an die Oberfläche. Es ist gut, dass über Gleichberechtigung der Menschen auf der Welt, Tierhaltung, Ausbeutung der Menschen bei der Arbeit, Gewalt bei Partys, Macht der Worte, das Klima nicht vergessen usw. endlich laut gesprochen wird aber es ist für uns Einzelne doch auch sehr bedrohlich.

Und immer die Frage, wo wir uns einbringen.

Deshalb für den armen Jürgen wieder ein schwermütiger Satzanfang:

#52

S: „Endlich werden wir EINZELNE aufgefordert, …“

 

 

 

 

 

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Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick).

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Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Projekt ohne Namen – Maria spielt mit Mama Rummy Cup – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Portraitmalerei, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Juni 2020

 

#49

„Den „Garten Eden“ findet man dort,  wo …“

„… Maria mit Mama Rummy Cup spielt.“

 

 

Maria im Hortus Conclusus, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maria im Hortus Conclusus, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Als meine Mama kaum zwei Monate tot war, reisten Micha und ich nach Venedig (–> Klick) und besuchten auch die Kirche Santa Maria della Salute. Im Inneren waren entsprechend dem Namen der Kirche viele Gemälde von Maria. Auf einem Gemälde thront sie in ihrem Paradiesgärtlein (Hortus conclusus). Als ich das Gemälde betrachtete, hatte ich den Gedanken, dass meine Mutter dort bei Maria sitzt und mit ihr Rummy Cup spielt. Es mag verrückt klingen, dieser Gedanken tröstete mich damals und auch heute noch. Als ich Jürgens Satzanfang las, fühlte ich mich sofort zurückversetzt in die der Maria geweihten Kirche in Venedig.

 

Maria im Hortus Conclusus, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maria im Hortus Conclusus, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Realisierung dieses Bildes dauert etwas länger, wie ihr euch denken könnt. Aber das ist ein anderes Projekt und so mache ich hier an dieser Stelle weiter, mit meinen Übermalungen und zeige auch meine ersten spontanen Ideen zum Skizzenbuch.

Die Krone und den Mantel der Maria verknüpfte ich dabei auch mit Jürgens Vollendung des letzten Satzes (#48).

#48 (siehe hier)

S: „Ich hülle mich in einen Vorhang…“
J: „… setze mir die Krone auf und bin ein König, von was auch immer!“

 

 

Nun gebe ich Jürgen den 50. Satzanfang, wir haben sozusagen Jubiläum.

#50: „Der Jubel-Satz ist auch nur …“

Ich gratuliere uns zu unserer Kontinuität, Jürgen!

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Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick).

 

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Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

 

 

Projekt ohne Namen – Er spuckt durch den Kreis – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Mai 2020

 

#47

„Wenn, ja wenn ich dich anspucken würde, …

„…wäre ich sehr verdutzt!“

 

Spucke, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Spucke, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Ich möchte kurz auf den Satz #46 eingehen. Ich fragte Jürgen nach einem besonderen Symbol, Jürgen beantwortete es sehr gelungen mit dem Kreis.

#46 (siehe hier)
S: „Ein besonderes Symbol …“
J: … ist der Kreis: it goes around and around and around!“

Vorher machte sich Jürgen Gedanken um die Bedeutung des Symbols:

  • Ein besonderes Symbol steht für alles.
  • Ein besonderes Symbol geht immer.
  • Symbol gleich Bedeutungsträger
  • Besondere Symbole sind Alpha und Omega, weil es nur das ist, was wir wirklich wissen.
  • Symbol gleich Zeichen
  • Die Seele ist etwas Besonderes, weil es danach weitergehen könnte.
  • Gaunerzinken

Ich dachte beim Symbol eher an die kunsthistorisch / ästhetische Bedeutung.

Trotz der zahlreichen Möglichkeiten im Internet zu recherchieren bin ich ein Fan vom guten alten Lexikon. Zu Weihnachten habe ich mir die 6 Bändige Studienausgabe des Lexikons der Ästhetischen Grundbegriffe geschenkt und lese darin je nach Interessenslage. Der Artikel zum Symbol ist 19 Seiten lang, alleine die Einleitung geht über 3 Seiten.
Nur kurz dazu geschrieben, im Alltag wird das Wort Symbol heute als bildhaftes Zeichen mit einer Zusatzbedeutung bezogen. Der Artikel ist von Heinz Hamm geschrieben und besonders schön fand ich den Satz, das ein Symbol im realen Leben wie in der Kunst alles werden kann, was auf der Welt sinnlich wahrnehmbar ist. Im folgenden Artikel geht Hamm auf die verschiedenen Bedeutungen durch die Epochen und Philosophen ein.

Ich persönlich sehe in einem Symbol tatsächlich ein bildhaftes Zeichen. Das spannende ist, das jeder diese Zeichen anders liest. Deshalb freue ich mich auch immer, wenn die Betrachterinnen und Betrachter mir erzählen, was sie auf meinen Bildern sehen. Ich mochte jedoch die Aufzählung Jürgens zum Symbol sehr.

Ihr erkennt daran, wie unterschiedlich Jürgen und ich an die Welt herangehen 🙂

Nichtsdestotrotz gefiel mir der Kreis sehr und ich habe ihn zeichnerisch mit in die #47 herübergenommen.

Als neuen Satzanfang gebe ich Jürgen einen weniger „verkopften“ Satzanfang mit auf den Weg.

Wollen wir sehen, was daraus wird!

#48 „Ich hülle mich in einen Vorhang…“

 

Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick). Ich werde die Seite regelmäßig aktualisieren.

 

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Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Zitat am Sonntag – Konrad Fieler

Posted in Kunstgeschichte, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 26. Januar 2020

 

Alle Kunst ist Entwicklung von Vorstellungen,

sowie alles Denken Entwicklung von Begriffen ist.

Konrad Fiedler, 1841 – 1895, war einer der bedeutendsten deutschen Kunsttheoretiker des 19. Jahrhunderts.

 

________________________
Quelle: Aphorismen, Kunst und Wissenschaft, 49. In: Konrad Fiedlers Schriften über Kunst, Hrsg. Hermann Konnerth, Zweiter Band, R. Piper & Co., München 1914, S. 40

Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche Druckgraphik und Zeichnungen aus dem Kupferstichkabinett – Online Ausstellung

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 17. Dezember 2019

 

Werbeplakat der Albrecht Dürer Ausstellung © Staatliche Museen zu Berlin

Archiv: Werbeplakat der Albrecht Dürer Ausstellung © Staatliche Museen zu Berlin

 

2014, in meinem ersten Studienjahr an der Freien Universität, nahm ich an folgendem Seminar teil:

„Albrecht Dürer und die Kunst der Druckgrafik“

Ich zitiere aus dem Vorlesungsverzeichnis Dr. Elke Anna Werner, die Seminarleiterin.
„Vertiefende Einblicke in die museale Praxis und in den Umgang mit Originalen erlangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Vorbereitung einer Studioausstellung, die im Rahmen des Seminars als Kooperation zwischen dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen Berlin mit Dr. Michael Roth und der Kolleg-Forschergruppe „BildEvidenz. Geschichte und Ästhetik“ anlässlich des 500jährigen Jubiläums von Dürers sogn. ‚Meisterstichen‘ 2014 im Ausstellungsraum des Kupferstichkabinetts in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen Berlin vorbereitet und eingerichtet werden soll.“

Hier (Klick) auf meinem privaten Blog berichtete ich von der Hängung der Ausstellung in der Berliner Gemäldegalerie.

Die reale Ausstellung endete schon vor über 5 Jahren am 23.3.2014.

Nun habe ich durch Zufall entdeckt, dass die Ausstellung Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche von Dr. Michael Roth virtuell veröffentlicht wurde.

 

Wenn ihr diesem Link (klick) folgt, gelangt ihr zur virtuellen Ausstellung.

 

Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt virtuelle Ausstellungen auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/journal/ausstellungen. Es sind noch nicht viele Ausstellungen enthalten aber ich denke, das wird sicher wachsen.

Ich habe mich sehr gefreut, die Ausstellung in der Deutschen digitalen Bibliothek zu finden und auch namentlich im Rahmen dessen genannt zu sein.

 

Alle Beteiligten des Studentischen Projekts Ausstellung Albrecht Dürer - 500 Jahre Meiserstiche (c) Foto von Susanne Haun

Alle Beteiligten des Studentischen Projekts Ausstellung Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche (c) Foto von Susanne Haun

 

Projekt ohne Namen – Es ist neckisch – Die zeichnerische Aneignung der Aneignung von Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Projekt ohne Namen, Zeichnung, Zeitgenössische Kunst by Susanne Haun on 11. September 2019

 

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet. So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

Ist das nicht neckisch, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Ist das nicht neckisch, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Ich vervollständigte Jürgens Satzanfang

#31

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

 

Mein neuer Satzanfang für Jürgen lautet:

#32

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“

 

________________

Hier könnt ihr in unseren bisherigen Satzanfängen und -enden stöbern. Schon seit November 2016, vielleicht mit kurzen Unterbrechungen, führen Jürgen und ich diesen Dialog.

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Das Nashorn, ein Klassiker der Holzschnittkunst oder „nur“ ein Tier Afrikas – Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 3. September 2019

 

Das Nashorn ist in meinem Oeuvre (siehe hier) ein beliebtes Motiv.

Liegt es an Dürers berühmten Holzschnitt?

Sicher ist Dürers ein Grund dafür, in regelmäßigen Abständen Nashörner zu zeichnen. Der Hauptgrund jedoch für weitere Werke zum Thema Nashorn ab Januar 2018 ist bei unserer Afrika Reise zu suchen. Ich berichtete hier über unseren Aufenthalt im Etosha Nationalpark in Namibia.

Ich habe als Dürer-Fan die Begegnung mit dem Nashorn sehr genossen. Ich schätze, das Nashorn hat sich ungefähr 50 Meter vom Truck entfernt im Schlamm gesühlt. Ich sehe es immer noch vor mir, wie es genussvoll den Körper im Schlamm hin und her bewegt. Ich war so im Beobachten versunken, dass ich keine Skizzen machte und doch habe ich die Szene vor meinem inneren Auge vorbei ziehen lassen, als ich die Zeichnung heute erstellte.

Die erste Lage der Zeichnung existierte schon. Irgendwann habe ich sie mal auf einem Aquarellkarton in Bezug auf Dürer gezeichnet und dann weggelegt und vergessen. Irgendwann taucht alles wieder auf so auch vor kurzem das angefangene Nashorn.

 

Nashorn, Zeichnung von Susanne Haun, Tusche auf Hahnemuehle Aquarellkarton, 17 x 24 cm (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Nashorn, Zeichnung von Susanne Haun, Tusche auf Hahnemuehle Aquarellkarton, 17 x 24 cm (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Das Nashorn ist 17 x 24 cm groß, ich habe mit lichtechter Tusche von Rohrer auf Hahnemuehle Aquarellkarton gezeichnet.

Ihr könnt das Nashorn für 150 Euro, gerahmt mit Passepartout  in einem 30 x 40 cm großen Holzrahmen unter Glas inklusive Porto innerhalb Deutschlands erwerben.

Euren Kaufwunsch könnt ihr mir per Mail info@susannehaun.de mitteilen. Ich sende euch daraufhin die Zeichnung inklusive Rechnung zu.

Hier seht ihr weitere Fotos vom Nashorn in der Entstehungsphase:

 

In der Kategorie Reiseberichte – Südliches Afrika (Klick) findet ihr den gesamten Bericht der Reise ins südliche Afrika von 2018.

 

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