Susanne Haun

Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 17. März 2017

Birgit Böllinger von Sätze&Schätze (siehe hier) machte mich auf Elfriede Lohse-Wächtler der „Sätze&Schätze“ aufmerksam.

Mein 13. KunstSalon (siehe hier)  am Dienstag  findet am 28. März 2017 um 18 Uhr in meinen Atelierräumen in der Groninger Str., 13347 Berlin, 4. Stock Vorderhaus statt.  Als Gäste freue ich mich, Birgit  und die Autorin Regine Sondermann, die das Buch Kunst ohne Kompromiss: Die Malerin Elfriede Lohse-Wächtler 1899-1940 schrieb in meinem Atelier begrüßen zu dürfen.

Detail Mund - Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler - 70 x 50 cm - Tusche auf Aquarellpapier - 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Detail Mund – Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler – 70 x 50 cm – Tusche auf Aquarellpapier – 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Als Vorbereitung habe ich begonnen, Regines Buch zu lesen. Regine vermittelt eine Vorstellung, welche Gedanken Elfriede zu ihrer Arbeit gebracht haben könnten. Sie zietert dabei Künstler, Autoren und den Bruder Elfriedes, um das Bild abzurunden. Wir erfahren auch, das Elfriede sich Nikolaus Wächtler nennt. „Der Name des heiligen Nikolaus ist eine Verheißung auf etwas Frohes Kommendes, deshalb nannte sie sich Nikolaus Wächter.“ zitiert Regine den Autor Rudolf Adrian Dietrich.²

Wer an Dietrich interessiert ist, kann auf der Seite der Sächsischen Landesbibliothek handschriftliches aus dem Teilnachlass von Rudolf Adrian Dietrich lesen (siehe hier).

Detail Auge - Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler - 70 x 50 cm - Tusche auf Aquarellpapier - 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Detail Auge – Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler – 70 x 50 cm – Tusche auf Aquarellpapier – 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Es ist schwer, jemand zu porträtieren, den man nicht kennt, dessen Eigenarten man nicht erlebt hat. Inspiriert hat mich besonders ein Foto aus dem Nachlaß Elfriede Lohse-Wächtler, das heute in Privatbesitz in  Hamburg ist.³ Ich mag die Haltung zwischen Spannung und Entspannung, der Blick ist wach, der Mund sinnlich und die Frisur für die damalige Zeit spektakulär. Ich habe mir immer gewünscht, die Haare so tragen zu können. Aber weder passen mein Haaransatz noch die Locken in dieses Konzept.

Ich habe für das Portrait ein großen Bogen Papier, 70 x 50 cm, verwendet und  so minimalistisch wie möglich gearbeitet. Das entspricht meinem Kentnisstand von Elfride Lohse-Wächter.

Von Elfriede Lohse-Wächtler - Nachlaß Elfriede Lohse-Wächtler, Privatbesitz Hamburg, CC BY-SA 2.0, httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=13335966

Von Elfriede Lohse-Wächtler – Nachlaß Elfriede Lohse-Wächtler, Privatbesitz Hamburg, CC BY-SA 2.0, httpscommons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=13335966

Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler - 70 x 50 cm - Tusche auf Aquarellpapier - 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Vorstellung von Elfriede Lohse-Wächtler – 70 x 50 cm – Tusche auf Aquarellpapier – 2017 (c) Zeichnung von Susanne Haun

______________________

² Sondermann, Regine, Kunst ohne Kompromiss, Hallo 2012 [3], S. 32.

³Von Elfriede Lohse-Wächtler – Nachlaß Elfriede Lohse-Wächtler, Privatbesitz Hamburg, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13335966

Zusammenarbeit: verbal und zeichnerisch – Susanne Haun und Jürgen Küster

Posted in Ausstellung, Wegschütten, Zeichnung by Susanne Haun on 13. August 2016

 

Gestern haben Jürgen und ich zusammen in den schon gestern vorgestellten Heften gearbeitet.

Aber wichtiger waren die Gespräche, die wir geführt haben.

 

 

Jürgen Küster bei der Arbeit (c) Foto von Susanne Haun

Jürgen Küster und Susanne Haun bei der Arbeit (c) Foto von Susanne Haun

 

Am Vormittag diskutierten wir über den Kunstmarkt, dem sich Jürgen gerne verweigern möchte.Wann kann man sich dem Kunstmarkt verweigern?

 

Susanne und Birgit (c) Foto von Jürgen Küster

Susanne und Birgit (c) Foto von Jürgen Küster

 

Mittags ist Birgit  in unsere Runde gekommen. Wir haben uns nach einem leckeren Mittagstisch im Schraders die Ausstellung in der Galerie Wedding angeschaut und  sprachen anschliessend über die Sprache über Kunst. Gibt es bestimmte Wörter, die bei der Kunstbeschreibung „IN“ sind? Muß ein Text so intellektuel klingen, dass er nicht mehr verständlich ist? Und wer liest diese Texte?

Nachmittags kam Utz Benkel mit den neuen Kalendern (später mehr) auf ein kurzes Gespräch vorbei und unglaublicher Weise hatte Utz gemeinsame Bekannte sowohl mit Birgit als auch mit Jürgen. Die Welt ist klein!

 

 

 

Ein Spaziergang mit Birgit von den Sätzen & Schätzen im Wedding – Susanne Haun

Posted in Architektur, Berlin, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 10. August 2016

Am Montag besuchte mich Birgit vom Literaturblog Sätze&Schätze (siehe hier).

Nach einem ausgiebigen Kaffeeschwatz in meinem Atelier machten wir einen Spaziergang durch den Wedding.

Ich zeigte Birgit das neue Kulturquatier, silent green (siehe hier). In der Aussegnungshalle des alten Krematoriums ist so zum Beispiel eine Galerie entstanden, daneben ein Kaffee.

 

Kulturquatier silent green in Berlin Wedding (c) Foto von Susanne Haun

Kulturquatier silent green in Berlin Wedding (c) Foto von Susanne Haun

 

„Die funktionale Umdeutung des Ortes, der in seiner historischen Relevanz unbedingt erkennbar und erhalten bleiben sollte, erforderte in der Renovierungsphase einen ausgewogenen Umgang mit der Formensprache  und den Materialien des Hauses. Ziel der Sanierungsarbeiten war es, dem Gebäude die architektonische Grundlage für eine neue Nutzung zu verleihen, ohne ihn seiner historischen Dimension und baulichen Prägnanz zu berauben.“²  ist auf der Homepage der Kulturquatiers zu lesen. Ein schöner, wohlgefeilter Satz finde ich. Wer mehr über das Haus lesen möchte, kann gerne dem Link folgen. Es lohnt sich, nicht nur die Texte sind wohl überlegt, es gibt auch zahlreiche Fotos vom Umbau des Krematoriums.

Nach der Betrachtung der Schinkelkirche auf dem Leopoldplatz liessen wir die laute Müllerstraße hinter uns und gingen in den beschaulichen Schillerpark zum Schillerdenkmal. Ich berichtete schon einmal über den Schillerpark als Inbegriff meiner Heimat (siehe hier).

 

Die Philsophie vom Schillerdenkmal und ich (c) Foto von Birgit Böllinger

Die Philsophie vom Schillerdenkmal und ich (c) Foto von Birgit Böllinger

 

Birgit brachte mir einen großen Strauß Sonnenblumen mit, den ich heute zeichnete.

Entstehung Sonnenblume - 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Sonnenblume – 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

 

________________________

²Vom Krematorium zum Kulturquartier, http://www.silent-green.net/haus.html, 10.8.2016, 13:47 Uhr

Zehn Antworten zu Birgits Fragen zu Bücher – Susanne Haun

Posted in Hemingway "Der alte Mann und das Meer", Literatur, Zeichnung by Susanne Haun on 26. Oktober 2015

Es ist etwas länger her, das stellte Birgit von sätze&schätze (siehe hier) ihren Leserinnen Fragen zu Bücher.

Der alte Mann - Zeichnung von Susanne Haun

Der alte Mann – Zeichnung von Susanne Haun

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt, nach meiner Ausstellungseröffnung habe ich mich in Ruhe mit den Fragen beschäftigt:

1. Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast?

Es müssen die 5 Freunde von Enid Blyton gewesen sein. In meiner Generation ein viel gelesenes Jugendbuch.

2. Das Buch, das Deine Jugend begleitete?

Enid Blytons Detektiv- und Internatgeschichten begleiteten meine Jugend genauso wie die Science Fiction Stories von Mark Brandis und Robert A. Heinlein.

3. Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte?

Es gab kein bestimmtes Buch – ich las den ganzen lieben Tag, so dass meine Mutter sich schon sorgte.

4. Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast?

Vor meinem 30. Lebensjahr ist es Revolte auf Luna (englischer Originaltitel The Moon Is a Harsh Mistress) oder die Leben des Lazarus Long. „Lazarus Long, 1916 – 4272: Das Schlüsselwerk Heinleins führt den Leser durch mehrere Jahrtausende, zahllose Welten und Zeitebenen. Das ambitionierteste Werk des Autors und ein Klassiker des Genres über einen Mann, der das Leben so sehr liebte, dass er sich einfach weigerte, zu sterben, und schließlich gar zu seinem eigenen Vorfahr wurde.“ ist auf dem heutigen Klappentext des Buches zu lesen.
Heute lese ich selten ein Buch nochmal, es gibt so viele Bücher, die ich noch lesen möchte. Aber ich lese durchaus Passagen nochmal.

5. Das Buch, das Dir am wichtigsten ist?

Ich kann nicht sagen, welches Buch mir am wichtigsten ist. Das wechselt. Im Moment ist es Hegels Ästhetik, die mich fasziniert, gemischt mit Walsers 13. Kapitel. Ich lese meistens Bücher für die Uni und höre Bücher zum einschlafen und entspannen. Hertha Müllers Herztier hat mich genau so berührt wie Irvings Gottes Werk und Teufels Beitrag. Siri Hustvedts „Gleissende Welt“ hat mich angeregt. Bei dem Angebot an Wissen und Literatur, wie soll ich mich da für ein Buch entscheiden?

6. Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast?

Ich habe generell großen Respekt vor den philosophischen Werken. Kant, Hegel, Platon, Aristoteles, Locke um nur wahllos in den Pool zu greifen.

7. Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird?

Feuchtgebiete, ich weiss nicht, was Leser an diesem Buch so toll finden. Ich habe es nach 10 Seiten zur Seite gelegt, weil es mich einfach nicht interessiert.

8. Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre?

Ich glaube, auf meiner Bücherwunschliste befinden sich knapp 50 Bücher, wie soll ich da eines herausgreifen? Und wenn ich etwas unbedingt lesen möchte, dann nehme ich mir die Zeit 🙂

9. Das Buch, das Dir am meisten Angst macht?

Die Bibel und der Koran und noch einige anderen ähnlichen religiöse, idealistische Schriften.

10. Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest?

Descartes Meditations und Prinzipien.

Der alte Mann wartete - Zeichnung von Susanne Haun

Der alte Mann wartete – nach Hemingway (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Danke für die Fragen, Birgit, ich fand es sehr inspirierend!

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 106 – Alfred Döblin

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 23. August 2015

“Das gefährlichste Organ am Menschen ist der Kopf.”
Alfred Döblin wurde am 10. August 1878 geboren.

Dieses Zitat habe ich am Anfang der Woche bei Sätze&Schätze (siehe hier) gefunden.

 

Engelskopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

%d Bloggern gefällt das: